DE18115C - Vorrichtung zur Gewinnung von Torffasern zur Pappe- und Papierfabrikation und gleichzeitigen Herstellung von Prefstorf - Google Patents
Vorrichtung zur Gewinnung von Torffasern zur Pappe- und Papierfabrikation und gleichzeitigen Herstellung von PrefstorfInfo
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- DE18115C DE18115C DENDAT18115D DE18115DA DE18115C DE 18115 C DE18115 C DE 18115C DE NDAT18115 D DENDAT18115 D DE NDAT18115D DE 18115D A DE18115D A DE 18115DA DE 18115 C DE18115 C DE 18115C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B1/00—Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
- D01B1/50—Obtaining fibres from other specified vegetable matter, e.g. peat, Spanish moss
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE BB: Papierfabrikation.
MAX FRIEDRICH in PLAGWITZ-LEIPZIG.
Herstellung von Prefetorf.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 31. März 1881 ab.
Der Fasertorf wird auf gewöhnliche Weise gestochen, sodann mechanisch bearbeitet, um
die Torfstücke zu zerkleinern, zu strecken und zu entfilzen, sodann weiter die gestreckten
längeren Torffasern aus dem zerkleinerten Torf zu trennen und zu gewinnen, während der zerkleinerte
Torf selbst zu Prefstorf verarbeitet wird.
Zur mechanischen Verarbeitung finden folgende Maschinen Verwendung:
i. Die Trenn- und Streckmaschine A zum Zerkleinern des Torfes und Strecken und Entfilzen
der Torffasern.
Die Maschine besteht aus zwei sich entgegengesetzt drehenden Trommeln, einer gröfseren a
und einer kleineren b. — Der Mantel dieser Trommeln α und b ist aus Stäben gebildet,
deren Schlagseiten kräftig, aber gut abgerundet gekerbt sind, und zwar bei der einen Trommel
nach links, bei der anderen nach rechts. Durch diese Kerben wird eine wesentliche Förderung
der Arbeit bei geringer Umgangszahl der Trommeln bewirkt. Eine grofse Umdrehungsgeschwindigkeit
der Trommeln hat leicht ein Reifsen der längeren und werthvolleren Fasern zur Folge. Die Trommeln sind, um gröfsere
Quantitäten Torf aufnehmen und verarbeiten zu können, ohne, wie schon erwähnt, grofse Geschwindigkeit
zu erhalten, breiter und nicht zu grofs im Durchmesser ausgeführt. Die Trommelwellen
müssen daher gute Lagerung und Fundamentirung erhalten.
Zum Einwerfen des Torfes ist Trichter c angebracht und zur Weiterbeförderung Schnecke d.
Die rotirenden Trommeln α und b sind oberhalb von einem Gehäuse e umgeben, während
unten bei f der bearbeitete Torf ausfällt. Nach Bedarf wird durch Trichter c noch direct Wasser
zugeführt, um die Bearbeitung zu erleichtern.
2. Der Faserfänger B zum Auffangen und Zurückhalten der gestreckten und entfilzten Torffasern.
Der Faserfänger ist am besten direct unter der Streckmaschine A angeordnet und besteht
aus einem schrägliegenden Siebe g, durch dessen Oeffhungen die Spitzen des eisernen Rechens h
hindurchgreifen; derselbe besitzt eine schwingende Bewegung um seinen hinteren Drehpunkt,.
je nachdem sein Aufhängepunkt mittelst Handgriffs i nach oben oder unten gezogen wird.
Durch Aufziehen des Handgriffes i und dementsprechende Bewegung um seinen hinteren
Drehpunkt wird der Rechen oder Harken h in nächste Nähe des Siebes g gebracht; in diesem
Falle werden die senkrecht stehenden Stäbe des Rechens k durch die entsprechenden Zwischenräume
des Siebes g hindurchgreifen und vorspringen.
Die aus der Schleudermühle A auffallenden Torftheile werden hier getrennt, indem die gestreckten
und entfilzten Fasern auf dem Siebe g an den einzelnen durgreifenden Stäben bezw.
Zinken des Rechens hängen bleiben und aufgehalten werden, während das flüssige Torfklein
durch das Sieb zwischen den Rechenstäben abfliefst.
