DE18443C - Apparat zum Pumpen des Cirkulations- und Kondensdampfes etc - Google Patents
Apparat zum Pumpen des Cirkulations- und Kondensdampfes etcInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K9/00—Plants characterised by condensers arranged or modified to co-operate with the engines
- F01K9/02—Arrangements or modifications of condensate or air pumps
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. August 1881 ab.
Mit Hülfe. des vorliegenden, durch Combination eines Flächencondensators mit einer geschlossenen
Luftpumpe und einer Speisepumpe hergestellten Apparates sollen die zum Betrieb
eines Motors verwendeten Dämpfe condensirt und so in den Erzeuger zurückgeführt werden,
dafs ein vollständig geschlossener Kreislauf im Jnnern der Gesammtanlage entsteht.
Bei dem Condensator wird entweder Wasser oder auch Luft als Kühlmittel benutzt. Derselbe
ist in den Fig. 6 bis 14 dargestellt. Es zeigt Fig. 9 eine vordere Ansicht, Fig. 10 eine
obere Ansicht, Fig. 11 eine Seitenansicht, Fig. 13 dieselbe bei Benutzung von Luftkühlung,
Fig. 6 eine vordere Ansicht bei abgenom-•menem Deckel, Fig. 8 dieselbe nach Abnahme
der Befestigungsplatten an den Abkühlungszellen, Fig. 7 einen Horizontalschnitt nach A-B,
Fig. 8, Fig. 12 einen Theil eines Horizontalschnittes
durch die Abkühlungszellen und eines . ihrer Verbindungsrohre, Fig. 14 einen Theil der
Abkühlungszellen in oberer Ansicht.
Der Condensator enthält zwei Systeme von Abkühlungszellen, deren Zahl jedoch nach Belieben
verkleinert oder vergröfsert werden kann. Jedes Zellensystem besteht aus einer gröfseren
Zahl von Zellen bi, welche durch zwei obere
und zwei untere Röhren b 5 zu einem zusammenhängenden
Raum verbunden sind. Jede Zelle wird gebildet aus zwei dünnen Metallplatten, welche durch Pressen in die in Fig. 12
gezeichnete Form gebracht sind. Die äufseren Ränder der Platten einer Zelle sind durch Umbördeln
mit einander verbunden und gedichtet. Auch die Ränder, welche die Oeffhungen für
die Verbindungsrohre <55 umgeben, sind nach
innen aufgebogen, jedoch nur in einander geschoben und je von einem Gummiring umgeben,
welcher durch einen elastischen Klemmring e7 gehalten wird. Die Platten werden
durch eine grofse Anzahl Buckel 1>S, durch
welche gleichzeitig die Abkühlungsfläche vergröfsert wird, in dem bestimmten Abstand von
einander gehalten.
Die Röhren ί/5 sind zur Verbindung der einzelnen
Zellen eines Systemes aufgeschlitzt und an ihren Enden mit Gewinde versehen. Sie
halten mit Hülfe der Platten cl durch Muttern die Zellen fest und dicht zusammen. Mit ihren
hinteren, abgeschlossenen Enden sind diese Röhren an der Rückwand des Condensatorgehäuses
<z4 befestigt, und mit ihren vorderen,
offenen Enden treten sie durch den Deckel dieses Gehäuses hindurch, indem sie diesen
Deckel ebenso mit Muttern fest und dicht abschliefsen.
Der Raum des Condensatorgehäuses ist durch die grofse, dünne Metallfläche der Zellenwandungen
in zwei Theile getheilt, und zwar in einen inneren Zellenraum für die Dämpfe und
einen äufseren Gehäuseraum für das Kühlmittel. Dem letzteren wird bei Wasserkühlung das kalte
Wasser durch die Röhren cs, Fig. 10 und 11,
unten auf beliebige Art zugeführt, während das erhitzte Wasser durch das Rohr d} oben abgeführt
wird. Bei Luftkühlung (s. Fig. 13) bleibt die Deckelpartie unter dem Verbindungskasten a"
weg, so dafs die kalte Luft in der Richtung des Pfeiles e6 frei eintreten kann. Die erwärmte
Luft wird gewöhnlich durch ein Rohr es nach einem Schornstein oder einer anderen
Saugevorrichtung geleitet. Bei Lokomotiven
tritt an die Stelle des Rohres es ein Krümmer
el, welcher mit der Ausströmöffnung nach rückwärts gerichtet ist und durch den Luftzug
während der Fahrt saugt.
