DE1901239C3 - FlaschenverschluB mit einem durchstechbaren VerschluBkörper zur Entnahme von Medikamenten - Google Patents

FlaschenverschluB mit einem durchstechbaren VerschluBkörper zur Entnahme von Medikamenten

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DE1901239C3 DE19691901239 DE1901239A DE1901239C3 DE 1901239 C3 DE1901239 C3 DE 1901239C3 DE 19691901239 DE19691901239 DE 19691901239 DE 1901239 A DE1901239 A DE 1901239A DE 1901239 C3 DE1901239 C3 DE 1901239C3
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Description

65
)ie Erfindung betrifft einen Flaschenverschluß mit em durchstechbaren Verschlußkörper zur Entnahme von Medikamenten mittels einer Hohlnadel aus dei Flasche, wobei dieser Verschlußkörper an seinei Außenseite mindestens eine Vertiefung an der Durch stechstelle besitzt und an der Flasche mittels einer Bor delkappe od. dgl. befestigt ist
Derartige Flaschenverschlüsse sind bereits bekannt Man verwendet sie in der Regel bei Medikamentenfla sehen zum mehrfachen Füllen von Injektionsspritzen Dazu wird mit der Kanüle der Spritze der Verschluß körper an einer geschwächten Stelle durchstochen, unc der Flascheninhalt wird in die Injektionsspritze gefüllt ohne daß der Flaschenverschluß entfernt zu werden braucht Um diesen Vorgang zu erleichtern, ist eben falls bereits bekannt, daß die Verschlußkörper als im Flaschenhals sitzende Stopfen ausgebildet sind, deren Schaft, von einer Bodenfläche abgesehen, hohl ist, wobei diese Bodenfläche eine konvexe, vom Flascheninne ren wegweisende Wölbung besitzt.
Die Verschlußkörper derartiger bekannter Flaschenverschlüsse bestehen in der Regel aus Butyl-, Natur-, Silikonkautschuk oder dergleichen Werkstoffe, die gegen ihre Umgebung sowie insbesondere gegenüber dem Flascheninhalt genügend chemisch resistent sind. Derartige Flaschenverschlüsse haben jedoch den ganz erheblichen Nachteil, daß kleine Materialteilchen von ihnen beim Einstechen einer Kanüle oder dergleichen Hohlnadel abgeschert werden können und sich dann als sogenannte Fragmente im Flascheninhalt oder gar unmittelbar in der Hohlnadel wiederfinden können. Dies ist insbesondere deshalb gefährlich, weil intramuskulär injizierte Gummifragmente Krebsgeschwülste, intravenös injizierte Fragmente einen Herzkollaps, Venenverstopfungen usw. hervorrufen können.
Man hat deshalb bereits Maßnahmen zuir Vermeidung des Abscherens kleiner Materialteilchen beim Einstechen der Hohlnadel unternommen. So ist bereits bekannt, daß ein becherartiger Verschlußkörper an seiner äußeren Stirnwand mit einer zum Flascheninneren hin gerichteten Auswölbung versehen ist, die z. B. halbkugelförr.iig ausgebildet ist. Es hat sich aber herausgestellt, daß diese Maßnahme nur unvollkommen geeignet ist, beim Durchstoßen des Verschlußkörpers mit einer Hohlnadel das Abscheren kleiner Materialteilchen zu verhindern.
Es ist auch bereits ein aus thermoplastischem Werkstoff bestehender Verschlußstopfen für Infusionsflaschen bekannt. Thermoplastische Werkstoffe besitzen jedoch nicht eine mit den vorerwähnten Werkstoffen vergleichbare gummiartige Elastizität, bei welcher sich die Halterung des Verschlußkörpers durch eine Bördelkappe od. dgl. auch an der Durchstechstelle der Hohlnadel ungünstig im Sinne von Fragmentbildung auswirken kann. Dieser vorbekannte Verschluß (DT-Gbm 1 856 621) weist zwar bereits eine Vertiefung auf, die durch einen Ansatzstutzen gebildet ist, der sich mit seiner Oberseite bis unter den höchsten Bereich der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußstopfens erstreckt. Bei diesem sind jedoch keine unterschiedlichen Materialstärken in den vorerwähnten Bereichen vorgesehen. Auch bildet dieser Verschlußstopfen nach der ersten Entnahme keinen zuverlässigen Verschluß mehr.
