DE178951C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE178951C DE178951C DENDAT178951D DE178951DA DE178951C DE 178951 C DE178951 C DE 178951C DE NDAT178951 D DENDAT178951 D DE NDAT178951D DE 178951D A DE178951D A DE 178951DA DE 178951 C DE178951 C DE 178951C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- milk
- hydrogen peroxide
- germ
- centrifuge
- cream
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N Hydrogen peroxide Chemical compound OO MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 29
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 claims description 12
- 239000008267 milk Substances 0.000 claims description 12
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 claims description 12
- 239000006071 cream Substances 0.000 claims description 11
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 9
- 231100000614 poison Toxicity 0.000 claims description 9
- 239000002574 poison Substances 0.000 claims description 9
- 230000001954 sterilising effect Effects 0.000 claims description 5
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 2
- 235000020183 skimmed milk Nutrition 0.000 description 5
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 4
- 235000014121 butter Nutrition 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 230000036512 infertility Effects 0.000 description 3
- 244000052616 bacterial pathogen Species 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 2
- 239000003053 toxin Substances 0.000 description 2
- 231100000765 toxin Toxicity 0.000 description 2
- 235000008939 whole milk Nutrition 0.000 description 2
- 241000792859 Enema Species 0.000 description 1
- 241000854350 Enicospilus group Species 0.000 description 1
- 238000005119 centrifugation Methods 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 239000007920 enema Substances 0.000 description 1
- 229940095399 enema Drugs 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000004659 sterilization and disinfection Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B11/00—Preservation of milk or dairy products
- A23B11/10—Preservation of milk or milk preparations
- A23B11/18—Preservation of milk or milk preparations by addition of preservatives
- A23B11/182—Inorganic compounds, e.g. lactoperoxidase - H2O2 systems
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Dairy Products (AREA)
- Confectionery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 e. GRUPPE
in STOCKHOLM.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
Beim Sterilisieren von Flüssigkeiten durch Mischen mit einem oder mehreren leicht zerlegbaren
Keimgiften ist es nicht nur zur Zeitersparnis, sondern auch zur Erreichung voller
Sterilität von Bedeutung, daß die Mischling in kürzester Zeit so innig wie möglich wird, mit
anderen Wotten, daß das Keimgift mit sämtlichen in der Flüssigkeit verbreiteten Keimen
in möglichst kurzer Zeit in Berührung gebracht wird. Besonders gilt dies beim Sterilisieren von
Milch und Rahm durch Wasserstoffsuperoxyd, wobei eine verhältnismäßig geringe Menge Keimgift
mit einem großen Flüssigkeitsvolumen gemischt werden soll.
Nach vorliegender Erfindung wird das beste
Resultat erreicht, wenn das Mischen in einer Zentrifuge bezw. auf dem Regulierschwimmer
einer solchen vorgenommen wird.
Wie bekannt, fließt die Milch in dünner Schicht über die Oberfläche eines im Einlauf topf
befindlichen Schwimmers in die Zentrifuge o. dgl.
Durch einen schon hier stattfindenden Zusatz
von Wasserstoffsuperoxyd oder wenigstens eines Teiles desselben, z. B. in Form von feinen
Strahlen, die von einem oberhalb des Schwimmers und konachsial mit demselben angebrachten
durchlochten Ringrohr, das mit einem Meßgefäß . oder einem anderen Behälter in Verbindung
steht, herabrieseln, erreicht man schon bei der Einführung der Milch in die Zentrifuge
eine vortreffliche Mischung mit dem Keimgift. Man kann hierbei deutlich beobachten, wie die
feinen Wasserstoffsuperoxydstrahlen, wenn sie die dünne Milchschicht treffen, sich auf dieser in
Form einer noch dünneren Schicht ausbreiten, die später von der Milch sozusagen aufgesaugt,
also mit ihr innig vermischt wird. Da nun also die Milch schon bei der Einführung in die Zentrifuge
mit dem.Keimgift innig gemischt ist, so ist es leicht ersichtlich, daß auch bei Verwendung
einer großen Anzahl Lamellen in der Zentrifuge jeder Zwischenraum, d.h. jede Flüssigkeitsschicht, eine genügende Menge Keimgift erhalten
wird,, dessen Moleküle infolge der ununterbrochenen Bewegung der Flüssigkeitsteilchen in
verschiedenen Richtungen wiederholt in Berührung mit event, vorhandenen Keimen kommen
müssen.
