DE1908113B2 - Verfahren zur gewinnung und verarbeitung von steuerdaten fuer elektronische lichtsetzgeraete - Google Patents
Verfahren zur gewinnung und verarbeitung von steuerdaten fuer elektronische lichtsetzgeraeteInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronische
Lichtsetzgeräte,
Es ist bereits bekannt, zwecks Gewinnung solcher Steuerdaten, welche die Auslenkung und die Helligkeit
des Aufzeichnungslichtstrahls bestimmen, für jedes zu setzende Schriftzeichen eine graphische
Schnftzeichenvorlage punkt- und linienweise lichtelektrisch abzutasten und jedem der aufeinanderfolgenden
schwarzen und weißen Bildlinienstücke mittels einer Codiereinrichtung eine seiner Länge entsprechende
Binärzahl zuzuordnen und diese Binär-Clatcn zwecks Verwendung als Steuerdaten zu speichern.
Zur Speicherung der Binärdaten werden wegen des schnellen Zugriffs üblicherweise Ringkern- oder
Drahtspeicher verwendet. Zu dein Umfang der erforderlichen Speicherkapazität sei folgendes bemerkt:
Für ein Schriftzeichen werden, je nach seiner Höhe, seiner Breite, seiner übrigen Gestalt und je nach Feinheit
der Konturenauflösung häufig mehrere hundert Byte (1 Byte = 8 bit) benötigt. Die erforderliche Speicherkapazität
für ein einziges deutsches Alphabet, das mit seinen Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern,
Ititcrpunktions- und Sonderzeichen insgesamt rund Schriftzeichen enthält, liegt durchschnittlich in
der Giößenordnung von 10 000 Byte, Für einen Setzauftrag
müssen jedoch meist mehrere Alphabete zur Verfügung stehen, nämlich beispielsweise »Normalschrift
fett«, »Normalschrift mager« und »Kursivschrift« eines Schrifttyps.
5 Der Erfindung liegt die Aufgabe zug, unde, den erforderlichen Aufwand an Speicherkapazität herabzusetzen,
ohne jedoch dabei die Konturenauflösung zu beeinträchtigen.
Als Lösung der genannten Aufgabe wird erfinir.
dungsgemäß vorgeschlagen, daß wenigstens für einige, vorzugsweise für jede von mehreren nebeneinandurliegenden
Bildlinien mit gleichem Informationsinhalt, ausgenommen die zuletzt abzutastende, auf der
Schriftzeichenvorlage eine mit der Bildlinie in Flucht liegende, abtastbare Markierung vorgesehen wird, die
bei ihrer Abtastung einen Impuls erzeugt, der beim Einspeichern der Binärdaten die Speicherung von
Daten einer weiteren, dieser gleichen Bildlinie verhindert und der ferner die Einspeicherung von Kommandos
zum Wiederholen der Daten der ersten dieser gleichen Bildlinien beim Setzvorgang veranlaßt.
Da es sich um tuimittelbar nebeneinanderliegende
Bildlinien handelt, werden sich die erwähnten Markierungen in der Praxis als ein quer zu diesen BiIdlinien
verlaufender, zusammenhängender Markierungsbalken darstellen.
Die Gewinnung der Wiederholungskommandos wird in zweckmäßiger Weise dadurch bewirkt, daß
beim Abtasten jeder solchen Markierung die Speicherung einer diesen Markierungen zugeordneten Codekombination
veranlaßt wird.
Beim Setzvorgang, d. h. beim Abrufen der Daten aus dem Speicher, wird vorteühafterweise ein Register
auf eine der Häufigkeit des Auftretens der den Markierungen zugeordneten Codekombination entsprechende
Binärzahl eingestellt, und die beim Abzählen dieses Registers abgegebenen Impulse werden
als Wiederholungskommandos weiterverarbeitet, beispielsweise, indem jeder dieser Impulse zur Zurückschaltung
des sogenannten Adressenregisters um d-:n Informationsinhalt einer Bildlinie benutzt wird.
