DE178951C - - Google Patents

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DE178951C
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milk
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/18Preservation of milk or milk preparations by addition of preservatives
    • A23B11/182Inorganic compounds, e.g. lactoperoxidase - H2O2 systems

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 e. GRUPPE
in STOCKHOLM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
Beim Sterilisieren von Flüssigkeiten durch Mischen mit einem oder mehreren leicht zerlegbaren Keimgiften ist es nicht nur zur Zeitersparnis, sondern auch zur Erreichung voller Sterilität von Bedeutung, daß die Mischling in kürzester Zeit so innig wie möglich wird, mit anderen Wotten, daß das Keimgift mit sämtlichen in der Flüssigkeit verbreiteten Keimen in möglichst kurzer Zeit in Berührung gebracht wird. Besonders gilt dies beim Sterilisieren von Milch und Rahm durch Wasserstoffsuperoxyd, wobei eine verhältnismäßig geringe Menge Keimgift mit einem großen Flüssigkeitsvolumen gemischt werden soll.
Nach vorliegender Erfindung wird das beste
Resultat erreicht, wenn das Mischen in einer Zentrifuge bezw. auf dem Regulierschwimmer einer solchen vorgenommen wird.
Wie bekannt, fließt die Milch in dünner Schicht über die Oberfläche eines im Einlauf topf
befindlichen Schwimmers in die Zentrifuge o. dgl.
Durch einen schon hier stattfindenden Zusatz
von Wasserstoffsuperoxyd oder wenigstens eines Teiles desselben, z. B. in Form von feinen Strahlen, die von einem oberhalb des Schwimmers und konachsial mit demselben angebrachten durchlochten Ringrohr, das mit einem Meßgefäß . oder einem anderen Behälter in Verbindung steht, herabrieseln, erreicht man schon bei der Einführung der Milch in die Zentrifuge eine vortreffliche Mischung mit dem Keimgift. Man kann hierbei deutlich beobachten, wie die feinen Wasserstoffsuperoxydstrahlen, wenn sie die dünne Milchschicht treffen, sich auf dieser in Form einer noch dünneren Schicht ausbreiten, die später von der Milch sozusagen aufgesaugt, also mit ihr innig vermischt wird. Da nun also die Milch schon bei der Einführung in die Zentrifuge mit dem.Keimgift innig gemischt ist, so ist es leicht ersichtlich, daß auch bei Verwendung einer großen Anzahl Lamellen in der Zentrifuge jeder Zwischenraum, d.h. jede Flüssigkeitsschicht, eine genügende Menge Keimgift erhalten wird,, dessen Moleküle infolge der ununterbrochenen Bewegung der Flüssigkeitsteilchen in verschiedenen Richtungen wiederholt in Berührung mit event, vorhandenen Keimen kommen müssen.
Praktische Versuche haben auch ergeben, daß das vorliegende Verfahren nicht nur eine vollständige und intensive Mischung ermöglicht, sondern auch in hohem Grade, im Vergleich zu dem bekannten Verfahren, durch Umrührer in stillstehenden Gefäßen zu mischen, zeitersparend ist. Hierzu kommt noch, daß die Milch, wie sie von den Landgütern geliefert wird, meistens so
stark verunreinigt ist, daß sie, um als nicht nur sterile, sondern auch von fremden Bestandteilen freie Ware bezeichnet werden zu können, besonderen Reinigungsprozessen unterworfen werden muß. Da diese Reinigung zweckmäßig durch Zentrifugieren der Milch bewerkstelligt wird, also gleichzeitig mit deren Mischen mit dem Keimgift, so ist leicht ersichtlich, daß das vorliegende Verfahren eine große Zeitersparnis
ίο ergibt, die selbstverständlich mit Rücksicht auf solche Milch noch erhöht wird, die zur Gewinnung von Rahm oder Butter geschleudert werden soll. In diesem Falle geschieht auch die Scheidung und das Buttern gleichzeitig mit dem Mischen und der Reinigung.
