DE18976C - Verfahren zur Darstellung von Magnesia mittelst Diffusion - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Magnesia mittelst Diffusion

Info

Publication number
DE18976C
DE18976C DENDAT18976D DE18976DA DE18976C DE 18976 C DE18976 C DE 18976C DE NDAT18976 D DENDAT18976 D DE NDAT18976D DE 18976D A DE18976D A DE 18976DA DE 18976 C DE18976 C DE 18976C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnesia
lime
solution
diffusion
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT18976D
Other languages
English (en)
Original Assignee
TH. SHLOESING in Paris; Vertreter F. E. THODE & KNOOP in Dresden, Augustusstr. 3
Publication of DE18976C publication Critical patent/DE18976C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/14Magnesium hydroxide
    • C01F5/22Magnesium hydroxide from magnesium compounds with alkali hydroxides or alkaline- earth oxides or hydroxides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 75: Soda, Potasche und Alkalien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1881 ab.
Dieses Verfahren dient zur Gewinnung einer dichten Magnesia aus Magnesiasalzen, welche im Seewasser, in den Mutterlaugen der Salzwerke, den Laugen von Gewinnung der Stafsfurter Salze etc. vorhanden sind.
Das Verfahren besteht darin, vorher gelöschten Kalk in der Form kleiner Bruchstücke in einem Troge anzuwenden, wobei zwischen den Stücken genügende Zwischenräume bleiben, in denen man magnesiahaltige Lösung langsam circuliren läfst. Jedes Bruchstück wird hierbei der Sitz einer doppelten Diffusion, und zwar des Magnesiasalzes, das aus der Flüssigkeit in das Innere des Bruchstückes eindringt, und des Kalksalzes, das durch die Fällung der Magnesia gebildet wird und das aus dem Innern des Bruchstückes in die umgebende Flüssigkeit gelangt, dergestalt, dafs nach beendeter Operation die Kalkmasse durch eine gleiche Masse Magnesia ersetzt ist, deren vollständige Auswaschung man dann durch Verdrängen der Magnesialösung durch Wasser bewirken kann.
Sollte die Magnesialösung Sulfat enthalten, so empfiehlt es sich, sie vorher mit einem löslichen, kalkhaltigen Salz zu behandeln, um die Schwefelsäure in der Form von unlöslichem schwefelsaurem Kalk auszuscheiden, ohne welche Behandlung dieses Salz sich bilden und in der Magnesiamasse verbleiben würde.
Es giebt verschiedene Mittel, um dem Kalkhydrat die gewünschte Form zu geben. Man kann über einem Trog, der die magnesiahaltige Lösung enthält, einen dicken Kalkbrei durch ein Sieb oder einen Durchwurf hindurchgehen lassen; man wird hierbei eine Art Nudeln erzeugen, die in die Lösung fallen, sich mit Magnesia inkrustiren und genügende Consistenz annehmen, um in einer Höhe von mehreren Decimetern aufgehäuft werden zu können. Man kann auch gelöschten und pulverisirten Kalk auf einer Tenne ausbreiten und denselben mit der Magnesialösung in Regen- oder Brauseform begiefsen. Das Wasser und die Magnesia binden die Kalktheilchen genügend, um in einem Troge zusammengehäuft werden zu können,. ohne den Durchlauf der Flüssigkeit zu verhindern. Im allgemeinen ist zu beachten, dafs den Kalkbruchstücken die gröfstmögliche Porosität bei geringsten Dimensionen zu geben ist, ohne ihre Consistenz und die Flüssigkeitscirculation zu beeinträchtigen.
Die aus dem Troge ausgezogene Magnesiämasse wird an der Luft oder auf andere Weise getrocknet.
Um die Magnesialösung bestmöglichst auszunutzen, empfiehlt es sich, sie durch mehrere mit Kalk gefüllte Tröge von oben nach unten hindurchfliefsen zu lassen, wobei jeder Trog der Reihe nach zur Entleerung und Füllung abgestellt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Magnesia aus Kalkhydrat· und Chlormagnesiumlösung mittelst Diffusion, indem man in einem Gefäfs oder in einer Reihe von Gefäfsen kleine Stücke Kalkhydrat anhäuft und durch das Gefäfs oder die Gefäfse Chlormagnesiumlösung circuliren läfst, zum Zweck, eine Magnesia in nicht gelatine-. artigem Zustande zu erhalten, im Gegensatz zu der bisher angewendeten Methode, bei welcher man die Magnesia in einer Salzlösung mittelst Kalk ausfällte.
DENDAT18976D Verfahren zur Darstellung von Magnesia mittelst Diffusion Active DE18976C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE18976C true DE18976C (de)

Family

ID=295817

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT18976D Active DE18976C (de) Verfahren zur Darstellung von Magnesia mittelst Diffusion

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE18976C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE18976C (de) Verfahren zur Darstellung von Magnesia mittelst Diffusion
DE2427132A1 (de) Verfahren zur gewinnung und ausscheidung von metallionen, z.b. zink, kupfer und eisen, unter verwendung fluessiger kationenaustauscher
DE3122921C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Wertmetallen aus Metall-Legierungen, dessen Hauptkomponente Eisen ist und die auch Phosphor und Arsen enthalten
DE2122029A1 (de) Verfahren zum Raffinieren von technischem Silicium und Ferrosilicium
DE2111737A1 (de) Verfahren zur Entfernung von dreiwertigem Eisen aus eisenhaltigen Loesungen
DE2539618A1 (de) Verfahren zum reinigen waessriger loesungen von metallionen, die als arsenide, antimonide, telluride, selenide und zinn- sowie quecksilberlegierungen ausfallen
DE2631611A1 (de) Verfahren zum selektiven ausfaellen von aluminium und eisen aus loesungen
DE243949C (de)
DE956303C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Laugung von Kalimineralien
DE1915052A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Eisensalz-Austrag
DE20593C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Antimon, Arsen, Schwefel und Tellur enthaltenden Erzen
DE228663C (de)
DE442646C (de) Verfahren zur Trennung von natuerlich vorkommenden Natriumsalzen, wie Thenardit und Glauberit, von Steinsalz
AT111241B (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Titanpigmenten.
DE433454C (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Cerverbindungen
AT345565B (de) Verfahren zur extraktion von metallen aus metallhaltigem, festem rohmaterial
AT96814B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von kristallisiertem kohlensaurem Natron.
DE373989C (de) Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Aufarbeitung zinkhaltiger Materialien
DE331637C (de) Verfahren zur Gewinnung von huettenfaehigem Zinkoxyd aus gipshaltigen Niederschlaegen
DE240850C (de)
DE544776C (de) Verfahren zur Entchlorung von Kupferoxychloriden
DE197044C (de)
DE572710C (de) Verfahren, um koernige Niederschlaege von Kieselsaeure aus Zink-, Kupfer- oder Vanadiumloesungen durch Erhitzen und Durchruehren in Gegenwart basischer Stoffe herzustellen
DE517748C (de) Verfahren zur Gewinnung der wertvollen Bestandteile von chlorierend geroesteten Kiesabbraenden durch Auslaugen
DE64916C (de) Darstellung von Nickel und Kobalt unter Gewinnung von Kupfer als Nebenproduct