DE18578C - Geschäftsbücher - Einband mit geripptem Rücken - Google Patents

Geschäftsbücher - Einband mit geripptem Rücken

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DE18578C
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C. F. SCHUBERT in Zürich, Schweiz
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
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    • B42D3/00Book covers
    • B42D3/02Book covers made of special materials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 11: Buchbinderei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1882 ab.
Bei gröfseren Geschäftsbüchern ist es erforderlich, dem äufseren Rücken derselben oder dem Sprungrücken eine solche Steifigkeit in der Längen- wie in der Breitenrichtung zu geben, dafs einerseits eine Deformation des Einbandes beim Aufrechtstellen des Buches verhindert wird, und dafs andererseits, wenn das Buch geöffnet ist, dieser Rücken den inneren biegsamen Rücken derart nach oben zwängt, dafs die Blätter des Buches möglichst gerade liegen, um ein bequemes Schreiben auf denselben zu gestatten. Man ist in der Herstellung dieser Rücken sogar so weit gegangen, Eisenplatten in denselben anzubringen, um sie völlig unbiegsam zu machen.
Ein Rücken der bisherigen Construction, der so steif ist, dafs er die Erhaltung der Form des Buches seiner Länge nach sichert, erschwert aber nicht allein das Auf- und Zumachen des Buches, sondern derselbe giebt auch Veranlassung, dafs der Einband dabei in erheblichem Mafse leidet, da infolge der Unnachgiebigkeit des Rückens die Bogen sich stauchen, nach kurzer Zeit in der Heftung locker werden und nun am Schnitt unregelmäfsig hervortreten.
Um diese Uebelstände zu vermeiden, stellt Erfinder den Rücken aus mehreren, am zweckmäfsigsten halbrunden Holzstäben her, welche neben einander auf einer hinreichend elastischen Unterlage befestigt werden, während der äufsere Ueberzug von Leder etc. zwischen je zwei Stäben mit der Unterlage zusammengenäht wird, so dafs die Form der Stäbe aufsen vortritt.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen zeigt das mit dem neuen Rücken versehene Buch im aufgeschlagenen Zustande. Fig. 2 ist eine äufsere Ansicht des Rückens, während die Fig. 3, 4 und 5 Durchschnitte durch den Rücken und einen Theil des Buches im geschlossenen, halb und ganz geöffneten Zustande repräsentiren.
Behufs Herstellung des Rückens werden je nach der Dicke des Buches weniger oder entsprechend viele halbrund gebogene Pappstücke auf einander geleimt. Bei dicken Büchern ist es zweckmäfsig, zwischen dieselben Materialien, wie Leinwand, Pergament etc., zu legen, um dem Rücken gröfsere Festigkeit zu geben. Auch kann man im Innern des Rückens (der Quere nach) einzelne elastische Stahlschienen anbringen, welche durch Niete oder in anderer zweckentsprechender Weise mit demselben verbunden werden. Auf die so hergestellte Unterlage leimt oder nietet man alsdann die aus Holz oder einem anderen geeigneten Material bestehenden Stäbe α α, arbeitet einen Theil der letzteren zur Anbringung des Titels eben und überzieht nun diesen Rücken mit dem vorgeschriebenen Stoff, wie Leder, Leinwand etc., in der Weise, dafs sich besagter Stoff vollständig an die einzelnen Stäbe anlegt. Dieser Ueberzug wird mittelst einer Steppnaht zwischen die Stäbe hindurch mit der Unterlage zusammengenäht. Schliefslich wird der auf diese Art hergestellte Rücken mit einem Stoff oder dünnem Leder ausgefuttert.
Zum Steppen des Rückens bedient man sich mit Vortheil einer Nähmaschine, welche mit einer dem Zweck angepafsten Arbeitsplatte und
Vorschubvorrichtung versehen ist, wie sich dies für jeden Sachverständigen ohne Schwierigkeit ergiebt.
Wird ein mit dem beschriebenen Rücken versehenes Buch halb geöfmet, so tritt der Rücken aus seiner normalen halbkreisförmigen Gestalt, Fig. 3, und dehnt sich ziemlich flach aus. Bei ganz geöffnetem Buch nimmt der Rücken seine ursprüngliche Halbkreisform wieder an, Fig. 5, oder es federt derselbe sogar noch etwas nach einwärts. Beim Schliefsen findet wiederum ein Ausdehnen statt wie beim Oeffnen. Dieses Nachgeben allein ermöglicht das sanfte, für den Einband bezw. die Heftung durchaus schadlose Oeffnen und Schliefsen des Buches. Daneben besitzt aber der Rücken die zur sicheren Erhaltung der Form des Buches nothwendige Steifigkeit in seiner Längenrichtung, während seine Spannkraft in der Querrichtung gerade nur zu genügen braucht, um ein flaches Aufliegen des Buches herbeizuführen.

Claims (1)

  1. Pa tent-An spruch:
    Die Herstellung des Rückens von Geschäftsbüchern aus einer federnden, aus Pappe mit oder ohne Einlage von Pergament oder Zeug bezw. von Stahlschienen angefertigten Unterlage, auf welcher, parallel neben einander, Stäbe aus Holz oder einem anderen geeigneten Material befestigt werden, die einen solchen Querschnitt haben, dafs zwischen den Stäben Rinnen entstehen, innerhalb deren der Ueberzug des Rückens mit der Unterlage zusammengenäht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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