DE181706C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C3/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
- B44C3/04—Modelling plastic materials, e.g. clay
- B44C3/042—Modelling plastic materials, e.g. clay producing a copy from an original structure
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Dispersion Chemistry (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 181706 -KLASSE 756. GRUPPE
Dr. EUGEN ALBERT in MÜNCHEN.
Verfahren zur Herstellung von Metallmatrizen.
Um von Autotypien, Holzschnitten, Schriftsatz und dergl. Metallmatrizen herzustellen,
ist es notwendig, sich eines Zwischenkörpers zu bedienen, der geeignet ist, die Metallplatte,
aus der die Matrize hergestellt werden soll, in die Vertiefung der Druckform so weit
hinunter zu biegen, als dies aus drucktechnischen Gründen erforderlich ist.
Durch einen solchen Zwischenkörper wird
ίο der große Druck vermieden, der notwendig
wäre zur vollen Ausprägung der Druckform nach Art einer Wachs- oder Guttaperchamatrize.
Dieser Zwischenkörper muß weicher sein als das Prägematerial und durch seine Gestaltung
oder andere Mittel in seiner Ausdehnbarkeit parallel zur Prägefläche gehemmt sein.
Würde man als Prägematerial eine Bleiplatte von entsprechender Stärke wählen, so
könnte z. B. dieser weiche Zwischenkörper aus einer Schicht kleiner Bleikugeln, welche
durch eine entsprechende Vorrichtung an dem seitlichen Ausgleiten verhindert sind, bestehen.
Beim Prägeakt würden diese Bleikügelchen durch den Drucktiegel an den
Stellen, welche dem erhöhten Teil der Druckform gegenüberliegen, zusammengepreßt werden,
bis sie eine vollkommen ebene Fläche bilden, während die Platte sich gegenüber den vertieften Stellen der Druckform, wo sie
keinen Druck erfährt, durchbiegen würde, ohne daß die Form der Bleikügelchen verändert
würde. Dieser weiche Zwischenkörper kann auch durch Erzeugung von leeren
Zwischenräumen auf der Rückseite der Bleiplatte in Form irgendwelcher regelmäßiger
oder unregelmäßiger Erhöhungen und Vertiefungen ersetzt werden.
In Fig. ι ist das Diagramm der Druckform, einer mit Riffeln versehenen Bleiplatte
und des Drucktiegels, dargestellt. Es ist klar, daß die Riffeln bei einer zu großen Weite
nach der Prägung auf der Vorderseite störend sichtbar sind. In der Praxis dürfte daher
eine Riffelhöhe von 1Y2 mm kaum überschritten
werden können.
Fig. 2 stellt einen Durchschnitt nach erfolgtem Prägeakt dar, woraus ersichtlich ist,
daß die Bleiplatte gegenüber den erhöhten Stellen 0, o1 bereits nahezu eben ist, wenn
sich der Drucktiegel um die Hälfte der Höhe der Riffeln gesenkt hat. Die Durchbiegung
gegenüber den vertieften Stellen der Druckform u, u1 kann also nicht mehr als 3/4 mm
betragen.
Dieser Grad der Durchbiegung genügt für Holzschnitt und Schriftsatz in drucktechnischer
Beziehung in der Praxis nicht.
Der Druck müßte also durch weitere Senkung des Drucktiegels verstärkt werden, wodurch
notwendigerweise die fast ebene Bleiplatte 0, o1 in schiebende Bewegung kommt,
die bereits geprägten kleinsten Vertiefungen sich abscheren, und das Original an diesen
Stellen verbleit wird.
Diesem letzteren Ubelstande kann aber begegnet werden, wenn man Unebenheiten aus
hartem Material beim Prägeakt zwischen Drucktiegel oder Druckzylinder und dem
Matrizenmaterial anordnet, deren Erhöhungen
dann das weichere Matrizenmaterial in die Vertiefungen der Druckform hineinbiegt.
Auch bei dieser Anordnung, die durch Fig. 3 und 4 illustriert wird, ist der Grad
der Durchbiegung abhängig von der Höhe der Riffeln; aber am harten Material lassen
sich dieselben steiler herstellen als z. B. in Blei, und außerdem ist eine bedeutende Ver-Stärkung
des Druckes zulässig, ohne Gefahr für Schiebungen am Blei, da die Riffelformationen
am Tiegel gegenüber den erhöhten Stellen der Druckform o, ol sich vollkommen
in die Bleiplatte einpressen und daher direkt im Sinne einer Hemmung für das seitliche Ausweichen des Bleies wirken.
Trotzdem wird auch hiermit bei Druckformen mit ausgebreiteten großen Vertiefungen
nicht die drucktechnisch notwendige Durchbiegung der Bleiplatte an diesen Stellen erreicht,
weil die Bleiplatte dafür zu dünn ist. Es können nun die Vorteile des Riffeltiegels
erhalten bleiben und gleichzeitig die nötige Durchbiegung der Bleiplatten an den
Stellen der Vertiefungen der Druckform erhalten werden, wenn man gemäß vorliegender
Erfindung die Unebenheiten aus hartem Material (Riffeltiegel) kombiniert mit Unebenheiten
aus weichem Material hinter der Prägeplatte, z. B. den kleinen Bleikugeln, oder mit
Unebenheiten auf der Rückseite des Prägematerials selbst (Riffelblei). Es wird also
hier erst durch die Vereinigung der beiden Einzelmaßnahmen die Lösung der gestellten
Aufgabe möglich.
Fig. 5 und 6 zeigt eine schematische Darstellung der Kombination von Riffelblei und
Riffeltiegel vor und nach der Prägung, und aus Fig. 6 ist deutlich zu ersehen, wie die
Höhe der beiderseitigen Riffeln in der Durchbiegung der Prägeplatte an den Stellen u, u1
sich addieren, während andererseits gegenüber den erhöhten Stellen 0, o1 der Druckform
die Riffeln des Tiegels sich unter Vernichtung der ursprünglichen Form der Riffeln
des Bleies vollkommen in das Prägematerial eingesetzt haben und das lästige seitliche
Ausweichen desselben hiermit vermieden wird.
Da, wie im vorhergehenden erwähnt, der Größe der Riffeln gewisse Grenzen gesetzt
sind, so wird es, falls dieselben systematisch angeordnet sind, nicht praktisch sein, die
Richtung der weichen und harten Riffeln parallel zueinander zu wählen, da es schwierig
sein würde, die Höhenpunkte gerade aufeinander zu bringen, sondern es wird zweckentsprechend
sein, die Richtung der beiden Erhöhungen in einem Winkel zueinander zu stellen.
Noch sei bemerkt, daß das Verfahren auf alle diejenigen Fälle Anwendung finden soll,
in denen es.sich um Abformungen in weichem Metall handelt, wenn auch im vorstehenden
in erster Linie nur von der Herstellung von Hochdruckmatrizen die Rede, ist, daß ferner
sowohl die Erhöhungen der Weichmetallplatte wie die der Preßplatte mit den Platten fest
verbunden sein können oder nicht, und daß endlich der Druck auch zuerst ohne geriffelte
Preßplatte und dann in einer zweiten Operation mit dieser erfolgen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Abformen von Originalen in Platten aus Weichmetall durch Druck, gekennzeichnet durch die gemeinsame Verwendung von Weichmetallplatten mit Erhöhungen auf der Rückseite und Preßplatten mit Erhöhungen auf der Druckseite.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE181706C true DE181706C (de) |
Family
ID=445866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT181706D Active DE181706C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE181706C (de) |
-
0
- DE DENDAT181706D patent/DE181706C/de active Active
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