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Behälter für Wasseraufbereitungszweoke
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Die Neuerung bezieht sich auf einen Behälter für Wasseraufbereitungszwecke, insbesondere
als Schleusenbehälter für die Härtestabilisierung des Wassers oder zum Korrosionsschutz
der nachgeschalteten Rohrleitungen und Verbrauchseinrichtungen durch Silikate, Phosphate
oder ähnliche Substanzen.
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Es hat sich gezeigt, daß Wasserrohre, Boiler, Durchlauferhitzer, Badeöfen
und Wascheinrichtungen, Spülmaschinen, Klimaanlagen, Zerstäuberdüsen, Heizungsanlagen
und ähnliche Anlagen und Einrichtungen bei hartem Wasser zum Ansatz von Wasserstein
neigen, so daß die Querschnitte in unerwünschter Weise verengt werden, Druck-und
Leitungsverluste auftreten und die Wärmeleitfähigkeit verschlechtert
| wird, während weiches Wasser eiserne Rohre angreift und sie
zerstört |
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird das Wasser durch Berührung mii geeigneten
Chemikalien, insbesondere mit Silikaten und/oder Phosphaten, derart behandelt, daß
durch Zusatz sehr kleiner Mengen der genannten Stoffe der Ansatz von Wasserstein
und/oder Korrosionserscheinungen vermieden werden. Zu diesem Zweck wird das Wasser
durch Schleusenbehälter geleitet, in denen sich Silikate, Phosphate, Schmelzprodukte
dieser Stoffe oder andere geeignete Chemikalien befinden. Durch zweckmässige Strömungsführúng
wird dabei angestrebt, daß eine möglichst gute, gleichmässige und weitgehende Durchströmung
erfolgt.
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Schleusenbehälter der bisherigen Bauart bestehen aus zylindrischen
Behältern mit senkrechter Längsachse, in die das zu behandelnde Wasser auf einer
Seite der Zylinderwandung einströmt, während es auf der anderen Seite zum Verbraucher
geleitet wird. Innerhalb des Schleusenbehälters befindet sich entweder eine Umlenkwand,
oder das Zulauf-und das Ablaufrohr sind innerhalb des Behälters in einem Winkel
von 90° nach oben bzw. unten gekrümmt, so daß die in dem Behälter befindliche Substanz
von dem Wasser durchströmt wird.
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Die bekannten Behälter bestehen im allgemeinen aus einem zylindrischen
Mantel, auf den oben und unten flache oder gewölbte Böden angeschweißt oder in anderer
Weise dichtend angebracht sind. Die in den Behälter einlaufenden Rohrverbindungen
sind meistens angeschweißt.
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Es hat sich gezeigt, daß die erwähnten Schleusenbehälter, insbesondere
wenn sie aus Kunststoff bestehen, sehr genau und in den meisten Fällen sehr reichlich
dimensioniert werden müssen, damit sie den in Wasserversorgungssystemen auftretenden
Drücken gewachsen sind und insbesondere zusätzliche Druckschwankungen aufnehmen
können. Die Belastungen, denen Behälter dieser Art ausgesetzt sind, liegen daher
vielfach hart an der Grenze des Zulässigen. Auch ist die Herstellung von Behältern
der erwähnten Art aufwendig und teuer, da hierfür eine Vielzahl gegossener, gewalzter
oder gepreßter Teile erforderlich sind und auch eine Vielzahl von Schweißvorgängen
anfallen. Ferner ist es nachteilig, daß bei einem Auseinanderbau des Schleusenbehälters
aufwendige Montagearbeiten an den Anschlußleitungen erforderlich sind.
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Die Neuerung bezweckt, die erwähnten Nachteile zu beheben und einen
Schleusenbehälter zu schaffen, der sowohl strömungstechnisch als auch fertigungsmässig
besonders vorteilhaft ist.
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Gemäß der Neuerung ist ein Behälter für Uasseraufbereitungszwecke
vorgesehen, der insbesondere als Schleusenbehälter für die Härtestabilisierung des
Wassers oder zum Korrosionsschutz durch Silikate, Phosphate oder dergl. geeignet
ist, und welcher dadurch gekennzeichnet ist, daß der Behälter Kugel-oder Ovalform
besitzt.
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Als besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, daß der Behälter aus
zwei oder mehr Teilen besteht, deren Teilungsebene (n) in (einer) durch die Leitungsanschlüsse
gelegten Ebene (n) liegt bzw. liegen, wobei die mit dem Behälter verbundenen Leitunganschlußstücke
in entsprechender Weise geteilt und dichtend mit den Anschlußrohren derart verbunden
sind, daß die Anschlußrohre bei Zusammen-und Auseinanderbau des Behälters ihre bisherige
Lage beibehalten oder im wesentlichen beibehalten können.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Behälterteile
im wesentlichen gleich und symmetrisch zueinander ausgebildet. Die Behälterteile
können in der Teilungsebene flanschartige Ansätze zur Aufnahme von Verbindungsschrauben
aufweisen.
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Auch kann der Behälter in an sich bekannter Weise ganz oder teilweise
aus Kunststoff bestehen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird an Hand der Zeichnung näher
beschrieben.
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Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Behälters gemäß der Neuerung
und Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch den Behälter nach Fig. 1.
