DE1876012U - Filtriervorrichtung fuer getraenke. - Google Patents

Filtriervorrichtung fuer getraenke.

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DE1876012U DE1961E0016078 DEE0016078U DE1876012U DE 1876012 U DE1876012 U DE 1876012U DE 1961E0016078 DE1961E0016078 DE 1961E0016078 DE E0016078 U DEE0016078 U DE E0016078U DE 1876012 U DE1876012 U DE 1876012U
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

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KA. 380 475-12.1(3
ENZINGER-UNION-WERKE 68 Mannheim ι, 11. Juni 1963
AKTIEN-GESELLSCHAFT Neckarauer Straße 138-162
MANNHEIM Posfach645 f-
DRAHTWORT: ENZINGERUNION MANNHEIM
FERNRUF: SAMMEL-NR. 45204
E 16 078/6d Gbm Zeichen: Patent/Rg.
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Filtriervorrichtung für Getränke
Es ist bekannt, daß Biere, Weine, Fruchtsäfte und ähnliche Getränke der schädigenden Einwirkung von Sauerstoff leicht unterliegen und die entstehenden Oxydationen Geschmacksveränderungen, Trübungen, Bräunungen und dgl. zur Folge haben. Durch Eiweißstabilisierungsmittel, durch Zugabe von schwefliger Säure, durch Vermeidung von Luftberührung und Lufteinflüssen wurde bisher versucht, den recht verschiedenartigen Alters- und Oxydationserscheinungen Herr zu werden.
Es hat sich nun aber gezeigt, daß einerseits Eiweißstoffe von besonders hohem Molekulargewicht und andererseits die Gerbstoffe und Leucoanthocyane besonders oxydationsempfindlich sind und bevorzugt die unerwünschten Trübungs- und Alterungserscheinungen verursachen. Es hat sich weiter gezeigt, daß nach Entfernung dieser Polyphenole aus den Getränken nur noch geringe Sauerstoffempfindlichkeit und Neigung zu Trübungserscheinungen besteht und diese dann fast völlig durch zusätzliche Ausscheidung der hochmolekularen Eiweißstoffe verhindert werden können. Es ist bekannt, daß der Gerbstoffgehalt von Getränken durch Gelatine-Kieselsol-Schönung verringert werden kann, jedoch ist das Verfahren umständlich und leicht kann eine Überschönung eintreten, die nicht den gewünschten Effekt bewirkt. Ausgehend von den bei Gelatinen wirksamen Peptidgruppen hat es sich auch gezeigt, daß die Moleküle von Nylon (Polyamide) ähnlich wie
jene peptidartig miteinander verbunden sind und zwar hat Uylon die G-ruppe "h"-1^ mit den Eiweißstoffen gemeinsam. Infolgedessen sind "bei Uylon ähnliche Eigenschaften wie "bei diesen zu erwarten, zum Beispiel die Fällung von Gerbstoffen. Wie "bei Gelatine reagiert die Peptidgruppe des Nylons mit der Hydroxylgruppe der Körper mit Phenolcharakter und bewirkt so ihre Entfernung durch Adsorption und Fällung. Durch Zugabe von 0,2 bis 0,5 g Uylon pro 100 ml Saft lassen sich leicht bis zu 70$ der Leucoanthocyane entfernen. Dadurch verarmt das Getränk an oxydationsempfindlichen Stoffen, die Gerbstoffcharakter aufweisen.; Trotzdem dabei der ITT-Wert erhöht wird, bleibt dem Saft sein frischer Charakter erhalten und Oxydationsschäden werden dadurch bei der weiteren Verwendung und Behandlung des Saftes fast völlig vermieden. Gleichzeitig kann die Farbintensität des Getränkes gesenkt werden und zwar in erheblich stärkerem Maße als es durch Zusatz von schwefliger Säure der Fall ist. Mit den Leueoanthocyanen werden auch gleichzeitig die unerwünschten Katechinen adsorbiert. Da alle diese gerbstoffartigen Phenole durchwegs dem Saft einen rauhen, unangenehmen Charakter verleihen, bewirkt ihre Entfernung, daß die Getränke frischer, glatter und aromatischer ausfallen als unbehandelte Getränke. Bei der Behandlung werden weder Aroma, noch Bitterstoffe, sondern nur die aus dem Trester, den Kämmen oder den Spelzen und dgl. stammenden Gerbstoffe mit Phenolstruktur entfernt.
Gemäß der !Teuerung wird demnach eine Filtriervorrichtung und eine Filterschicht zur Vermeidung von Oxydationsschäden bei den angegebenen Getränken vorgeschlagen, die gekennzeichnet ist durch eine Filterpresse die bestückt ist mit Filterschichten, die aus 50 bis 90 io Filterfasern aus Zellulose oder Asbest bestehen und
bei denen der entsprechende Rest für sich betrachtet zu 30 bis 70 $ aus körnigem oder faserigem Polyamidpulver (Iylon) und entsprechend zu 70 bis 30 fo aus feinstrukturiertem Kieselgel besteht. Eine mehrmalige Regenerierung der Filterschichten durch 0,2 bis 0,5 folge Natronlauge in der geschlossen bleibenden Filterpresse ist möglich.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäß der Neuerung beispielsweise und schematisch dargestellt. Abbildung 1 zeigt eine Filterpresse, die mit lilterschichten gemäß Abbildung 2 bestückt ist und der Filtrierung von Wein, Bier, Fruchtsäften und ähnlichen Getränken dient. Die Filterpresse 1 weist in bekannter Weise Zulauf 2 und Ablauf 3 auf und zwischen die einzelnen Roste oder Platten 4 sind Filterschichten 5 eingelegt. Me Getränke werden in bekannter Weise durch die Filterpresse 1 hindurchgeleitet. Die Filterschicht 5 (Abbildung 2) weist neben den üblichen 50 bis 90 fo Filterstoffen bekannter Art, nämlich Filterfasern 6 aus Zellulose, Asbest und gegebenenfalls Kieselgur, einen Restanteil auf, der für sich betrachtet jeweils zu 30 bis 70 fo aus körnigem oder faserigem Polyamidpulver 7 und entsprechend zu 70 bis 30 fo aus feinstrukturiertem Kieselgel 8 besteht.

Claims (1)

  1. Schutzansprueli
    Filtriervorrichtung mit Filterschicht zur Vermeidung von Oxydati ons schaden bei der Herstellung und Verarbeitung von Bieren, Weinen, Fruchtsäften und ähnlichen Getränken, dadurch gekennzeichnet, daß eine Filterpresse (1) vorgesehen und "bestückt ist mit Filterschichten (5), die aus 50 bis 90 fo Filterfasern (6) aus Zellulose oder Asbest bestehen und bei denen der entsprechende Rest für sich betrachtet zu 30 bis 70 $> aus körnigem oder faserigem Polyamidpulver (7) (Nylon) und entsprechend zu 70 bis 30 fo aus feinstrukturiertem Kieselgel (8) besteht.
    Ni..*. am u**» ·—«-
    fassung der uisprüngiich eingereichten Unterlagen ab Die ureprünglich eingereichten Unterlagen befinden sch in eines rechtiichen Interesses gebührenfrei eingesehen werden negative zu den öblichen Preisen geliefert.
    --■- ^ _ . _ ^ ^^^ ohne Naohweis - - .. _ ^ Fofokopjen oder Film^ -.^^^ öebrauohsmus,erstelle.
    5.62 IWD
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