DE1908113C - Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronisch Lichtsetzgeräte - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronisch Lichtsetzgeräte

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DE1908113C
DE1908113C DE19691908113 DE1908113A DE1908113C DE 1908113 C DE1908113 C DE 1908113C DE 19691908113 DE19691908113 DE 19691908113 DE 1908113 A DE1908113 A DE 1908113A DE 1908113 C DE1908113 C DE 1908113C
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Armin Dipl.-Ing. 2301 Mönkeberg; Schmidt Werner 2300 Kiel Colditz
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Dr.-Ing. Rudolf Hell Gmbh, 2300 Kiel
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Publication date
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewin- An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung
nung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektro- näher erläutert. .
nische Lichtsetegeräte. Die Fig. 1 zeigt eine Schnftzeichenvorlage des
Es ist bereits bekannt, zwecks Gewinnung solcher 45 Großbuchstabens F. „_..., .-,.
Steuerdaten, welche die Auslenkung und die Hellig- Die F i g. 2, 3 und 4 stellen Blockschaltbilder einet keil des Aufzeichnungslichtstrahls bestimmen, für Anlage zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerjedes zu setzende Schriftzeichen eine graphische daten für ein elektronisches Lichtsetzgerat dar.
Schriftzeichenvorlage punkt- und linienweise licht- Die Schriftzeichenvorlage gemäß Fig. 1 ist oberelektrisch abzutasten und jedem der aufeinanderfol- 50 halb des Buchstabens F mit drei Markierungsbalker genden schwarzen und weißen Bildlinienstücke mit- 1, 2 und 3 versehen. Der Markierungsbaiken 1 isl tels einer Codiereinrichtung eine seiner Länge ent- dem senkrechten Balken 4 des Buchstabens F, dei iprechende Binärzahl zuzuordnen und diese Binär- Markierungsbalken 2 dem kurzen, waagerechten Mit daten zwecks Verwendung als Steuerdaten zu spei- telbalken 5 und dem darüberliegenden gleich langer ehern. 55 Teil des obersten waagerechten Balkens 6, der Mar· Zur Speicherung der Binärdaten werden wegen des kierungsbalken 3 schließlich dem restlichen Teil de; schnellen Zugriffs üblicherweise Ringkern- oder Balkens 6 dieses Buchstabens zugeordnet.
Drahtspeicher verwendet. Zu dem Umfang der erfor- Bei der Erläuterung des vorliegenden Beispiels is' derlichen Speicherkapazität sei folgendes bemerkt: vorausgesetzt, daß die Abtastung des Schriftzeichen; Für ein Schriftzeichen werden, je nach seiner Höhe, 60 — wie üblich — in vertikalen Linien, von unten nach seiner Breite, seiner übrigen Gestalt und je nach Fein- oben verlaufend und mit der linken Randlinie begin licit der Konturenauflösung häufig mehrere hundert nend, vorgenommen wird.
Byte (1 Byte=8 bit) benötigt. Die erforderliche Spei- !Der Beginn des Markierungsbalkens 1 liegt genai
cherkapazität für ein einziges deutsches Alphabet, in Flucht mit dem linken Rand des senkrechten BaI
das mit seinen Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern, 65 kens 4; sein Ende liegt jedoch nicht etwa in Fluch
'Interpunktions- und Sonderzeichen insgesamt rund mit der letzten, sondern mit der vorletzten der zu den
Schriftzeichen enthält, Hegt durchschnittlich in Balken 4 gehörenden Bildlinien, da ja die letzte Bild
der Größenordnung von 10 000 Byte. Für einen Setz- linie nicht mehr wiederholt werden soll.
