DE1898024U - Marknagel und dazu passendes einschlag- und ausziehwerkzeug. - Google Patents
Marknagel und dazu passendes einschlag- und ausziehwerkzeug.Info
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Description
Elnreifchfertlg zur ί* MA1 1964
Weiterleitung erhalten
Patentanwalt
Patentanwalt
Dipl.-Ing. H. Lesser
Msrknagel und dazu passendes Einschlag" und
Au ε ξ i e hwe r Ic β e u g
Au ε ξ i e hwe r Ic β e u g
Die vorliegend*: Erfindung betrifft einen Marlraage.l, ",vie er zv.v
N.igclung von Ober" und Unterschenkeln verwendet v-ird, sowie dasu
passendes Ein" und Ausscbiagwoffkaeügo Bisher-· wird nesn Siaashia*·
gen eines Marksagols ein in dan Maskacgel einseiabjirer Stift vor-Tisndet5
des· eine ηλϊ£ den Markaagoiraiad av^susoissade Sohultci:.· auf-weitste
Sum Auosichcn oder Aus schlagen wird οΰΐ Haken bcnüirr.'-,, der,
in ehio seitliche öffnung das Nagels sisigehäagt v/t.rd« Dia so Wssai
habon die ve?schiedenG*ea NachSciies So "wird bshn Shiscbianc"; cohv
Fall IGm
Sa/h
Sa/h
oft der Magelrand beschädigt während beim Ausschlagen der. verv/en»
dete Aussiehhaken die Nagelwandung nicht nur leicht beschädigen, son·=
dem oft ganz ausreissen kamt» Beim Aussiehe** reep« Ausschlagen be·=
steht des weitern stets die Gefahr,, dass der Haken aus dem Loch aus=
springt und die Operationawuade verietst*
Es wurden nun Versuche gemacht., die Ma^knägel mit einem zylitiü'
rischen Innengewinde su versehen und als Instrument sum Einschlagen
wie auch sum Ausschlagen einen daau passenden Gewindebolzen su ves·»
wenden» Die Versuche haben jedoch geseigt, dass für alle in Frage
kommenden NSgel ein Sata von 12-15 Gewiadsbolaen nötig ist, wae
besonders dann unpraktisch ist, wenn ein Marknagel wieder aus dem
Knochen au entfernen. , sein geaaues Gewindernass aber unbekannt iste
Des wGiSera hat die Erfahrung mit diesen Versuchen again geaeigt0 dass
die Knochennagel in Knochen oft deformiert werden^ sodass das Gewinde
nicht mehr rund ißt und daher der sum Einschlagen verwendete
Gewindefoolsen sum Ausschlagen nicht mehr eingeschraubt werden kann»
Der nächst dünnere Gewizideholsen jedoch,, der sich eisaschrauben lässt»
ist nur an gana wenigen Stellen des Umfanges rn.it dem. Nagel kraft·=
schlüssig verbunden^ sodasa er beim Ausschlagen aus dem Gewinde
herausgerissen wird, wodurch d^e Gewinde sur Unbrauchba?keit her
schädigt werden kanne. Ein weiterer Nachteil besteht darin» dass es
sehr schwer Ist» den Gewindebolsen genau acasparallel in den im
Knochen sitsenden Nagel einzuführen und Ihn dort einsuscliraubeac
Diese Schwierigkeit ist besondere bei abge\(i/iaköltQn Ein- und Aus·» .
schlagwerkseugen gross0 Wird das Gewinde des Gewindebolzens aber
nicht ach.3pa?a!!e! in das Na-gelgewinde eingesetast» so lässt es sich
- 3
nicht richtig eins ehr aubens sodass bereits bei Beginn des Ausschlag
gens die beiden Gewinde beschädigt werden»
AiI diese Nachteile weist nun der erfinduagsgemässe Marknagei
und das dasu passende Werkzeug sum Ein- und Ausschlagen nicht au£t
Es handelt sich dabei um einen Marknagel0 des an d®xn der Spiise
abgewandten. Ende ein Innengewinde aufweist,, während das Werkseug
ein mit einem dazu passenden Aussengewinde versehener Stift ist,
wobei Marknagel und Stift dadurch gekennzeichnet sind, dass die beiden Gewinde konisch sind«
Der Konuswinkel liegt dabei vorteühafterweise im Bereich swi=·
sehen 6 und ZQ und kann beispielsweise 10 betragen?
