DE182709C - - Google Patents

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DE182709C
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air
valve
cup
milk
chamber
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/10Pulsators arranged otherwise than on teat-cups

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description

KAISERLICFIES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 182709 KLASSE 45 g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Mai 1904 ab.
Die Erfindung betrifft eine Melkmaschine derjenigen Art, bei welcher doppelwandige Melkbecher benutzt werden, deren Innenkammer mit dem Milchbehälter in Verbindung steht, während die Luftdruckschwankungen für die Melkwirkung in der äußeren Kammer, d. i. dem Zwischenraum zwischen der Doppelwand des Bechers, erzeugt werden.
ίο Gegenüber bekannten Maschinen dieser Art ist die Melkmaschine gemäß vorliegender Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß bei einer bestimmten, von der Regelung des Vakuums in dem mit den Innenbechern in Verbindung stehenden Milchbehälter abhängigen Druckdifferenz zwischen Becherinnenkammer und Becheraußenkammer zur Beförderung des Milchabflusses am Anschlußstück selbsttätig Luft aus der Außenluft oder aus der Luftleitung in die Milchleitung tritt.
Der Einlaß der Luft in die Außenkammer der Melkbecher kann dabei in verschiedener Weise aus der Außenluft oder aus dem Milchbehälter erfolgen.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungen der Melkmaschine dargestellt, die in bekannter Weise auf dem Deckel des Milchsammelbehälters angeordnet wird.
Fig. ι ist eine Endansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 eine Rückansicht im Schnitt nach A-A in Fig. 2,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Bodenplatte d in Fig. 2 und
Fig. 5 ein Schnitt nach B-B in Fig. 4 der einen Ausführungsform.
Fig. 6 ist ein Längsschnitt,
Fig. 7 eine Endansicht eines Anschlußstückes für die Melkbecherschläuche,
Fig. 8 und 9 desgl. in anderer Ausführungsform,
Fig. 10 ein Längsschnitt,
Fig. 10 a ein Diagonalschnitt nach E-E in Fig. 10,
Fig. 11 ein Querschnitt,
Fig. 12 eine Seitenansicht und
Fig. 13 eine teilweise Draufsicht auf den unteren Teil der zweiten Ausführungsform der Maschine.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Ausführungsform besteht aus dem Hauptzylinder α und Kolbenventil b mit hin- und hergehendem Verteilungsventil c, bekannter Bauart und Wirkungsweise. Diese Vorrichtung ist auf einer als Deckel für den Milchbehälter dienenden Platte d angeordnet, die mit Stutzen und Anschlußstücken für die Melkbecherleitungen unter Einschaltung besonderer Beobachtungsvorrichtungen und für die Saug- und Luftleitung versehen ist.
Die Platte bezw. der Deckel d ist mit fünf Stutzen versehen.
Stutzen ι dient zum Anschluß des Zylinders a, Stutzen 2 zu dem des Vakuumredu-
zierventils 18, Stutzen 3 für die Luftleitung und. Stutzen 4 und 5 für die Beobachtungsvorrichtungen und Doppelabsperrhähne. Von ■ den Öffnungen 6,7 und 8 im Stutzen 1 gehen Kanäle 9, 10, 11 und 12 nach den Stutzen 2, 3, 4 und 5. Der Ventilsitz 13 des Stutzens 2 geht nach dem Aliichbehälter, die Ventilsitze 14 und 15 des Stutzens 3 zu diesem bezw. an die Außenluft, die öffnungen 16, 17 der Stutzen 4 und 5 gehen nach dem Milchbehälter. Das Ventilgehäuse τ 8 enthält ein Reduzierventil 19, das durch die mittels Schraube 21 einstellbare Feder 20 geregelt wird. Das Mundstück 22 dient zum Anschluß des Gehäuses 18 an die nicht dargestellte Saugleitung.