Der Beginn des Markierungsbalkens 2 liegt in chener Folge eintreffen. Bleibt schließlich einmal der
Flucht mit der Linie, an der die beiden waageiechten Markierungsimpuls aus, so bedeutet dies, daB es sicn
Balken 5 und 6 an dem senkrechten Balken 4 an- um die letzte der unter sich gleichen Bildlinien (dzw.
setzen, und der Markierungsbalken 3 beginnt mit der um die auf die letzte markierte Bildünie f™8enaeJ
Bildlinie, die auf das Ende des Mittelhalkens 5 folgt 5 handelt, und der Registerzäbler 25 wird auf Null zu-
Auch jeder dieser beiden Markierungsbalken endet rückgestellt. . .
spätestens mit der vorletzten der unter sich gleichen Gemäß der Zahl, auf die der Registerzanler ms aa-
Bildlinien. . hin eingestellt wurde und die die Anzahl der Wieder-
Bei sehr feiner Auflösung, d. h. großer Anzahl von holungen bedeutet, wird in dem Wiederholungsbe-
Bildlinien je Längeneinheit, wird man die Markie- io fehlsgenerator 27 ein Wiederholungsbefehl erzeugt
rungsbalka sicherheitshalber schon um einige Bild- und den Daten der zu wiederholenden Büdlinie nin-
linienbreitra vorher enden lassen. zugefügt.
In der Fig. 2 ist mit 10 die verkleinert und per- Die so aufbereiteten Steuerdaten werden über ein
spektivisch dargestellte Schriftzeichenvorlage gemäß Anpassungssteuergerät 28 in einen Kernspeicher em-
Fig. 1 bezeichnet. Diese wird mittels eines elektro- 15 gegeben. . ,
optischen Abtastkopfes Il abgetastet. Die hierbei ge- An Hand der Fig. 4 wird die Verarbeitung aer
wonnenen elektrischen Impulse werden zunächst gewonnenen Steuerdaten beim Lichtsatz erläutert,
einem Auswertegerät 12 zugeführt, welches feststellt, Im Kernspeicher 30 mögen die von dem AnP^"
ob die jeweiligen Impulse einem schwarzen oder sungssteuergerät 28 (F i g. 3) ausgegebenen Daten be-
einem weißen Bildlinienstück zugeordnet sind. Von ao reits abgelegt sein.
dort gelangen sie in ein Zähl- und Codierwerk 13, Um diese Daten als Steuergrößen fur das Licnt-
welches jedem Bildlinienstück eine seiner Länge ent- setzgerät, das im wesentlichen auf der Kathoden-
sprechendt: Binärzahl zuordnet. strahlröhre 31, der Projektionsoptik 32 und dem HIm
Abhängig von der Relativbewegung zwischen 33 besteht, wirksam werden zu lassen, werden dem Schriftzeidienvorlage 10 und Abtastkopf 11 wird ein «5 Eingabesteuergerät 34 die erforderlichen ietzkommechanischer Taktgenerator 14 gesteuert, welcher mandos zugeführt. Diese stammen im vorliegenden sowohl das Zähl- und Codierwerk 13 als auch einen Falle von einem Datenstreifen, welcher seinerseits Kegelhöhenzähler 15 taktet. Dieser veranlaßt jedes- mittel eines entsprechend programmierten (.ment mal, wenn die volle Kegelhöhe abgetastet ist, daß die darstellten) Computers erstellt wurde und dessen zu einer Bildlinie gehörenden Binärzahlen aus dem 30 Daten mittels des Streifenlesers 35 ausgelesen unü Zähl- und Codierwerk 13 in ein Register 16 über- dem Eingabesteuergerät 34 zugeführt werden, nommen werden. Tritt oberhalb der vollen Kegelhöhe Da sämtliche Steuerdaten in binäre Form gebracht noch ein Abtastimpuls auf, so kann dieser nur von sind, müssen sie, bevor sie an das Lichtsetzgerat geeiner Wiederholungsmarkierung stammen. Dieser langen, mittels eines Digital-Analogwandlers 36 in Impuls wird von dem Auswertegerät 