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Anmelder : Friedrich Marxen
| Köln-Mari, enburg |
| Lindenallee 64 |
| S t e o k ß t r i c k 1 e i t e r |
| S'teoks'triekleiter |
| Die Neuerung betrifft eine Steckstrickleiter, bei der zwei |
nebeneinander liegende Seile durch starre Quersprossen miteinander verbunden sind
und wobei die Quersprossen stangenartig zusammengesteckt werden können, und die
stangenartig zusammengesteckte Strickleiter mit einem an der obersten Quersprosse
angeordneten Haken an Äste, Mauern, Kanten oder dergleichen angehängt werden kann.
Die Neuerung betrifft im einzelnen eine besondere Ausbildung derartiger Steckstrickleitern,
um die Sicherheit und Bequemlichkeit bei der Benutzung derselben zu verbessern.
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Bei den bisher bekannt gewordenen Steokstrickleitern war eine genügende
Sicherheit bei der Benutzung derselben nicht gegeben, da die Sprossen infolge der
Durchbohrungen an den Sprossenenden sehr geschwächt sind. Die Durchbohrungen an
den Enden der Sprossen dienten zum Durchführen der Seile der Strickleiter. Es kam
auch häufig vor, dass sich die Sprossen verdrehten oder sich seitlich verschoben.
| DieSicherheitder bekannten Steckstrickleitern wurde schliess- |
| lioh auch dadurch gefährdetl, dass die Seile durch Anlie- |
gen und Scheuern an Wänden, Bäumen oder dergleichen einem grossen Verschleiss ausgesetzt
waren.
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Schliesslich erforderte es sehr grosse Aufmerksamkeit, die bekannten
Steckstrikleitern zu besteigen, da die Sprossen direkt an den Wänden, Bäumen oder
dergleichen anliegen und nur sehr schlecht begangen werden können. Oft kam es vor,
dass ein Fuss, der deswegen nicht richtig auf die Sprosse aufgesetzt werden konnte,
von der Sprosse abrutscht, sobald das Körpergewicht auf diesen Pulse übertragen
wurde.
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Im übrigen war es bei den bisher bekannten Steckstrickleitern sehr
umständlich, den Haken der Strickleiter nach der Benutzung der Strickleiter von
seinem Widerlager, zB. Fensterkreuzen, Mauerkanten oder dergleichen, abzulösen.
Es kam häufig vor, dass sich der Auslösemechanismus verklemmte und die Strickleiter
nicht ohne weiteres abgelöst werden konnte.
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Das Abnehmen der Strickleiter bei verklemmten Auslösemechanismus war
häufig nur möglich, indem man die Strickleiter wieder bestieg, um den Auslösemechanismus
wieder in Ordnung zu bringen oder indem man mit langen Stangen oder durch Hin-und
Herschleudern des unteren Endes der Strickleiter versuchte, den Haken der Strickleiter
mit dem verklemmten Auslösemechanismus zu losen. Alle diese Manipulationen zum Ablösen
der verklemmten Strickleiter sind nicht ungefährlich und führten häufig zu Unfällen
» Aufgabe der Neuerung ist es, die Nachteile zu überwinden Gemäss der Neuerung wird
die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Seile an den Verbindungsstellen mit den Sprossenenden
auf ein kurzes Stück Seillänge in zwei"Seilhälften" aufgespleisst sind und die Sprossenenden
jeweils zwischen
| die beiden aufgespleissten"Seilhälften"eingeschoben und |
| befestigt sind Dabei können die"Seilhälften"an den |
| Sprossenenden durch beiderseits des Seiles liegende und mit |
den Sprossen fest verbundene Laschen befestigt sein und die Laschen
in ihrem mittleren Teil mit senkrecht zur Sprossenachse liegenden Scheiben versehen
sein, die zum Schutz der um das Sprossenende herumgewundenen"Seilhälften" und als
DistanTisoheiben dienen, um ein Anliegen der Seile und ein Anschlagen der Sprossen
an das zu überwindende Hindernis zu vermeiden. Nach einem weiteren Merkmal der Neuerung
sind die stangenartig zusammensteckbaren Sprossen jeweils an einem Sprossenende