Schließlich ist auch bereits ein Verschluß für Medizinnaschen aus Gummi bekannt (US-PS 2 783 909), bei dem eine Vertiefung bis unter den hochgezogenen Bereich der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußkörpers reicht. Dieser Verschluß dient jedoch nicht zum Durchstechen mittels einer Hohlnadel,
Kadern besitzt eine Ventilanordnung, die im Bedarfsfalle zu öffnen ist Es fehlt ebenfalls an einem sicheren Verschluß, namentlich bei mehrmaligem Gebrauch. Xucb behindert die Ventilanordnung ein einwandfreies Sterilisieren.
Es besteht daher die Aufgabe, einen Flaschenver- «chluß der eingangs beschriebenen A-t zu schaffe/i, bei dessen durchstechbarem Verschlußkörper das Auftreten von Fragmenten durch Abscheren kleiner Materialleilchen beim Durchstechen einer Hohlnadel weitustgeliend vermiulen wird. Dabei soll dieser Verschlußkörper in seiner äußeren Umrißform den bisher bekannten und verwendeten Verschlußkörpern möglichst ähnlich «ein, so daß die bereits vorhandenen Maschinen zum Verschließen vor^ Medikamentenflaschen usw. nicht umgesteüt zu werden brauchen.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß bei eiijem solchen Flaschenverschluß die Kombination folgender Merkmale vorgesehen ist:
a) der Versehluökörper besteht aus elastischem Material, insbesondere aus Butylkautschuk;
b) die Vertiefung reicht bis unter einen hochgezogenen Bereich der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußkörpers; und
c) die Materialstärke des Verschlußkörpers zwischen dem hochgezogenen Bereich und der Vertiefung einerseits in kleiner als die Materialstärke zwischen der abgerundeten Spitze der Vertiefung und der dem Flascheninneren zugewandten Fläche des Verschlußkörpers.
Versuche haben überraschenderweise gezeigt, daß die erwähnte Fragmentbildung von bestimmten geometrischen Verhältnissen in der Form des durchstochenen Verschlußkörpers abhängt und daß bei ihm auch bei zahlreichen Durchstichen praktisch überhaupt keine Fragmente auftreten, wenn er die erfindungsgemäße Ausbildung hat Dabei können die eingeführte äußere Umrißform und die bekannten, bewährten Werkstoffe für den Verschlußkörper beibehalten werden, und er kann an der Durchstichstelle genügend dick für eine ausreichende Dichtung ausgebildet sein.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Flaschenverschlusses besteht darin, daß die Vertiefung seines Verschlußkörpers eine konische Form mit muldenartigem, flachem Anstieg hat Eine solche Vertiefung läßt sich vor dem Einstechen der Hohlnadel nicht nur leicht reinigen, sondern diese Form begünstigt auch, daß die Materialstärke zwischen dem hochgezogenen Bereich der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlusses einerseits und der Vertiefung andererseits ohne weiteres dünnwandig ausgeführt werden kann. Zweckmäßigerweise verläuft bei der Vertiefung der Wand-Anstieg in einem Winkel von 40° bis 45°, und der Anstiegwinkel eines kegelförmigen Abschnittes der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußkörpers kann vorzugsweise etwe 60° betragen. Eine derartige Ausbildung hat sich in der Praxis gut bewährt
Zweckmäßigerweise sind auf der Außenseite des Verschlußkörpers Distanzvorsprünge vorgesehen. Es hat sich herausgestellt, daß die vorbeschriebene Ausbildung der Vertiefung dazu führen kann, daß zwei mit ihren Stirnflächen zufälligerweise etwa aufeinanderliegende Verschlußkörper beim Vakuumtrocknen so beeinflußt werden, daß sie nach Beendigung des Trocken-Vorganges aneinander haften bleiben, weil sich in den Vertiefungen ein Restvakuum aufrechterhalten kann. Mittels der Distanzvorsprünge werden diese Nachteile vermieden, und das Trocknen durch Verdampfen im Vakuum kann auch im Bereich der Vertiefung schnell und sicher erfolgen. Nachteile einer größeren Ausbildung der Vertiefung werden auf diese Weise vermieden.
