DE17556C - Vorrichtung zum Heben und Senken von Gegenständen in Wasser, insbesondere von Seeminen - Google Patents
Vorrichtung zum Heben und Senken von Gegenständen in Wasser, insbesondere von SeeminenInfo
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- F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
- F42C15/40—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically
- F42C15/42—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically from a remote location, e.g. for controlled mines or mine fields
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Description
KAISERLICHES
Diese Vorrichtung ist dazu bestimmt, um stationäre Torpedos bezw. Seeminen im Eingange
von Häfen oder in Durchfahrten u. s. w. so in den Gewässern anzubringen, dafs sie gesenkt
werden können, sobald Schiffe dieselben passiren sollen, und andernfalls gehoben werden,
sobald feindliche Schiffe diese Stelle passiren wollen, und dann in diesem Falle im geeigneten
Momente die Sprengvmg herbeigeführt wird.
Im anderen Falle soll sie dazu dienen, um Taucher, wie auch andere Gegenstände, im
Wasser zu heben oder zu senken.
Für Taucher ist die Vorrichtung im einfachsten Falle so abgeändert, dafs die elektrische
Leitung fortfällt und der Taucher direct durch einfache Handhabung sich nach Belieben auf-
und abbewegt, indem er eigenhändig eine gewisse Quantität Gas in den Schwimmer läfst,
um sich zu heben, im andern Falle durch Ventil-Öffnung den Schwimmer wieder entleert, um sich
zu senken.
Das Heben und Senken der Seeminen etc. geschieht von einem Beobachtungsposten vermittelst
elektrischer Leitung unter Anwendung von positiven und negativen Strömen.
Der Apparat besteht aus folgenden Theilen: einer Glocke a, welche den Torpedo b, sowie
den Mechanismus trägt. Unter dieser Glocke ist ferner ein Behälter c angebracht, welcher mit
comprimirter Luft oder Gas (wie hier angenommen, mit Kohlensäure) angefüllt ist. Das
Ventil k sitzt vor der Oeffnung dieses Behälters an einem Hebel i, mit dem Magnetankery verbunden.
Der Hebel i hat seinen Drehpunkt bei m. Durch den polarisirten Elektromagnet e
wird der Anker/ angezogen bezw. abgestofsen. Die Feder g, am Schwimmer d und Hebel i befestigt,
zieht den Anker vom Elektromagnet ab, sobald derselbe entmagnetisirt wird, drückt denselben
im anderen Falle wieder an, wenn der Schwimmer im Verhältnifs (durch unter die Glocke α tretendes Gas) von Wasser frei wird.
Die Feder h hat den Zweck, das exactere plötzliche Oeffnen wie Schliefsen des Ventils zu befördern,
indem die aus einander strebende Feder zwischen dem Stützpunkte des Winkelhebels
von i und dem oberen Stützpunkte q nach der einen oder anderen Seite wirkt (wenn die drei
Punkte: Achse m, Stützpunkt von i und Stützpunkt q nicht in einer geraden Linie liegen).
Durch dieses plötzliche Oeffnen wie Schliefsen wird in der Spirale des Elektromagnets wie
der elektrischen Leitung ein momentaner Strom hervorgebracht, welcher, an einem Galvanometer
beobachtet, zur Controle dient, ob auch die gewünschte Function, Hebung bezw. Senkung
der Vorrichtung, erfolgt ist. Der Ausschlag des Galvanometers erfolgt bei Schliefsung des einen
Ventils nach der einen, bei Schliefsung des andern noch zu erwähnenden Ventils nach der
anderen Seite. Sobald der Ausschlag erfolgt ist, weifs man, dafs das betreffende Ventil geöffnet
wurde und nun wieder geschlossen ist.
Eine Ventileinrichtung, fast in derselben Weise wirkend wie die eben beschriebene, hat den
Zweck, ein Ventil k% im oberen Boden der Glocke α zu öffnen oder zu schliefsen; doch
wird zum Oeffnen desselben ein entgegengesetzter Strom angewendet. Beide Elektromagnete sind
polarisirt durch den constanten Magnet JVS. Die
Flächen der Anker liegen genau auf den Flächen der Elektromagnete, wodurch die gegenseitige
Anziehung eine sehr kräftige ist; durch den betreffenden -|- oder — Strom wird diese Kraft
aber aufgehoben und das eben so kräftige Abziehen bezw. Oeffnen des Ventils durch die
Wirkung der Feder g oder g2 herbeigeführt.
Bei dem Ventilsystem 2 sind für die Wirkung des Anziehens und Abziehens des Hebels zwei
Federn g2 und gs an einer Stange ο angebracht.
g2 ist mit ihrem oberen Ende unter einen Stift
und mit ihrem unteren Ende auf das Führungsstück r gestützt; g3 drückt ebenfalls oben unter
einen Stift und unten auf den Hebel i2. An der Stange ο hängt durch Vermittelung der
Kette oder des Seiles das Gewicht n, und ist die Wirkung auf den Hebel 4 folgende: Hängt das
Gewicht n, so werden dadurch die Federn g2
und gs zusammengedrückt; ^2 drückt nicht mehr
unter den Hebel 4 > dagegen drückt g3 auf 4
und äufsert das Bestreben, den Anker abzureifsen. Stöfst das Gewicht auf den Grund, so
drückt ^2 gegen den Hebel und so den Anker
an den Magnet, wogegen die Spannung in der Feder ^3 aufhört.
Soll die Mine nur bis zu einer gewissen Tiefe unter Wasser sinken, so wird dem Seil / demnach
eine entsprechende Länge gegeben.
