DE1908328C3 - Palette für die Ablage von keramischen Formungen und Verfahren zum Fördern derselben - Google Patents

Palette für die Ablage von keramischen Formungen und Verfahren zum Fördern derselben

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DE1908328C3 DE19691908328 DE1908328A DE1908328C3 DE 1908328 C3 DE1908328 C3 DE 1908328C3 DE 19691908328 DE19691908328 DE 19691908328 DE 1908328 A DE1908328 A DE 1908328A DE 1908328 C3 DE1908328 C3 DE 1908328C3
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    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/06Chambers, containers, or receptacles
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Description

Die Erfindung betrifft eine Palette für die Ablage einer Anzahl von keramischen Formungen, insbesondere von Dachziegel-Formlingen, welche aus mit Durchbrechungen und der Form der abzulegenden Formlinge angeglichenen Formlings-Auflagen versehen ist.
Derartige Paletten sind als Ersatz für Tragrahmen mit aufgelegten Trockenrahmen bekanntgeworden, die bei der Herstellung von Dachziegel-Formlingen an einer Formpresse vorbeigeführt und mit Formungen belegt werden. Das Aufnahmevermögen dieser Trockenrahmen und demzufolge auch der diese ersetzenden Paletten entspricht dabei einer mehrfachen Anzahl von Formungen, die pro Arbeitstakt von der Formpresse gefertigt und abgelegt werden. Die Trockenrahmen liegen dabei lose auf jedem der Tragrahmen auf und werden mit diesem zusammen in aufeinanderfolgender Reihe und quer zur Förderrichtung auf dem Tragrahmen liegend an der Formpresse vorbeigeführt, wobei die Förderung im Ablagebereich intermittierend erfolgt, um während mehrerer Arbeitstakte der Formpresse die dabei anfallenden Formlinge auf die auf jedem Tragrahmen befindlichen Trockenrahmen abzulegen. Die Paletten stellen eine einstöckige Ausführung von Tragrahmen und Trockenrahmen dar und werden in gleicher Weise gefördert und belegt, wie die Trockenrahmen auf den Tragrahmen.
Es ist inzwischen vorgeschlagen worden, die Trockenrahmen von den Tragrahmen abzuheben und unter der Formpresse hindurchzuführen, wobei die Ablagcstellc in den unleren Bereich der Pressentrommel verlegt wurde und das Zu- und Abführen der Trockenrahmen mittels eines Querförderers erfolgt, der die belegten Trockenrahmen wieder auf die Tragrahmen zurückführt, da diese — infolge ihrer Länge, die ein Mehrfaches der Abmessung der von der Formpresse pro Arbeitstakt abzulegenden Formlinge beträgt — nicht mit unter der Pressentrommel hindurchgeführt oder in einem Arbeitsgang belegt werden können.
Bei der Verwendung von einstückig auch als Formlings-Auflagen ausgebildeten Paletten ist die Durchführung eines solchen Verfahrens völlig ausgeschlossen, wenn die Paletten nicht auf ein unwirtschaftliches Fassungsvermögen verkürzt werden sollen, wobei je nach Größe der Formpresse nur noch drei oder vier Formlinge auf jeder Palette Raum halten, in die Trocknerei gefördert und dort gestapelt werden müßten, was einen er-iieblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand erfordern würde. Andererseits ist die Verwendung von Paletten wegen einfacherer Handhabung, längerer Lebensdauer u. a. vorteilhafter als die Verwendung separater Trockenrahmen auf entsprechenden Tragcrahmen.
Die sich aus diesen Umständen daraus ergebende Aufgabe bestand darin, eine Palette mit einem großen Aufnahmevermögen zu entwickeln, die unter der Formpresse hindurchgeführt werden kann, um dadurch — gegenüber dem Vorbeiführen der Paletten in konventioneller Weise — beim Querfördern eine geringere Fördergeschwindig-keit iihJ damit nachteilig auf die Formlinge einwirkende große Massenkräfte zu vermeiden und gleichzeitig die einfachere und zuverlässigere Ablagemöglichkeit auszunutzen, die sich aus dem bereits vorgeschlagenen Verfahren ergab.