Versuche bei Verwendung von 3 Prozent Wasserstoffsuperoxydlösung haben gezeigt, daß diese in der Zentrifuge sich derart verhält, daß ein Teil dem Rahm und ein anderer Teil der Magermilch folgt, so daß beide wie auch die aus dem Rahm erhaltene Butter steril werden.
Würde es sich aber herausstellen, daß z. B.
bei Verwendung eines anderen Keimgiftes oder bei erhöhter Geschwindigkeit dem Rahm oder der Magermilch zu viel Keimgift beigemischt wird, so wird dies bei dem Wiedermischen zu Vollmilch, das ohne Zeitverlust in der Zentrifuge z. B. durch einen sogenannten Mischungsdeckel vorgenommen werden kann, aufgehoben.
Bekanntlich erfordert der Rahm verhältnismäßig mehr Wasserstoffsuperoxyd als die Magermilch. Beim Ausnehmen des Rahmes für sich kann man daher zweckmäßig derart verfahren, daß auf dem Schwimmer nur so viel Wasserstoffsuperoxyd zugesetzt wird, wie zur Keimfreimachung der Magermilch erforderlich ist. Das zur Keimfreimachung des Rahmes erforderliche Wasserstoffsuperoxyd wird dann in dem Rahmraum (Butterraum) der Zentrifuge zugesetzt, wo die lebhafte Bewegung, die durch die aus dem Schälrohr herausgeschleuderten Flüssigkeitsstrahlen hervorgerufen wird, selbstverständlich sehr geeignet ist, das Mischen zu begünstigen.
Nach dem schwedischen Patent 16925 muß B u d d e die Milch bis zu 50° C. oder in jedem Falle wenigstens bis zu 400C. erwärmen, um durch Wasserstoffsuperoxyd volle Sterilität zu erreichen. Es sei daher hervorgehoben, daß bei dem vorliegenden Verfahren Sterilität durch Wasserstoffsuperoxyd schon bei Temperaturen, So welche niedriger als 40 ° C. sind, erreicht wird, ohne den Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd vergrößern zu müssen, wonach anzunehmen ist, daß das Zentrifugieren das Sterilisieren in Gegenwart von Wasserstoffsuperoxyd begünstigt. Dies kann eigentümlich erscheinen, dürfte aber seine Erklärung in dem außerordentlich hohen Druck finden, welchem die Flüssigkeit in der Zentrifuge ausgesetzt ist. Dieser Druck bringt die Teilchen in weit innigere Berührung miteinander, als wenn das Mischen, wie bereits bekannt, in einem stillstehenden Behälter mittels eines kräftig wirkenden Rührers geschieht. Abgesehen von der innigeren Mischung ist die durch die Zentrifuge gegenüber einem Rührer erzielte bessere Wirkung anscheinend noch darauf zurückzuführen, daß das Wasserstoffsuperoxyd in der Zentrifuge in Berührung mit abgeschiedenem Rahm kommt und dieser eine kräftigere zerlegende Wirkung auf Wasserstoffsuperoxyd 7^ ausübt als Vollmilch oder Magermilch, eine Tatsache, die in den letzten Jahren konstatiert worden ist.
Man erreicht also durch das vorliegende Verfahren außer dem Sterilisieren der Milch sowie des Rahmes u. dgl.
ι. die gleichzeitige Reinigung des Produktes,
2. eine erhebliche Zeitersparnis, .
3. einen wesentlich besseren Effekt, der ermöglicht, bei Verwendung von Wasserstoffsuperoxyd bei Temperaturen unter 40 ° C. arbeiten zu können,
4. ein sehr vereinfachtes Arbeitsverfahren.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Sterilisieren von Flüssigkeiten, besonders von Milch und Rahm, mittels Wasserstoffsuperoxyds oder eines anderen Keimgiftes, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischen der Flüssigkeit mit dem Keimgift in einer Zentrifuge geschieht.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Keimgift oder ein Teil desselben in dem Augenblick zugesetzt wird, in welchem die Flüssigkeit in dünner Schicht die Oberfläche des Regulierschwimmers passiert.
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