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Vorrichtung zum registerhaltigen Aufbringen von einem oder mehreren
Klischees auf flexible Grundplatten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
registerhaltigen Aufbringen von Klischees auf flexible Grundplatten zu Kombiwickelplatten
unter Verwendung eines Montagezylinders, wobei in der durchsichtigen gekrümmten
Montageplatte Löcher vorhanden sind, mittels deren das Klischee durch Luftunterdruck
gehalten und nach einem auf der Innenseite der gekrümmten Montageplatte festsitzenden
durchsichtigen Andruck ausrichtbar ist, wobei der die Montageplatte tragende Montagearm
auf einer parallel zum Montage zylinder laufenden Führungsstange verschiebbar gelagert
und auf der Führungsstange spielfrei einrastbar ist, wobei der Montagearm bzw. das
von ihm getragene Klischee relativ zu den Anschlägen verschiebbar und verriegelbar
und so axial auf den richtigen Stand zur Grundplatte der Wickelplatte und durch
Drehen des Montagezylinders auch tangential ausrichtbar ist, wobei das Klischee
durch Schwenken des Montagearmes auf der Führungsstange lagerichtig auf die Grundplatte
der Wickelplatte klebbar ist und wobei die Klischee der anderen außerdem noch zu
druckenden Farben nach dem auf der Montageplatte sitzenden Andruck ausrichtbar und
nach Ausrasten aus einem der auf der FUhrungsßtange sitzenden
Anschläge
und Einrasten auf den nächsten Anschlag auf die weiteren Grundplatten der Wickelplatten
aufbringbar sind.
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Durch die deutsche Auslegeschrift 1 273 542 ist eine Vorrichtung dieser
Art bekanntgeworden. Mit ihr ist es möglich, Klischees passerhaltig auf Grundplatten
aufzubringen, die.nebeneinander auf dem Montagezylinder aufgespannt sind. Aus dieser
Auslegeschrift ist aber kein Hinweis zu entnehmen, wie vorgegangen werden muß, wenn
die Vorrichtung für laufend wiederkehrende, gleiche Arbeiten programmiert werden
soll, d. h.
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wenn bestimmte Positionen sowohl in Umfangs- wie in Seitenrichtung
laufend mechanisch wiedergefunden werden sollen.
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Eine solche Programmier- bzw. Repetiereinrichtung ist aber die Aufgabe
des Gegenstandes der Erfindung.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Programmieren
in Zylinderumfangsrichtung eine Programmierscheibe mit der Stirnfläche des Montagezylinders
verbunden ist, in die mittels einer gestellfesten Bohrbuchse Bohrungen angebracht
werden können, durch die der Montagezylinder mittels eines Stiftes zum Gestell fixierbar
ist, daß zum Programmieren in Zylinderlängsrichtung eine Programmierstange in eine
im FUhrungsrohr angebrachte Nut einlegbar ist, die mittels einer auf dem Montagearm
fest angeordneten Bohrbuchse mit Arretierlöchern versehen werden kann, durch die
der
Montagearm mittels eines Arretierbolzens zum Führungsrohr fixierbar
ist, und-daß die Montageplatte Paßstifte aufweist, die mit entsprechenden Aufnahmelöchern
im Andruck übereinstimmen und mit denen der Andruck in der Montageplatte fixierbar
ist.
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Die Bohrbuchse für das Programmieren in Zylinderumfangsrichtung kann
mit mehreren Bohrlöchern ausgestattet sein, die es ermöglichen, Bohrungen auf unterschiedlichen
Lochkreisradien in der Programmierscheibe anzubringen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Figur 1 die Ansicht der Bedienungsseite,
Figur 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung, Rück-Figur 3 eine Ansicht des Montage
zylinders von der
seite, Figur 4 eine Stirnansicht des Montagezylinders, Figur 5 eine Ansicht des
Führungsrohres mit Montagearm, Figur 6 einen Schnitt entlang der Linie VI - VI in
Figur 5, Figur 7 einen Schnitt entlang der LinieVII-VZ in Figur 6.