An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung
näher erläutert.
Die Fig. I zeigt eine Schnftzeichenvorlage des Großbuchstabens F.
Die Fig. 2, 3 und 4 stellen Blockschaltbilder einer
Anlage zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für ein elektronisches Lichtsetzgerät dar.
Die Schnftzeichenvorlage gemäß Fig. 1 ist oberhalb
des Buchstabens F mit drei Markierungsbalken 1, 2 und 3 versehen. Der Markierungsbalken 1 ist
dem senkrechten Balken 4 des Buchstabens F, der Markicrungsbalken 2 dem kurzen, waagerechten Mittelbalken
5 und dem darüberliegenden gleich langen Teil des obersten waagerechten Balkens 6, der Markierungsbalken
3 schließlich dem restlichen Teil des Balkens 6 dieses Buchstabens zugeordnet.
Bei der Erläuterung des vorliegenden Beispiels ist vorausgesetzt, daß die Abtastung des Schriftzeichens
— wie üblich — in vertikalen Linien, von unten nach oben verlaufend und mit der linken Randlinie beginnend,
vorgenommen wird.
Der Beginn des Markierungsbalkens 1 liegt genau in Flucht mit dem linken Rand des senkrechten BaI-kens
4; sein Ende liegt jedoch nicht etwa in Flucht mit der letzten, sondern mit der vorletzten der zu dem
Balken 4 gehörenden Bildlinien, da ja die letzte BiIdlinie nicht mehr wiederholt werden soll.
1 908 I
Der Beginn des Markierungsbalkens 2 liegt in
Flucht mit der Linie, an der die beiden waagerechten
Balken 5 und 6 an dem senkrechten Balken 4 ansetzen, und der Markierungsbalken 3 beginnt mit der
Bildlinie, die auf das Ende des Mittelbalkens S folgt. Auch jeder dieser beiden Markierungsbalken endet
spätestens mit der vorletzten der unter sich gleichen Bildlinien.
Bei sehr feiner Auflösung, d. h. großer Anzahl von Bildlinien je Längeneinheit, wird man die Markierungsbalken
sicherheitshalber schon um einige Bildlinienbreiten vorher enden lassen.
In der Fig. 2 ist mit 10 die verkleinert und perspektivisch
dargestellte Schriftze.ichenvorlage gemäß Fig. 1 bezeichnet. Diese wird mittels eines elektrooptischen
Abtastkopfes 1 i abgetastet. Die hierbei gewonnenen elektrischen Impulse werden zunächst
einem Auswertegerät 12 zugeführt, welches feststellt, ob die jeweiligen Impulse einem schwarzen oder
einem weißen Bildlinienstück zugeordnet smd. Von ao dort gelangen sie in ein Zähl- und Codierv/erk 13,
welches jedem Bildlinienstück eine seiner Länge entsprechende Binärzahl zuordnet.
Abhängig von der Relativbewegung zwischen Schriftzeichenvorlage 10 und Abtastkopf 11 wird ein
mechanischer Taktgenerator 14 gesteuert, welcher sowohl das Zähl- und Codierwerk 13 als auch einen
Kegelhöhenzähler 15 taktet. Dieser veranlaßt jedesmal, wenn die volle Kegelhöhe abgetastet ist, daß die
zu einer Bildlinie gehörenden Binärzahlen aus dem Zähl- und Codierwerk 13 in ein Register 16 übernommen
werden. Tritt oberhalb der vollen Kegelhöhe noch ein AbtastLmpuls auf, so kann dieser nur von
einer Wiederholungsmarkierung stammen. Dieser Impuls wird von dem Auswertegerät 12 an einen
Markierungsgenerator 17 weitergegeben und veranlaßt diesen, eh.e der Wiederholungsmarkierung zugeordnete
Binärkombination zu erzeugen und an ein Steuergerät 18 zu liefern. Mittels einer Und-Schaltung
ist gewährleistet, daß der Markierungsgenerator 17 nur dann in Tätigkeit treten kann, wenn der Kegelhöhcnzähler
15 die der vollen Kegelhöhe entsprechende Zahl erreicht hat.