Das doppelsitzige Schraubenventil 23 verbindet in seiner Stellung gegen den oberen Sitz 15 den Zugang 7 mit dem Milchbehälter, in seiner unteren Stellung gegen den Sitz 14 den Zugang 7 mit der Außenluft durch die Öffnungen 25. Die Mundstücke 26, 27 der Beobachtungsvorrichtungen 24 (von denen nur eine in Fig. 2 auf Stutzen 4 dargestellt ist) werden durch Schläuche mit den Rohren 28, 29 des Melkbecheranschlußstückes (Fig. 6 und 7) oder mit den Rohren 31, 30 des Anschlußstückes (Fig. 8 und 9) verbunden, je nachdem die Luft zum Hervorrufen der Druckschwankungen in der äußeren Melkbecherkammer aus der Außenluft mittels Ventilsitzes 15 oder aus dem Milchbehälter mittels Ventilsitzes 14 entnommen wird. Der Arbeitsgang dieser Vorrichtung bei Lufteintritt durch Ventilsitz 15 ist folgender:
Angenommen, die Aussparung 9ο3 (Fig. 10) des hin- und hergehenden Ventilkolbens b befindet sich über den Öffnungen 6 und 8, so tritt die verdünnte Luft durch das Mundstück 22 des Reduzierventilgehäuses 18,
<■/■ Kanal 9, Öffnung 6, Aussparung goa des Kolbens und Öffnung 8 des Stutzens 1, geht durch die Kanäle 11. und 12 durch die Mundstücke 26 der Beobachtungsvorrichtungen (deren eine in Fig. 2 dargestellt ist) zu dem Rohr 28 je eines der beiden Anschlußstücke (Fig. 6 und 7) und durch die Zweigrohre 32 in die äußeren Kammern der MeIkbecher und erweitert damit deren Innenwand. Eine entsprechend der Spannung der Feder 20 reduzierte Lüftverdünnung gelangt mittels der Milchbehälteröffnungen 16, 17, Mundstücke.27 zu den Rohren 29 der beiden Anschlußstücke und durch deren Zweigrohre 33 in die Innenkammern der Melkbecher.
Hat sich der Ventilkolben b infolge der durch Rohr 34 zugeleiteten Luftverdünnung nach dem anderen Hubende bewegt, so daß
seine Aussparung goa über den Öffnungen 7 und 8 steht, so gelangt die Außenluft durch die Öffnungen 25 und Ventilsitz 15 nach Kanal 10 und Öffnung 7 durch die Kolbenaussparung goa, Öffnung 8, Mundstücke 26 in die Außenkammern der Melkbecher, so daß sich die Wandung der mit verdünnter Luft gefüllten Innenkammer an der Zitze zusammenzieht und die Milch in das Rohr 29 des Anschlußstückes fördert, aus dem sie in -den Milchbehälter gelangt, wobei sie durch einen gewissen Luftdruck der durch Ventil 35 des Anschlußstückes (Fig. 6 und 7) und Kanal 34 in das Rohr 29 gelangenden Luft durch die Milchleitung gedrückt wird. Diese Vorgänge wiederholen sich selbsttätig bei der hin- und hergehenden Bewegung des Kolbens, der seinen Hub unter dem Einfluß der Luftdruckschwankungen in bekannter Weise mittels A'entiles c wechselt.
Die besondere Aufgabe des Ventiles 35 (Fig. 6) ist die Zulässung einer kleinen Luftmenge in das Milchrohr 29 in den Zeiten, wo der Druck in der Becheraüßenkammer die Milch aus den Zitzen in die Becherinnenkammer treibt, um so die Förderung der Milch in das Milchgefäß zu. unterstützen.
Das Ventil hat vorteilhaft die dargestellte halbkugelige Form, die sich gegen einen Sitz 36 am Ende des Rohres 28 unter Wirkung einer Feder 37 legt. Der Kopf des Ventiles ist zylindrisch und bildet einen in der Hülse 38 spielenden Kolben, der aber so angeordnet ist, das ein beschränkter Zutritt von Luft, entweder durch Spiel am Umfang oder Öffnungen, aus dem Luftrohr 28 in das Milchrohr 29 durch den Kanal 34 möglich ist.
