DE178185C - - Google Patents

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DE178185C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/10Production of fats or fatty oils from raw materials by extracting

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 178185 KLASSE 23«. GRUPPE
HERMANN KIRCHNER in SPROTTAU.
fetthaltiger Stoffe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. April 1904 ab.
Bei der Entfettung und gleichzeitigen Trocknung von Knochen oder anderen fetthaltigen Stoffen leitet man die Dämpfe von Benzin oder von einem anderen Lösungsmittel durch die mit diesem Material gefüllten Behälter. Diese mischen sich dabei mit dem von der Feuchtigkeit des Materials herrührenden Wasserdampf mit Luft und anderen während des Entfettungsprozesses
ίο entstehenden unkondensierbaren Gasen. Die Trennung des Benzins vom Wasser geschieht in einem geschlossenen Wasserscheider, nachdem — entsprechend Patent 150264 — das Gasgemisch in einem Röhrsystem mindestens so weit gekühlt worden ist, daß es seine Spannung über den Druck der Atmosphäre verloren hat. Das hierdurch gewonnene reine und heiße Benzin gelangt von neuem zur Verdampfung, wo-
ao durch der Entfettungs- und Trocknungsprozeß fortgesetzt wird.
Ein Mangel dieses Verfahrens liegt darin, daß die Entleerung der Kühlschlange von den gebildeten flüssigen Produkten nur je einmal und so spät nach deren Bildung erfolgen kann, daß dadurch notwendig eine nutzlose Abkühlung eintritt.
Nach vorliegender Erfindung ist die Ableitung der flüssigen Produkte in möglichst heißem Zustand von zahlreichen Punkten der Kühlschlange aus dadurch möglich, daß die Einleitung in den Wasserscheider nicht über dem Flüssigkeitsspiegel, sondern so tief darunter erfolgt, daß die Flüssigkeitssäule nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren zwar den Eintritt der tropfbar flüssigen gestattet, aber den Eintritt der gasförmigen verhindert.
Da hiermit das Lösungsmittel früher der Kühlschlange entzogen wird, so kann es auch heißer als bisher gewonnen werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist eine Entfettungsanlage der bekannten und der hier beschriebenen Art in Fig. 1 und 2 bezw. Fig. 3 und 4 schematisch dargestellt.
Bei dem durch Patent 150264 geschützten Verfahren traten die aus dem Extraktor a (Fig. ι uhd 2) entweichenden Dämpfe des Lösungsmittels, beladen mit Wasserdämpfen, aus dem Material, mit Überdruck durch das Rohr b in die Kühlschlange. Hierbei konnte erst im Punkte h, wo der Überdruck gleich Null geworden ist, die Einleitung der flüssigen Produkte in den Wasserscheider geschehen, während die Gase ihren Weg durch das Rohr i in der Kühlschlange fortsetzten. Die Mündung des Einleitrohres ν lag über dem Spiegel des Lösungsmittels, welches durch ein Rohr t in das Reservoir u fließt; dadurch wurde die Luft aus dem Reservoir u verdrängt und um ihr Abströmen zur Verhütung von Überdruck ' im Wasserscheider durch diesen und den zweiten Teil des Kühlers zu ermöglichen, waren die Querschnitte der Rohre t und ν sowohl als auch die der Kühlrohre ausreichend weit gewählt worden.
Um nun nach dem vorliegenden Verfahren
die soeben niedergeschlagenen, noch möglichst heißen Produkte der Kühlschlange schon bei k oder k1 (Fig. 3 und 4) zu entnehmen, kann man an die Krümmer der Kühlrohre Z und m oder /'.und m1 Abzweiges und s1 ansetzen, durch welche die flüssigen Produkte mittels Verbindungsrohre q und q] nach einem Wasserscheider geleitet werden. Um das Eintreten der Gase aus der Kühlschlange in den Wasserscheider zu verhüten, legt man die Einmündung so tief unter den Benzinspiegel, daß die darüber stehende Flüssigkeitssäule ο,ρ (o\ pl) den Eintritt der Gase aus dem Kühler verhindert.
Hierbei ist es gleichgültig, ob die flüssigen Produkte durch die Abzweige an den Krümmer des zweiten Teiles des Kühlers in ein zweites oder in das erste Scheidegefäß geleitet werden. In letzterem Falle genügen
2o' ein Wasserscheider und ein Benzinbehälter; Luft und unkondensierbare Gase gelangen in beiden Fällen durch das Rohr n> ins Freie.
Nach dieser Anordnung lassen sich dem Kühler an jedem Krümmer die soeben gebildeten und daher heißen Produkte entziehen und die Querschnitte der Kühlrohre bleiben von Anfang bis Ende frei für den Durchgang der Gase.
In der Patentschrift 31465 ist bereits ein Fettextraktionsapparat mit Wasserscheider beschrieben, in den aus einem hermetisch verschlossenen Kondensator das kondensierte Lösungsmittel nebst Wasser durch ein mit ' 35 dem Kondensator verbundenes Abflußrohr fließt. Da nun in dem Extraktor eine fortschreitende Verdampfung des Lösungsmittels stattfindet, so wird infolge des luftdichten Verschlusses des Kondensators, der den Ausweg von Luft und unkondensierbaren Gasen verhindert, in diesem bald ein so großer Druck entstehen, daß aus dem Abflußrohr des Wasserscheiders nicht nur Wasser, sondern auch Benzin und schließlich sogar Benzindämpfe zum Austritt gezwungen werden. Um diesen Übelstand zu verhindern und die Möglichkeit zu schaffen, dem Kühler die soeben kondensierten Produkte auch dann zu entnehmen, wenn sie noch unter Gasdruck stehen, und trotzdem die Trennung des Lösungsmittels vom Wasser sicher und ohne Verlust zu bewirken, werden nach dem vorliegenden Verfahren die flüssigen Produkte so tief unter dem Flüssigkeitsspiegel in das Scheidegefäß eingeleitet, daß die Flüssigkeitssäule dem größten in dem Kühler vorhandenen Gasdruck das Gleichgewicht hält, so daß die Kondensate an beliebiger Steile des Kühlers, wenn sie unter dem Gasdruck im Kühler stehen, abgeleitet werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Wiedergewinnung von Lösungsmitteln bei der Extraktion fetthaltiger Stoffe, wobei die Lösungsmittel nur unmittelbar unter ihrem Siedepunkt gekühlt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigen Produkte so tief unter den Flüssigkeitsspiegel eines Scheidegefäßes geleitet werden, daß die Flüssigkeitssäule dem größten in dem Kühler vorhandenen Gasdruck das Gleichgewicht hält, zu dem Zweck, die Kondensate an beliebigen Stellen des Kühlers auch dann ablassen zu können, wenn sie unter dem Gasdruck im Kühler stehen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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