Zuvor wird jedoch der Informationsinhalt des Registers 16, nämlich die Binärzahlen der Bildlinienstücke
an das Steuergerät 18 weitergegeben, welches den Streifenlocher 19 steuert. Der von diesem Streifenlocher
ausgegebene Lochstreifen 20 wird in dem in Fig. 3 dargestellten Teil der Anlage weiterverarbeitet.
Die in der Fig. 3 gestrichelt umrandeten Schaltungsblöcke
bilden zusammen einen Computer 21.
Mittels des Streifenlesers 22 werden die in dem Lochstreifen 20 (F i g. 2) festgehaltenen Daten zunächst
in einen Zwischenspeicher 23 eingegeben, der immer nur eine Bildlinie zur Zeit aufnimmt. Vorausgesetzt,
daß außer der momentan zwischengespeicherten Bildlinie eine Wiederholungsmarkierung eingespeichert
wurde, wird aus dieser in einem Markierungsdecoder 24 ein Impuls abgeleitet, der
einen Registerzähler IS um eine I weiterschiebt und außerdem eine Weichensteuerschaltung 26 veranlaßt,
die Daten der nächstfolgenden Bildlinie zu löschen, da diese ja durch den Wiederholungsbefehl ersetzt
werden soll.
Der Registerzähler 25 wird veranlaßt, die Markierungsinipulse zu zählen, solange sie in ununterbrochener
Fulge eintreffen. Bleibt schließlich einmal der Markierungsimpuls aus, so bedeutet dies, daß es sich
um die letzte der unter sich gleichen Bildlinien (bzw. um die auf die letzte markierte Bildlinic folgende)
handelt, und der Registerzähler 25 wird auf NuIi zurückgestellt.
Gemäß der Zahl, auf die der Registerzähler bis dahin eingestellt wurde und die die Anzahl der Wiederholungen
bedeutet, wird in dem Wiederholungsbefehlsgenerator 27 ein Wiederholungsbefehl erzeugt
und den Daten der zu wiederholenden Bildlinie hinzugefügt.
Die so aufbereiteten Steuerdaten werden über ein Anpassungssteuergerät 28 in einen Kernspeicher eingegeben.
An Hand der Fig. 4 wird die Verarbeitung der gewonnenen Steuerdaten beim Lichtsatz erläutert.
Im Kernspeicher 30 mögen dl von dem Anpassungssteuergerät
28 (Fig. 3) ausgegebenen Daten bereits
abgelegt sein.
Um diese Daten als Steuergrößen für das Lichtsetzgerät,
das im wesentlichen auf der Kathodenstrahlröhre 31, der Projektionsoptik 32 und dem Film
33 besteht, wirksam werden zu lassen, werden dem Eingabesteuergerät 34 die erforderlichen Setzkommandos
zugeführt. Diese stammen im vorliegenden Falle von einem Datenstreifen, welcher seinerseits
mittels eines entsprechend programmierten (nicht dargestellten) Computers erstellt wurde und dessen
Daten mittels des Streifenlesers 35 ausgelesen und dem Eingabesteuergerät 34 zugeführt werden.
Da sämtliche Steuerdaten in binäre Form gebracht sind, müssen sie, bevor sie an das Lichtsetzgerät gelangen,
mittels eines Digital-Analogwandlers 36 in analoge Steuerspannungen umgesetzt werden.
Gewisse Setzkommandos, wie z. B. die Positionierungssteuerung des Elektronenstrahls, werden der
Kathodenstrahlröhre 31 über die Leitungen 37, 38 unmittelbar, d. h. nicht durch Abruf aus dem Kernspeicher,
zugeführt.
