DE1908256C - Spreiz- und Schutzvorrichtung an Maschinen zum Füllen von Säcken - Google Patents

Spreiz- und Schutzvorrichtung an Maschinen zum Füllen von Säcken

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DE1908256C
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Germany
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
der Anmelder. B65b 37-20 ist
Original Assignee
Merat, Jean-Pierre, Vincennes, VaIde-Marne (Frankreich)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Spreiz- und Schutzvorrichtung an Maschinen zum Füllen von Säcken mit einer Spreiz- und Füllstation, bei der ein in das Sackende einführbar und gegen Federkraft in Spreizstellung bewegbar angeordnetes Spreizorgan und eine Sackhalteeinrichtung vorgesehen sind.
Es ist eine Einrichtung zum Abfüllen von faltbaren Behältern, z. B. Säcken bekannt, bei der am unteren Ende eines Füllrohres eine Spreizeinrichtung vorgesehen ist, die aus einer Vielzahl von Draht- ίο bügeln besteht. Diese Drahtbügel sind kranzartig angeordnet und können durch die Bewegung des Füllrohres in senkrechter Richtung mit Hilfe des unteren Endes des Füllrohres auseinandergedrängt werden, um dabei entsprechend den Sack zu spreizen (schweizerischi; Patentschrift 308 711).
Es ist weiterhin beim Füllen von Säcken od. dgl. In Verbindung mit automatischen Waagen bekannt, an dem Füllstutzen eine Vorrichtung zum Entlüften Und Entstauben vorzusehen, z. B. in Form eines im Querschnitt des Füllstutzens aufgenommenen, Jedoch von diesem getrennten, parallelen Kanals, der in das Sackinnere reicht und mit der Umgebungsatmosphäre oder einem Absaugrohr in Verbindung steht (deutsche Patentschrift 353 088).
Es ist beim Verschließen von Behältern, wie Säcken oder beuteln, bekannt, daß dann, wenn die Ränder der Beutel tfurch J'eißsiegeln verschlos- «en werden sollen, eine Ablagerung von Füllgut en den zu versiegelnden Rar. Jern den Schließ-Vorgang beeinträchtigt oder sogar unmöglich macht. Es ist daher bekannt, in der Verschließstation die Ränder der offenen Behälter mittels einer Bürste ta bearbeiten, um Ablagerungen zu beseitigen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Spreiz- und Schutzvorrichtung der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, daß einerseits das Sackende zuverlässig geöffnet wird, während andererseits gleich-Zeitig der Sackrand auf der Innenseite mit Sicherheit Vor der Einwirkung und Ablagerung von Fremd-Stoffen, insbesondere von Gutsstaub geschützt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Spreizorgan aus im entspannten Zustand etwa parallelen, an ihren Enden aneinander anliegenden und mit einem elastischen Werkstoff überzogenen Blattfedern besteht und daß die Enden derselben zum elastischen Spreizen der Blattfedern aufeinander zu bewegbar angeordnet sind. Durch diese neue Ausbildung wird gewahrleistet, daß der Randbereich der Säcke sowohl vor wie auch wähfend und nach dem Füllen vor Ablagerungen vollkommen geschützt bleiben. Dabei ist die Spreizlind Schutzvorrichtung so ausgebildet, daß nach dem Füllen und gegebenenfalls nach Absaugen des Staubes der Sackrand wieder flach gespannt wird, so daß zwischen den durch Heißsiegeln zu verbindenden Sackrändern während der Überführung in die Heißsicgeleinrichtung kein Raum verbleibt, in den Staub aufsteigen kann. Dabei ist auch eine spätere Ablagerung von Staub nach dem Füllen im Siegclbcreich nicht möglich.
Hn weiterer Vorteil der neuen Spreiz- und Schutzvorrichtung besteht darin, daß die Vorrichtung für verschieden formatige Säcke gleich gut verwendet werden kann, ohne daß Teile ausgewechselt zu werden brauchen. Dieser Vorteil beruht darauf, daß Di,· Spreizvorrichtung nicht die gesamte SackölTnung /Ii snreizen braucht, sondern nur den mittleren Bereich der Suckränder; dabei werden vorteilhafterweise, als Sackhalteeinrichtung Zangen vorgesehen, weiche die außen liegenden Bereiche unabhängig von der Spreizvorrichtung zusammenklemmt und dadurch vor Ablagerungen von Staub schützen. Der in den Zangen aufgenommene Teil des Sackrandes kann dabei νοη Sackgröße zu Sackgröße variieren, während der zu spreizende Teil stets gleich groß bleibt, so daß mit derselben Spreizvorrichtung gearbeitet werden kann.