Gegebenenfalls kann die Vertiefung des Verschlußkörpers nahe ihrer Spitze einen Markierungsrand für die Einstechstelle aufweisen.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Flaschenverschlusses kann sein Verschlußkörper etwa die Form einer Scheibe haben, deren Durchmesser größer als der lichte Durchmesser der sie aufnehmenden Bördelkappe od. dgl. ist, wobei vorzugsweise an der äußeren Ringfläche der Scheibe umlaufende Wülste od. dgl. vorstehende Klemmelemente und dazwischen ringförmige Nuten oder dergleichen Aussparungen angeordnet sind. Dadurch kann man den Verschlußkörper in bekannter Weise bereits vor seinem Anbringen an der Flasche ohne weiteres in der Bördelkappe festlegen, ohne daß sich hieraus unerwünschte starke Druck- und Verformungskräfte im Bereich der Einstichstelle des Verschlußkörpers ergeben. Die für das Festlegen des Verschlußkörpers in der Bördelkappe erwünschten Verformungen und Druckkräfte werden vielmehr im wesentlichen auf den Bereich der äußeren Ringfläche des Verschlußkörpers konzentriert
Schließlich kann der Verschlußkörper des Flascheriverschlusses einen etwa zylindrischen, an der Innenseite des Flaschenhalses anliegenden Fortsatz aufweisen, der vorzugsweise mit einer Schnappwulst versehen ist, die unter einen eingezogenen Schnapprand des Flaschenhalses greift. Dadurch erhält man sowohl einen dichten Sitz als auch eine Stabilisierung der Lage des Verschlußkörpers an der Flasche. Besonders letzteres trägt mit dazu bei, daß beim Einstechen der Hohlnadel im Durchstechbereich des Verschlußkörpers überwiegend Zugkräfte auftreten und unerwünschte Nebeneinflüsse, insbesondere Druckkräfte, dort ferngehalten werden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen in unterschiedlichen Maßstäben
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Flaschenverschluß und den oberen Teil einer Flasche;
F i g. 2 einen Längsschnitt durch eine etwas abgewandelte Ausführungsform eines Flaschenverschlusses, wobei der linke Teil eines Verschlußkörpers sich innerhalb einer Bördelkappe befindet, während der rechte Teil des Verschlußkörpers im unverformten Zustand dargestellt ist,
F i g. 3 eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines Flaschenverschlusses,
Fig 4 einen Längsschnitt nach der Linie IVlV in Fig. 3,
F i g. 5 eine perspektivische Darstellung des Verschlußkörpers ähnlich F i g. 3 und 4,
F i g. 6a, b und c jeweils Längsschnitte durch einen bekannten Flaschenverschluß mit verschiedenen Einstechtiefen einer Hohlnadel sowie
F i g. 7a, b und c Längsschnitte analog F i g. 6a, b und 0 mit einem Flaschenverschluß gemäß den F i g. 3 bis :5. Ein Flaschenverschluß besteht aus einem Verschlußkörper 1 und einer Bördelkappe 2(F i g. 1). Diese greift unter einen flanschartigen Kragen 22 des Halses einer Flasche. Diese Bördelkappe 2 ist ringförmig ausgebildet und läßt die Stirnfläche 4 des Verschlußkörpers 1 im mittleren Bereich frei. In üblicher Weise drückt die Bördelkappe 2 den Verschlußkörper 1 unter
einem Dichtdruck an den Flaschenhals 3, so daß der Verschlußkörper dort festgelegt und in Richtung der Pfeile PfX bis Pf 6 zusammengepreßt wird.
