DE1792060B2 - Vorrichtung zum kontinuierlichen druckdichten hindurchfuehren von gewebebahnen durch einlass- bzw. auslassoeffnungen einer daempfkammer - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen druckdichten hindurchfuehren von gewebebahnen durch einlass- bzw. auslassoeffnungen einer daempfkammerInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen druckdichten Hindurchführen von Gewebebahnen
durch Einlaß- bzw. Auslaßöffnungen einer Dämpfkammer, bestehend aus einem Zu- bzw. Abführwalzenpaar
mit elastischen Mantelflächen, das entweder mittelbair über mit Abstand voneinander angeordnete
Dichtwalzen mit harten Mantelflächen oder unmittelbar mit einem mit der Wand der Dampfkammer
verbundenen Dichtungskörper in abdichtender Berührung steht, wobei Abdichtungsplatten dem Dichtkörper
und stirnseitig axial anpreßbar den Walzen zugeordnet sind.
Eine derartige Dichtungsvorrichtung ist durch die DT-AS 11 27 314 bekannt, bei der das Abdichten der
Dichtwalzen gegenüber der Dämpfkammer durch Zungen erfolgt, deren Spitzen sich an die Dichtwalzen anlegen.
Die Abdichtung der Stirnflächen der Walzen erfolgt durch Dichtplatten, die durch Federn gegen die
Stirnflächen der Walzen gedrückt werden, um einen gleichmäßigen Anpreßdruck zu erzielen. Diese Dichtplatten drücken nicht nur gegen die Stirnflächen der
rotierenden Walzen, sondern auch gegen die Stirnflächen der feststehenden Zungen. Infolge der Reibung an ho
den rotierenden Stirnflächen der Walzen unterliegen die Dichtplatten an den Reibungsflächen einer Abnutzung,
die aber an den Stirnflächen der feststehenden Zungen nicht eintritt. Es entsteht im Verlauf der Abnutzung
ein Spalt, der den beabsichtigten Dichtungseffekt nicht wirksam werden läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß durch Abnutzung ein den Dichtungseffekt verhindernder Spalt nicht eintritt.
Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß die Abdichtungsplatten an seitlichen zylindrischen
Fortsätzen des Dichtungskörpers axial verschiebbar geführt sind.
Durch die Erfindung wird der technische Fortschritt erzielt, daß durch die axial verschiebbare Führung der
Abdichtungsplatten an den seitlichen zylindrischen Fortsätzen des Dichtungskörpers die Abdichtungsplatten
nur mit den Stirnflächen der Walzenpaare in Berührung stehen, so daß durch Nachstellen der Abdichtungsplatten
diese Abnutzung ausgeglichen werden und ein den Dichtungseffekt verhindernder Spalt nicht
entstehen kann.
Zur axial verschiebbaren Führung können die Abdichtungsplruen
mit einer zylindrischen öffnung das zylinderförmige Ende des Dichtungskörpers mit Spiel
umfassen und an die obere Fläche des Dichtungskörpers durch Stellschrauben angedrückt werden, die an
Vorsprüngen des Dichtungskörpers mit Abstand unterhalb der horizontalen Mittelebene des Dichtungskörpers
angreifen.
Un den durch die Reibung auftretenden Verschleiß von den kostspieligen Walzenpaaren fernzuhalten und
auf die leicht austauschbaren Abdichlungsplatten zu beschränken, sind die elastischen Mantelflächen des
Zu- bzw. Abführwalzenpaares in den stirnseitigen Bereichen mit einem abriebfesten Werkstoff versehen, der
selbstschmierende Eigenschaften aufweist. Als Werkstoff eignet sich insbesondere ein solcher, der üblicherweise
für Laufdichtungen Verwendung findet.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsformen näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Abdichtungsvorrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-H' der Fig- I.
F i g. 3 einen Längsschnitt durch die Einrichtung zum Andrücken der Abdichtungsplatten an die Stirnflächen
der Waken,
Fig. 4a und 4b eine Ansicht der Einrichtung nach
F i g. 3 nach der Linie Y- Y,
F i g. 5 i g. 5 einen Teillängsschnitt durch eine Walze mit weicher Walzfläche,
F i g. 6 eine Vorder- bzw. Seiteiunsicht einer weiteren
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abdichtungsvorrichtung.