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Auf dem Gestell 1 befinden sich die Seitenteile 2 und 2.1.
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Letztere sind durch die Streben 3 und 4 miteinander verwindungssteif
verbunden und dienen zur Lagerung des Montagezylinders 5, der Führungsstange 6 und
der Stange 7, die die vier
Anschläge 8, 8.1, 8.2 und 8.3 trägt.
Diese bestehen aus den Stellringen 9 und 10, die auf der Stange 7 festsitzen, sowie
der Schiebehülse 11, die durch die Feder 12 gegen den Stellring 9 gedrückt wird.
Der Stellring 9 und die Schiebehülse 11 tragen je eine Rolle 13 und 14, deren Achsen
senkrecht zur Achse der Stange 7 stehen. Auf der Führungsstange 6 kann das Führungsrohr
15 spielfrei, jedoch leichtgängig verschoben werden0 Es trägt auf einer Seite den
Arretierungsbund 16, der sich nur über etwa die Hälfte des Umfanges erstreckt. Er
ist in der Breite so dimensioniert, daß beim Verdrehen des Führungsrohres 15 um
seine Längsachse der Arretierungsbund 16 nur dann zwischen die Rollen 13 und 14
gelangen kann, wenn die Schiebehülse 11 entgegen dem Federdruck vom Stellring 9
ein wenig abgehoben wird. Dadurch ist gewährleistet, daß der Arretierungsbund 16
bzw. das FiUirungsrohr 15 eine wiederholbare genaue Position einnimmt. Auf dem Mihrungsrohr
15 ist der Montagearm 17 verschieblich angeordnet. Er-kann auf dem FUhrungsrohr
15 in jeder beliebigen Längsstellung mittels des Arretierungshebels 18 verriegelt
werden und trägt die durchsichtige gekrümmte Montageplatte 19. Auf der dem Montagezylinder
5 zugewandten Seite der Montageplatte sitzt der jeweilige eingefärbte durchsichtige
Andruck, der mittels Klebestreifen an der Montageplatte 19 befestigt ist. Nach diesem
Andruck kann das mit Magnesiumpulver leicht eingeweißte entsprechende Klischee ausgerichtet
werden. Es wird durch Luftunterdrunk an-der Montageplatte festgehalten. Der Luftunterdruck
wird
durch die Luftpumpe 20 erzeugt. Der Vakuumteil der Pumpe 2Q steht mittels der Leitungen
21 und 22 mit dem ZwischenraumD der zwischen dem Klischee und dem durchsichtigen
Andruck gebildet wird in Verbindung. Zu diesem Zweck ist die Montageplatte 19 und
auch der jeweilige Andruck an den Stellen 23, 24, 25 und 26 durchbrochen. Beim Einrichten
wird mittels eines Beilufthahnes das Vakuum den Brfordernissen entsprechend gesteuerte
Das Klischee ist zuvor mit einer doppelseiigen Klebefolie versehen worden, mit der
es auf der Grundplatte der Wickelplatte befestigt werden soll. Zum Zweck des Berührungsschutzes
ist die Doppelklebefolie auf der dem Montagezylinder zugewandten Seite mit einer
Folie versehen. Diese kann nach dem genauen Einrichten des Klischees entfernt werden.
Durch Schwenken der Montageplatte um die Achse der Führungsstange 6 wird das Klischee
mit der Grundplatte der Wickelplatte in Verbindung gebracht und dadurch aufgeklebt.
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In Figur 1 ist das Phrungsrohr 15 mit dem Montagearm 17 in der äußersten
linken Stellung gezeichnet. Es wird dabei durch den Anschlag 8 in axialer Richtung
fixiert. In dieser Stellung kann der durchsichtige Andruck nach dem dort angezeichneten
Stand ausgerichtet und das erste Klischee aufgaklebt werden. Die Klischees für die
übrigen drei Farben können dann auf die drei weiteren Grundplatten der Wickelplatten
aufgebracht werden, wenn der Montagearm durch die Anschläge 8.1,
8.2,
bzw. 8.3 fixiert ist.
