DE174373C - Pilgerschrittwalzwerk zum Ausstrecken von Rohren und anderen Hohlkörpern, bei welchem die Ausstreckung durch sich ständig im gleichen Sinne drehende und durch Verscheibung ihres Tragbockes vor- und zurückbewegte Kaliberwalzen erfolgt - Google Patents

Pilgerschrittwalzwerk zum Ausstrecken von Rohren und anderen Hohlkörpern, bei welchem die Ausstreckung durch sich ständig im gleichen Sinne drehende und durch Verscheibung ihres Tragbockes vor- und zurückbewegte Kaliberwalzen erfolgt

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DE174373C
DE174373C DE1905174373D DE174373DA DE174373C DE 174373 C DE174373 C DE 174373C DE 1905174373 D DE1905174373 D DE 1905174373D DE 174373D A DE174373D A DE 174373DA DE 174373 C DE174373 C DE 174373C
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rolling mill
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DE1905174373D
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Otto Heer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B21/00Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills
    • B21B21/005Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills with reciprocating stand, e.g. driving the stand

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

o iciUpCzmcium ααΰ
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 174373 -■ KLASSE 7a. GRUPPE
OTTO HEER in ZÜRICH.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1905 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein nach dem Pilgerschrittverfahren arbeitendes Walzwerk für Rohre und andere Hohlkörper, bei welchem die Ausstreckung in bekannter Weise . 5 durch Kaliberwalzen während deren Abwälzung auf dem feststehenden Werkstück erfolgt. Das Neue und Eigenartige den bisherigen Ausführungsarten solcher Walzwerke gegenüber besteht im vorliegenden Fall darin,
ίο daß die beim Wechsel in der jedesmaligen Bewegungsrichtung des Walzengestelles infolge der lebendigen Kraft der bewegten Massen bisher nicht ganz zu verhindernden Stöße in den angetriebenen und in den antreibenden Organen vollständig aufgehoben sind, wodurch eine Schnelligkeit des Betriebes zulässig ist, wie sie bisher ohne Gefährdung der Sicherheit desselben nicht möglich war. Die Aufhebung der Stöße ist bei dem neuen Walzwerk dadurch erreicht, daß das Traggestell der Kaliberwalzen während der ganzen Zeitdauer der durch Abwälzung auf dem Werkstück erfolgenden Streckarbeit dieser Walzen unausgesetzt unter dem Einfluß von gespannten Federn gehalten ist, welche sich seiner Vorbewegung mit zunehmender Spannung widersetzen und allmählich einen solchen Spannungsgrad annehmen, daß im Augenblick des zwangläufig bewirkten Wechsels der Bewegungsrichtung Gleichgewicht zwischen den vortreibenden und den zurückdrängenden Kräften eingetreten ist. Die bisherige Form, das in Bewegung befindliche Walzentraggestell kurz vor seinem jedesmaligen Richtungswechsel gegen Puffer stoßen zu lassen, die von feststehenden Konstruktionsteilen gehalten sind, ist im vorliegenden Fall verlassen; hier erfolgt keine Abschwächung der Stoßwirkung, sondern die völlige Verhinderung derselben dadurch, daß die Puffer an der Bewegung der hin- und herbewegten Massen teilnehmen und mit zunehmender Kraft gespannt werden bis zu dem Augenblick, in welchem die Wirksamkeit der Kaliberwalzen zeitweilig aufgehoben wird, und der zwangsweise Vorschub ihres Traggestelles in die zur Wiederaufnahme der Arbeit erforderliche Stellung erfolgt.
Auf der Zeichnung ist dieses Walzwerk durch Fig. 1 im Längsschnitt nach Linie x-x und durch Fig. 2 in Draufsicht zur Darstellung gebracht.
Der Tragbock b der Kaliberwalzen a1 a"2 ist auf einer Grundplatte^ zwischen den beiden Führungsleisten \ längsverschiebbar. Er ist an die Enden der Kolbenstangen q zweier auf derselben Grundplatte y befindlicher Zylinder ρ angelenkt, deren Druckmittel — gespannte Dämpfe oder Gas ·— ihn ständig gegen zwei Puffer drängen, die auf dem Quersteg eines ihn umfassenden Bügels e angeordnet sind, und sich in bekannter Weise
