DE72400C - Druckminder- oder Regelventil - Google Patents
Druckminder- oder RegelventilInfo
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-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/14—Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power
- G05D16/16—Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power derived from the controlled fluid
- G05D16/163—Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power derived from the controlled fluid using membranes within the main valve
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Neuerung an solchen Druckminderventilen,
bei welchen der Eintrittskanal für den Dampf oder das Gas auch bei geschlossenem Ventilkegel
durch eine enge Oeffhung desselben bis an den die Bewegung des Ventils veranlassenden
Kolben oder die Membran gelangen kann.
Die Erfindung selbst ist auf der Zeichnung in drei Ausführungsformen dargestellt.
Die erste dieser Ausführungsformen ist in den Fig. 1 bis 3 in solchen Stellungen der
Einzeltheile veranschaulicht, welche dieselben unter drei verschiedenen Bedingungen einnehmen,
nämlich: im Ruhezustand (Fig. 1), nachdem der Dampf oder das Gas an der
Eingangsseite A1 eingetreten und das Ventil a
geöffnet worden ist, (Fig. 2) und endlich, nachdem der Dampf an der Ausgangsseite A2 genügende
Spannung angenommen und infolge dessen das Ventil α wieder geschlossen hat
(Fig. 3),
Das Ventilgehäuse ist durch die den Sitz für das Ventil α bildende Scheidewand al in
eine Hochdruckkammer A1 und eine Niederdruckkammer A2 zerlegt, welche an die Dampfeintritts-
bezw. Austrittsleitung angeschlossen sind. Der Ventilsteg d3 ist einerseits mit dem
die Bewegung des Ventils veranlassenden Kolben B verbunden, andererseits reicht er in
eine Führung der Verschraubung AB am unteren Ende des Gehäuses A hinein. Der Steg d3 ist
von oben her ausgebohrt und der Hohlraum a° steht durch Querbohrungen d- mit der Hochdruckkammer
Al in Verbindung. Oberhalb des Kolbens B ist eine Scheibe dl befestigt,
von welcher aus ein Zapfen oder Stöpsel d in die Bohrung a° des Ventilkegels hineinreicht,
der für den Eintritt des Dampfes aus der Hochdruckkammer in die oberhalb des Kolbens
B befindliche Kammer b nur einen sehr geringen Durchflufsquerschnitt frei läfst. Von
der letzteren führt ein Kanal di durch die Scheibe d1 und wird oberhalb dieser durch
eine Membran F verschlossen, auf welche der von einer durch Stellschraube f1 gespannten
Feder/3 beeinflufste Stempel /2 einwirkt.
Bei der Stellung Fig. 1 ist das Ventil α geschlossen
und wird durch eine Feder a'2 in dieser Stellung erhalten; der Dampf drängt
sich aus der Hochdruckkammer A1 durch die Querbohrungen d'2 und die Bohrung a° am
Zapfen d vorbei in die Kammer b. Da aber der Austrittskanal d* der letzteren durch die
Membran F geschlossen gehalten wird, so sammelt sich der Dampf in der Kammer b an
und erzeugt oberhalb des Kolbens B eine gewisse Spannung, welche hinreicht, um diesen
abwärts zu bewegen, so dafs das Ventil geöffnet wird und Dampf in die Niederdruckkammer
eintreten kann (Fig. 2), bis die Spannung in der Kammer Äl die gewünschte
Höhe erreicht hat. In diesem Falle vermag auch der durch den Kanal/ in den unterhalb
der Membran gelegenen Raum übergetretene Dampf die Membran F entgegen der Spannung
der Feder/3 nach oben durchzubiegen, so dafs der Kanal d4 freigelegt wird. Dem oberhalb
des Kolbens B, d. h. in der Kammer b, befindlichen hochgespannten Dampf wird also Gelegenheit
gegeben zu entweichen, was zur Folge hat, dafs das Ventil α unter dem Druck
der Feder a2 seinem Sitz genähert wird, so
dafs der Durchfiufs des Dampfes ganz oder meilweise
gehemmt wird (Fig. 3). Sinkt aber die Spannung in der Kammer A- unter eine gewisse
Grenze, so drängt die Feder/3 die Membran F wieder abwärts, der ■ Kanal di
wird abgesperrt, der Dampf sammelt sich wieder in der Kammer b an, der Kolben B
wird abwärts bewegt und das Ventil α geöffnet. Eine Folge hiervon ist, dafs der Dampf
wie vorhin in die Niederdruckkammer A"2 gelangt und bei erreichter Spannung wieder auf
die Membran F in der angegebenen Weise einwirkt.