Um nun periodisch die an den Rechenstäben aufgehaltenen und aufgehäuften Torffasern be-
quem entfernen zu können, wird sodann mittelst Abbewegens des Handgriffes i der um seinen
hinteren Drehpunkt schwingende Rechen vom Siebe g entfernt; hierbei ziehen sich die Rechenstäbe
aus dem Siebe heraus, während die Fasern auf dem Siebe glatt liegen bleiben, um sodann mit einer gewöhnlichen Krücke zur Gewinnung
vom Siebe heruntergezogen zu werden.
Nun beginnen die Manipulationen von neuem, indem durch Aufziehen des Handgriffes i der
Rechen h wieder durch das Sieb gebracht wird und die vorspringenden Rechenstäbe von neuem
die Fasern aufhalten. Das Sieb kann feststehend oder schüttelnd angebracht sein.
Die Fasern werden sodann weiter verarbeitet zu grobem Geflechte, zu Stoff zur Papp- und
Papierfabrikation etc.
3. Die Dreiwalzenmaschine C zum gleichzeitigen Mengen, Entwässern, Pressen und Formen
des Torfes.
Die Maschine besteht aus drei Walzen k I ni,
welche sammt den zugehörigen Rädervorgelegen in starken Seitengestellen lagern. Durch den
Fülltrichter η wird der Torf eingeworfen und gelangt so in den durch die drei Walzen gebildeten
Raum o. Die obere Walze k wird durch starken Feder- oder Hebeldruck gegen
die unterliegende Walze / und die seitlich liegende Walze m bezw. gegen die Torffüllung
gedrückt; gleichzeitig findet die Umdrehung der drei Walzen statt, und zwar durch Radübersetzung
dergestalt, dafs durch schnellere Umfangsgeschwindigkeit der beiden Walzen k und /
der Torf unter starkem Drucke durch die Walzenspalte ρ herausgearbeitet wird.
Vorher hat ein energisches Walzen und Mengen des Torfes zwischen den Walzen stattgefunden
und dadurch stets unter starkem Drucke eine Entwässerung des Torfes durch Walzenspalte q.
Der durch Walzenspalte fi vorgeschobene Torfkuchen gelangt sodann, durch verengte
Mundstücke r in die entsprechenden Formen gebracht, als Torfstränge ί aus der Maschine
heraus, um sodann auf der Schneidebank t in Steine u geschnitten zu werden.
Auf entsprechende Art findet nun der Forttransport der Torfsteine statt, entweder um sofort
zum Verfeuern verbraucht oder, wenn zum Versandt bestimmt, im Sommer im Freien, im
Winter künstlich im Schuppen nachgetrocknet zu werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Anwendung einer Schleudermaschine A, deren Stäbe mit schrägen Einschnitten versehen sind, um den Torf zu zerkleinern und dessen Fasern zu entfilzen und zu strecken, in Verbindung mit dem Siebe g bezw. g1 und dem Rechen h bezw. hx zur Gewinnung gestreckter Fasern und der Dreiwalzenpresse C, bei der die Walzen klm zum Durchpressen der Masse durch die Form dienen, zur Herstellung von Prefstorf.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18115C true DE18115C (de) |
Family
ID=295013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18115D Active DE18115C (de) | Vorrichtung zur Gewinnung von Torffasern zur Pappe- und Papierfabrikation und gleichzeitigen Herstellung von Prefstorf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18115C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3425498A (en) * | 1965-11-19 | 1969-02-04 | Dowty Technical Dev Ltd | Fluid actuated vibrator devices |
| US3502002A (en) * | 1968-04-02 | 1970-03-24 | Whiteman Mfg Co | Means for synchronizing a pair of hydraulic power cylinder actuators |
| US3805530A (en) * | 1971-07-29 | 1974-04-23 | Pacific Press & Shear Corp | Compensated series hydraulic system |
-
0
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3425498A (en) * | 1965-11-19 | 1969-02-04 | Dowty Technical Dev Ltd | Fluid actuated vibrator devices |
| US3502002A (en) * | 1968-04-02 | 1970-03-24 | Whiteman Mfg Co | Means for synchronizing a pair of hydraulic power cylinder actuators |
| US3805530A (en) * | 1971-07-29 | 1974-04-23 | Pacific Press & Shear Corp | Compensated series hydraulic system |
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