Der Sitz 36 hat eine kleinere wirksame Fläche als der Kolben, so daß, sobald der Luftdruck in Rohr 28 gegen den Unterdruck in Rohr 29 den Widerstand der Feder 37 übersteigt, sich das Ventil 35 selbsttätig öffnet und geöffnet bleibt, bis wieder die Luftverdünnung in Rohr 28 genügend groß geworden ist. Die Ventilbewegungen fallen zeitlich zusammen mit denen des Regelungskolbens b.
Wenn der Luftzutritt zu der äußeren Becherkammer aus dem Milchbehälter durch Ventilsitz 14 erfolgen soll, wird das Anschlußstück Fig. 8, 9 angewendet. Dieses ist mit einem sich nach innen öffnenden Ventil 39 versehen, das durch eine Feder 40 gegen seinen Sitz 41 im Deckel gehalten wird, in dem eine kleine Öffnung 42 nach außen vorgesehen ist.
Der Druck der Feder 40 ist so bemessen, daß das Ventil 39 geschlossen 'ist, solange der Grad der Luftverdünnung im Milchrohr 30 und im Milchbehälter ein bestimmtes Höchstmaß nicht übersteigt, sich aber sofort Öffnet, wenn dies eintritt, d. h. wenn durch die Regelungsvorrichtung zwischen 7 und υ
Verbindung erfolgt. In diesem Augenblick läßt das Ventil 39 so viel Luft eintreten, bis die Luftverdünnung im Milchbehälter wieder das bestimmte Höchstmaß erreicht hat. Die durch 42 eintretende Luft gelangt, wenn das Ventil geöffnet ist, durch den Kanal 43 in das Innere des Milchrohres 30 und drückt die Milch in den Milchbehälter, um dann bei den Hüben des Regelungskolbens absatzweise durch die äußeren Melkbecherkammern in das Saugmundstück 22 und die Saugleitung zu gelangen, in der sie weggeführt wird.
Während bei der beschriebenen Ausführungsform die Steuerung des Hauptkolbens in bekannter Weise durch ein bekanntes Steuerventil c erfolgt, geschieht dies bei der Ausführungsform Fig. 10 bis 13 durch einen Differentialkolben 85, 86, dessen Gehäuse durch Rohre 96, 98 mit dem Anschlußflansch an die Bodenplatte d in Verbindung steht.
Der Differentialkolben 85, 86 (Fig. 11) ist an der Übergangsstelle des kleinen zum großen Durchmesser als Ventilkegel 87 mit seinem Sitz bei 88 ausgebildet, gegen den er unter Wirkung der Feder 89 und des Hebels 90 anliegt. Der größere Kolbenteil 85 hat zwei Aussparungen 91, 92 und zwei Bohrungen 93, 94, die mit der zentralen Bohrung 95 im Kolben in Verbindung stehen, die nach außen an einer Seite offen ist. Ein Rohr 96 führt zu dem Flanschkanal 97, der mit dem Reduzierventilgehäuse 18 bezw. durch dessen Mundstück 22 (vergl. Fig. 1) mit der Saugleitung in Verbindung steht, während Rohr 98 zu dem bei dieser Ausführungsform durch Blindflansch nach außen geschlossenen Flanschkanal 99 (Fig. 13) und unmittelbar durch einen engen Verbindungskanal 100 zu den durch, Kanal iooa miteinander verbundenen Rohren 103 führt, die mit den Außenkammern der Melkbecher verbunden sind. In der Grundstellung des Differentialkolbens 85, 86, 87 verbindet die Aussparung 92 die Bohrung 101 (Fig. 10), die zu dem einen Ende des Haupt-Zylinders α führt, mit dem Saugrohr 96, während die Bohrung 93 die Bohrung 102, welche zum anderen Zylinderende führt, durch die Zentralbohrung 95 mit der Außenluft verbindet, infolgedessen sich der Kolben b in die Lage Fig. 10 bewegt. In dieser Stellung überträgt sich die Luftverdünnung im Flanschkanal 97 auch auf die Außenkammern der Melkkammer, und zwar durch die Aussparung 90s, Kanal iooa, Rohre 103 und deren Anschlußstücke, und außerdem durch den engen Kanal 100 und Rohr 98 zu dem Differentialkolbenzylinder 104. Wenn die Luftverdünnung im Zylinder 104 ,und