Bei der durch die Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform sind mit a a1 A A1 A'2 dieselben
Theile bezeichnet, wie bei derjenigen Fig. ι bis 3. Der hohle Steg d3 des Ventils a
ist durch eine Verlängerung α2 des Gehäuses A
nach unten bis in eine Kammer α3 hineingeführt, welche durch eine mit dem Ventilsteg
verbundene Membran B1 in zwei Theile zerlegt wird. In diesem" Falle tritt die Membran
an die Stelle des Kolbens B der vorigen Construction. Der Hochdruckdampf gelangt durch
den ringförmigen Raum zwischen dem Zapfen d der Scheibe άλ und der Wandung der Bohrung
a° im Steg d3 in die untere, mit b bezeichnete
Abtheilung der Membrankammer a 3. Der Kanal di im Zapfen d kann wie bei der
soeben beschriebenen Anordnung mittels einer, ebenfalls von einem Druckstück /2 und einer
Feder /3 beeinflufsten Membran F abgesperrt
werden. Ebenso ist der die Niederdruckkammer A- mit dem Raum unterhalb der
letzteren in Verbindung setzende Kanal / vorhanden. Ein solches Druckminderungsventil
wirkt folgendermafsen.
Nehmen die beweglichen Theile die Stellung Fig. 6 ein und hat die in der Niederdruckkammer
A2 herrschende Spannung den gewünschten
Grad erreicht, so vermag auch der durch den Kanal / unter die Membran F getretene
Dampf diese nach oben durchzubiegen. Auf diese Weise wird der Kanal di freigelegt,
so dafs der am Steg d vorbeiströmende Dampf entweicht, ohne in der Kammer b eine
Spannungserhöhung herbeizuführen. Sobald aber die Spannung in der Kammer A2 bei
gröfserem Dampfverbrauch sinkt, so ist die Feder/3 im Stande, die Membran Fnach unten
zu drängen und den Kanal d* abzusperren. Der durch den engen Spalt um den Zapfen d
herum in die Höhlung des Steges d3, sowie in
den Kanal o?4 und die Abtheilung b fliefsende,
nunmehr am Austritt gehinderte Dampf ruft eine Spannungserhöhung in diesen Hohlräumen
hervor, die Membran -B1 wird nach oben durchgebogen und der Ventilkegel α von
seinem Sitz abgehoben. Aus der Hochdruckkammer A1 kann somit, wie die Fig. 6 erkennen
läfst, Dampf in die Niederdruckkammer A'2 überteten, bis in der letzteren und
der zwischen der Scheibe dl und der Membran F gelegenen Kammer dh die Spannung
genügend gestiegen ist, um ein Abheben dieselr Membran von der Mündung des Kanals di
herbeiführen zu können, worauf der Ventilkegel α sich seinem Sitze nähert.
Bei der Ausführungsform Fig. 7 und 8 ist die Scheibe d1 aufser mit dem in die Bohrung a°
im Stege cP des Ventilkegels α hineinreichenden
Zapfen d mit einem nach oben gerichteten Rohr d® versehen. Um das letztere ist die
Feder /3 und das in diesem Falle ringförmige Druckstück /2 angeordnet. Die Spannung
dieser Feder wird mit Hülfe einer auf dem Gewinde des Rohres de spielenden Mutter /4
bewirkt. Mit der letzteren ist eine Hülse /5 verbunden, welche durch die Stopfbüchse gl
eines in das Gehäuse A hineingeschraubten, gleichzeitig die Scheibe dl festlegenden Stutzens g
hindurchreicht. Der zwischen dieser Stopfbüchse und der Membran F gelegene Hohlraum
steht durch ein Rohr /6 mit der Atmosphäre in Verbindung. An die Stelle des
Kanals / der Anordnungen Fig. 1 bis 3 und 4 bis 6 ist ein Rohr/0 getreten, welches von
oben her Dampf aus der Niederdruckkammer ä2 an die Membran F leitet, um dieselbe bei genügend
hoher Spannung in ■ dieser Kammer gegen die Mündung des Kanals d* zu pressen.
Bei allen diesen Anordnungen strömt der Dampf, welcher auf einen mit dem Ventilkegel
verbundenen Kolben oder eine ebensolche Membran einwirken und auf diese Weise ein
Offenhalten des Ventils veranlassen soll, -so lange nicht dieser Dampf infolge des Erreichens
einer gewissen Spannung in der Niederdruckkammer und dadurch verursachten Freilegens
des Auslasses für denselben entweicht, durch einen im Ventilkegel selbst angeordneten äufserst'
feinen Kanal, welcher sish ebenso leicht herstellen wie reinigen läfst;
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Druckminder- oder Regelventil, gekennzeichnet durch die Anordnung eines im Ventilgehäuse feststehenden Zapfens d, welcher mit gering bemessenem Spielraum in die axiale Bohrung a° des mit dem Kolben B bezw. der Membran B1 verbundenen Ventilkegels α reicht, zu dem Zwecke, auch bei geöffnetem Ventil eine Drosselung des durch die Bohrung a° vom Hochdruck- nach dem Niederdruckraum strömenden Dampfes oder Gases herbeizuführen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72400C true DE72400C (de) |
Family
ID=345625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72400D Expired - Lifetime DE72400C (de) | Druckminder- oder Regelventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72400C (de) |
-
0
- DE DENDAT72400D patent/DE72400C/de not_active Expired - Lifetime
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