DE17556C - Vorrichtung zum Heben und Senken von Gegenständen in Wasser, insbesondere von Seeminen - Google Patents

Vorrichtung zum Heben und Senken von Gegenständen in Wasser, insbesondere von Seeminen

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DE17556C
DE17556C DENDAT17556D DE17556DA DE17556C DE 17556 C DE17556 C DE 17556C DE NDAT17556 D DENDAT17556 D DE NDAT17556D DE 17556D A DE17556D A DE 17556DA DE 17556 C DE17556 C DE 17556C
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DE
Germany
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valve
water
raising
lever
electromagnets
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Active
Application number
DENDAT17556D
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English (en)
Original Assignee
J. SCHÜLKE in Neuenkirchen bei Bassum, Provinz Hannover, jetzt in Berlin NO., Landsberger Allee 4
Publication of DE17556C publication Critical patent/DE17556C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/40Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically
    • F42C15/42Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected electrically from a remote location, e.g. for controlled mines or mine fields
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
    • F42B22/10Moored mines
    • F42B22/14Moored mines at a variable depth setting
    • F42B22/20Moored mines at a variable depth setting using magnetic or acoustic depth-control means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Magnetically Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
Diese Vorrichtung ist dazu bestimmt, um stationäre Torpedos bezw. Seeminen im Eingange von Häfen oder in Durchfahrten u. s. w. so in den Gewässern anzubringen, dafs sie gesenkt werden können, sobald Schiffe dieselben passiren sollen, und andernfalls gehoben werden, sobald feindliche Schiffe diese Stelle passiren wollen, und dann in diesem Falle im geeigneten Momente die Sprengvmg herbeigeführt wird.
Im anderen Falle soll sie dazu dienen, um Taucher, wie auch andere Gegenstände, im Wasser zu heben oder zu senken.
Für Taucher ist die Vorrichtung im einfachsten Falle so abgeändert, dafs die elektrische Leitung fortfällt und der Taucher direct durch einfache Handhabung sich nach Belieben auf- und abbewegt, indem er eigenhändig eine gewisse Quantität Gas in den Schwimmer läfst, um sich zu heben, im andern Falle durch Ventil-Öffnung den Schwimmer wieder entleert, um sich zu senken.
Das Heben und Senken der Seeminen etc. geschieht von einem Beobachtungsposten vermittelst elektrischer Leitung unter Anwendung von positiven und negativen Strömen.
Der Apparat besteht aus folgenden Theilen: einer Glocke a, welche den Torpedo b, sowie den Mechanismus trägt. Unter dieser Glocke ist ferner ein Behälter c angebracht, welcher mit comprimirter Luft oder Gas (wie hier angenommen, mit Kohlensäure) angefüllt ist. Das Ventil k sitzt vor der Oeffnung dieses Behälters an einem Hebel i, mit dem Magnetankery verbunden. Der Hebel i hat seinen Drehpunkt bei m. Durch den polarisirten Elektromagnet e wird der Anker/ angezogen bezw. abgestofsen. Die Feder g, am Schwimmer d und Hebel i befestigt, zieht den Anker vom Elektromagnet ab, sobald derselbe entmagnetisirt wird, drückt denselben im anderen Falle wieder an, wenn der Schwimmer im Verhältnifs (durch unter die Glocke α tretendes Gas) von Wasser frei wird. Die Feder h hat den Zweck, das exactere plötzliche Oeffnen wie Schliefsen des Ventils zu befördern, indem die aus einander strebende Feder zwischen dem Stützpunkte des Winkelhebels von i und dem oberen Stützpunkte q nach der einen oder anderen Seite wirkt (wenn die drei Punkte: Achse m, Stützpunkt von i und Stützpunkt q nicht in einer geraden Linie liegen). Durch dieses plötzliche Oeffnen wie Schliefsen wird in der Spirale des Elektromagnets wie der elektrischen Leitung ein momentaner Strom hervorgebracht, welcher, an einem Galvanometer beobachtet, zur Controle dient, ob auch die gewünschte Function, Hebung bezw. Senkung der Vorrichtung, erfolgt ist. Der Ausschlag des Galvanometers erfolgt bei Schliefsung des einen Ventils nach der einen, bei Schliefsung des andern noch zu erwähnenden Ventils nach der anderen Seite. Sobald der Ausschlag erfolgt ist, weifs man, dafs das betreffende Ventil geöffnet wurde und nun wieder geschlossen ist.
Eine Ventileinrichtung, fast in derselben Weise wirkend wie die eben beschriebene, hat den Zweck, ein Ventil k% im oberen Boden der Glocke α zu öffnen oder zu schliefsen; doch wird zum Oeffnen desselben ein entgegengesetzter Strom angewendet. Beide Elektromagnete sind
polarisirt durch den constanten Magnet JVS. Die Flächen der Anker liegen genau auf den Flächen der Elektromagnete, wodurch die gegenseitige Anziehung eine sehr kräftige ist; durch den betreffenden -|- oder — Strom wird diese Kraft aber aufgehoben und das eben so kräftige Abziehen bezw. Oeffnen des Ventils durch die Wirkung der Feder g oder g2 herbeigeführt.
Bei dem Ventilsystem 2 sind für die Wirkung des Anziehens und Abziehens des Hebels zwei Federn g2 und gs an einer Stange ο angebracht. g2 ist mit ihrem oberen Ende unter einen Stift und mit ihrem unteren Ende auf das Führungsstück r gestützt; g3 drückt ebenfalls oben unter einen Stift und unten auf den Hebel i2. An der Stange ο hängt durch Vermittelung der Kette oder des Seiles das Gewicht n, und ist die Wirkung auf den Hebel 4 folgende: Hängt das Gewicht n, so werden dadurch die Federn g2 und gs zusammengedrückt; ^2 drückt nicht mehr unter den Hebel 4 > dagegen drückt g3 auf 4 und äufsert das Bestreben, den Anker abzureifsen. Stöfst das Gewicht auf den Grund, so drückt ^2 gegen den Hebel und so den Anker an den Magnet, wogegen die Spannung in der Feder ^3 aufhört.
Soll die Mine nur bis zu einer gewissen Tiefe unter Wasser sinken, so wird dem Seil / demnach eine entsprechende Länge gegeben.
Die elektrische Leitung geht von einer Doppelbatterie aus, deren Mitte mit der Erde in Verbindung steht. Die Leitung, welche durch Kabel zur Mine führt, schliefst auf der Station für den Beobachtungsposten ein Galvanometer in sich, und kann das Ende dieser Leitung auf der Station mit dem positiven wie negativen Pol, wie Erde der Batterie in Berührung gebracht werden, je nachdem man die Vorrichtung der Mine functioniren lassen will; das Kabel führt zum Elektromagnet e, von diesem zu i2 und dann zur Erde bezw. an die Glocke zum Punkt x.
Ist der Behälter mit flüssiger Kohlensäure gefüllt, die ganze Vorrichtung in geeigneter Weise verankert und die elektrische Leitung hergestellt, so wird, wenn die Vorrichtung (durch Luft oder Gas unter der Glocke) schwimmt und ein bestimmter elektrischer Strom durch die Leitung gesendet wird, der Anker/2 abgeschnellt, das Ventil k2 öffnet sich, das Gas unter der Glocke a entweicht, und indem an Stelle desselben Wasser tritt, sinkt die Vorrichtung. Sobald das Gewicht η aufstöfst, schliefst sich plötzlich das Ventil und verbleibt in dieser Stellung bis auf weiteres.
Um zu beobachten, ob dieses Sinken bezw. Schliefsen des Ventils auch stattfindet, hat man, nachdem der -|- oder — Strom gegeben ist, das Ende der Leitung mit Erde zu verbinden und das Galvanometer zu betrachten. Der Ausschlag desselben erfolgt beim Schliefsen des Ventils nach der entgegengesetzten Seite wie beim Schliefsen des anderen Ventils. Soll die Mine wieder gehoben werden, so sendet man den entgegengesetzten Strom durch die Leitung; Anker/ wird durch die Feder g bezw. den Auftrieb des Schwimmers d losgerissen und aus c strömt so viel Kohlensäure, welche unter die Glocke α tritt, bis der Schwimmer das Ventil k wieder zudrückt; ob das Schliefsen stattgefunden hat, beobachtet man, wie schon beschrieben, am Galvanometer.
Anstatt der comprimirten Gase lassen sich hierbei auch Stoffe anwenden, welche durch Lösung im Wasser das zum Auftrieb erforderliche Gas erzeugen (wie es bei den sogenannten Extincteuren Anwendung findet), z. B. doppeltkohlensaures Natron mit Weinstein etc., wobei durch die Kraft der Elektromagnete die Mischung und Gaserzeugung bewirkt wird, indem c mit den betreffenden Stoffen gefüllt und durch die Oeffnung des Ventils Wasser in die Behälter gelassen wird.
Recapitulation der Bezeichnungen:
α α Glocke, unter der die Theile der Vorrichtung angebracht sind.
b Sprengapparat.
c Behälter, mit comprimirtem Gase angefüllt.
d Schwimmer, welcher durch seinen Auftrieb ein Ventil k öffnet und in einem anderen Fallen durch seine Schwere dasselbe Ventil schliefst.
e und £2 Elektromagnete, durch den constanten Magnet JV S polarisirt.
i und 4 Ankerhebel der Elektromagnete.
k und k2 Ventilabschlüsse.
m und Wi2 Achsen, auf denen sich i und 4 drehen.
g g2 und g3 Federn, die das Bestreben äufsern, die Anker f bezw. f2 anzudrücken oder abzureifsen.
h und h2 Federn zur Beförderung der plötzlichen Bewegung der Anker.
η Gewicht, welches in der Art wie der Schwimmer d die Oeffnung oder Schliefsung des Ventils k2 besorgt.
r Führung für die Stange ο und Gegenstütze für g2.
χ Befestigung für die Leitung (an Erde).