Kanal 105 einen solchen Grad erreicht hat, daß der ■ Luftdruck auf der Kolbenschieberfläche 87 die Federspannung von 89 überschreitet, so tritt am Ventilsitz Luft ein, die an der großen Kolbenfläche wirksam wird, mit dem Erfolg, daß der Kolbenschieber ganz nach innen gedrückt wird. In dieser Stellung verbindet die Aussparung 91 die Bohrung 102 mit dem Saugrohr 96, und die Schieberbohrungen 94, 95 verbinden die Bohrung ioi mit der Außenluft, wodurch sich der Hauptkolben b an die andere Zylinderseite bewegt. Hierduixh wird die Saugleitung von den Außenkammern der Melkbecher abgesperrt, und gleichzeitig gelangt die bei 88 am Ventilsitz 87 eintretende Luft durch den Kanal 105, Rohr 98 und Kanal 100 in die Außenkammern der Melkbecher, die Luftverdünnung in diesen vermindernd. Ist dies so weit geschehen, daß die Wirkung der Feder 89 größer als .der wirksame Luftdruck auf den Kolben 85, 86 wird, so kehrt der Ventilkegel 87 zu seiner den Luftzutritt abschließenden Grundstellung zurück mit dem Ergebnis, daß auch der Hauptkolben b in seine Grundstellung zurückkehrt. Diese Bewegungen können zeitlich geregelt werden durch die regelnden Teile 106, 107, 108 und die Federspannungsregelung 109.
Da der Lufteinlaß zu den Becheraußenkammern durch den Ventilsitz 87, 88 dem Lufteinlaß durch den Sitz 15 des Doppelsitzventiles bei der Ausführungsform nach Fig. ι bis 6 entspricht, ist bei der Ausführungsform nach Fig. 10 bis 13 das Anschlußstück Fig. 6, 7 anzuwenden, dessen Ventil 35 in dem Augenblick, wo die Außenluft durch 87, 88 in der beschriebenen Weise in die Becheraußenkammer tritt, in derselben Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. ι bis 6 Luft aus der Luftleitung 28 .durch den Kanal 34 in die Milchleitung 29 übertreten läßt.

Claims (4)

  1. Patent-An Spruch ε:
    ι. Melkmaschine mit abwechselnd steigender und fallender Saugwirkung in den doppelwandigen Melkbechern mit einem Vakuumreduzierventil am Milchbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer bestimmten, von der Regelung des Vakuums in dem mit den Innenbechern in Verbindung stehenden Milchbehälter abhängigen Druckdifferenz zwischen Becherinnenkammer und Becheraußenkammer zur Beförderung des Milchabflusses am Anschlußstück selbsttätig Luft aus der Außenluft oder aus der Luftleitung in die Milchleitung tritt.
  2. 2. Melkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hauptsteüervorrichtung ein Doppelsitzventil (23) angeordnet ist, das je nach seiner Wechselstellung gestattet, die Luft für die Becher-
    außenkammer aus dem Milchbehälter (Ventilsitz 14) oder von außen (Ventilsitz 15) zu entnehmen.
  3. 3. Melkmaschine nach Anspruch I, bei der die Luft zu den Außenkammern der Melkbecher von außen entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem Anschlußstück angeordnete Ventil bei einem bestimmten Überdruck in der Becheraußenkammer Luft aus dieser in die innere Becherkammer übertreten läßt.
  4. 4. Melkmaschine nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lufteinlaß zu den Becherkammern unter Fortfall des Doppelsitzventiles durch das Steuerventil (85) für den Hauptsteuerkolben (b) erfolgt, welches derart als Differentialkolben mit Lufteinlaßventil (87) ausgebildet ist, daß bei Überschreitung einer bestimmten Druckdifferenz durch eine Leitung (98, 100, 100 a) Luft in die Becheraußenkammer tritt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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