In den F i g. 1 und 2 ist mit der Bezugsziffer 1 der Walzmantel der Zu- bzw. Abführwalzen, hergestellt aus
einem weichen Werkstoff, wie Weichgummi od. dgl., bezeichnet, welcher einen Walzenkörper 2 abdeckt, der
von einer Welle 4 getragen ist. Mit der Bezugsziffer 3 ist ein Hohlraum zur Aufnahme einer Kühlflüssigkeit
bezeichnet, die über eine Axialbohrung 5 und einen Durchlaß 6 stirnseitig zu- bzw. abgeführt wird.
Mit der Bezugsziffer 7 ist der Walzmantel der Dichtwalzen, hergestellt aus einem harten Werkstoff, wie
Hartgummi, rostfreier Stahl od. dgl. bezeichnet, der von einer Welle 9 getragen wird. Mit 8 ist ein Hohlraum zur
Aufnahme einer Kühlflüssigkeit bezeichnet, die auch hier wiederum über eine Axialbohrung 10 und einen
Durchlaß 11 stirnseitig zu- bzw. abgeführt wird.
Mit 15 ist eine biegsame Membran bezeichnet, die jeweils gegenüber den öffnungen der Dampfkammer
18 mittels Flanschen 16 festgelegt wird. Im Kantenbereich einer öffnung 20 dieser Membran 15 ist ein Dichtungskörper
14 festgelegt und zwar mittels Flanschen
17. Der Dichtungskörper 14 ist im Querschnitt quadraisch,
er besitzt in seinem oberen Bereich eine halbcreisförmige
Oberfläche und seine beidseitigen Fortsätze 21 sind zylinderförmig ausgebildet. In der Ober-'läche
dieses Dichtungskörpers 14 münde: ein Schlitz 22, welcher sich nach unten erweiter und in der öffnung
20 der Membran 15 bzw. der Dampfkammer 18 mündet. Dieser Schlitz 22 dient dem Hindurchführen
des zu behandelnden Gewebes.
Mit der Bezugsziffer 12 sind in die Oberflache des Dichtungskörpers 14 eingelassene Dichtungen bezeichnet,
welche aus einem Werkstoff hergestellt sind, der selbstschmierende Eigenschaften besitzt. In jeder Dichtung
12 ist eine Nut 13 eingelassen, welche gegebenenfalls
ein Schmiermittel aufnehmen kann.
Insbesondere die F i g. 2 läßt erkennen, daß oberhalb des Dichtungskörpers 14 ein Paar der vorbeschriebenen
Dichtungswalzen mit hartem Walzmantel 7 angeordnet ist und daß jede dieser Dichtungswalzen mit
dem Dichtungskörper 14 im Bereich einer Dichtung 12 in Berührung steht. Im Gegensatz zu diesen Dichtungswalzen mit harter Walzfläche, welche einen Abstand
voneinander einhalten, stehen die mit diesen Dichtungswalzen in Berührung stehenden Walzen mit weichem
Walzmantel auch untereinander in Berührung und zwar erkennbar in der lotrechten Mittelebene der
Vorrichtung.
Die Vorrichtung wird w-rvollständigt durch seitliche
Abdichtungsplatten 19, welche an die Stirnflächen der Walzen angedrückt sind und den Raum 39 zwischen
den Walzen und dem Dichtungskörper 14 seitlich abschließen. In F i g. 2 ist noch durch Pfeile angedeutet, in
welcher Richtung das zu behandelnde Gewebe in die bzw. aus der Dampfkammer ein- bzw. herausgeführt
wird.
Die Abdichtungsvorrichtung übt nun eine mehrfache Abdichtungswirkung aus. Eine erste Abdichtung ist
durch die Berührung des Dichtungskörpers 14 bzw. deren Dichtungen 12 mit dem harten Walzenmantel 7 gegeben.
Eine zweite Abdichtung ist durch die Berührung des harten Walzenmantels 7 mit dem weichen Walzenmantel
1 gegeben und eine weitere Abdichtung ist durch die Berührung der weichen Walzenmantel 1 untereinander
gegeben. Seitlich erfolgt die Abdichtung mittels der Abdichtungsplatten 19, welche mit den
Stirnflächen der Walzen in Berührung stehen.