als Konus und an dem anderen Sprossenende als Hohlkonus usgebildet, so dass die
Sprossen leicht und sicher'zusammengesteckt werden können. Schließlich ist gemäss
der Neuerung an die Seilenden der mit den Enden der obersten Sprosse verbundenen
Seile ein Haltestück für den Haken angehängt, das mit einem konischen Ansatz versehen
ist, damit auch das Haltestück mit dem Haken stangenartig auf die bereits stangenartig
zusammengesteckten Quersprossen der Strickleiter aufgesteckt werden kann. Der Haken
ist am Haltestück schwenkbar angeordnet und mittels einer durch Seilzug lösbaren
Federraste und einer am Haken vorgesehenen Ausnehmung im Haltestück arretierbar
Dabei ist der Haken so geformt, dass er in arretierter Stellung die an das Haltestück
angehängte Strickleiter zu halten vermag und nach lösen der Arretierung unter der
Wirkung einer auf die Strickleiter ausgeübten Zugkraft relativ zum Haltestüok so
verschwenkt wird, dass es von dem Ast, der Mauerkante oder dergleichen, woran die
Strickleiter angehängt ist, abrutscht. Vorteilhaft ist die Federraste im Haltestück
längsverschiebbar geführt und durch eine Feder in Richtung auf den Haken hingedruckto
Dabei ist seitlich neben der Federraste am Haltestück ein Hebel angelenkt, der durch
eine Mitnehmeroffnung in der Federraste hindruchgeführt und an seinem freien Ende
mit einer, Zugleine zum Lösen der Arretierung verbunden ist «
Die
Neuerung ist an Hand eines Ausführungsbeispieles nachfolgend näher beschrieben und
in den Fig. 1 bis 8 dargestellt.
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Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine an einen Ast angehängte
Strickleiter.
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Fig. 2 zeigt ein Sprossenende mit aufgeschobenem Seil im Querschnitt.
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Fig. 3 zeigt das Sprossendnde gemäse Fig. 2 in Seitenansicht.
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Fig. 4 zeigt das Sprossenende gemäss Fig. 2, jedoch nicht geschnitten.
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Fig. 5 zeigt zwei stangenartig zusammengesteckte Sprossenenden im
Längsschnitt, Fig. 6 zeigt den oberen Teil der Strickleiter im stangenartig zusammengesetzten
Zustand.
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Fig. 7 zeigt das Haltestück der Strickleiter mit Haken in arretiertem
Zustand, z. B. bei belasteter Strickleiter4 Fig. 8 zeigt das Haltestück mit Haken
gemäss Fig. 7 in entarretiertem Zustand und mit ausgeschwenktem Haken9 der die Strickleiter
nicht mehr zu halten vermag und abrutscht.
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In Fig. 1 ist mit 1 der in einem Haltestück 2 gelagerte Haken der
Steckstrickleiter bezeichent, der an einen Baumast angehängt ist. An das Haltestück
2 sind zwei nebeneinander verlaufende Seile 3 und 4 angehängt. Zwischen den Seilen
3 und 4 sind die Quersprossen 5 angeordnet, die mit ihren Sprossenenden 6 und 7
an den Seilen 3 und 4 befestigt sind. Im Haltestüok 2 ist ein Auslosemeohanismus
für den Haken 1 vorgesehen, der durch
ein Zugseil 8 betätigt werden
kann.
| In Fig. 2 ist ein Sprossenende im Querschnitt dargestellt. |
| JJ |
| Die Sprosse ist mit 9 bezeichnet. Das Seil, z. 3 ist im |
| Bereich der Sprosse 9 auf ein kurzes Stuck Seillänge in |
zwei"Seilhälften"3'und 3't aufgespleisst und das Ende der Sprosse 9 ist zwischen
die beiden aufgespleissten "Seilhälften"3'und 3'* geschoben. Wie aus den Fig. 2
und 3 ersichtlich ist, liegen beiderseits des Seiles 3 Distanzscheiben lo bzw. 11,
die mit der Sprosse 9 und mit den Befestigungslaschen 12 und 13 fest verbunden sind.
Die Befestigungslaschen 12 und 13 sind in Fig. 3 dargestellt und, wie in Fig. 4
gezeigt ist, durch Niete 14 miteinander verbunden.