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Die Registerhaltigkeit in Achsrichtung wird durch die Fixie~ rung
des Montagearmes durch die Anschläge 8, 8.1, 8, 2 und 8,3 erreicht. Die genaue Lage
in tangentialer Richtung kann durch Drehen des Montage zylinders um seine Längsachse
mittels des Handrades 27 eingestellt werden jeder gewählten Stellung wlrd er durch
den Hebel 28 verriegelt.
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Zum Programmieren in Zylinderumfangsrichtung ist auf der Stirn fläche
30 des Montagezylinders 5 eine Programmierscheibe 31 verschraubt (Fig. 3) und durch
eine Paßfeder 32 gegen Verdre hung gesichert. Am Gestell 2 ist eine Bohrbuchse 33
befestigt.
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Sie ist durch einen Stift 35 gegen Verdrehen gesichert. Sie hat vier
Bohrungen 36, 37, 38 und 39 (Fig. 4). Mit diesen können in die Programmierscheibe
31 verschiedene auf vier schiedenen Radien liegende Arretierlöcher 34 gebohrt werden
Vorteilhafterweise werden alle Bohrungen nach dem Bohren g nau bezeichnet. Beim
Programmieren einer bestimmten zinken lage wird dann in die Bohrbuchse ein Arretierbolzen
40 ge steckt, der gleichzeitig auch in einem der krretierlöcher 34 sitzt, und so
den Montagezylinder 5 in einer bestimmten Po sition zum Gestell 1 festhält.
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Die Programmierscheibe 31 kann leicht gegen eine andere ab.
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getauscht werden, wenn auf ihr bereits eine größere Anzahl Arretierbohrungen
34 vorhanden sinus BeS bedarf kann die so
aber auch wieder schnell
lagerichtig montiert werden. Zum Aus- und Einbau weist sie am Umfang eine Aussparung
41 auf, die nur wenig größer als der Achszapfen des Montagezylinders 5 ist.
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In den Figuren 5 bis 7 ist die Einrichtung zum Programmieren in Zylinderlängsrichtung
dargestellt. Im Führungsrohr 15 ist eine Nut 45 eingearbeitet, die eine Programmierstange
46 zur Hälfte aufnimmt. Sie wird durch eine Schraube 47 gegen Herausfallen gesichert
und durch einen Stift 48 in Längsrichtung positioniert. Der Stift 48 hat zwei Einkerbungen
49, in die eine Kugel 50, die durch eine Feder 51 vorgespannt ist, einrastet. Beim
Wechseln der Programmierstange 46 wird der Stift 48 in eine Bereitschaftsstellung
so weit herausgezogen, daß die Kugel 50 in die Kerbe 49.1 einrastet.
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Wie bereits beschrieben, ist auf dem Führungsrohr 15 der Montagearm
17 verschieblich angeordnet. Auch der Montagearm 17 weist in seiner Bohrung 52 eine
Nut 53 auf, in der die Programmierstange 46 zur anderen Hälfte ruht. Im Montagearm
17 ist eine Bohrbuchse 54 befestigt, mit der in die Programmierstange 46 Arretierlöcher
55 gebohrt werden können. Die Lage des Montagearmes 17 zur Führungshülse 15 kann
nach dem Bohen des Arretierloches 55 durch einen Arretierbolzen 56 gesichert werden.
Diese Lage kann aber auch dadurch später wieder gefunden und genau eingehalten werden.
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Die Montageplatte 19 ist mit Paßstiften 57 (Fig. 1) ausgerüstet, mit
denen der Andruck auf die richtige Lage zur Montageplatte 19 ausgerichtet werden
kann, bevor er durch Luftunterdruck dort festgehalten wird. Zu diesem Zweck ist
der Andruck mit Aufnahmelöchern versehen, die im Abstand voneinander genau mit dem
Abstand der Paßstifte 57 übereinstimmen.
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/ Patentansprüche