DE179752C - - Google Patents

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DE179752C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/08Actuation of distribution members

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bewegung der Auslaßventile an Hochdruckzylindern. Durch diese Vorrichtung wird, wenn der Druck vor dem Kolben in dem einen Zylinder dem Druck im Zylinderdeckel annähernd gleich wird, das Auslaßventil selbsttätig geöffnet, ohne daß diese zusätzliche Belastung, d. i. der zum Öffnen des Ventiles erforderliche Druck, gegen den Kolben ausgeübt
ίο wird.
Fig. ι zeigt im Längsschnitt einen Teil des Hochdruckzylinders bei geschlossenem Ventil, Fig. 2 bei geöffnetem Ventil. Der Hochdruckzylinder ι ist durch den Deckel 2 abgeschlossen; in ersterem bewegt sich der Kolben 3 hin und. her. Der Raum 4 im Zylinderdeckel 2 dient als Druckmittelkammer. In der inneren Wand des Zylinderdeckels befindet sich wie üblich der Ventilsitz 5, auf dem der Ventilteller 6 ruht. Dieser Ventilteller 6 erhält Führung in der Büchse 7, die in der üblichen Weise in der äußeren Wandung des Zylinderdeckels befestigt ist. An, diese Büchse 7 schließt sich ein Bock oder Aufsatz 8 mit einem Stufenzyliiider 9, 10 an. In diesem Stufenzylinder 9, 10 befindet sich ein Stufenkolben 11, 12, der mit der Spindel 13 des Auslaßventiles 6 fest verbunden ist.
Aus dem Innern des Hochdruckzylinders 1 führt ein am Ende desselben sich anschließendes Rohr 14 durch den ■ Zylinderdeckel 2 hindurch in das Innere der Kammer des Zylinders 10; dieses Rohr erstreckt sich bis vor den' Kolben 12, und es kann in dasselbe ein Regelungs-
ventil 15 eingesetzt sein. Ein zweites Rohr 16 führt aus einem Niederdruckbehälter, z. B. einem Zwischenkühler, nach dem Raum im größeren Zylinder 9 und erstreckt sich bis vor den Kolben 11 in der Nähe des äußeren Endes dieses Raumes. Endlich führt ein drittes Rohr 17 aus dem Raum im Hochdruckzylinder 1 kurz vor seinem Ende nach dem Raum in dem größeren Zylinder 9 und mündet in der Nähe des nach einwärts zu gelegenen Endes dieses Raumes.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Bewegt sich der Kolben 3 gegen den Zylinderdeckel 2 hin, so bleibt das Auslaßventil 6 so lange geschlossen, bis der Druck im Zylinder vor dem Kolben 3 dem Druck in der Kammer 4 im Deckel gleich wird. Der Druck im Zylinder überträgt sich durch das Rohr 17 nach dem Raum im größeren Z)dinder 9, wo er hinter dem Kolben ii eintritt. Der Druck im Zylinder wird aber auch durch das Rohr 14 in den vor dem Kolben 12 des kleineren Zylinders 10 liegenden Raum übergeleitet. Gleichzeitig tritt Niederdruck aus dem Zwischenkühler durch das Rohr 16 in den Raum vor dem Kolben 11 des größeren Zylinders · 9 über. Hieraus ergibt sich, daß der Druck des Druckmittels hinter dem Kolben 11 größer ist als der Druck vor dem Kolben 11 und 12 zusammengenommen, so daß in dem Augenblick, wo der vor dem Kolben 3 im Hochdruckzylinder herrschende Druck nahezu dem Druck im Auspuffraum 4 gleich wird, das Druckventil sofort, geöffnet
wird, ohne daß das Druckmittel auf einen sonst für die Ventilerhebung nötigen Druck gebracht zu werden braucht.
In dem Augenblick, wo der Kolben 3 im Hochdruckzylinder über die Mündung des Rohres 17 in dem Zylinder hinwegtritt, steht der Raum hinter dem Kolben 11 im größeren Zylinder 9 mit dem Raum hinter dem Kolben 3 im Hochdruckzylinder in Verbindung. Hierdurch wird der hinter dem Kolben 11 herrschende Druck auf den Zwischenkühlerdruck herabgemindert, wodurch die Vereinigung der Drucke, des Druckes vor dem Kolben 11 und des Hochdruckes vor dem Kolben 12, sofort das Ventil schließt.
Bei der Verwendung der beschriebenen Vorrichtung tritt kein Verlust an Druckmittel dadurch ein, daß es in die Außenluft übertreten kann, da das Rohr 17 nur in den Zwischenkühlerd ruck auspufft, der hinter dem Hochdruckzylinder herrscht, wenn dieses Auspuffen ermöglicht ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Bewegung der Auslaßventile von Hochdruckzylindern, insbesondere solcher von Kompressoren, unter Verwendung von Differentialkolben., wobei die Endräume der Zylinder des' Differentialkolbens mit dem Kompressorzylinder verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Differentialraum durch eine besondere Leitung mit einer .Niederdruckquelle, z. B. mit dem Zwischenkühler der Kompressoranlage in Verbindung steht, um die selbsttätige Bewegung des Auslaßventil es zu unterstützen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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