DE18367C - Neuerungen in der Anlage von unterirdischen Leitungen - Google Patents

Neuerungen in der Anlage von unterirdischen Leitungen

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DE18367C
DE18367C DENDAT18367D DE18367DA DE18367C DE 18367 C DE18367 C DE 18367C DE NDAT18367 D DENDAT18367 D DE NDAT18367D DE 18367D A DE18367D A DE 18367DA DE 18367 C DE18367 C DE 18367C
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Germany
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DENDAT18367D
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C. DETRICK in Philadelphia (V. St. A.)
Publication of DE18367C publication Critical patent/DE18367C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L1/00Laying or reclaiming pipes; Repairing or joining pipes on or under water
    • F16L1/024Laying or reclaiming pipes on land, e.g. above the ground
    • F16L1/028Laying or reclaiming pipes on land, e.g. above the ground in the ground

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laying Of Electric Cables Or Lines Outside (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. August 1881 ab.
Die Neuerungen bestehen in der Anlage von ununterbrochenen unterirdischen, nicht durchlässigen, wasserdichten Leitungen aus irgend einer anfangs weichen und dann hart werdenden Masse, welche entweder als Abzugskanäle oder als Leitungen für Wasser, Gas, Luft, Elektricität u. dergl. dienen sollen. Dieselben können auf drei verschiedene Arten hergestellt werden.
Die erste Art, Fig. 1 bis 15, betrifft die Herstellung einfacher Leitungen. Die Fig. 1 bis 8 zeigen den Graben von links nach rechts in sieben verschiedenen Stufen 2 bis 8 der Bildung der Leitung. Der Graben erhält auf seinem Boden eine halbrunde Gestalt b b*, Fig. 2 und 3, dieselbe wird mit der bildsamen Masse c, Fig. 4, in flüssigem Zustande angefüllt, in welche man mittelst einer Formstange d den halben Querschnitt der inneren Höhlung e, Fig. 5, eindrückt. Durch auf die Formstange d geworfene Masse g, Fig. 6, und Pressen derselben erhält man den Körper h, Fig. 7, und, nachdem die Formstange d an dem Haken f herausgezogen worden und der Grund k wieder aufgeworfen ist, das fertige Leitungsrohr i, Fig. 8. Um die Arbeit fortzusetzen, wird die Formstange nicht ganz aus dem Rohr i herausgezogen, sondern bleibt immer noch etwas in dem fertigen Rohr unter der aufgefüllten Erde bei j stecken.
Fig. 9 zeigt den Querschnitt einer Leitung für ein einfaches, Fig. 10 für ein aus sieben Leitungsdrähten zusammengesetztes Kabel, während Fig. 11 den Querschnitt eines Leitungsrohres mit fünf einzelnen getrennten Leitungen zeigt. Aus den Fig. 12 und 13 sieht man die Art und Weise, wie die einzelnen Drähte m einer elektrischen Leitung i in dem Schacht / aufsteigen.
Bei der Herstellung von Leitungsrohren von kleinem Durchmesser kann eine volle Stange als Formstange benutzt werden, bei gröfseren Leitungsrohren wird eine hohle Formstange angewendet, Fig. 14 und 15. Dieser Formcylinder besteht aus den Theilen A B C D E F, welche durch die Arme A' B' C D1 E' F' gestüzt sind. Die Arme B' C £>' und E' drehen sich um Zapfen der Scheibe G, welche auf der Achse L festgekeilt ist, der Arm F' ist fest mit der Scheibe verbunden, während A' in radialer Richtung in Schlitzen / der Scheibe verschiebbar ist. Durch eine Zugstange K ist A' mit einem Excenter J der Welle L verbunden. Wird mittelst des Handgriffes M die Welle gedreht, so bewegt sich der Theil A radial nach innen, wie die punktirten Linien, Fig. 14, zeigen, und die übrigen Theile drehen sich dann ebenfalls leicht um die Zapfen ihrer Arme nach innen, indem sie hierdurch ein bequemes Herausziehen des Formcylinders zulassen.