aus einer mit einem Kopfstück g versehenen längsgeführten Stange gl und der zwischen das Kopfstück und den Tragkörper der Führungshülse dieser Stange eingeschalteten Spiralfedern f nebst einem von dieser durch eine Metallscheibe getrennten Gummischeibe zusammensetzen. Durch Zugstangen ο sind die beiden Vorderenden des Tragbügels e dieser Puffer mit den Hebelarmen η verbunden, die sich zu beiden Seiten der Grundplatte y auf der quer durch letztere geführten Weilern befinden. Ein dritter Arm ηλ dieser Welle ist durch eine (nicht gezeichnete) Schubstange mit dem Zapfen einer Kröpfung Z1 der Welle Z verbunden, die von der Betriebswelle i des Walzwerkes unter Vermittelung der beiden Zahnräder kl k2 in Drehung versetzt wird. Diese Betriebswelle ist mit der oberen Kaliberwalze durch eine Zwischenwelle ν unter Einschaltung zweier Universalgelenke z'1 und v1 verbunden und wird im Sinne des eingetragenen Pfeiles gedreht. Die durch Zahnräder n> miteinander in Verbindung stehenden Antriebswalzen al a2 haben in bekannter Weise ein Kaliber, das nur über die eine Hälfte ihres Umfanges reicht, während die andere Hälfte eine Aussparung erhalten hat. Die hintere Hälfte der Dornstange c ist mit Gewinde versehen und in die von einem feststehenden Bock r undrehbar gehaltene Mutter r1 eingeschraubt. Durch ein Gesperre t, das mit Hilfe der dem einen der Hebelarme η angelenkten Verbindungsstange u bei jeder Schwingbewegung dieses Armes einmal eingerückt wird, wird unter Vermittelung der Zahnräder s*, ss und s2 ein vor die Mutter r1 drehbar aber unverschiebbar eingestelltes Zahnrad s1 ruckweise in Bewegung gesetzt, das einen in eine Längsnut des schraubenförmigen Teiles der Dornstange eingreifenden Keil trägt und durch diesen die Mitdrehung dieser Stange und ihr ruckweises Herausschrauben aus der Mutter veranlaßt.
Dieses Herausschrauben findet nur während jener Betriebsphase statt, wenn die fortdauernd nach ein und derselben Richtung sich drehenden Arbeitswalzen im Augenblick des Zusammenschlusses ihrer Aussparungen von den Hebelarmen η aus der in der Zeichnung dargestellten Endstellung in die Anfangsstellung zurückgeschoben werden, aus welcher sie nach dem Angriff ihres Kalibers auf das inzwischen vorgeschobene Werkstück durch ihre Abwälzung längs desselben erneuert zur Rückbewegung kommen. Sowohl während der ganzen Zeitdauer dieser letzteren Bewegungsrichtung als auch während des jedesmaligen Vorschubes wird der Tragbock b der Walzen durch das in den Zylindern ρ nur auf die Rückseite der Kolben zur Wirkung kommende Druckmittel ständig gegen die Puffer des Bügels e gedrängt. Der dadurch verahlaßte Gegendruck der Spiralfedern f vergrößert sich zu Ende der Vorbewegung durch den Umstand, daß die durch ihre Abwälzung veranlaßte Bewegung der Walzen eine gleichmäßige bleibt, gegenüber der infolge des Kurbeltriebes sich allmählich verlangsamende Bewegung des Bügels e, in dem Grade, daß in dem Augenblick, währenddessen der Richtungswechsel des Bügels und gleichzeitig die Freigabe des Werkstückes von den Walzen a1 d? erfolgt, die lebendige Kraft der mit großer Schnelligkeit vorbewegten Massen des Tragbockes und seiner Walzen so weit abgeschwächt wird, daß beim Richtungswechsel dieser Teile eine Stoßwirkung nicht eintreten kann. Das Gleiche ist der Fall beim Wechsel der Bewegung auf der entgegengesetzten Seite, wo die Vorschubkraft des in den Zylindern ρ wirkenden Druckmittels die infolge ihrer Rückbewegung durch die Kurbel Z1 gegen das Ende ihres Weges sich verlangsamenden und schließlich tnomentan zum Stillstand kommenden Massen im gleichen Sinne beeinflußt.
Die Länge der Bewegungsbahn der beiden Hebelarme η an der Angriffsstelle der Stangen 0 muß natürlich gleich jener des wirksamen Teiles der Walzenkaliber sein.
Bei sehr großer Umdrehungsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen ist dem Bügel e zwec.k-1 mäßig durch eine entsprechend abgeänderte Stellung der Kröpfung Z1 eine kleine Voreilung zu geben, durch welche die bremsende Wirkung der Spiralfedern / im Augenblick des Überganges von der Vorbewegung des Rahmens b zur Rückbewegung erheblich erhöht, beim Bewegungswechsel auf der anderen Seite indes zu gunsten der Kraftäußerung des vordrängenden Druckmediums vermindert werden kann.
Es kann im übrigen, unter Erzielung der gleichen Wirkung, die Einführung des Werk-Stückes zwischen die in diesem Fall ständig in entgegengesetzte Richtung drehende Arbeitswalzen von der der jetzigen gegenüberliegenden Seite des Tragbockes erfolgen, natürlich unter gleichzeitiger Vorlegung des Vorschubmechanismus der Dornstange auf diese Seite. Die sich auf dem Werkstück abwälzenden Walzen arbeiten alsdann gegen den in den Zylindern ρ wirkenden Druck mit allmählich abnehmender Unterstützung durch die Puffer, während sie bei ihrem durch dieses Mittel veranlaßten Rücklauf in die Anfangsstellung, die gegen Ende des Weges zunehmende Spannung dieser Puffer gegen sich haben. ■