In der Mitte der Stirnfläche 4 weist der Verschlußkörper 1 eine Vertiefung 5 auf, die etwa die Form eines nach unten gerichteten Kegels mit abgerundeter Spitze 6 hat. Die Spitze 6 der Vertiefung 5 liegt gemäß einem Erfindungsmerkmal tiefer als ein hochgezogener Bereich 7 der gegen das Innere der Flasche gerichteten Seite des Verschlußkörpers. Damit wird begünstigt, daß )0 sich der durch die Bördelkappe 2 auf den Verschlußkörper 1 ausgeübte, durch die vorerwähnten Pfeile Pl bis Po bezeichnete Anpreßdruck nicht in den Mittelteil des Verschlußkörpers, also in den unmittelbar unter der Vertiefung 5 liegenden Durchstechbereich für eine Hohlnadel fortpflanzt.
Unterhalb der Vertiefung bildet der Verschlußkörper 1 eine Art Membrane 8, die gegen das Flascheninnere hin gewölbt ist und — von der Flascheninnenseite her gesehen — die Form eines Kegelstumpfes hat. Bei der Ausführung gemäß F i g. 2 beträgt dabei der Winkel α des Wand-Anstieges bei der Vertiefung 5 etwa 40°, während der Anstiegwinkel β der Mantelfläche des vorerwähnten Kegelstumpfes etwa 60° ausmacht. Durch diesen Winkelunterschied erreicht man, daß die Materialstärke des Verschlußkörpers 1 zwischen seinem hochgezogenen Bereich 7 und der Vertiefung 5 einerseits kleiner ist als die Materialstärke der abgerundeten Spitze 6 der Vertiefung 5 und der zum Flascheninneren gerichteten Verschlußkörper-Seite 9 im Durchstechbereich. Dieser liegt, etwa von der Spitze 6 der Vertiefung 5 ausgehend, senkrecht unterhalb dieser Vertiefung 5 und es ist durch die vorerwähnte Maßnahme gewährleistet, daß um den Durchstich herum genügend Verschlußkörper-Material vorhanden ist, um eine ausreichende Dichtungsstrecke zum sicheren Verschluß der Flasche nach dem Herausziehen der Nadel aus der Membrane 8 zu erhalten.
Die besondere Arbeitsweise beim erfindungsgemäßen Flaschenverschluß im Vergleich zu vorbekannten Flaschenverschlüssen wird nachstehend an Hand der F1 g. 6 und 7 eingehender erläutert:
In F i g. 6a bis 6c ist der Vorgang des Durchstechens eines vorbekannten Verschlußkörpers la mit einer Hohlnadel 10 dargestellt Dieser Verschlußkörper Xa steht, wie bei derartigen Flaschenverschlüssen üblich, unter dem ständigen Druck der Bördelkappe 2 oder dergleichen Verschlußkappe. Wegen seiner Werkstoffeigenschaften pflanzt sich dieser Druck im Bereich der Bördelkappe 2 in Richtung auf das Innere des Verschlußkörpers la weiter (Pfeile Pl und Pd). Außerdem bewirkt das Eindringen der Nadelspitze 11 zusätzlich eine Verdrängung des Materials des VerschluBkörpers ta. Letzteres erfolgt auch dann, wenn der Verschlußkörper la eine in der F i g. 6 strichpunktiert eingezeichnete Vertiefung 5a an der Durchstechstelle besitzt. Durch die Materialverdrängung entsteht zusätzlicher Druck in Richtung der Pfeile P12a und P13a, und zwar in unmittelbarer Umgebung der Kanülenmündung 15. Die vorerwähnte Drücke bewirken, daß bei dem in F i g. 6a dargestellten weiteren Eindringen der Nadelspitze 11 Verschlußkörpermaterial 24 in die Kanülenmündung 15 gedrückt wird. Sobald deren scharfkantige Wölbung 14 in dieses Verschlußkörpermaterial 24 eindringt, kann die Wölbung davon ein Stück 25 abschneiden, das entweder in der Kanülenmündung 15 hängenbleibt, wie es in F i g. 6c dargestellt ist, oder in die Flache fällt. Dieses Stück 25 des Verschlußkörpermate rials kann mit der Medikamentenflüssigkeit in die Injektionsspritze aufgezogen und mit dem Medikament einem Patient injiziert werden. Dadurch können sich Embolien oder andere schwere Komplikationen beim Patienten ergeben.