Vorteilhafterweise ist wenigstens eine an sich bekannte Saugleitung zum Absaugen des Gutsstaubes während bzw. nach dem Füllen in den elastischen Werkstoff des Überzugs der Blattfedern eingebettet.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schnittansicht der Spreiz- und Schutzvorrichtung vor dem Füllen,
Fig. 2 eine Schnittansicht ähnlich der nach Fig. 1, welche die Vorrichtung während des Füllens des Sackes zeigt,
F i g. 3 eine perspektivische Teilansicht der neuen Spreiz- und Schutzvorrichtung und
F i g. 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 3.
Die in den Figuren gezeigte Spreiz- und Schutzvorrichtung ist auf einem Gestell 1 angeordnet, welches als Gleitbahn und als Halterung für dte Spreiz- und Schutzvorrichtung dient. Zu diesem Zweck weist die Spreiz- und Schutzvorrichtung ein bei 3 angedeutetes, aus einem oder zwei Teilen bestehendes Gehäuse auf, welches auf dem Gestell I gleiten kann.
An dem Gehäuse sind zwei Zangen 2 vorgesehen, welche als Sackhalteeinrichtung dienen und den Sackrand beiderseits der noch zu beschreibenden Spreizeinrichtung einklemmen.
An dem Gehäuse ist, wie aus F i g. 1 und 2 hervorgeht, ein Spreizorgan angeordnet, das in das Sackende einführbar ist. Das Spreizorgan besteht aus im entspannten Zustand etwa parallelen, an ihren Enden aneinander anliegenden und mit einem elastischen Werkstoff 5 überzogenen Blattfedern 4. Dieses Spreizorgan kann an dem Gehäuse, wie Fig. 2 zeigt, für den Füllvorgang nach unten bewegt werden, wobei das Gehäuse 3 als Verlängerung des Fülltrichters 8 einer Waage dient.
Wie aus den F i g. 2 und 4 hervorgeht, können die mit dem elastischen Werkstoff überzogenen Blattfedern 4 in der abgesenkten Stellung, in der sie die Innenseiten des Sackrandes im Bereich der Siegclstellen schützen, dadurch elastisch gespreizt werden, daß die Enden der Blattfedern aufeinander zu bewegbar sind, wie deutlich aus Fig. 4 hervorgeht. F i g. 4 zeigt dabei in ausgezogenen Linien die gespreizte Stellung des Spreizorganes und die zugehörige Stellung der Zangen 2 sowie in strichpunktierten Linien die geschlossene Stellung des Spreizorpanes mit der zupehörigcn Stellung der Zangen 2.
Um die Absenkbewegung des Spreizorganes in das Innere des Sackes 7 zu begrenzen, sind entsprechende Anschläge vorgesehen, die mit dem unteren Ende des Spreizorganes so zusammenwirken, daß zwischen diesen und den Anschlägen 6 der Sackrand zusätzlich eingeklemmt wird, was weiter zum Schütze der Sackränder vor Statibablugcrungcti beiträgt.
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Nach Beendigung des Füllvorganges nimmt das Spreizorgan 4,5 wieder seine Ausgangsstellung um Gehäuso3 ein, wodurch der Sackrand erneut gespannt wird und damit zur Siegelung bereit ist.
In den elastischen Werkstoff 5 der Blattfedern 4 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel bei 9 angedeutete Saugieitungen eingebettet, die zum Absaugen des Gutsstaubes während bzw. nach dem Füllen dienen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Spreiz- und Schutzvorrichtung an Maschinen zum Füllen von Säcken mit einer Spreiz- und Füllstation, bei der ein in das Sackende einrührbar und gegen Federkraft in Spreizstellung bewegbar angeordnetes Spreizorgan und eine Sackhalteeinrichtung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizorgan aus im entspannten Zustand etwa parallelen, an ihren Enden aneinander anliegenden und mit einem elastischen Werkstoff (S) überzogenen Blattfedern (4) besteht und daß die Enden derselben zum elastischen Spreizen der Blattfedern aufeinander zu bewegbar angeordnet sind.
2. Spreiz- und Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sackhalteeinrichtung Zangen (2) vorgesehen sind.
3. Spreiz- und Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine an sich bekannte Saugleitung (9) zum Absaugen des Gutsstaubes während bzw. nach dem Füllen in den elastischen Werkstoff des Überzugs (5) der Blattfedern (4) eingebettet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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