Die F i g. 3 zeigt die Einrichtung 2um Andrücken der Abdichtungsplatten 19 an die Stirnflächen der Walzen.
Die seitliche Abdicliiungsplaite 19 ist über einen Ausgleicher
43 mit der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders 44 verbunden. Auf diese Art und Weise wird die
Abdichtungsplatte 19 an die Stirnflächen der Walzen und auch an den Dichtungskörper 14 angedrückt. Diese
Andrückung und die Form der Abdichtungsplaiten 14 ist insbesondere aus F i g. 4 erkennbar. Aus dieser Figur
ist weiterhin erkennbar, daß die Abdichtungsplatte 19, welche in einer öffnung das zylinderförmige Ende des
Dichtungskörpers 14 aufnimmt, mittels einer linken und einer rechten Stellsehraube 45 ausrichtbar und an die
Oberfläche des Dichtungskörpers 14 andrückbar ist. Die Stellschrauben 45 greifen an Vorsprüngen der Abdichtungsplatte
19 in einem Abstand χ unterhalb der horizontalen Mittelebcne des Dichtungskörpers an.
Aus F i g. 4b ist in diesem Zusammenhang erkennbar, daß der Durchmesser d\ des Dichtungskörpers 14 kleiner
ist als der Durchmesser d: der öffnung der Abdichtungsplatte
19.
F i g. 5 läßt erkennen, daß die Walzen, beispielsweise die Walze mit einem weichen Walzenmantel 1, stirnseitig
mit einem Körper 46 einer Länge 1 versehen sind, der aus einem abriebfesten Werkstoff deshalb hergestellt
ist, weil er in Berührung mit der Abdichtungsplatte 19 steht.
In der Ausführungsform gemäß F i g. 6 sind nur Walzen
mit einem weichen Walzmantel 206 206' vorgesehen, die untereinander und mit dem Dichtungskörper
207 in Berührung stehen. Dieser Dichtungskörper 207 ist wie bei der beschriebenen Ausführunpsform nach
den F i g. 1 bis 5 über eine biegsame Membran 209 mit
der Kammeröffnung verbunden. Auch hier wird wiederum
die Membran 209 durch Flansche 210 gegenüber der Öffnung der Kammer 201 festgelegt. Die Durchtrittsöffnung
des Dichtungskörpers 207 ist mit der Bc /ugsziffer 212 und die Dichtungen sind mit der Bezugsziffer
207' und die Abdichtplatten mit den Be/ugszif fern 208, 208' bezeichnet.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen druckdichten Hindurchführen von Gewebebahnen durch Einlaß-
bzw. Auslaßöffnungen einer Dampfkammer, bestehend aus einem Zu- bzw. Abführwalzenpaar mit elastischen
Mantelflächen, das entweder mittelbar iber mit Abstand voneinander angeordnete Dichtwalzen
mit harten Mantelflächen oder unmittelbar ■lit einem mit der Wand der Dampfkammer verbundenen
Dichtungskörper in abdichtender Berührung steht, wobei Abdichtungsplatten dem Dichtkörper
und stirnseitig axial anpreßbar den Walzen lugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdichtungsplatten (19, 208) an seitlichen xylindrischen Fortsätzen des Dächtungskörpers (14,
207) axial verschiebbar geführt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtungsplatten (19, 208) mit
einer öffnung (ώ)das zylinderförmige Ende (diodes
Dichtungskörpers (t4, 207) mit Spiel umfassen und an die obere Fläche des Dichtungskörpers (14, 207)
durch Stellschrauben (45) andrückbar sind, die an Vorsprüngen des Dichtungskörpers (14, 207) mit
Abstand unterhalb der horizontalen Mittelebene des Dichtungskörpers (14,207) angreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Mantelflächen
des Zu- bzw. Abführwalzenpaares (1, 2, 4, 206) in den stirnseitigen Bereichen mit einem abriebfesten
und selbstschmierende Eigenschaften aufweisenden Werkstoff versehen sind.
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Publications (3)
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