DE295757C - - Google Patents

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DE295757C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23GTHREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
    • B23G1/00Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor
    • B23G1/02Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor on an external or internal cylindrical or conical surface, e.g. on recesses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Gear Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 295757 — KLASSE 49 c. GRUPPE
Firma ALFRED H. SCHÜTTE in CÖLN-DEUTZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. April 1914 ab.
Um Werkstücke mit Gewinde zu versehen, verwenden ein- und mehrspindlige Dreh- und Bohrbänke Gewindeschneideinrichtungen. Diese Einrichtungen arbeiten beispielsweise in der Weise-, daß das Werkstück seine für die übrigen Arbeitsvorgänge nötige Drehbewegung zum Gewindeschneiden beibehält und das Werkzeug zum Herstellen des Gewindes eine dieser Drehbewegung vor- oder nacheilende Drehbewegung erhält. Der Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten beider Bewegungen ist die Schneidgeschwindigkeit des Werkzeuges. Ist das Gewinde fertiggestellt, so erhält das Werkzeug die Rückzugsgeschwindigkeit, d. h.
die schnelle Bewegung des Schneidwerkzeuges wird plötzlich zum Stillstand gebracht oder die langsame beschleunigt, wodurch sich das Werkzeug von dem geschnittenen Gewinde des Werkstückes abzieht. Zum Schneiden eines neuen Gewindes erhält dann das Werkzeug aus der Rückzugsbewegung heraus wieder die erforderliche schnelle oder langsame Schneidbewegung. Diese plötzlichen Wechsel in der Geschwindigkeit der Bewegungen verursachen heftige Stöße auf die Getriebe der Gewindeschneideinrichtung, auf die Maschine und auf die Werkzeuge.
Die Gewindeschneideinrichtung nach der Erfindung beseitigt diese Nachteile. Das Wesen der Erfindung ist eine zwischen Schneidbewegung des Werkzeuges oder Werkstückes und deren Rückzugsbewegung eingeschaltete Zwischenbewegung beliebiger Größe, welche Stoßwirkungen beim Wechsel der Schneidbewegung in die Rückzugsbewegung und umgekehrt vermeidet.
Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch eine Gewindeschneideinrichtung nach der Erfindung, welche die Anordnung schematisch wiedergibt. .
In der Zeichnung bedeutet a die Spindel, welche das Gewindeschneidwerkzeug, beispielsweise den Gewindebohrer b, aufnimmt. Diesem achsial gegenüber liegt das Werkstück c, welches mit Gewinde versehen werden soll. Werkzeug und Werkstück können dabei auch gegenseitig beliebig ihren Platz vertauschen, derart, daß das Werkstück die Bewegungen des Werkzeuges erhält, und umgekehrt. Die gesamte Gewindeschneideinrichtung erhält ihren Antrieb beispielsweise von der Riemenscheibe d und der im Maschinengestell gelagerten Welle e. Auf dieser Welle e sitzen die Zahnräder f, g und h, welche in entsprechende Zahnräder i, k und I der Spindel α eingreifen. Letztere Zahnräder i, k und I sind auf der die Spindel a umgebenden Büchse m drehbar. Die Spindel a ist in der Büchse m in der Achsenrichtung verschiebbar, wird aber 'bei Drehung der letzteren mitgenommen. Zwischen den Zahnrädern i und k ist eine auf der Büchse m undrehbare, aber verschiebbare Zahnkupplung η angeordnet, welche in entsprechende Zähne der Räder i und k eingreifen kann und bei Drehung letzterer die Büchse m und damit die Spindel α mitnimmt. Das Zahnrad h greift in das Zahnrad I ein, das mit einer Reibungskupplung beliebiger Ausführung versehen ist, beispielsweise einer Kupplung, bestehend aus zwei durch Federn q gegeneinander gepreßten Scheiben 0 und r, von denen die eine, 0, von dem * Rad I durch einen Stift p mitgenommen wird
und die andere, r, mit der Büchse m fest verbunden ist. Durch das Getriebe g, k bei eingeschalteter Kupplung η soll der Spindel a beispielsweise die Schneidbewegung erteilt werden, durch das Getriebe f, i die Rückzugsbewegung und durch das Getriebe h, I die Zwischenbewegung.