Die zweite Art ist in den Fig. 16 bis 28 dargestellt. Die Fig. 16 bis 25 zeigen wiederum den Graben mit acht Querschnitten, welche ebenso viele auf einander folgende Stufen der Arbeit vorstellen. Der Boden des ausgehöhlten Grabens von rechtwinkligem Querschnitt ist eben und festgestampft; er ist durch eine Schicht b* von künstlicher Steinmasse oder einem anderen bildsamen Stoff mit Seitenwänden c* bekleidet, und der so gebildete Trog, Fig. 18, mit einer flüssigen, leicht erhärtenden Masse d* ausgefüllt, in welche die in Fig. 20 im Querschnitt darge-
stellte Formplatte e* eingedrückt wird. Man erhält so den Zustand Fig. 21 mit den Kanälen für drei einzelne Leitungen, welche durch eine Platte g* aus künstlichem Stein, Beton oder anderem Stoff abgedeckt werden, Fig. 22. Die Abdeckung geschieht, so lange die Masse d* noch weich ist, um einen dichten Abschlufs zu erhalten. Man kann mehrere solcher Leitungsbetten über einander herstellen, wie sie in den Fig. 23, 24 und 25 in verschiedenen Stufen der Arbeit, sowie fertig und mit Erde überdeckt dargestellt sind. Die Deckplatten können mit leichten Furchen h*, Fig. 26, den Kanälen der Leitungsdrähte entsprechend, oder mit Rippen *'*, Fig. 27, versehen sein, die in die weiche Masse fest eingedrückt werden. Die einzelnen Deckplatten können die auf Fig. 28 abgebildete Stofsfuge/* erhalten, welche mit Cement ausgegossen wird.
Die dritte Art ist aus den Fig. 29 bis 44 ersichtlich. Fig. 29 zeigt den Leitungsgraben mit den Formrohren in einigen Arbeitsstufen, deren Ziffern mit denen der zugehörigen Querschnitte übereinstimmen. Fig. 30 zeigt den Querschnitt des Grabens k*, dessen Boden1·/* und Seitenwände m* mit einem Stoff bekleidet werden, Fig. 31, welcher sofort erhärtet, um in Verbindung mit der oberen Bedeckung aus demselben Stoff einen dichten Abschlufs zu bilden. Die die eigentliche Form bildenden Rohre werden in zwei aufrecht stehenden Platten n* gelagert, deren Oeffnungen mit der Dicke des Rohres 0* übereinstimmt. Fig. 32 und 33 sind Ansicht und Grundrifs einer solchen Platte. Fig. 34 stellt dieselbe am Platz innerhalb des mit Bekleidung versehenen Grabens und Fig. 35 die seitliche Ansicht der von den Platten getragenen Formrohre 0* dar.
Nachdem man die Rohre 0* in den ausgefütterten Graben gestellt hat, giefst man die halbflüssige Masse p*, Fig. 36, um dieselben, welche alsbald erstarrt. Die Formrohre sind aus Blech, Holz, Holzfasermasse oder aus Papier gemacht und bilden die innere Wand der Leitungskanäle. Sobald die Massep* erhärtet ist, zieht man die Platte n* aus dem vorderen Ende der Formrohre,· welche in den Kanälen stecken bleiben, legt neue Formrohre durch die Platte und beginnt das Ausgiefsen von neuem. Die so gebildeten Kanäle innerhalb einer erhärteten Masse werden oben mit einer Lage aus' künstlichem Stein, Beton oder ähnlichem Stoff g* auf der ganzen Länge der Leitung abgedeckt, oben darauf wird mit Erde r* die unterirdische Ausgrabung mit dem natürlichen Boden ausgeglichen.
Fig. 40 zeigt einen so hergestellten Leitungskanal für eine einzige Leitung, Fig. 41 für 5 und Fig. 42 für 25 Leitungen, Kabel oder Drähte. Aus den Fig. 29, 38, 39, 43 und 44 sieht man, wie einzelne Drähte s* für 'elektrische Leitungen in die Masse eingelegt werden können. Man hat nur die betreffenden Löcher für diese Drähte in den Unterstützüngsplatten n* der Formrohre anzubringen, um die Leitungsdrähte durchzuziehen. Von diesen Drähten aus lassen sich seitliche Abzweigungen machen, indem man die äufsere Bekleidung, sowie die innere Ausfütterimgsmasse herausbricht, Fig. 43 und 44, die Verbindung mit der Zweiglinie herstellt und dann die herausgebrochene Umhüllung wieder einsetzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH:
    Das Verfahren, ununterbrochene, unterirdische, wasserdichte und nichtleitende Umhüllungen für Leitungen jeder Art aus flüssiger, schnell hart werdender Masse durch Eingiefsen dieser Masse in den zur Aufnahme der Leitung gebildeten Graben herzustellen, in welchem die den Leitungskanal bildende Formstange d, Fig. 1, oder die die Leitungskanäle bildenden Formrohre <?*, Fig. 35, angebracht sind. '
    Hierzu ϊ Blatt Zeichnungen.
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