Der innere Zellenraum communicirt durch die Röhren P mit einem oberen Kasten «5
und einem unteren a6. Der Dampf tritt, von
der Dampfmaschine kommend, durch das Rohr/ in den oberen Kasten ab ein. Er stöfst vorher
auf eine Platte c5, welche ihn vertheilen und die Fetttheilchen zurückhalten soll, und durchströmt
dann ein Drahtgazesieb ce. Aus dem
Kasten a5 gelangt er in den inneren Zellenraum
und wird in diesem zum gröfseren Theile condensirt. Die condensirte Flüssigkeit fliefst durch
die unteren Rohre ^5 nach dem Verbindungskasten
α6 und aus diesem durch das Ventil a7
nach der Doppelpumpe. Durch ein Rohr ds
ist auch der obere Verbindungskasten a5 mit dem Saugerohr der Pumpe verbunden, so dafs
bei ungenügender Condensation der noch gespannte Dampf gleichfalls nach den Pumpen
gelangt. Durch ein kleineres Rohr c'', Fig. 9, am Verbindungskasten ae wird die Luft, welche
sich in diesem Kasten ansammelt, mit Hülfe einer Pumpe beliebiger Construction abgesaugt.
Die Doppelpumpe, deren beide Pumpencylinder in den Fig. 1 bis 5 gezeichnet sind, wird
von einem beliebigen Motor in einer Art betrieben, dafs die beiden Kolben sich stets in
entgegengesetzter Richtung bewegen. Der Pumpenmotor erhält den Betriebsdampf von dem
Hauptcylinder der Dampfmaschine, indem ein Kugelventil, welches sich nach auswärts öffnet,
in der Mitte am Hauptcylinder angebracht ist. Sobald der Kolben dieses Ventil passirt, öffnet
sich dasselbe und der Dampf gelangt durch ein Rohr nach den Pumpen. Bei Compound-Dampfmaschinen
wird das Kugelventil in ganz derselben Art am zweiten Cylinder angebracht.
Fig. ι zeigt eine Kopfansicht der Pumpencylinder,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach A-B, Fig. i, Fig. 3 einen Verticalschnitt nach
G-H, Fig. 2, Fig. 4 einen Verticalschnitt nach E- F, Fig. i, Fig. 5 einen Verticalschnitt nach
C-D, Fig. i.
Der Luftpumpencylinder α empfängt durch das Saugerohr b, welches sich nach beiden
Kolbenseiten gabelt, und durch die Ventile c von den Condensatorröhren a6 die condensirte
Flüssigkeit und von d5 den nicht condensirten
Dampf. Beide treten oben in den Luftpumpencylinder ein und werden beim Rückgang des
Kolbens auf ein kleineres Volumen gebracht, wodurch der Dampf sich verdichtet. Der
Speisecylinder a1 saugt gleichzeitig mit der entsprechenden Kolbenseite die condensirte
Flüssigkeit durch eine der Verbindungsröhren mit dem Ventil c3 von dem tiefsten Punkt des
grofsen Cylinders an. Es wird demnach bei jedem Pumpenhub ein Gemisch von Flüssigkeit
und schwach gespanntem Dampf aus dem grofsen Volumen des Luftpumpencylinders in das
kleine Volumen- des Speisecylinders übergeführt und so vollständig verdichtet. Die Speisepumpe
a1 drückt die condensirte Flüssigkeit
durch die Druckrohre P und die Ventile c1 in
den Windkessel «2 und aus diesem durch das
Druckrohr P und das Ventil i2 nach dem
Kessel. Ein Hahn g, Fig. 3, gestattet die Abführung der etwa im Druckcylinder angesammelten
Luft.
Das unbedeutende Nachsieden der warmen Flüssigkeit aus den todten Räumen beim Saugen
der Pumpen soll hier wenig schaden. Dem kleinen Cylinder wird die condensirte Flüssigkeit
vom Kolben des Luftcylinders zugeführt, und im Luftcylinder selbst fehlt diese Flüssigkeit,
welche einen Theil des Dampfes condensirt enthält, bei jedem Ansaugen, gegenüber der
letzten Füllung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An dem in den Zeichnungen dargestellten und vorstehend beschriebenen Apparate zum Pumpen des Circulations- und des Condensationsdampfes:a) die Anordnung und eigenthümliche Construction der Zellensysteme im Innern des Flächencondensators und die Art der Einführung des Dampfes in den Condensator sowohl bei der Anwendung von Wasser als auch von Luft als Kühlmittel, wie dies durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen ist;b) die Combination einer geschlossenen Luftpumpe mit einer Speisepumpe zu einer Doppelpumpe und die Anordnung der Sauge- und Druckleitungen dieser Pumpen, wie dies durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesen ist;c) die Combination des unter a) genannten Condensators mit der unter b) angeführten Doppelpumpe und die Art der Ueberführung der condensirten Flüssigkeit und des restirenden Dampfes von dem Condensator in den Luftcylinder der Doppelpumpe und durch diese zurück in den Kessel.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18443C true DE18443C (de) |
Family
ID=295322
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18443D Active DE18443C (de) | Apparat zum Pumpen des Cirkulations- und Kondensdampfes etc |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18443C (de) |
-
0
- DE DENDAT18443D patent/DE18443C/de active Active
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