Die Lösung der gestellten Aufgabe führte erfindungsgemäß zu einer Palette, die sich dadurch auszeichnet, daß die für die Formlinge vorgesehenen Formlings-Auflagen in mehreren Querreihen angeordnet sind, wobei die Anzahl der in jeder unter die Ablagestelle geführten Querreihe befindlichen Formlings-Auflagen gleich der Anzahl der während eines Arbeitstakts der zugeordneten Formpresse abzulegenden Formlinge ist. Diese Anordnung bringt zwar eine Verkürzung der üblicherweise durch Tragrahmen und Paletten bekannter Art zugeführten Reihen von Formlings-Auflagen mit sich, läßt die Palette jedoch durch die Anordnung mehrerer solcher Reihen nicht unwirtschaftlich, sondern bei entsprechend großer Auslegung noch wirtschaftlicher werden, denn die Zahl der auf der Palette anzubringenden Formlings-Auflagen wird nur durch die Leistungsfähigkeit der für die spätere Stapelung in den Trockenrahmen eingesetzten Vorrichtungen beschränkt. Vorteilhafterweise wird dabei die Anzahl der hintereinanderlicgenden Querreihen so gewählt, daß die Länge einer solchen Multireihen-Palette gleich der Länge der üblicherweise verwendeten Tragrahmen bzw. der bekannten einreihigen Paletten ist, wodurch sich eine Änderung vorhandener Trockengerüste usw. vermeiden läßt, wenn die Multire'hen-Palettc verwendet wird, die
dabei noch den Vorteil bietet, daß die Querreihen von Formlings-Auflagen so dicht aneinander angrenzen, dall der von den üblichen Tragerahmen und Paletten bekannte ungenutzte Zwischenraum voll ausgenutzt werden kann und dadurch zu einer Kapazitätserhöhung der Trocknerei führt, ohne daß dort wesentliche konstruktive Änderungen notwendig werden.
Um eine sichere Führung und Förderung der erfindungsgemäncn Palette zu erreichen, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, an dieser von der Unterseite aus zugängliche Anschläge anzuordnen. Diese Anschläge sollen so angebracht sein, daß eine Zwangsführung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung der Palette gewährleistet ist. Bei einer einfachen Ausführungsform sind diese Anschläge in Form von Einkerbungen in den Wänden der Durchbrechungen in den Formlings-Auflagen vorgesehenen welche Mitnehmer eines Förderers, z. B. seitlich einer Rollenbahn an Zugketten befestigte Mitnehmer, eingreifen können. Diese Anschläge können daher außerhalb der Außenkanten der für die Förderung verwendeten Förderer sein, müssen aber im Falle der axial zur Presscitrommel erfolgenden Zuförderung mit anschließender Querförderung so angeordnet sein, daß sie durch die üblicherweise in derartigen Förderern verwendeten und zwischen den Rollen hindurchgreifenden Querförderern erfaßbar sind, wenn die Qiicrförderung einsetzt. Zweckmäßigerweise erfolgt die Anordnung daher so, daß die jeweilig wirksamen Anschläge in der Förderrichtung ausgerichtet sind.
Für die Förderung unter der Pressentrommel, die entsprechend der Querreihen-Anzahl in einer Anzahl von Förderschritten vor sich geht, kann jeder der Querreihen eine geeignete Anzahl von Anschlägen, vorzugsweise zwei, zugeordnet sein, wobei ein entsprechend ausgestalteter Querförderer an dieselben angreift und die Multircihen-Palelte schrittweise unter der Abiagestelle der Pressentrommel hindurchführt. Damit kann gleichzeitig ein Justieren der Formlings-Auflagen erreicht werden. Als besonders geeignet hat sich für die justierende Querförderung ein Pilgerschrittförderer erwiesen, dessen Vorschubstrecke dem Abstand zwischen zwei Querreihen von Formlings-Auflagen entspricht. Zwischen den einzelnen Förderschritten wird dann die Palette auf bekannte Weise gegen die abzulegenden Formlinge angehoben, um eine saubere und schonende Ablage zu erreichen.