Der vergleichbare Vorgang des Durchstechens mit einer ebenfalls eine schräge Spitze 11 aufweisenden Hohlnadel 10 beim erfindungsgemäßen FlaschenverschluB ist in den F i g. 7a bis 7c dargestellt Beim Eindringen der Nadelspitze 11 in die Membrane 8 wird diese wegen ihrer erfindungsgemäßen Formgebung etwas nach unten gedehnt, wie es in F i g. 7b und 7c angedeutet ist, wo die gestrichelten Linien die Ruhestellung der Membrane 8 angeben. Entsprechend dieser Dehnung treten im Verschlußkörpermaterial im Bereich der Membrane 8 Zugkräfte auf, deren Richtungen in F i g. 7b und 7c durch die Pfeile P12 und P13 bezeichnet sind. Durch die stark vorgewölbte Form der Membrane 8 und die verhältnismäßig tief eingesenkte Vertiefung 5 hat das Verschlußkörpermaterial im Bereich der Membrane 8 genügend Platz und Beweglichkeit, um nach unten gegen das Flascheninnere und zur Seite hin in Richtung zur Bördelkappe 2 bei der Verdrängung durch die Nadel 10 ausweichen zu können. Beim tieferen Eindringen der Nadelspitze 11 in die Membrane 8 (vgl. F i g. 7b) bewirken diese Zugkräfte, daß das Verschlußkörpermaterial im Bereich der Durchstechstelle der Hohlnadel 10 von deren Nadelspilze 11 etwas weggezogen wird. Diese Kräfte können besonders stark nahe der abgerundeten Spitze 6 der Vertiefung 5 sein, so daß dort der Abstand zwischen dem Verschlußkörpermaterial und der durchzustechenden Hohlnadel 10 groß wird. Das trägt dazu bei, daß diese Hohlnadel 10 beim Durchstechen mit ihrer über der Nadelspitze 11 liegenden scharfkantigen Wölbung 14 der Kanülenmündung 15 nicht in das Verschlußkörpermalerial einschneidet. Dadurch wird weitestgehend vermieden, daß diese scharfkantige Wölbung beim Durchstechen der Membrane 8 Verschlußkörpermaterial abtrennt, also Fragmente bildet Versuche haben ergeben, daß auch bei zahlreichen Durchstichen praktisch überhaupt keine Fragmente auftreten, wenn die Durchstechstelle etwas, und sei es auch nur um etwa 0,1 mm, tiefer liegt als der hochgezogene Bereich 7.
Beim Flaschenverschluß gemäß Fig.2 weist der Verschlußkörper 1 vier Ringwülste 16 und dazwischenliegende Ringnuten 17 auf. Beim Aufsetzen der in der linken Hälfte der F i g. 2 abgebrochen dargestellten Bördelkappe 2 werden die über deren Innendurchmesser vorspringenden Teile der Ringwülste 16 gegeneinander und in die Ringnuten 17 gepreßt Man erhält ein festes Anliegen dieses Bereiches des Verschlußkörpers 1 innen in der Bördelkappe und damit einen festen Sitz des Verschlußkörpers 1 in der Bördelkappe 2. Die dadurch entstehenden Pressungen in Richtung der Pfeile Pi und Pl wirken sich, wie bereits erwähnt, beim erfindungsgemäß gestalteten FlaschenverschluB nicht nachteilig aus.
Der in den F i g. 4 und 5 dargestellte Verschlußkörper 1 besitzt einen etwa zylindrischen Fortsatz 18, mit dem er an der Innenseite des Flaschenhalses 3 anliegt. Durch diesen Fortsatz 18 erhält der Verschlußkörper etwa die Umrißform eines innen teilweise hohlen Stopfens. Die am Flaschenhals 3 anliegende Seite dieses Fortsatzes 8 weist eine Schnappwulst 19 auf, die bei eingesetztem Verschlußkörper unte. einen nach innen gewölbten Schnapprand 20 des Flaschenhalses 3 greift. Durch Schnappwulst 19 und Schnapprand 20 sitzt der
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Verschlußkörper 1 auch ohne Bördelkappe fest auf dem Flaschenhals 3, so daß beim Abfüllen der Medikamentenflasche der Verschlußkörper 1 aufgesetzt und die Flasche weitertransportiert werden kann, ohne daß bereits die Bördelkappe 2 angebracht zu werden braucht, um das Abfallen eines Verschlußkörpers 1 zu verhindern. Ein mit einer Schnappwulst 19 am Fortsatz 18 versehener Verschlußkörper braucht weniger fest an den Flaschenhals 3 eingepreßt zu werden, so daß die Verformung des Verschlußkörpermaterials geringer ist und damit Rückwirkungen auf den Einstechbereich vermindert werden.