Praktische Versuche haben auch ergeben, daß das vorliegende Verfahren nicht nur eine vollständige
und intensive Mischung ermöglicht, sondern auch in hohem Grade, im Vergleich zu dem bekannten Verfahren, durch Umrührer in
stillstehenden Gefäßen zu mischen, zeitersparend ist. Hierzu kommt noch, daß die Milch, wie sie
von den Landgütern geliefert wird, meistens so
stark verunreinigt ist, daß sie, um als nicht nur sterile, sondern auch von fremden Bestandteilen
freie Ware bezeichnet werden zu können, besonderen Reinigungsprozessen unterworfen werden
muß. Da diese Reinigung zweckmäßig durch Zentrifugieren der Milch bewerkstelligt
wird, also gleichzeitig mit deren Mischen mit dem Keimgift, so ist leicht ersichtlich, daß das
vorliegende Verfahren eine große Zeitersparnis
ίο ergibt, die selbstverständlich mit Rücksicht auf
solche Milch noch erhöht wird, die zur Gewinnung von Rahm oder Butter geschleudert werden soll.
In diesem Falle geschieht auch die Scheidung und das Buttern gleichzeitig mit dem Mischen
und der Reinigung.
Versuche bei Verwendung von 3 Prozent Wasserstoffsuperoxydlösung haben gezeigt, daß
diese in der Zentrifuge sich derart verhält, daß ein Teil dem Rahm und ein anderer Teil der
Magermilch folgt, so daß beide wie auch die aus dem Rahm erhaltene Butter steril werden.
Würde es sich aber herausstellen, daß z. B.
bei Verwendung eines anderen Keimgiftes oder bei erhöhter Geschwindigkeit dem Rahm oder
der Magermilch zu viel Keimgift beigemischt wird, so wird dies bei dem Wiedermischen zu
Vollmilch, das ohne Zeitverlust in der Zentrifuge z. B. durch einen sogenannten Mischungsdeckel vorgenommen werden kann, aufgehoben.
Bekanntlich erfordert der Rahm verhältnismäßig mehr Wasserstoffsuperoxyd als die Magermilch.
Beim Ausnehmen des Rahmes für sich kann man daher zweckmäßig derart verfahren, daß auf
dem Schwimmer nur so viel Wasserstoffsuperoxyd zugesetzt wird, wie zur Keimfreimachung
der Magermilch erforderlich ist. Das zur Keimfreimachung des Rahmes erforderliche Wasserstoffsuperoxyd
wird dann in dem Rahmraum (Butterraum) der Zentrifuge zugesetzt, wo die lebhafte Bewegung, die durch die aus dem Schälrohr
herausgeschleuderten Flüssigkeitsstrahlen hervorgerufen wird, selbstverständlich sehr geeignet
ist, das Mischen zu begünstigen.
Nach dem schwedischen Patent 16925 muß B u d d e die Milch bis zu 50° C. oder in jedem
Falle wenigstens bis zu 400C. erwärmen, um
durch Wasserstoffsuperoxyd volle Sterilität zu erreichen. Es sei daher hervorgehoben, daß bei
dem vorliegenden Verfahren Sterilität durch Wasserstoffsuperoxyd schon bei Temperaturen, So
welche niedriger als 40 ° C. sind, erreicht wird, ohne den Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd vergrößern
zu müssen, wonach anzunehmen ist, daß das Zentrifugieren das Sterilisieren in Gegenwart
von Wasserstoffsuperoxyd begünstigt. Dies kann eigentümlich erscheinen, dürfte aber seine
Erklärung in dem außerordentlich hohen Druck finden, welchem die Flüssigkeit in der Zentrifuge
ausgesetzt ist. Dieser Druck bringt die Teilchen in weit innigere Berührung miteinander,
als wenn das Mischen, wie bereits bekannt, in einem stillstehenden Behälter mittels eines
kräftig wirkenden Rührers geschieht. Abgesehen von der innigeren Mischung ist die durch
die Zentrifuge gegenüber einem Rührer erzielte bessere Wirkung anscheinend noch darauf zurückzuführen,
daß das Wasserstoffsuperoxyd in der Zentrifuge in Berührung mit abgeschiedenem Rahm kommt und dieser eine kräftigere zerlegende
Wirkung auf Wasserstoffsuperoxyd 7^ ausübt als Vollmilch oder Magermilch, eine Tatsache,
die in den letzten Jahren konstatiert worden ist.
