DE180899C - - Google Patents

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DE180899C
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crank
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drilling
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B45/00Hand-held or like portable drilling machines, e.g. drill guns; Equipment therefor
    • B23B45/06Hand-held or like portable drilling machines, e.g. drill guns; Equipment therefor driven by man-power

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 180899 -KLASSE 49«. GRUPPE
Handbohrkurbel mit Räderübersetzung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. September 1905 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die als Brustleier oder Bohrkurbel bekannte Bohrvorrichtung, bei welcher der in eine gekröpfte Welle eingesetzte Bohrer durch Drehung an der Kröpfung in Drehung versetzt wird, während der Druck in achsialer Richtung durch einen Arbeiter oder eiir Gestell ausgeübt wird. Bei diesen einfachen Bohrvorrichtungen war es bekannt, eine besondere B ohr welle mit Futter für den Bohrer lose in die Nabe der Kurbel einzusetzen und die Welle durch ein laufendes Gesperre (Ratsche oder Knarre) mit der Kurbel zu verbinden. Diese Anordnung erfüllte den bekannten Zweck, die Kurbel hin- und herdrehen zu können, wobei der Bohrer, um die Zerstörung der Schneiden zu vermeiden, ■ nur an der Hindrehung teilzunehmen brauchte. Dieses Hin- und Herdrehen der Bohrkurbel wird nötig, wenn beschränkte Raumverhältnisse, z. B. beim Bohren in Ecken, ein volles Herumdrehen der Kurbel nicht zulassen. Das Bohren in Ecken schreitet nun infolge der absatzweisen B ohr er drehung recht langsam
Es hat nun die neue Einrichtung die Aufgabe gelöst, durch an sich geringfügige Abänderung der bekannten Ratscheneinrichtung auch beim Hin- und Herdrehen der Kurbel eine Bohrerdrehung von annehmbarer Geschwindigkeit zu ermöglichen. Zu dem Zweck ist gemäß der Erfindung das auf der losen Bohrerwelle sitzende übliche Sperr- oder Schältrad durch ein Stirnrad ersetzt, und an die Stelle der Klinke, welche das Schaltrad mit der Bohrerkürbel verband, ist ein zweites 40
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Stirnrad getreten, welches 'fest auf dem Handgriff sitzt, der die Kurbel lose umgibt. Wählt man hierbei die Übersetzung zwischen dem Rad der Kurbel und dem Rad der Bohrerwelle z. B. 3:1, so wird die wirkliche Übersetzung gleich 4: 1, indem zu der Übersetzung aus dem Zahnrädervorgelege noch jedesmal die wirkliche Kurbeldrehung hinzukommt.
Nunmehr hat man es in der Hand, mit einfachen Mitteln dem Bohrer beim Arbeiten in Ecken eine solche Geschwindigkeit zu geben, daß eine annehmbare Bohrerwirkung resultiert. Dreht man bei dem beispielsweise angenommenen Übersetzungsverhältnis von 4: 1 die Kurbel um 900 hin und her, so führt der Bohrer bei jeder Kurbelschwenkung eine volle Drehung atis. Naturgemäß macht sich die Übersetzung auch beim freien Bohren angenehm bemerkbar, indem man bei verhältnismäßig langsamer Kurbeldrehung eine entsprechend vergrößerte Bohrergeschwindigkeit erhält.
Die Anwendung von Übersetzungen durch Zahnräder, Schnurscheiben und Kettenrädervorgelege war an sich zwar bei Bohrkurbeln schon bekannt, diese bekannten Einrichtungen waren aber so getroffen, daß nicht nur das Instrument außerordentlich schwer und unhandlich war, sondern daß auch die Getriebe, die aus einer größeren Anzahl von Rädern usw. bestanden, den größten Teil der vom Arbeiter zur Verfügung zu stellenden Kraft aufbrauchten, so daß für die eigentliehe Bohrarbeit nur ein geringer Bruchteil derselben übrig blieb. Die Gestelle zeigten
auch gerade an der ungünstigsten Stelle, nämlich gegenüber der Kurbelkröpfung, Ausladungen, die durch die Anbringung der Räder, Zwischenwellen usw. bedingt wurden, so daß die Verwendung der Werkzeuge in Ecken unmöglich war. Größtenteils ließen diese bekannten Einrichtungen auch nicht einmal das Zurückdrehen der Bohrkurbel ohne Mitnahme des Bohrers zu, ein Umstand,
ίο der für den Bestand der Bohrerschneiden bekanntlich verhängnisvoll ist und der bei der neuen Einrichtung in der einfachsten Weise dadurch vermieden ist, daß der beim Zurückdrehen lose gehaltene Handgriff mit seinem Rad sich auf dem Rad der Bohrerwelle frei abrollt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt. Das Beispiel zeigt die bekannte Brustleier, bei welcher die Kurbelwelle α einseitig an einer Brustplatte b gelagert ist. Am anderen Ende der Kurbel bei a' ist ein Bohrfutter c mittels Zapfens c' drehbar gelagert. Auf einer Verlängerung des Zapfens c' sitzt ein Stirnrad d, mit welchem ein zweites Stirnrad e kämmt, welch letzteres auf dem eigentlichen Kurbelzapfen lose sitzt, mit dem Griff f jedoch in fester Verbindung steht.
Beim Bohren bewegt sich nun das Stirnrad e planetenartig um die Achse des Bohrers herum. Ist ohne Benutzung des Zahnrädervorgeleges das Drehungsverhältnis zwischen Kurbel und Bohrer 1:1, so wird dasselbe, wenn wie bei der Zeichnung zwischen den Rädern e und d ein Verhältnis 3:1 gewählt ist, zu 4:1, da zu der durch die Kurbeldrehung bewirkten anhaltenden^Drehung des Bohrers noch drei weitere Drehungen des letzteren aus dem zwischengeschalteten Zahnrädervorgelege hinzukommen.
Je nach der Wahl des Übersetzungsverhältnisses läßt sich der Bohrer schneller oder langsamer drehen, und es läßt sich die Einrichtung ohne Schwierigkeiten so treffen, daß das Drehungsverhältnis geändert wird. Die Einrichtung kann eventuell auch so abgeändert werden, daß das Rad e ganz ausgeschaltet und das Rad d mit der Kurbel gekuppelt wir.d, so daß ohne Benutzung des Vorgeleges zu arbeiten ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Handbohrkurbel mit Räderübersetzung, dadurch gekennzeichnet, daß der lose auf der Kröpfung sitzende Handgriff (f) ein Zahnrad (e) trägt, welches mit dem Zahnrad (d) der lose in der Kurbelnabe (af) sitzenden Futter- bezw. Bohrerwelle (c') kämmt. ■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in 6er reichsdruCkeReI.
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