DE186554C - - Google Patents

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DE186554C
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DE
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jam
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aroma
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overpressure
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DENDAT186554D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L21/00Marmalades, jams, jellies or the like; Products from apiculture; Preparation or treatment thereof
    • A23L21/10Marmalades; Jams; Jellies; Other similar fruit or vegetable compositions; Simulated fruit products
    • A23L21/12Marmalades; Jams; Jellies; Other similar fruit or vegetable compositions; Simulated fruit products derived from fruit or vegetable solids

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 186554 KLASSE 53£. GRUPPE
B. LOUIS KÜHN in RIXDORF.
Verfahren zur Herstellung von Marmelade.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. September 1905 ab.
Den feinsten Wohlgeschmack, die beste Färbung und das höchste Aroma haben die aus frischer Frucht hergestellten Erzeugnisse, welche nicht im offenen Kessel, sondern bei niederer Temperatur im luftverdünnten Raum eingekocht werden. Jedoch verlieren auch diese Erzeugnisse beim Einkochen im Vakuum in ganz erheblicher Weise an Aroma. Die sehr flüchtigen Aromastoffe gehen mit dem
ίο verdampfenden Fruchtwasser in den Kühler über, so daß sie sich nach beendeter Kochung im vollen Umfange in flüssiger Form mit dem kondensierten Fruchtwasserdampf vermischt in dem unter dem Kühler angeordneten Sammelgefäß befinden.
Man hat nun diese kondensierten Aromastoffe in flüssiger Form schon mehrfach wieder verwertet, jedoch ist ihre gleichmäßige Zumischung zu Marmelade und ähnlichen Erzeugnissen bisher noch nicht möglich gewesen. Mischt man die verflüssigten Aromastoffe der leichtflüssigen, heißen Marmelade zu, so verdampfen sie sofort wieder und' gehen aufs neue verloren; beim Zusatz zur abgekühlten, schwerflüssigen Marmelade ist hingegen eine gleichmäßige Zumischung sehr erschwert. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Rückgewinnung dieser Aromastoffe unter gleichmäßiger Zumischung zur Marmelade in einfacher und vollkommener Weise. Zu diesem Zwecke setzt man den. Vakuumverdampfer auf zwei verschiedenen Wegen mit der Luftpumpe in Verbindung, einmal über das Sammelgefäß für die .Aromastoffe und zweitens direkt.
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Der Rauminhalt des Sammelgefäßes wird etwas größer gewählt wie es die Menge des abgekühlten Fruchtwassers erfordert. Im Sammelgefäß ist eine Schlange für Dampfheizung vorgesehen und ein Verbindungsrohr angeordnet, welches vom oberen, leeren Raum des Sammlers ausgehend, an der tiefsten Stelle des Vakuumverdampfers mündet und mit einem Ventil verschlossen ist. An dem Sammelgefäß befindet sich ferner: ein Thermometer, Vakuummeter und Manometer. Ist die Marmelade oder ein ihr ähnliches Obsterzeugnis zur gewünschten Konsistenz eingesotten (wobei sich die entwichenen Aromastoffe in dem Kühler und dem Sammelgefäß kondensiert haben), so setzt man die Luftpumpe' in direkte Verbindung mit dem Vakuumverdampfer, kühlt dessen Inhalt bis auf 30 bis 40° C. ab, beseitigt das Vakuum in dem Sammelgefäß durch vorübergehendes Öffnen eines geeigneten Ventiles und bringt die in dem Sammelgefäß vorhandene Heizvorrichtung in Tätigkeit.
Hat die Flüssigkeit im Sammler eine Temperatur von etwa 70 ° C. erreicht, so zeigt das Manometer, falls man hocharomatische Früchte verarbeitet, einen Überdruck bis zu 2,5 Atm., bei weniger aromatischen Früchten zeigt sich ein merkbarer Überdruck erst bei 85 bis 90° C. Der vorhandene Überdruck wird mithin von den Aromadämpfen hervorgerufen. Ist dieser Überdruck vorhanden, so öffnet man das Verbindungsrohr zwischen Sammler und Vakuumverdampfer, worauf die Aromadämpfe durch den eigenen Überdruck und die Luftleere im Verdampfer in die Marmeladen-
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masse getrieben bezw. gesaugt werden. Sie werden hier sofort kondensiert,' durch das im Verdampfer befindliche Rührwerk mit der ganzen Marmeladenmasse vermischt und ihr vollständig zurückgegeben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Marmelade mit der Farbe, dem Geschmack und dem Aroma der frischen Früchte durch Einkochen im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Fruchtmasse verdampften und in das Destillat übergegangenen aromatischen Stoffe aus diesem durch Erhitzen verflüchtigt und in die im Vakuum befindliche, inzwischen abgekühlte Marmelade zurückgedrückt bezw. zurückgesaugt werden.
DENDAT186554D Expired DE186554C (de)

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