Bei der erfindungsgemäßen Palettenförderung können die Formlings-Auflagen aber auch in einer Ebene gefördert werden, die de, Ablageebene zumindest im Ablagebereich entspricht, womit sich das Anheben durch eine gesonderte Hubvorrichtung und damit eine solche erübrigt. Dabei wird die gleichzeitig mit der Drehung der Pressentrommel einsetzende schrittweise Förderung nicht geradlinig, sondern in einer dem Drehkreis der Pressenlrommelecken angepaßten kurvenartigen Bewegung durchgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Fördern der Multireihen-Paletten unterscheidet sich von den bekannten bzw. vorgeschlagenen Verfahren dadurch, daß die Förderung nach dem Zuführen der ersten Querreihe von Formlings-Auflagen zur Ablagestelle der Pressentrommel und dem Belegen derselben schrittweise entsprechend der Anzahl und dem Abstand der Querreihen unter der Pressentrommel hindurch erfolgt.
Um das erfindungsgemäße Förderverfahren ' hne wesentliche konstruktive Änderungen auch bei bestehenden Anlagen verwenden zu können, ist weiterhin
vorgesehen, daß die An- und ggf. auch die Abförderung der Multireihen-Paletten axial zur Pressentrommelachse erfolgt, wobei die bisher axial an der Pressentrommel vorbeiführenden Förderer in einen An- und in einen Abförderer aufgeteilt werden und der Abförderer — unter Zwischenschaltung des unter der Pressentrommel hindurchführenden Förderers — an der dem Anförderer gegenüberliegenden Seite der Pressentrommel aufgestellt wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel für eine Vielreihen-Palelte gemäß der Erfindung schematisrh dargestellt. Es zeigt
F i g.i'.i eine perspektivische Teilansicht einer Palette und
Fig. 2 eine auf einem Rollenförderer befindliche Palette im Schnitt mit diese eingreifende Mitnehmer.
Die Palette 11 in F i g. 1 besteht au.r, Metall und ist auf herkömmliche Weise aus einem Stück hergestellt. Sie kann jedoch auch aus mehreren Profilstücken und aus anderem Material hergestellt sein. D'r Palette 11 ist mit durchgehenden Rippen 12 versehen, velche — bezogen auf die durch einen Pfeil 14 angedeutete Förderrichtung — Längsreihen von Formlings-Auflagen 13 erkennen lassen. Die Rippen 12 dienen zur Abstützung der Deckfalzteile von abgelegten Formungen und stellen gegenüber den übrigen Teilen der Formlings-Auflagen 13 eine zweite Ablageebene dar. Die Ausgestaltung der Palette 11 ist jedoch nicht auf diese zwei Ebenen beschränkt.
Durch strichpunktierte Querlinien 15 sind Querreihen von Formlings-Auflagen 13 definiert die in Förderrichtung hintereinander liegen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel weist jede der Querreihen drei Formlings-Auflagen auf, entsprechend einer nicht dargestellten zugeordneten Dreifach-Revolverpresse. Im Falle einer Vierfachpresse würde die Palette 11 demzufolge um eine Längsreihe erweitert sein.
Die Formlings-Auflagen 13 weisen Durchbrechungen 16 auf, die der Trockenluft in der Trocknerei Zugang zu den auf der Palette 11 abgelegten Formungen geben. Zur Abstützung der Formlinge befinden sich zwischen den einzelnen hintereinanderliegenden Durchbrechungen 16 Stützrippen 17. Bezogen auf die Förderrichtung der Palette 11 sind in den beiden äußeren und hinteren Durchbrechungen 16 jeder Formlings-Auflage 13 Einkerbungen 18 vorgesehen, deren Wände als Anschläge für Mitnehmer für die Förderung der Palette 11 dienen.