Nachfolgend wird anhand einer Zeichnung ein Ausxührungsbei spiel der Erfindung beschrieben. In dar Zeichnung seigt
die Fig» 1 einen Marknagel0 wie er sur Nagelung eines gebro~
chenen Oberschenkels verwendet wirds
die Figo 2 das in den Marknagel eingeschraubte Ein** und Aus~
scfelag%;¥erkaeug mit au£gesetstem Sschskaatschlfissel
und
dia Fig» 3 das in den Markaagel eingeschraubte Ein« nad Aus,·?
schlagwerkzeug πι it einem auf ge schraubten Pfth rungsstück
für das Schlaggewichi«,
Der in der Zeichnung dargestellt© und als Ganses mit 1 beaeich·=·
nete0 für die Nsgelung eines Oberschenkels bestimmte Marknagel ua°
terscheidet sich von den bisher verwendeten -MarkaSgeln im wesentlichen dadurchfl dass ©r sich an seinem der Spits© lc abgewandten
Ende Sa konisch erweitert und diese !erweiterung mit eisern lxmenge°>
winde ib versahen ist» Das dazu pass sende Eis==· und Ausschlagwerk"
zeug ist in den Fig« 2 und 3 dargestellt und als Ganses mit 2 beseieh«
net, Es ist das ein Stift, der an seinem einen Ende mit einem koni=
sehen Aussetagewinde 2b vei'sehen ist«, welches ins Gewinde Ib des
Marknagels passte Der Konuswinkel beträgt hier ca» 20 „ obwohl er
natürlich auch etwas mehr oder etwas- weniger betragen könnte und
vorteilhafteres ise zwischen 6 und 20 liegt« Am anderes Ende \veist
das Werkseug 2 einen sechekantigen Abschnitt 2a und ein gewöhnliches Gewinde 2c aufc Auf den. sechskantiges Abschnitt 2a lässt sieh
ein dasu passender Sechskantschltissel 3 steckenφ wie das in der
Figo. 2 dargestellt ist. Das Gewinde 2c dient zum Aufschrauben der
hier aus swei Teilen 4a und 4b bestehenden Führungsstange 4» auf
welcher sich das Gewicht 5 in Richtung der Pfeile 6 und ? verschieben
las st ο Der Führung sstangenteil 4a weist eine Schulter 4c und des1
Führungsstangenteil 4b eine Schulter 4d au£D Zudem weisen die beiden
Führungsstemgeuteile je eine Querbohrung 4a au£s durch die sich ein
Stab hindurchstecken lässt„ damit die beiden Teil© irdiheios susam™
menge schraubt oder voneinander losgesehsr&ubfc werden können^ Eine
Gewindebohrung 4£ im Führungsstangeateil 4b dient sum Einschraubest
eines elastischen Halters» mit welchem sich die Führungsstange beim
Ein-= und Ausschlagen mühelos halten l&sato Falls es nötig ist, köanea
das Werkseug 2 sowie die Führungsstaago 4 ssr Aufnahme eines dünnen FührungsStabes hohl sein« Zwisehsa das Eis«=· vsm& Ausschiagwesrk°
seug kann jedoch aucfe ein leidlabgev/isakeltsso hohles Zwischenstück
5 -
eingesetzt werden, das eine seitliche Öffnung surr: Austritt des Führungsstäbes
aufweist.
Zum JEiaschlagen eines Marknagels in einen Einochcn wird» wie
das üblich ist, auerst das Knochenmark ausgebohrt, und es kann ein
.Führungsstab eingesetzt v/erden» Der Stift E wird dann, in den au vorwendenden.
