DE181706C - - Google Patents

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DE181706C
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    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/04Modelling plastic materials, e.g. clay
    • B44C3/042Modelling plastic materials, e.g. clay producing a copy from an original structure

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 181706 -KLASSE 756. GRUPPE
Dr. EUGEN ALBERT in MÜNCHEN.
Verfahren zur Herstellung von Metallmatrizen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Oktober 1905 ab.
Um von Autotypien, Holzschnitten, Schriftsatz und dergl. Metallmatrizen herzustellen, ist es notwendig, sich eines Zwischenkörpers zu bedienen, der geeignet ist, die Metallplatte, aus der die Matrize hergestellt werden soll, in die Vertiefung der Druckform so weit hinunter zu biegen, als dies aus drucktechnischen Gründen erforderlich ist.
Durch einen solchen Zwischenkörper wird
ίο der große Druck vermieden, der notwendig wäre zur vollen Ausprägung der Druckform nach Art einer Wachs- oder Guttaperchamatrize.
Dieser Zwischenkörper muß weicher sein als das Prägematerial und durch seine Gestaltung oder andere Mittel in seiner Ausdehnbarkeit parallel zur Prägefläche gehemmt sein.
Würde man als Prägematerial eine Bleiplatte von entsprechender Stärke wählen, so könnte z. B. dieser weiche Zwischenkörper aus einer Schicht kleiner Bleikugeln, welche durch eine entsprechende Vorrichtung an dem seitlichen Ausgleiten verhindert sind, bestehen. Beim Prägeakt würden diese Bleikügelchen durch den Drucktiegel an den Stellen, welche dem erhöhten Teil der Druckform gegenüberliegen, zusammengepreßt werden, bis sie eine vollkommen ebene Fläche bilden, während die Platte sich gegenüber den vertieften Stellen der Druckform, wo sie keinen Druck erfährt, durchbiegen würde, ohne daß die Form der Bleikügelchen verändert würde. Dieser weiche Zwischenkörper kann auch durch Erzeugung von leeren Zwischenräumen auf der Rückseite der Bleiplatte in Form irgendwelcher regelmäßiger oder unregelmäßiger Erhöhungen und Vertiefungen ersetzt werden.
In Fig. ι ist das Diagramm der Druckform, einer mit Riffeln versehenen Bleiplatte und des Drucktiegels, dargestellt. Es ist klar, daß die Riffeln bei einer zu großen Weite nach der Prägung auf der Vorderseite störend sichtbar sind. In der Praxis dürfte daher eine Riffelhöhe von 1Y2 mm kaum überschritten werden können.
Fig. 2 stellt einen Durchschnitt nach erfolgtem Prägeakt dar, woraus ersichtlich ist, daß die Bleiplatte gegenüber den erhöhten Stellen 0, o1 bereits nahezu eben ist, wenn sich der Drucktiegel um die Hälfte der Höhe der Riffeln gesenkt hat. Die Durchbiegung gegenüber den vertieften Stellen der Druckform u, u1 kann also nicht mehr als 3/4 mm betragen.
Dieser Grad der Durchbiegung genügt für Holzschnitt und Schriftsatz in drucktechnischer Beziehung in der Praxis nicht.
Der Druck müßte also durch weitere Senkung des Drucktiegels verstärkt werden, wodurch notwendigerweise die fast ebene Bleiplatte 0, o1 in schiebende Bewegung kommt, die bereits geprägten kleinsten Vertiefungen sich abscheren, und das Original an diesen Stellen verbleit wird.
Diesem letzteren Ubelstande kann aber begegnet werden, wenn man Unebenheiten aus hartem Material beim Prägeakt zwischen Drucktiegel oder Druckzylinder und dem
Matrizenmaterial anordnet, deren Erhöhungen dann das weichere Matrizenmaterial in die Vertiefungen der Druckform hineinbiegt.
Auch bei dieser Anordnung, die durch Fig. 3 und 4 illustriert wird, ist der Grad der Durchbiegung abhängig von der Höhe der Riffeln; aber am harten Material lassen sich dieselben steiler herstellen als z. B. in Blei, und außerdem ist eine bedeutende Ver-Stärkung des Druckes zulässig, ohne Gefahr für Schiebungen am Blei, da die Riffelformationen am Tiegel gegenüber den erhöhten Stellen der Druckform o, ol sich vollkommen in die Bleiplatte einpressen und daher direkt im Sinne einer Hemmung für das seitliche Ausweichen des Bleies wirken. Trotzdem wird auch hiermit bei Druckformen mit ausgebreiteten großen Vertiefungen nicht die drucktechnisch notwendige Durchbiegung der Bleiplatte an diesen Stellen erreicht, weil die Bleiplatte dafür zu dünn ist. Es können nun die Vorteile des Riffeltiegels erhalten bleiben und gleichzeitig die nötige Durchbiegung der Bleiplatten an den Stellen der Vertiefungen der Druckform erhalten werden, wenn man gemäß vorliegender Erfindung die Unebenheiten aus hartem Material (Riffeltiegel) kombiniert mit Unebenheiten aus weichem Material hinter der Prägeplatte, z. B. den kleinen Bleikugeln, oder mit Unebenheiten auf der Rückseite des Prägematerials selbst (Riffelblei). Es wird also hier erst durch die Vereinigung der beiden Einzelmaßnahmen die Lösung der gestellten Aufgabe möglich.
Fig. 5 und 6 zeigt eine schematische Darstellung der Kombination von Riffelblei und Riffeltiegel vor und nach der Prägung, und aus Fig. 6 ist deutlich zu ersehen, wie die
Höhe der beiderseitigen Riffeln in der Durchbiegung der Prägeplatte an den Stellen u, u1 sich addieren, während andererseits gegenüber den erhöhten Stellen 0, o1 der Druckform die Riffeln des Tiegels sich unter Vernichtung der ursprünglichen Form der Riffeln des Bleies vollkommen in das Prägematerial eingesetzt haben und das lästige seitliche Ausweichen desselben hiermit vermieden wird.
Da, wie im vorhergehenden erwähnt, der Größe der Riffeln gewisse Grenzen gesetzt sind, so wird es, falls dieselben systematisch angeordnet sind, nicht praktisch sein, die Richtung der weichen und harten Riffeln parallel zueinander zu wählen, da es schwierig sein würde, die Höhenpunkte gerade aufeinander zu bringen, sondern es wird zweckentsprechend sein, die Richtung der beiden Erhöhungen in einem Winkel zueinander zu stellen.
Noch sei bemerkt, daß das Verfahren auf alle diejenigen Fälle Anwendung finden soll, in denen es.sich um Abformungen in weichem Metall handelt, wenn auch im vorstehenden in erster Linie nur von der Herstellung von Hochdruckmatrizen die Rede, ist, daß ferner sowohl die Erhöhungen der Weichmetallplatte wie die der Preßplatte mit den Platten fest verbunden sein können oder nicht, und daß endlich der Druck auch zuerst ohne geriffelte Preßplatte und dann in einer zweiten Operation mit dieser erfolgen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Abformen von Originalen in Platten aus Weichmetall durch Druck, gekennzeichnet durch die gemeinsame Verwendung von Weichmetallplatten mit Erhöhungen auf der Rückseite und Preßplatten mit Erhöhungen auf der Druckseite.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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