DE18159C - Lüftungsboden für Keimapparate - Google Patents
Lüftungsboden für KeimapparateInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
JULIEN PUVREZ-BOURGEOIS in LILLE (Frankreich). Lüftungsboden für Keimapparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. September 1881 ab.
Die Keimung des Getreides in dicken Schichten wird in folgender Weise vorgenommen:
In einer Entfernung von 15 cm oder mehr von dem Boden A des Raumes, Fig. 1 und 2,
in welchem die Keimung stattfinden soll, wird zur Aufnahme des Getreides ein zweiter, mit
schmalen Oeffhungen versehener Boden aufgestellt, so dafs ein Durchzug befeuchteter Luft
von oben nach unten durch die Getreideschicht bewerkstelligt werden kann.
Der Boden B besteht aus Horden, welche, wie Fig. 3 und 4 zeigen, aus hölzernen, auf
Querstangen D neben einander befestigten Latten C zusammengestellt sind. Die Latten C
sind zehn oder mehr Centimeter breit und mit länglichen, ca. 1 cm von einander entfernten
Oeffnungen, deren obere Breite von ca. 1Y2 mm
sich nach unten vergröfsert, so dafs die Unreinigkeiten, welche sich vom Getreide trennen,
in denselben nicht anhaften, sondern auf den Boden A fallen, versehen. Die Horden selbst
werden in verschiedenen Gröfsen, jedoch stets so, dafs sie leicht für das Reinigen abgenommen
werden können, hergestellt. Um das Holz gegen Fäülnifs. zu schützen, werden die Latten C
und die Querstangen D zuerst in einer Tanninlösung gekocht und darauf die aus denselben
hergestellten Horden durch Eintauchen in ein sehr dünnflüssiges, aus Weingeistfirnifs bereitetes
Bad mit einer isolirenden Schicht überzogen.
Die Luft, welche durch das Getreide durchdringen mufs, soll zuvor befeuchtet und meistens
noch abgekühlt werden. Zu diesem Zweck werden neben dem Keimungsraum sogenannte Befeuchtungskasten E von 30 bis 40 und mehr
Centimeter Breite angewendet, in denen (hier wollene, aus Tuchabfällen hergestellte) ca. 50
bis 60 cm lange Lappen F an galvanisirten Eisenstangen G hängen, und zwar in Entfernungen
von einigen Millimetern von einander, so dafs die Luft zwischen denselben noch leicht
durchziehen kann.
Zum Auflegen der Eisenstangen G, deren Länge der Breite des Befeuchtungskastens entspricht,
sind an den Längsseiten desselben, und zwar der ganzen Länge nach, Latten H mit
entsprechenden Ausschnitten in passend von einander entfernten Höhen angebracht, so dafs
die Lappenreihen ganz nahe, jedoch so, dafs die einzelnen Lappen sich unter einander nicht
berühren, aufgestellt werden können.
Mittelst eines durchgehenden gelöcherten Rohres werden die Lappen bespritzt und nafs
gehalten, so dafs die Luft, welche von unten zwischen den Lappen durchziehen mufs, mit
Feuchtigkeit gesättigt, in dem Keimungsraum anlangt und die Getreideschicht passirt.
Um die Tuchlappen haltbar zu machen, werden dieselben vorher mit Gerbsäure oder einem
anderen antiseptisch wirkenden Mittel getränkt. Zur Befeuchtung der Tuchlappen bei grofser
Kälte kann man ferner durch das gelöcherte Rohr statt kalten Wassers Abdampf in den
Apparat einführen.
Um den Luftzug gleichmäfsig auf die ganze Getreideschicht zu vertheilen und denselben
auch reguliren zu können, ist es vortheilhaft, mehrere Saugkanäle unter dem Lüftungsboden
anzubringen und dieselben mit regulirbaren
Oeffnungen zu versehen. Der Luftzug selbst kann mittelst eines Ventilators oder besser ohne
Motor mit einem einfach geheizten Kamin bewirkt werden. · . >
Der Keimungsraum selbst mufs während des Keimens hermetisch verschlossen sein, damit
von keiner anderen Seite, als durch die Befeuchtungskammer Luft in denselben eintreten
kann. Man darf höchstens an der Thür eine gut verschliefsbare Oeffnung anbringen, durch
welche man nach Schlufs der eigentlichen Keimung trockne Luft eintreten lassen kann, um
das Getreide für die Darre vorzubereiten. Als besonderen Vortheil des dargestellten Keimungsverfahrens sollen hervorzuheben sein:
1. die Billigkeit und Einfachheit der ganzen Einrichtung;
2. die leichte Handhabung der angewendeten hölzernen Horden, bei denen eine Verstopfung
der Oeifnungen infolge der günstig gewählten Form derselben nicht so leicht vorkommen
kann wie bei Böden aus durchlöcherten Eisenplatten, die der Oxydirung unterworfen
sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Anwendung eines Lüftungsbodens bei Keimapparaten, welcher aus hölzernen, mit trapezförmigen Schlitzen versehenen Horden gebildet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18159C true DE18159C (de) |
Family
ID=295052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18159D Active DE18159C (de) | Lüftungsboden für Keimapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18159C (de) |
-
0
- DE DENDAT18159D patent/DE18159C/de active Active
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