Über die Leitung 39 wird die Adresse der jeweils aus dem Kernspeicher 30 abzurufenden Informationen
in das Adressenregister 40 eingegeben, und über die Leitung 41 wird veranlaßt, daß die jeweils
aufgerufene, ein Bildlinienstück betreffende Information in das Ausgaberegister 42 gelangt. Sofern es
sich um eine zu wiederholende Bildlinie handelt, werden die Adressen der aufzurufenden Informationen
gleichzeitig in einen Adressenspeicher 46 übernommen.
Die vom Ausgaberegister 42 an das Lichtsetigerät gelangenden Bildinformationen werden gleichzeitig
einem Bildlinieniähler 43 zugeführt, der für die Erkennung des jeweiligen Bildlinienendes ausgebildet ist
und laufend die Anzahl der vollendeten Bildlinicn feststellt.
Ferner sortiert ein Decoder 44 die Informationen über die jeweilige Anzahl der Wiedetholungen aus
und stellt ein Register 45 auf diese Zahl ein.
Der BildlinienzäMer 43 zählt dieses Register 45 ab
bzw. leer und bewirkt dabei, daß für jede vollendete Bildlinie ein Impuls an das Adressen register 40 gegeben
wird, der zur Folge hat, daß die im Adiessenspeichef 46 vorhandenen Adressen erneut in das
Adressenregister 40 eingeschoben werden, und zwar so oft, wie es der Zahl entspricht, auf die das Register
45 eingestellt wurde.
Claims (3)
1. Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronische Lichtsetzgeräte,
wobei für jedes zu setzende Schriftzeichen eine Schnftzeichenvorlage punkt- und linienweise
lichtelektrisch abgetastet und jedem der aufeinanderfolgenden schwarzen und weißen Bildlinienstücke
mittels einer Codiereinrichtung eine Binärzahl zugeordnet wird, und diese Binärdaten
zwecks Verwendung als Steuerdaten gespeichert werden, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens für einige, vorzugsweise für jede von mehreren nebeneinanderliegenden Bildlinien mit
gleichem Informationsinhalt, ausgenommen die zuletzt abzutastende, auf der Schriftzeichenvorlage
eine mit der Bildlinie in Flucht liegende, abtastbare Markierung vorgesehen wird, die bei
ihrer Abtastung einen Impuls erzeugt, der beim Einspeichern der Binärdaten die Speicherung von
Daten einer weiteren, dieser gleichen Bildlinie verhindert und der ferner Jie Einspeicherung
eines Kommandos zum Wiederholen der Daten der ersten dieser gleichen Bildlinien beim Setzvorgang
veranlaßt.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abtasten jeder der Markierungen
die Speicherung e'jer diesen Markierungen
zugeordneten Codekombination veranlaßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Register auf eine der
Häufigkeit des Auftretens der den Markierungen zugeordneten Codekombination entsprechende
Binärzahl eingestellt wird, und daß die bei seinem Abzählen abgegebenen Impulse als Wiederholungskommandos
weiterverarbeitet werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908113 DE1908113C (de) | 1969-02-19 | Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronisch Lichtsetzgeräte | |
| GB1297023D GB1297023A (de) | 1969-02-19 | 1970-01-30 | |
| US11640A US3643067A (en) | 1969-02-19 | 1970-02-16 | Method of obtaining and processing control data for electronic phototypesetting apparatus |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908113 DE1908113C (de) | 1969-02-19 | Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Steuerdaten für elektronisch Lichtsetzgeräte |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908113A1 DE1908113A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE1908113B2 true DE1908113B2 (de) | 1972-08-03 |
| DE1908113C DE1908113C (de) | 1973-03-01 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1908113A1 (de) | 1970-09-03 |
| GB1297023A (de) | 1972-11-22 |
| US3643067A (en) | 1972-02-15 |
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