DE179777C - - Google Patents

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DE179777C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F3/00Pumps using negative pressure acting directly on the liquid to be pumped

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 179777 KLASSE 59 c. GRUPPE
PAUL WINAND in COLN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom ti. November 1905 ab.
Soll eine unter ihrem eigenen Dampfdruck in einem Behälter stehende Flüssigkeit aus demselben gesaugt werden, so bietet sich die Schwierigkeit, daß sich die Pumpe mit Dämpfen füllt und aus diesem Grunde versagt. Dieses läßt sich verhindern, indem man die Flüssigkeit im Behälter unter einem höheren als den eigenen Dampfdruck' bringt, und zwar ist es bekannt, zu diesem Zwecke Gase oder Dämpfe' unter einem höheren Druck in denselben zu leiten. Um einen gleichbleibenden Druck im Behälter aufrecht zu erhalten, muß dann der Zufluß der Gase bezw. Dämpfe entsprechend der jederzeitigen Entnahme der Flüssigkeit aus dem Behälter geregelt werden. Denn würde man einen Raum mit Gasen unter Druck mit dem Behälter in freie Verbindung setzen, so würde anfangs der Druck durch das Diffundieren der Dämpfe des Behälterinhaltes in das Gas zunächst steigen, bis der anfängliche Gasdruck sich um den Dampfdruck (welcher dann zum Partialdruck wird) erhöht hat. Bei Entnahme des Behälterinhaltes wird aber der Druck infolge der Ausdehnung der Gase stark abnehmen, wenn man nicht den anfänglichen Gasraum im Verhältnis zum Behälter recht groß macht, was natürlich als ein Nachteil bezeichnet werden müßte. Wird dagegen ein Raum mit einer Flüssigkeit von höherem Dampfdruck anstatt Gase mit dem Behälter in freie Verbindung gesetzt, so wird infolge der Diffusion ebenfalls der Druck zunächst steigen und wird, vorausgesetzt, daß sich die beiden Flüssigkeiten nicht ineinander merklich auflösen, der Summe der Dampfdrücke der beiden Flüssigkeiten gleich werden. Bei der Entnahme des Behälterinhaltes wird infolge der Dampfentwicklung im genannten Räume und des Überströmens der Dämpfe nach dem Behälter der Druck wieder sinken.
Durch folgende Erfindung wird eine selbsttätig gleichbleibende Druckerhöhung im Behälter erzielt. Sie besteht darin, daß in den Dampfraum des Behälters selbst eine sich in dem Behälterinhalt nicht merklich lösende Substanz derart gebracht wird, daß deren Eigendampfdruck bei der Behältertemperatur der erwünschten Druckerhöhung gleich ist, wobei vorausgesetzt ist ist, daß beide Körper eine freie Oberfläche nach dem gemeinsamen Dampfraum behalten. Es findet in kürzester Zeit eine Sättigung des Raumes mit Dämpfen beider Substanzen statt und es stellt sich dann ein Druck gleich der Summe der beiden Dampfdrücke ein. Bei Entnahme des Behälterinhaltes findet ein aisbaldiges Nachverdampfen der beiden Körper statt, so daß der Raum mit Dämpfen gesättigt und der Druck auf derselben Höhe bleibt.
Besteht der Inhalt z. B. aus Schwefligsäureanhydrid (SO2), so kann Pentan (C5 H12) in geringer Menge zugesetzt werden, das bei 36 ° C. siedet und bei dieser Temperatur einen Eigendampfdruck von 1 Atm, absolut hat, so daß der Gesamtdruck sich aus diesem Partialdruck von 1 Atm. und dem Partialdruck von S O2 = 5,6 Atm. zusammen-

Claims (2)

IIOT? setzt, also 6,6 Atm. beträgt. Dieser Druck wird also erhalten mit Hilfe eines Körpers, der für sich keinen Überdruck seines Dampfes ergibt und welcher also leicht zu handhaben und aufzubewahren ist, worin ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt. ■Der zusätzliche Körper kann fest ebensowohl als flüssig sein. Hat er ein höheres spezifisches Gewicht als die zu fördernde ίο Flüssigkeit, so muß er im Dampf raum des Behälters z. B. durch Einbringen in eine dort angebrachte Schale festgehalten werden. Er kann auch, wenn flüssig, in einen porösen oder sonst ihn absorbierenden festen Körper aufgesaugt sein, welcher oben festgehalten wird. Der Zusatzkörper kann wie die zu fördernde Flüssigkeit · aus einem nicht einheitlichen Stoff bestehen, sondern aus einer Lösung mehrerer Körper ineinander. So kann z. B. eine Mischung von Pentan und Hexan verwendet werden, wenn eine geringere Druckerhöhung als die oben genannte erwünscht ist. Es tritt auch die bezweckte Wirkung ein, wenn der Zusatzkörper etwas von dem Behälterinhalte in sich auflöst, wenn dieses nur in begrenztem Maße stattfindet. Anstatt für den anfangs erwähnten Zweck kann die Erfindung z. B. dazu dienen, die Flüssigkeit aus einem Behälter in einen höherliegenden überzudrücken. Pate ν τ-Α ν Sprüche:
1. Verfahren zum Saugen einer in einem Behälter unter ihrem eigenen Dampfdruck eingeschlossenen Flüssigkeit durch Erhöhung des Eigendampfdruckes, dadurch gekennzeichnet, daß in den gleichen Behälter getrennt von der Flüssigkeit ein leicht verdampfender Zusatzkörper eingebracht ist, welcher beim Saugen den Druck auf derselben Höhe erhält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkörper in einen porösen oder sonst ihn absorbierenden festen Körper eingeschlossen ist.
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