Man erreicht also durch das vorliegende Verfahren außer dem Sterilisieren der Milch sowie
des Rahmes u. dgl.
ι. die gleichzeitige Reinigung des Produktes,
2. eine erhebliche Zeitersparnis, .
3. einen wesentlich besseren Effekt, der ermöglicht, bei Verwendung von Wasserstoffsuperoxyd
bei Temperaturen unter 40 ° C. arbeiten zu können,
4. ein sehr vereinfachtes Arbeitsverfahren.
Claims (2)
1. Verfahren zum Sterilisieren von Flüssigkeiten, besonders von Milch und Rahm,
mittels Wasserstoffsuperoxyds oder eines anderen Keimgiftes, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mischen der Flüssigkeit mit dem Keimgift in einer Zentrifuge geschieht.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Keimgift oder ein Teil desselben in dem Augenblick zugesetzt wird, in welchem die
Flüssigkeit in dünner Schicht die Oberfläche des Regulierschwimmers passiert.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE178951C true DE178951C (de) |
Family
ID=443299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT178951D Active DE178951C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE178951C (de) |
-
0
- DE DENDAT178951D patent/DE178951C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69628639T2 (de) | Verfahren zur verringerung des gehaltes an sterol und freien fettsäuren in tierischem fett | |
| DE1619859B2 (de) | Verfahren zum verhindern und/oder vermindern der schaumbildung in waesserigen systemen | |
| DE1692323A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kaeseteig | |
| DE69110856T2 (de) | Verfahren zum extrahieren von nebenfettverbindungen aus einer substanz biologischer herkunft. | |
| DE178951C (de) | ||
| CH679546A5 (de) | ||
| DE2913132A1 (de) | Verfahren zur durchfuehrung und regelung von chemischen bzw. bio-chemischen prozessablaeufen in zwei oder mehreren hintereinandergeschalteten reaktionsstufen oder becken | |
| CH615894A5 (de) | ||
| DE912806C (de) | Einrichtung zur Behandlung eines Gutes mit einer Fluessigkeit unter Anwendung einer Beschallung, insbesondere fuer Zwecke des Waschens und Reinigens | |
| DE831734C (de) | Verfahren zum beschleunigten und kontinuierlichen Ausschleifen von Seife | |
| CH669185A5 (de) | Verfahren zum aufbereiten von fluessigkeiten. | |
| DE398058C (de) | Erwaermung von Schwimmfluessigkeiten bei Schwimmverfahren | |
| DE69724364T2 (de) | Verfahren zur Fraktionierung von roten Blutzellen, und so hergestellte antibakterielle Wirkstoffe oder bakterielle Fortpflanzungshemmstoffe | |
| DE4400721A1 (de) | Fruchtsaftgetränke, insbesondere Sanddornbeerensaft enthaltende Getränke und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE642958C (de) | Verfahren zur Herstellung leicht verdaulicher und aufrahmfaehiger Milch | |
| DE732742C (de) | Verfahren zum kontinuierlichen Waschen von Trinitrotoluol | |
| DE677062C (de) | Verfahren zur Entsaeuerung, Farb-, Geruch- und Geschmacklosmachung von OElen bzw. Fetten | |
| DE360928C (de) | Verfahren zur Gewinnung der Bestandteile von Emulsionen aus Fluessigkeiten | |
| DE639596C (de) | Verfahren zum Reinigen von Nahrungsmitteln | |
| DE633230C (de) | Verfahren zur Herabsetzung des Saeuregehaltes von Butter | |
| DE688591C (de) | Verfahren zur Herstellung von haltbaren Phosphatid-Malzextrakt-Emulsionen | |
| DE1911862A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung eines standardisierten,therapeutisch hochaktiven Petasites-Extraktes mit einem Gehalt von 50 bis 55% an genuinem Petasin | |
| DE659817C (de) | Verfahren zur Herstellung eines sich nicht absetzenden bzw. nicht aufrahmenden Gemisches von Fluessigkeiten, z. B. Fruchtsaeften, und in ihnen unloeslichen Pflanzen- oder Fruchtfeststoffen | |
| DE2157033C3 (de) | Verfahren zum Entschäumen wäßriger Systeme | |
| AT25509B (de) | Verfahren zur Herstellung möglichst vollkommen homogenisierter Fettemulsionen. |