12 an einen 35 analoge Steuerspannungen umgesetzt werden. Markierungsgenerator 17 weitergegeben und veran- Gewisse Setzkommandos, wie z. B. die Fositionie-1 aßt diesen, eine der Wiederholungsmarkierung züge- rungssteuerung des Elektronenstrahls, werden der ordnete Binärkombination zu erzeugen und an ein Kathodenstrahlröhre 31 über die Leitungen -7, je Steuergerät 18 zu liefern. Mittels einer Und-Schaltung unmittelbar, d. h. nicht durch Abruf aus dem Kernist gewährleistet, daß der Markierungsgenerator 17 40 speicher, zugeführt. . nur dann im Tätigkeit treten kann, wenn der Kegel- Über die Leitung 39 wird die Adresse der jeweils höhenzähler 15 die der vollen Kegelhöhe entspre- aus dem Kernspeicher 30 abzurufenden Inionnachende Zahl erreicht hat. tionen in das Adressenregister 40 eingegeben, und
Zuvor wird jedoch der Informationsinhalt des Re- über die Leitung 41 wird veranlaßt, daß die jeweils gisters 16, nämlich die Binärzahlen der Bildlinien- 45 aufgerufene, ein Bildlinienstuck betreffende inlorstücke an das Steuergerät 18 weitergegeben, welches mation in das Ausgaberegister 42 gelangt, botern es den Streifenlocher 19 steuert. Der vou diesem Strei- sich um eine zu wiederholende Bildlmie handelt, werfenlocher ausgegebene Lochstreifen 20 wird in dem den die Adressen der aufzurufenden Informationen in Fig. 3 dargestellten Teil der Anlage weiterver- gleichzeitig in einen Adressenspeicher 46 überarbeitet. 50 nommen.
Die in der Fig. 3 gestrichelt umrandeten Schal- Die vom Ausgaberegister42 an das Lichtsetzgerat
tungsblöcke bilden zusammen einen Computer 21. gelangenden Bildinformationen werden gleicnzeuig
Mittels des Streifenlesers 22 werden die in dem einem Bildlinienzähler 43 zugeführt, der fur_ die fcr-
Loehstreifen 20 (Fig. 2) festgehaltenen Daten zu- kennung des jeweiligen Bildlinienendes ausgebildet ist
nächst in einen Zwischenspeicher 23 eingegeben, der 55 und laufend die Anzahl der vollendeten Bilülimen
immer nui eine Bildünie zur Zeit aufnimmt. Voraus- feststellt. _
gesetzt, daß außer der momentan zwischengespei- Ferner sortiert ein Decoder,44 die Informationen
cherten Bildlinie eine Wiederholungsmarkierung ein- über die jeweilige Anzahl der Wiederholungen aus
gespeichert wurde, wird aus dieser in einem und stellt ein Register 45 auf diese ZaW ein.
Markiemngsdecoder 24 ein Impuls abgeleitet, der 60 Der BUdlinienzähler 43 zählt dieses Register 45 ao
einen Regiisterzähler 25 um eine 1 weiterschiebt und bzw. leer und bewirkt dabei, daß fur jede vollendete
außerdem eine Weichensteuerschaltung 26 veranlaßt, Büdlinie ein Impuls an das Adressenregister 4U ge-
die Daten der nächstfolgenden Büdlinie zu löschen, geben wird, der zur Folge hat, daß die im Adressen-
da diese ja durch den Wiederholungsbefehl ersetzt speicher 46 vorhandenen Adressen erneut in das
werden soll 65 Adressenregister 40 eingeschoben werden, und zwar Der Registerzähler 25 wird veranlaßt, die Markie- so oft, wie es der Zahl entspricht, auf die das Register rungsimpulse zu zählen, solange sie in ununterbro- 45 eingestellt wurde.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

j 2 auftrag müssen jedoch meist mehrere Alphabete zur Patentansprüche: Verffifung stehen, nämlich be.spielsweise »Normal- ,,U-. thrift fett« »Normalschrift mager« und »Kursiv-
1. Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung schrift fett«, »«
von Steuerdaten für elektronische Lichtsetzgeräte, s«*"11*^™rv~ «*£ ^e Aufgabe zugrunde, den
wobei für jedes zu setzende Schriftzeichen eine 5 Lter ^?Τ™Α^Λά an Speicherkapazität herab-
Schriftzeichenvorlage punkt- und linienweise erforderiicnen" d ^ die Konturenauflösung
lichtelektrisch abgetastet und jedem der aufeinan- zusetzen ?Ί°π'η
derfolgenden schwarzen und weißen Bildlinien- zuffc eintg der genannten Aufgabe wird erfin-
stücke mittels einer Codiereinrichtung eine Binar- Ais im* ε^ g, _en daß wenigstens für einige,
zahl zugeordnet wird, und diese Binärdaten i. >^«°^^^SX ^Ια^^^άχαη^
zwecks Verwendung, als Steuerdaten gespeichert vo™f^Sn mit gleichem Informationsinhalt,
werden, dadurch gekennzeichnet, daß liegenden BüdJania< > ^J^ abzutastende) auf der
wenigstens für einige, vorzugsweise für jede von £S°iXnvorlaKe eine mit der Bildlinie in Flucht
mehreren nebeneinanderliegenden Bildlin.en mit SchntaeichenvorWge vorgesehen wird, die
gleichem Informationsinhalt, ausgenommen die 15 hegende abtastbare -v. ^ ^ ^ ^
zuletzt abzutastende, auf der Schriftzeichenvor- bei ihrer ™™™\?£daX(.n V&<. Speicherung von
lage eine mit der Bildlinie in Flucht liegende, ab- Ern^m d^ ^ardate P ^^ ^
tastbare Markierung vorgesehen wird die bei ^™6'"?^ ferner die Einspeicherung von Kom-
ihrer Abtastung einen Impuls erzeugt der beim «""Jert ™f ^^Sden der Daten der ersten dieser
Einspeichern der Binärdaten die Speicherung von »0 mandos z"!?.™^n e™°^ Setevorgans veranlaßt
Daten einer weiteren, dieser gleichen Bildlinie gleichen Bildlin.en ^^»etevo^ang veranlag
de BiS^ntndel.^^^^ M,
der ersten dieser gleichen Bild.ini.n beim Setz- k^^J^^ZS^^^- Vorgang veranlaßt. »5 »men veriduicnuti,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- rungsbalken darstellen. ...
kennzeichnet, daß beim Abtasten jeder der Mar- Die Gewinnung ^r W.ederho ungskommando kierungen die Speicherung einer diesen Markie- wird in zweckmaßiger Weise dadurch ^bew.rkt i ü rungen zugeordneten Codekombination veranlaßt beim Abtasten jeder solchen Mark erung ** Speiuuwird. B 30 rung einer diesen Markierungen zugeordneten C oa -
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch kombination veranlaßt wird.
gekennzeichnet, daß ein Register auf eine der Beim Setzvorgang, d h. beirr.Abrufende^Da , η
Häufigkeit des Auftretens der den Markierungen aus dem Speicher wird vorteilhafterwe^e!ein Rg:-
zugeordneten Codekombinaüon entsprechende ster auf eine der Häufigkeit des Auftretens d,r dt
Binärzahl eingestellt wird, und daß die bei seinem 35 Markierungen zugeordneten Codekombination ent-
Abzählcn abgegebenen Impulse als Wieder- sprechende Binärzahl eingestellt, und die beim A-
holungskommandos weiterverarbeitet werden. zählen dieses Registers abgegebenen Impulse vvenkn
als Wiederholungskommandos weiterverarbeitet, beispielsweise, indem jeder dieser Impulse zur Zurück-
40 schaltung des sogenannten Adressenregisters um den
Informationsinhalt einer Bildlinie benut?t wird.
DE19691908113 1969-02-19 1969-02-19 Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronisch Lichtsetzgeräte Expired DE1908113C (de)

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