In F i g. 2 sind solche Mitnehmer 19 gezeigt, welche an einer Kette 20 befestigt sind und seitlich eines Rollenförderers 21 umlaufen. Wie an den aus der Zeichnungsebene herausführenden unteren Mitnehmern 19 zu erkennen ist, sind diese Mitnehmer 19 entsprechend der Form der Auskerbungen 18 spitz, so daß sie beim Mitnehmen der Palette Il diese durch Eingriff in die Einkerbungen 18 bis zur vollen Anlage zur Förderrichtung ausrichten. Hierdurch erfolgt eine Justierung der Palette 11 auf dem Förderer, die dann in dieser ausgerichte.en Lage in Richtung des Pfeiles 14 unter die Ablagestelle der Pressentrommel geführt wird. Nach dem Auflegen der ersten Querreihe von Formungen wird die Palette Il im Arbeitstakt der Formpresse um eine Querreihe weitergefördert, so daß die laufende Ablage der von der Formpresse abzugebenden Formlinge gewährleistet ist. Das Versetzen der Palette Il um eine Querreihe kann dabei in einer Förderebene unterhalb der Ablagestelle erfolgen, aus der diese dann gegen den abzulegenden Formline
herauszuheben ist. Dies wird durch eine bekannte Vorrichtung bewirkt, wobei iiuch durch Schwenken der gesamten Palette Il eine rollende Ablage erreicht werden kanu. Diese rollende Ablage gewährleistet eine schonende Übergabe der sich in den Randbereichen zuerst lösenden Formlinge von der Presse auf die Palette 11. Die Versetzung kann jedoch auch in einer kurvenförmigen Förderbahn erfolgen, wobei die Palette unmittelbar unter der Ablagcstclle befindlich ist und der F ormling sofort nach der Abeabe durch die Pressen trommel ohne nennenswerte ι Zwischenraum auf die f ormlings-Auflage gelangt. Fine solche Übergabeebene bzw Förderebene für die Palette 11 würde /ur Kollision mit den /wischen den einzelnen Prellformhälften liegenden Fckcn einer /. 1$. sechseckigen Pressentrom inel führen. Dem Drehkreis tier Pressentrommel entsprechend ist daher ein schrittweises Fördern der "alciic !! in einer U;irve:if;:r«iigs:n !?:ihn vorgesehe». wobei durch weitere Förderer die Vorwärtsbewegung und das Abheben gegen die abzulegenden Formlinge kombiniert vor sich geht. Auf diese Weise sieht den auf der l'ressentromniel befindlichen Formungen sofort nach Frreichen der Abgabe-Stellung die entsprechende Anzahl von Formlings-Auflagcn zur Verfügung.
Der Förderung unter der Pressentrommel hindurch kann eine /uförderung der Palette in einer zur Achse der Pressen!rommcl parallel verlaufenden Richtung vorangehen, ggf. auch eine entsprechend verlaufende Abförderiing folgen. Zu diesem Zweck können die l.inkerbungen 18 auch in der entsprechenden Seiten wand der Durchbrechungen lh angeordnet und durcl die I i g. 2 dargestellten Mitnehmer auch in diesel Richtung bewegt werden, ohne dall eine komplizierli Übergabe vom Anförderer auf den unter der Ablage stelle der l'ressentromniel hindiirehführendcn Förderei und von dort auf den sich anschließenden Abfordere!
• 'rf*vi-ijnrlich wird
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Palette für die Ablage einer Anzahl von keramischen Formungen, insbesondere Dachziegel-Formungen, welche aus mit Durchbrechungen und der Form der abzulegenden Formlinge abgeglichenen Formlings-Auflagen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Formlings-Auflagen (13) in mehreren Querreihen (15) angeordnet sind und die Anzahl der in einer Querreihe befindlichen Formlings-Auflagen (13) gleich der Anzahl der während eines Arbeitstakts der zugeordneten Formpresse abzulegenden Formlinge isL
2. Palette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Palette (II) von der Unterseite her zugängliche Anschläge (18) angeordnet sind.
3. Palette nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (18) in den Wänden der Durchbrechungen (16) befindliche Einkerbungen sind.
4. Palette nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Querreihen (15) vorzugsweise zwei mit diesen ausgerichtete Anschläge (18) zugeordnet sind.
5. Verfahren zum Fördern von Multireihcn-Paletten nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderung nach dem Zuführen der ersten Querreihe von Formlings-Auflagen zur Ablagestelle der Pressentrommel und dem Belegen derselben schrittweise entsprechend der Anzahl und dem Abstand der Querreihen unter der Pressentrommel hindurch erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß die Anforderung bis zur Ablagcstellc axial zur Pressentrommelachse erfolgt, worauf die schrittweise Förderung quer zur Anforderung und ggf. auch zur Abförderung einsetzt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die schrittweise Förderung der Paletten zusammen mit der Drehung der Pressentrommel in einer kurvenförmigen Bahn unter Aussparung des Drehkreises der Presscntrommelecken mindestens teilweise in der Ablagcebcne erfolgt.
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