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei Seeminen:
    i. Die Anwendung von polarisirten Elektromagneten, welche den Zweck haben, durch ihren constanten Magnetismus Ventile für comprimirtes Gas abzuschliefsen und diesen Verschlufs bis zu gewissen Momenten, in
    denen durch elektrischen Strom eine Entmagnetisirung erfolgt, festzuhalten.
    Die Anwendung von Schwimmer wie Gewicht, welche das Bestreben äufsern, in einem Falle die Anker von den Elektromagneten abzureifsen, im anderen Falle anzuziehen.
    Die Anwendnng von Federn h und Zi1, wor durch das plötzliche Werfen eines Hebels nach der einen oder anderen Richtung hervorgebracht wird, sobald eine gewisse Mittelstellung von denselben überschritten ist.
    Die Controlvorrichtung, welche auf elektrischem Wege anzeigt, ob das Schliefsen von Ventilen durch einen Elektromagnet stattgefunden hat.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT17556D Vorrichtung zum Heben und Senken von Gegenständen in Wasser, insbesondere von Seeminen Active DE17556C (de)

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DE (1) DE17556C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3614284A1 (de) * 1986-04-26 1987-10-29 Knuefelmann Wilma Seemine
US6416246B1 (en) 1998-12-14 2002-07-09 Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co Kg Connecting arrangement for two rotor disks of an axial-flow turbomachine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3614284A1 (de) * 1986-04-26 1987-10-29 Knuefelmann Wilma Seemine
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