V/ie besonders F i g. 3 und 5 zeigen, sind auf der Stirnseite 4 des Verschlußkörpers vier Distanzvor
sprünge 21 angeformt. Diese sorgen dafür, daß sich beim Vakuumtrocknen, währenddem sich z. B. zwei Verschlußkörper 1 mit ihren Stirnseiten 4 zufällig aufeinander legen können, das Vakuum im Bereich der Vertiefungen 5 schnell auf- und auch wieder abbauen kann.
In den F i g. 1 bis 4 und 7 erkennt man gut, daß der hochgezogene Bereich 7 der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußkörpers 1 von einer in ίο kurzem Abstand von der Vertiefung 5 verlaufenden Ringnut gebildet ist. Außerdem erkennt man gut in F i g. 4 und 5 den Markierungsrand M für die Durchstechstelle.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Claims (7)

19 Ol Patentansprüche:
1. Flaschenverschluß mit einem durchstechbaren Verschlußkörper zur Entnahme von Medikamenten mittels einer Hohlnadel aus der Flasche, wobei dieser Verschlußkörper an seiner Außenseite mindestens eine Vertiefung an der Durchstechstelle besitzt und an der Flasche mittels einer Bördelkappe od.dgl. befestigt ist, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) Der Verschlußkörper (1) besteht aus elastischem Material, insbesondere aus Butylkautschuk;
b) Die Vertiefung (5) reicht bis unter einen hochgezogenen Bereich (7) der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußkörpers (l);und
c) die Materialstärke des Verschlußkörpers (1) zwischen dem hochgezogenen Bereich (7) und der Vertiefung (5) einerseits ist kleiner als die Materialstärke zwischen der abgerundeten Spitze (6) der Vertiefung (5) und der dem Flascheninneren zugewandten Fläche (9) des Verschlußkörpers.
2. Flaschen Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (5) des Verschlußkörpers (1) eine konische Form mit muldenartigem, flachem Anstieg hat.
3. Flaschenverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vertiefung (5) des Verschlußkörpers (1) der Wandanstieg in einem Winkel (λ) von 40° bis 55° verläuft und daß vorzugsweise der Anstiegwinkel (ß) eines kegelförmigen Abschnittes der gegen das Flascheninnere gerichteten Seite des Verschlußkörpers etwa 60° beträgt
4. Flaschenverschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite (4) des Verschlußkörpers (1) Distanzvorsprünge (21) aufweist.
5. Flaschenverschluß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (5) des Verschlußkörpers (1) nahe ihrer Spitze (6) einen Markierungsrand (M) für die Durchstechstelle aufweist.
6. Flaschenverschluß nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Verschlußkörper (1) etwa die Form einer Scheibe hat, deren Durchmesser größer als der lichte Durchmesser der sie aufnehmenden Bördelkappe (2) od. dgl. ist, wobei vorzugsweise an der äußeren Ringfläche der Scheibe umlaufende Wülste (16) oder dergleichen vorstehende Klemmelemente und dazwischen ringförmige Nuten (17) oder dergleichen Ausparungen angeordnet sind.
7. Flaschenverschluß nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sein Verschlußkörper (1) einen etwa zylindrischen, an der Innenseite des Flaschenhalses (3) anliegenden Fortsatz (18) aufweist, der vorzugsweise mit einer Schnappwulst (19) versehen ist, die unter einen eingezogenen Schnapprand (20) des Flaschenhalses greift.
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