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Der als Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellte Behälter
besteht im wesentlichen aus einer oberen halbkugelförmigen Hälfte 1 und einer unteren
halbkugelförmigen Hälfte 2. Die obere Hälfte 1 kann dabei aus durchsichtigem Kunststoff,
z. B.
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Kunstglas bestehen, damit die Menge und das Verhalten der in dem Behälter
befindlichen Substanz überwacht werden kann. Der Behälter kann auch vollständig
aus Metall oder Kunststoff bestehen.
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Die beiden Behälterhälften 1 und 2 sind in der Ebene der Rohranschlüsse
mit flanschartigen Ansätzen 3 und 4 versehen, welche durch gleichmässig verteilte
Schrauben 5 mit Schraubenmuttern 6 über den ganzen Umfang des Behälters fest miteinander
verbunden werden können, wobei erforderlichenfalls eine geeignete (nicht dargestellte)
Dichtung vorgesehen sein kann. In der oberen Hälfte 1 des Behälters ist in einem
zylindrischen Ansatz ein Schraubverschluß 7 mit Hilfe eines Gewindes 9 eingeschraubt.
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Ein entsprechender Verschluß 8 mit Gewinde 10 befindet sich im unteren
Teil 2 des Behälters. Die Schraubstopfen, die in geeigneter Weise gegenüber dem
Behälter abgedichtet sein können, dienen zum'Einführen bzw. Herausnehmen der zur
Behandlung des durchfließenden Wassers verwendeten Substanz$ z. B. Phosphat (P205)
und Silikat (SiO2) bzw. geeigneter mechanischer oder geschmolzener Mischungen dieser
oder ähnlicher Stoffe.
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Beiderseits der Behälterhälften sind halbrohrförmige Ansätze 11 und
12 bzw. 13 und 14 vorgesehen, welche das Zuleitungsrohr 15 bzw. das Ableitungsrohr
16 umgreifen. Die Abdichtung kann mit Hilfe (nicht dargestellter) Dichtungseinrichtungen,
z. B.
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Stopfbuchsen, erfolgen.
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Das in den Behälter einlaufende Rohr 15 ist innerhalb des Behälters
im rechten Winkel nach unten abgebogen und bildet dort ein Rohrende 18, während
das Abströmrohr 16 in den oberen Teil des Behälters'abgebogen ist und dort ein Rohrende
17 bildet. Die aus dem Rohr 15 zuströmende Flüssigkeit wird auf diese Weise in den
unteren Teil des Behälters geführt und strömt von hier aus durch die volle Breite
des Behälters zum oberen Teil und kann hier durch das Rohrende 17 und Rohr 16 dem
Verbraucher zufließen.
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Die Rohrenden 17 und 18 sind in geeigneter Weise mit Öffnungen, Schlitzen
oder dergl. versehen, um eine möglichst günstige Strömungsverteilung in dem Behälter
zu erreichen.
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Ein besonderer Vorteil des Behälters gemäß der Neuerung ist, daß er
im Gegensatz zu den bisher verwendeten zylindrischen Behältern erheblich höhere
Drücke aufnehmen kann, so daß er wirtschaftlicher und materialsparender dimensioniert
werden kann.
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Auch ergibt sich fertigungstechnisch der besondere Vorteil, daß die
beiden Schleusenhälften völlig gleichartig aufgebaut sein können, so daß sie z.
B. in der gleichen Form gepreßt werden können. Schweißnähte entfallen vollständig,
während die bisherigen zylindrischen Behälter gewalzt und geschweißt werden mußten,
wobei außerdem noch die Böden aufzusetzen waren.
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Ein besonderer Vorteil der Neuerung ist auch, daß das Rohrsystem nicht
mehr mit dem Behälter verschweißt werden muß, sondern lediglich zwischen die beiden
Halbschalen eingelegt werden kann. Das bedeutet, daß bei einem eventuellen Auseinanderbau
der Schleuse das innere Rohrsystem nicht mehr ausgebaut zu werden braucht und die
Anschlußleitungen ihre bisherige Lage beibehalten können. Auf diese Weise können
Montagearbeiten beim Zusammenbau und Auseinanderbau des Behälters mit einem sehr
geringen Aufwand an Zeit und Arbeitskräften durchgeführt werden.
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Schließlich hat es sich gezeigt, daß die gemäß der Neuerung vorgesehene
Kugelform des Behälters gegenüber den bisher verwendeten zylindrischen Behältern
strömungstechnisch besonders günstig ist und gewährleistet, daß eine sehr intensive
Berührung des eingeleiteten wassers mit den in dem Behälter vorhandenen Chemikalien
erfolgt.
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Die Neuerung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern sie kann in zweckmässiger Weise abgewandelt werden, insbesondere
hinsichtlich der Strömungsführung im Behälter, der Lage und Anordnung der Zuström-und
Abflußleitungen und der Behälterverschlüsse. Auch kann der Behälter statt in Kugelform
in Ovalform ausgebildet sein. Falls erforderlich, kann der Behälter auch aus mehr
als zwei Teilen bestehen, die zweckmässig im wesentlichen gleich und symmetrisch
zueinander ausgebildet sind. Schutzansprüche :