Der Vorgang des Schneidens eines Gewindes erfolgt dann beispielsweise bei Anwendung von
ίο Überholung der Spindel α gegenüber dem Werkstück b in nachstehender Weise: Die Spindel α erhält ihre Drehbewegung von der Riemenscheibe d und der Welle e aus; sie kann ferner zum Weiterbewegen des Werkzeuges in achsialer Richtung, dem Werkstück zu, verschoben werden. Das Werkzeug b läuft zunächst mit einer gewissen Geschwindigkeit um, welche die Räder h und I bestimmen. Dabei ist die Reibungskupplung in Wirkung, die eine Mitnahme der Spindel a bewirkt. Die Spindel α hat damit eine gewisse Zwischenbewegung, deren Größe gegenüber der Drehgeschwindigkeit des Werkstückes c beliebig bemessen, beispielsweise dieser gleich sein kann. Soll das Schneiden des Gewindes beginnen, so schaltet die Kupplung η beispielsweise in das Zahnrad k ein, das seine Drehbewegung von dem Zahnrade g erhält; die Kupplung η bewirkt eine Mitnahme der Büchse m und der Spindel a. Je nach der Größe der Zahnräder g und k ist die Drehbewegung der Spindel α bemessen, beispielsweise als Schneidbewegung, die bei Überholung höher ist als die Drehbewegung des Werkstückes; gleichzeitig erhält die Spindel α eine Vorwärtsbewegung durch beliebige Betätigung, so daß das Werkzeug das Gewinde schneiden kann. Am Ende des Arbeitsganges, wenn das Gewinde die gewünschte Länge erreicht hat, löst die Kupplung η aus dem Zahnrade k aus, und es tritt nunmehr Verlangsamung der Drehuug der Spindel α ein, und zwar wieder die Drehbewegung der Spindel α durch die Zahnräder h und I und die Reibungskupplung, also die Zwischenbewegung. Soll das Werkzeug zurückgehen, so wird die Kupplung η in das Zahnrad i eingelegt; die Spindel α erhält dann eine Drehbewegung durch die Räder f und i, welche derart bemessen ist, daß sie kleiner ist als die Drehbewegung des Werkstückes und als die Zwischenbewegung des Werkzeuges.
Sinngemäß findet die Einrichtung auch dann Anwendung, wenn zum Schneiden des Gewindes, der eine Teil, beispielsweise das Werkzeug, eine gegenüber der Drehbewegung des Gegenstückes, beispielsweise des Werkstückes, langsamere Schneidbewegung und schnellere Rückzugsbewegung hat.
Es findet also bei der Gewindeschneideinrichtung der Erfindung eine dauernde Drehung des Werkzeuges oder Werkstückes statt. Aus dieser Bewegung heraus erfolgt die Einschaltung einer höheren oder geringeren Geschwindigkeit, bei deren Ausschalten wieder die Geschwindigkeit der dauernden Bewegung einsetzt, dann eine Erhöhung oder Verminderung der Geschwindigkeit dieser dauernden Bewegung usw. Die Einschaltung einer schnelleren Drehbewegung findet demnach niemais aus dem Stillstand statt, sondern es ist eine Drehbewegung vorhanden, die Zwischenbewegung, welche die Massen der Gewindeschneideinrichtung in Umlauf setzt; diesen Massen ist also von der Zwischenbewegung aus lediglich eine Beschleunigung oder eine Verzögerung der Bewegung zu erteilen; damit werden Stöße beim Eintritt der Schneidbewegurig und der Rückzugsbewegung vollkommen vermieden, die Getriebe der Gewindeschneideinrichtung, die Maschine und Werkzeuge geschont und lebensfähiger gehalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gewindeschneideinrichtung an ein- und mehrspindligen Dreh- und Bohrbänken, bei der das Schneiden eines Gewindes bewirkt wird durch ungleiche Bewegung von Werkstück und Werkzeug, gekennzeichnet durch eine Zwischenbewegung zwischen Schneid- und Rückzugsbewegung, welche die Mitnahme des Werkstückes oder Werkzeuges bewirkt, und welche vor und nach dem Einschalten der Schneid- und Rückzugsbewegung in Wirkung ist, wobei der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Werkzeug und Werkstück gleich oder annähernd Null ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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