Die elektrische Leitung geht von einer Doppelbatterie aus, deren Mitte mit der Erde in Verbindung
steht. Die Leitung, welche durch Kabel zur Mine führt, schliefst auf der Station
für den Beobachtungsposten ein Galvanometer in sich, und kann das Ende dieser Leitung auf
der Station mit dem positiven wie negativen Pol, wie Erde der Batterie in Berührung gebracht
werden, je nachdem man die Vorrichtung der Mine functioniren lassen will; das Kabel
führt zum Elektromagnet e, von diesem zu i2
und dann zur Erde bezw. an die Glocke zum Punkt x.
Ist der Behälter mit flüssiger Kohlensäure gefüllt, die ganze Vorrichtung in geeigneter Weise
verankert und die elektrische Leitung hergestellt, so wird, wenn die Vorrichtung (durch Luft oder
Gas unter der Glocke) schwimmt und ein bestimmter elektrischer Strom durch die Leitung
gesendet wird, der Anker/2 abgeschnellt, das
Ventil k2 öffnet sich, das Gas unter der Glocke a
entweicht, und indem an Stelle desselben Wasser tritt, sinkt die Vorrichtung. Sobald das Gewicht
η aufstöfst, schliefst sich plötzlich das Ventil und verbleibt in dieser Stellung bis auf
weiteres.
Um zu beobachten, ob dieses Sinken bezw. Schliefsen des Ventils auch stattfindet, hat man,
nachdem der -|- oder — Strom gegeben ist,
das Ende der Leitung mit Erde zu verbinden und das Galvanometer zu betrachten. Der
Ausschlag desselben erfolgt beim Schliefsen des Ventils nach der entgegengesetzten Seite wie
beim Schliefsen des anderen Ventils. Soll die Mine wieder gehoben werden, so sendet man
den entgegengesetzten Strom durch die Leitung; Anker/ wird durch die Feder g bezw. den Auftrieb
des Schwimmers d losgerissen und aus c strömt so viel Kohlensäure, welche unter die
Glocke α tritt, bis der Schwimmer das Ventil k wieder zudrückt; ob das Schliefsen stattgefunden
hat, beobachtet man, wie schon beschrieben, am Galvanometer.
Anstatt der comprimirten Gase lassen sich hierbei auch Stoffe anwenden, welche durch
Lösung im Wasser das zum Auftrieb erforderliche Gas erzeugen (wie es bei den sogenannten
Extincteuren Anwendung findet), z. B. doppeltkohlensaures Natron mit Weinstein etc., wobei
durch die Kraft der Elektromagnete die Mischung und Gaserzeugung bewirkt wird, indem c mit
den betreffenden Stoffen gefüllt und durch die Oeffnung des Ventils Wasser in die Behälter
gelassen wird.
Recapitulation der Bezeichnungen:
α α Glocke, unter der die Theile der Vorrichtung angebracht sind.
b Sprengapparat.
c Behälter, mit comprimirtem Gase angefüllt.
d Schwimmer, welcher durch seinen Auftrieb ein Ventil k öffnet und in einem anderen Fallen
durch seine Schwere dasselbe Ventil schliefst.
e und £2 Elektromagnete, durch den constanten
Magnet JV S polarisirt.
i und 4 Ankerhebel der Elektromagnete.
k und k2 Ventilabschlüsse.
m und Wi2 Achsen, auf denen sich i und 4
drehen.
g g2 und g3 Federn, die das Bestreben äufsern,
die Anker f bezw. f2 anzudrücken oder abzureifsen.
h und h2 Federn zur Beförderung der plötzlichen
Bewegung der Anker.
η Gewicht, welches in der Art wie der Schwimmer d die Oeffnung oder Schliefsung des
Ventils k2 besorgt.
r Führung für die Stange ο und Gegenstütze
für g2.
χ Befestigung für die Leitung (an Erde).
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Bei Seeminen:i. Die Anwendung von polarisirten Elektromagneten, welche den Zweck haben, durch ihren constanten Magnetismus Ventile für comprimirtes Gas abzuschliefsen und diesen Verschlufs bis zu gewissen Momenten, indenen durch elektrischen Strom eine Entmagnetisirung erfolgt, festzuhalten.
Die Anwendung von Schwimmer wie Gewicht, welche das Bestreben äufsern, in einem Falle die Anker von den Elektromagneten abzureifsen, im anderen Falle anzuziehen.Die Anwendnng von Federn h und Zi1, wor durch das plötzliche Werfen eines Hebels nach der einen oder anderen Richtung hervorgebracht wird, sobald eine gewisse Mittelstellung von denselben überschritten ist.Die Controlvorrichtung, welche auf elektrischem Wege anzeigt, ob das Schliefsen von Ventilen durch einen Elektromagnet stattgefunden hat.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17556C true DE17556C (de) |
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ID=294483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17556D Active DE17556C (de) | Vorrichtung zum Heben und Senken von Gegenständen in Wasser, insbesondere von Seeminen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17556C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3614284A1 (de) * | 1986-04-26 | 1987-10-29 | Knuefelmann Wilma | Seemine |
| US6416246B1 (en) | 1998-12-14 | 2002-07-09 | Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co Kg | Connecting arrangement for two rotor disks of an axial-flow turbomachine |
-
0
- DE DENDAT17556D patent/DE17556C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3614284A1 (de) * | 1986-04-26 | 1987-10-29 | Knuefelmann Wilma | Seemine |
| US6416246B1 (en) | 1998-12-14 | 2002-07-09 | Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co Kg | Connecting arrangement for two rotor disks of an axial-flow turbomachine |
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