DE1766C - Vorrichtung zur Herstellung mehrer parallelen Sticknähte vermittelst mehrer Nadeln und eines einzigen Fadens - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung mehrer parallelen Sticknähte vermittelst mehrer Nadeln und eines einzigen FadensInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
1877.
Klasse
EMILE CORNELY in PARIS.
Vorrichtung zur Herstellung mehrerer paralleler Sticknähte, vermittelst mehrerer Nadeln und
eines einzigen Fadens.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1877 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die gleichzeitige Herstellung mehrerer paralleler Tambourirstichnähte
vermittelst mehrerer Nadeln und eines einzigen Fadens, welcher auf diese Weise die Tambourirnähte zusammen verbindet, so
dafs sie ein festes Ganze bilden, das entweder zum Einfassen von Stoff kanten, oder auch als
Zierstickerei verwendet werden kann.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind die Nadeln und verschiedene Organe dargestellt,
welche zur Herstellung dieses neuen Stiches erforderlich sind.
Diese Organe bestehen im Princip aus vier Elementen.
1. Aus den Nadelhaken A, auf der Zeichnung
drei dargestellt, deren Anzahl jedoch vergröfsert oder verringert werden kann; sie sind
an einer oder mehreren Nadelstangen befestigt, die sich gleichzeitig auf- und niederbewegen;
2. dem Fadenschlinger C, welcher eine kreisförmig oscillirende Bewegung um die Nadeln
macht;
3. den Stiften D E, welche eine kleine auf- und niedergehende Bewegung ausführen;
4. Den feinen Zähnen G, welche zwischen die Nadeln eindringen und sich horizontal hin-
und herbewegen.
Sämmtliche Organe sind auf der Zeichnung in stark vergröfsertem Maafsstabe dargestellt,
und können durch irgend welche Mechanismen, wie die der bekannten Näh- oder Stickmaschinen,
functioniren, wobei natürlich die Excenter- und Kurbelbewegungen in der Weise berechnet
sind, dafs jedes Organ seine Function im richtigen Augenblicke verrichtet.
Auf der Zeichnung stellt B die Platte dar, auf welcher der Stoff ruht, und welche drei
Nadellöcher 2, 3 und 4 (Fig. 9) trägt, die durch Schlitze α und b verbunden sind.
Fig. ι stellt eine Ansicht der genannten Organe dar, wenn die Nadeln A in der tiefsten
Stellung angelangt sind; in dieser Stellung befinden sich die Stifle D E in der höchsten Lage,
und berühren entweder die untere Seite der Platte B oder stecken um ein geringes in entsprechenden
Höhlungen derselben.
Der Faden ist an Punkt 1 in dem vorhergehenden Stiche befestigt; der Fadenschlinger C
macht nun seine oscillirende Bewegung in der Richtung des Pfeiles c und legt den Faden zuerst
um den Stift D, dann um die vordere Seite der Nadelhaken A, und zuletzt um den
Stift E, wie in Fig, 1 in der Ansicht, und in Fig. 2 im Grundrifs dargestellt ist.
Jetzt beginnen die Nadeln ihre Bewegungen nach aufwärts, zu gleicher Zeit dringen die
Zähne G zwischen die Nadeln A ein, wie Fig. 3 und 4 zeigen, und drücken den Faden gegen
die vordere Seite der Nadelhaken, so dafs jeder derselben in seiner Aufwärtsbewegung eine
Fadenschlinge emporziehen kann.
Die Stifte D E bewegen sich nun nach abwärts,
der um dieselben gelegte Faden gleitet dadurch von ihnen ab und wird lose; die
Zähne G können somit in ihrer Vorwärtsbewegung eine gewisse Länge des Fadens hinter die
Nadeln A legen, welche die Haken in ihrem weiteren Emporsteigen in die Höhe (Fig. ζ) und
durch den Stoff ziehen (Fig. 7). Sowie die Nadelspitze oberhalb des Stoffes frei wird, beginnt
wie bei den Nähmaschinen die Stofftransportirung um eine Stichlänge. Jeder Haken
hält seine Schlinge über dem Stoff und steigt durch dieselbe wieder hinab, um die nächstfolgende
Schlinge zu holen. Durch die Wiederholung dieser Operationen entstehen drei Tambourir-
oder Kettenstichlinien, die, aus einem einzigen Faden gebildet, nothwendiger Weise
von unten zusammenhängen und ein festes Ganze bilden.
Die Form, Function und Bewegung der oben beschriebenen Organe beruht auf dem Principe,
dafs jeder Nadel, ehe sie in ihrer Aufwärtsbewegung den Stoff erreicht, von unten soviel loser
Faden geliefert wird, als dieselbe zur vollkommenen Herstellung der Schlinge oberhalb des
Stoffes bedarf, da sonst der Faden reifsen würde. Hierzu ist die Wirkung der Zähne G allein nicht
hinreichend, da jeder derselben einer gewissen Länge losen Fadens bedarf, wenn kein Bruch
entstehen soll, welche Länge auf der einen Seite durch Senkung des Stiftes D, auf der
andern Seite durch Senkung des Stiftes E geliefert wird.
Fig. 6 stellt den Faden im Grundrifs dar, in dem Augenblicke, wo die Zähne G ihre Bewe-
gung vollendet haben und wieder zurückgehen.
Infolge der Senkung der. Stifte D und E befindet sich das lose Ende des Fadens wieder
hinter dem Stifte E, welcher nun wieder in die Höhe steigt.
Wenn der Fadenschlinger C zur Bildung des nächsten Stiches seine Rückwärtsbewegung in
der Richtung des Pfeiles d macht, wird der Faden wieder von aufsen um den Stift E gelegt.
Wie bereits bemerkt, können die oben beschriebenen Organe, welche diesen neuen Stich
herstellen, vermittelst verschiedenartiger Nähoder Stickmaschinen-Mechanismen bewegt werden,
auch kann der Mechanismus der Zeugtransportirung ein gewöhnlicher, der nur nach einer
Richtung, oder ein universeller sein, der nach verschiedenen Richtungen das Zeug transportirt,
wie bei den Kurbelmaschinen.
Claims (3)
1. Die gleichzeitige Herstellung mehrerer Tambourir-
oder Kettenstichnähte, vermittelst einer gleichen Anzahl Nadelhaken und eines einzigen Fadens, der somit die ganze Arbeit
zu einem festen Ganzen verbindet.
2. Die Combination der oben beschriebenen vier Element-Organe, nämlich Nadelhaken A,
Fadenschlinger C, Stifte D und E und Zähne G, zur Herstellung mehrerer Sticknähte
vermittelst mehrerer Nadeln und eines einzigen Fadens.
3. Die Verbindung der Plattenlöcher, durch welche die Nadeln stechen, durch Schlitze α
und b, damit der untere Querfaden, welcher die emporgezogenen Schlingen verbindet
durch und über die Platte gezogen werden kann und sich somit gegen die untere Seite
des Stoffes anlegt.
Der Hauptsache nach, wie beschrieben und gezeigt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1766T | 1877-08-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1766C true DE1766C (de) |
Family
ID=70772983
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1766DA Expired - Lifetime DE1766C (de) | 1877-08-23 | 1877-08-23 | Vorrichtung zur Herstellung mehrer parallelen Sticknähte vermittelst mehrer Nadeln und eines einzigen Fadens |
Country Status (1)
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|---|---|
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-
1877
- 1877-08-23 DE DE1766DA patent/DE1766C/de not_active Expired - Lifetime
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