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Pilgerschrittwalzwerk zum Ausstrecken von Rohren und anderen Hohlkörpern, bei welchem die Ausstreckung durch sich ständig im gleichen Sinne drehende und durch- Verschiebung ihres Tragbockes vor- und zurückbewegte Kaliberwalzen während deren bei ihrer Rückbewegung erfolgenden Abwälzung auf dem derzeit feststehenden Werkstück erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbock (b) der Kaliberwalzen (a1 a?) .durch ein in Zylindern (p) auf deren Kolben einseitig zur Wirkung kommendes Druckmittel — gespannte Dämpfe oder Gase — ständig gegen elastische Puffer (J) gedrängt wird, die sich an dem Quersteg eines diesen Bock umfassenden Bügels (e) befinden, welcher sich durch Anlenkung an hin- und herschwingende Hebelarme (n) während der durch die Abwälzung der Kaliberwalzen auf dem Werkstück mit gleichbleibender Schnelligkeit erfolgenden Bewegung des Tragbockes mit einer gegen das Ende seines Weges sich verlangsamenden Geschwindigkeit in gleicher Richtung mit dem Tragbock bewegt und dann gegen die Vorschubrichtung des Druckmittels durch seine Hebelarme (n) während des gleichzeitig erfolgenden Vorschiebens des Werkstückes um das Maß der Arbeitsbahn der Kaliberwalzen in die Anfangsstellung zurückgebracht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905174373D 1905-12-01 1905-12-01 Pilgerschrittwalzwerk zum Ausstrecken von Rohren und anderen Hohlkörpern, bei welchem die Ausstreckung durch sich ständig im gleichen Sinne drehende und durch Verscheibung ihres Tragbockes vor- und zurückbewegte Kaliberwalzen erfolgt Expired DE174373C (de)

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