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Durch die neuerungsgemässe Anordnung zur Befestigung des Seiles3 an
den Enden der Sprosse 9 wird eine Schwächung der Sprosse 9 vermieden und ein Aufscheuern
bzw. ein Verschleissen des Seiles 3 an den Enden der Sprosse 9 durch die Distanzscheiben
lo unmöglich gemacht. Die Distanzscheiben lo bewirken ausserdem, dass die Sprossen
an dem zu überwindenden Hindernis, z. B. ein Baum oder eine Mauer, nicht fest anliegen,
sondern sich in einem geringen Abstand davon befinden, so dass es auf jeden Fall
möglich ist, mit der Fusspitze auf der Sprosse Halt zu finden.
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In Fig. 5 ist das Ende einer Sprosse 9 dargestellt, das mit dem Ende
einer benachbarten Sprosse 15 zusammengesteckt ist. Das Ende der Sprosse 9 ist als
Hohlkonus ausgebildet, das Ende der Sprosse 15 als Konus. Durch diese Anordnung
ist ein leichtes und sicheres stangenartiges Zusammenstecken der Sprossen 9 und
15 sowie aller anderen Sprossen möglich, so dass gemäss Fig « 6 die stangenartig
zusammengesteckte Strickleiter, die oben den Haken 1 trägt, an Baumästen, Mauerkanten
oder dergleichen angehängt werden kann. Wenn die stangenartig zusammengesteckte
Strickleiter mit dem Haken 1 an einen Ast oder dergleichen angehängte
ist,
bedarf es nur der Ausübung einer Zugkraft auf das untere Ende der stangenartig zusammengesteckten
Strickleiter, um die zusammengesteckten Sprossen der Strickleiter, u. a. die - Sprossen
9 und 15, auseinanderzuziehen, so dass die bisher stangenartig zusammengesteckte
Strickleiter in die Gebrauchsform auseinanderfällt, die in Fig. 1 dargestellt istq
In dieser Form kann die Strickleiter ohne weiteres bestiegen werden.
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In Fig. 7 ist der Haken 1 mit dem Haltestück 2 dargestellt.
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Der Haken 1 hängt an einem in Fig. 7 angedeuteten Baumast.
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Am Haltestüok 2 ist ein Bügel 16 befestigt, in den die Seile 3 und
4 der Strickleiter eingehängt sind, so dass die Strickleiter, etwa wie in Fig. 1
dargestellt ist, an dem Baumast hangt. Der Haken 1 ist im Haltestück 2 um den Bolzen
17 schwenkbar gelagert und ist an seinem unteren Ende mit einer Ausnehmung 18 versehen,
in die die Federrate 19 eingreift und den Haken 1 auf diese Weise gegenüber dem
Haltestück 2 arretiert. Die Federraste 19 ist im Haltestück 2 längsversohiebbar
geführt und wird durch eine Druckfeder 2o in Richtung auf den Haken 1 hin gedrückt.
Am unteren Ende der Federraste 19 ist eine Mitnehmeröffnung 21 vorgesehen, durch
die ein Hebel 22 geführt ist, der seitlich neben der Federraste 19 um den Bolzen
23 im Haltestück 2 schwenkbar gelagert ist.
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Am freien Ende des Hebels 22 ist an demselben in einer Öse 24 die
Zugleine 8 zum Lösen der Arretierung angehängt.
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Soll die Strickleiter nach Gebrauch von dem Baumast abgenommen werden,
so zieht man von unten an der Zugleine 89 wodurch sich der Hebel 22 verschwenkt
und sich dabei an die Kante der Mitnehmerffnung 21 anlegt und die Federraste 19
zurückzieht. Dadurch wird die Arretierung zwischen der Federraste 19 und der Ausnehmung
18 des Hakens 1 aufgehoben und der Haken 1 kann sich um seinen Bolzen 17 verschwenken.
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Durch das Gewicht der Strickleiter und evtle durch eine
zusätzlich
auf die Strickleiter ausgeübte Zugkraft klappt der Haken 1 um seinen Bolzen 17 so
weit zurück, dass er, wie in Fig. 8 dargestellt ist, von dem Baumast abrutscht,
so dass die Strickleiter herunter fällt.
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Ein Verklemmen des Auslösemechanismus, wie es bei den bisher bekannten
Strickleitern vorkam, ist bei der neuerungsgemässen Ausführung unmöglich, so dass
auch in dieser Hinsicht die bestehende Unfallgefahr überwunden ist.