Nagel eingeschraubt, wozu nötigenfalls der Sechskaatschlüs*
sei 3 verwendet v/erden kann» Dann wird, eventuell unter Zwischen»
schaltung eines abgewinkelten-Zwischenstückes, die mit dem Schlaggewicht
5 versehene Führungsstange mit dem Werkseug .2 verachi*aub£
und de? Nagel in die vorbereitete. Bohrung in>
su nagelnden Knochen eingesetst und durch Fallenlassen des Gewichtes 5 üi 'yjor Richtung
des Pfeiles 6 atif die Schulter-4c eingeschlagene Wenn der Nagel
aeine endgültige I<sge erreicht hat5 wird das Wei'kaeug 2 wieder
herauGgcschraubt. Sobald der Knochen nun auaammengewachsen ist,
niuss der Marknagel wieder entfernt werden. Zu diesem Zweck legt
der Chirurg zuerst das hintere, eich konisch erweiternde Nagelende
frei, reinigt das Innengewinde des Nagels und schraubt das Wei'kseug
2 wieder ein, das sicfe mittels deß Sechskantschlöss@ls feet an™
aiehen lässt. Alsdann wird auf 'dieses Werkzeug die is.it dexn Schlag'
gewicht 5 versehene Führungcstange 4 geschraubt, und durch FallealassesTi
des Gewichtes 5 in der Richtung de ο Pfeiles ? auf die Schulter
4d wird der Nagel 1 wieder herausgeschlagen, ■
Durch die Verwendung des er£indungsgcm&Q3en Werkseüges kön~
nen nicht nur alle eingangs crwÄhntea Nachteile verzmedea, soüdeffa
dasu noch weitere Vorteile) erreicht werden: Jaicn benötigt''für alle
I!
I ■ \
- 6
Nagelgrocsen nur drei varschiedene Werkzeuge 9 eines für die Nägel
rn.it einem. Ausscadurchmessci' unter 10 mm» oinoc £üi· die Niigol mii
einem Auscendurchmcsser vor. 10 - 13 mm und eines für die Nägel
mit gi'öGserem Auasenäurchrciasserf. Es spielt initolgedessea auch keine
Rolle,, wenn ein Nageigewinde beispielsweise vom Einschlagen et™
was ausgeweitet ist, da dann der-konische Gewindebolzen etwas tiefer
eingeschraubt v/erden kann* Auch.Nägel, die aus irgendwelchen Gründen»
e»Bo durch den susaxnmenwachsenden Knochen, leicht elliptioch
verformt wurden» können mit dem Werkzeug sehr gut erfasst werden-,
da die Nage !wandung sich beim Einschrauben des Gewindebolaeas der
runden Form anpasst und dann aui dem gansea V^erkEeugumfang kraftschlüscig
aufoitst» Des v/eitern besteht bei konischem Gewinde keine
Gefahr, den Bolaen veekaatst einauschraubea» da er sich bekanntlich
beim Einschrauben von selbst in die richtige Acholago stellt,, was be-=·
sondero dann wichtig ist, v/enn das Werkaeug susn Ausziehen des Na·
gels in den inn Knochen stockenden Nagel? dessen Cewindeachso nicht
gut feststellbar ist„ eingeschraubt v/erdea müsse All diese Vorteile
worden zusütsiich au den bei der Verwendung e.inea zylindrischen Gewindes
su erwartenden Vorteilen erreichte also wird auch hier eine
vollkommen kraftschlüssige Verbindung swischea dem aa sich bekasra*"
tea, aus Führuagsetaage und Gewicht bs stehenden SchlagiastrusnsaS
und dera eissuochiageadea Nagel bav/ix'kt, sodaos aich bsi jodoiii Schlag
eine sechs bis acht mal gröscese Wirkung erreichen lässt als bai
Versieht auf eine feste Schraabverbiaduag« Beim Auasiohaa re::p.^
Auoschlagca komsxit: noch der weitere Vorteil siia-six, daso die; S:.vi'"
■■-■■ftff/iuS:
mm.
krüfte auf dem ganzen Umfang des Nagels angreifen, sodass keine
einseitigen Belastungen auftreten..
.^hVjl;i
Claims (1)
- SCHÜTZANSPRÜCHE1» Marknagel und dazu passendes Ein- und Aussiehwerkzeug» wobei der Marknagel an dem der Spitze abgewandten Ende ein Innengewinde aufweist und das Werkzeug ein mit einem dasu passenden Aussengewinde versehener Stift istt dadurch gekennzeichnet^ dass die beiden Gewinde konisch sind,2* Marknagel und Werkzeug nach Anspruch 1„ dadurch gekennzeichnet, .: dass dar Konuswinkel einen Wert swischen 6 und 20 „ vorauge weise vo;i XO t aufweist-,3, Marknagel und Werkzeug nach Asispruch 2S dadurch gekennzeichnet,, dass das Werkzeug eine durchgehende Lüngsbohrung aufweist»iWi'f-.i'1·'" 1;
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