DE174288C - - Google Patents

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DE174288C
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Germany
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00

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  • Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - M 174288 KLASSE 21 c. GRUPPE
Selbsttätige elektrische Schaltvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. September 1905 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine selbsttätige elektrische Schaltvorrichtung, die mit Hilfe einer veränderlichen Kupplung eine gewisse, leicht einstellbare Zeit nach dem Anwachsen eines elektrischen Stromes in Tätigkeit tritt; die Schaltvorrichtung kann beispielsweise einen elektrischen Stromkreis ausschalten. Nach der Erfindung soll nun die Schältvorrichtung erst in Tätigkeit treten
ίο und z. B. das Ausschalten des Stromkreises bewirken, nachdem ein Strom von gefährlicher Stärke einige Zeit vorhanden war, und nicht sofort bei Anwachsen des Stromes, welches nur augenblicklich und unschädlich sein kann.
Auf der Zeichnung ist die Schaltvorrichtung in zwei Ausführungsformen dargestellt.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Schaltvorrichtung im Grundriß.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht derselben mit der elektromagnetischen Kupplung im Schnitt. . . "
Fig. 3 zeigt die' Vorrichtung in Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform derselben. - . ·
Eine achsial verschiebbare Kontaktstange h 'ruht in Lagern ρ und p'.- An der Stange h sind die Magnete q q' befestigt, so daß sich diese mit der Stange verschieben können. Unter ihnen befindet sich die aus magnetischem Metall bestehende Scheibe r, welche langsam gedreht wird. Die Magnete ruhen mit ihrem Eigengewichte auf der Scheibe und sind um die Gleitstange h drehbar angeordnet. Einer der Magnete q' ist ein permanenter Magnet oder ein Elektromagnet von gleichbleibender Stärke. Der andere Magnet q ist ein Elektromagnet .und wird von einem veränderlichen Strom erregt. Wenn kein Strom durch die Magnetwicklung q fließt und die Scheibe r sich langsam in der durch Pfeil 1 angedeuteten Richtung dreht, wird die Kontaktstange h in der in Fig. ι gezeichneten Stellung durch die auf die Scheibe ausgeübte größere Reibung des permanenten Magneten q' gehalten bezw. in der Richtung des Pfeiles 2 bewegt. Die Bewegung der Stange in dieser Richtung wird durch einen geeigneten Anschlag begrenzt. Wenn der Elektromagnet q stärker erregt wird als der permanente Magnet q', so übt er eine größere Reibung auf die Scheibe r aus, die entgegengesetzt wirkende Reibung des permanenten Magneten q' wird überwunden und die Stange bewegt sich in die Kontaktstellung, da der Magnet q in der Richtung des Pfeiles 3 von der rotierenden Scheibe mitgenommen wird. Wenn die starke Erregung des Magneten q eine gewisse, vorher festsetzbare Zeit andauert, so bewegt sich die Stange h vollständig bis an den Kontakt k heran und schließt den Lokalstromkreis b. Wenn durch den Magneten q
kein Strom mehr fließt, so wird der permanente Magnet q' der stärkere und tritt wieder in Wirkung, und die Gleitstange h geht nach der in den Figuren gezeichneten Stellung zurück. Demnach wird die Stange in der einen oder anderen Richtung bewegt, je nachdem der eine Magnet stärker als der andere ist. Die Zeit, welche die Stange h braucht, um sich entweder in ihre Kontaktstellung zu
ίο bewegen oder in ihre Ruhestellung zurückzukehren, läßt sich dadurch ändern, daß der Kontakt k eingestellt oder die Geschwindigkeit der Scheibe geändert wird.
Wie Fig. I bis 3 zeigen, liegt die Stange h über dem Drehpunkte der Scheibe r. Die inneren Pole der Magneten q und q' sind mit der Scheibe in gleichem Abstande von dem Drehpunkte in Berührung und bewegen sich mit gleichen Geschwindigkeiten, wenn sie von der Scheibe mitgenommen werden. Falls der Stange Und ihren Magneten eine Parallelverschiebung nach rechts erteilt wird, vergrößert der Pol des permanenten Magneten seinen Abstand von der Drehachse der Scheibe und der Pol des Elektromagneten rückt der Drehachse näher. Der Magnet q' befindet sich dann mit einem Scheibenteile in Berührung, der eine größere Geschwindigkeit hat als der Scheibenteil, mit welchem der Magnet q in Kontakt ist, und folglich wird sich die Stange schneller in die Offenstellung als in die Geschlossenstellung bewegen. Wenn in gleicher Weise die Stange nebst Magneten nach links von der Drehachse der Scheibe verschoben wird, so erhält die Stange eine schnellere Bewegung bei Herstellung des Stromschlusses.
Zur Ausführung dieser zur Regelung der Geschwindigkeit des Schaltvorganges erforderlichen Querbewegung der Stange h und ihrer Magnete sind die Lager ρ und p' auf auf einem Schlitten s befestigt, der mittels einer Stellschraube t nach rechts oder links in Führungen des Gestelles bewegt werden kann. Der Schlitten s ist zur Aufnahme der Scheibenwelle geschlitzt.
Man kann auch den permanenten Magneten durch eine andere konstante Reibungsvorrichtung ersetzen und an Stelle des Elek- tromagneten irgend einen anderen Teil benutzen, der durch Anwachsen des Stromes eine veränderliche Reibung auf der Scheibe r ausübt.
In Fig. ι ist die Vorrichtung in ihrer Anwendung zur Betätigung eines elektrischen Ausschalters c und zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises α gezeigt.
Der Elektromagnet q der Vorrichtung ist in einen vom Hauptstromkreise abgeleiteten Nebenstromkreis eingeschaltet. In den elekirischen Lokalstromkreis b ist die Gleitstange h, der einstellbare Kontakt k und der Ausschalter c für den elektrischen Stromkreis α eingeschaltet.
Wenn der gefährliche starke Strom eine Zeitlang anhält, auf welche das Instrument eingestellt ist, so werden die Gleitstange.h und der Kontakt k zusammengebracht, der Lökalstromkreis b geschlossen und mit Hilfe des Ausschalters c der Hauptstromkreis a unterbrochen.
• Sollte der gefährlich starke Strom nur eine sehr kurze Zeit fließen, wodurch der Stromkreis oder die darin eingeschalteten Lampen oder Instrumente nicht gefährdet werden, so wird die Gleitstange h sich nicht weit genug bewegen, um gegen den Kontakt k zu treffen, und wenn der gefährlich starke Strom zu fließen aufhört, wird die Gleitstange h in die dargestellte Stellung zurückkehren und der Ausschalter nicht in Tätigkeit treten.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die Gleitstange h durch eine um h' drehbare Stange h ersetzt, welche gleichfalls in einen elektrischen Lokalstromkreis eingeschaltet ist. Die Stange ist über dem Mittelpunkt der Scheibe r angeordnet und trägt die zwei Magnete q und q'. Je nachdem die Wirkung des einen oder anderen Magneten überwiegt, wird der Arm h . sich auf den Kontakt k zu oder von demselben abbewegen. Um das Verhältnis der Geschwindigkeiten der beiden Bewegungen des Teiles h zu verändern, kann dieser Teil in der einen oder anderen Richtung seiner Länge bewegt werden. Dies läßt sich leicht dadurch bewirken, daß der Teil h, die Magnete q und q' und der Kontakt k auf einen Schlitten montiert werden, der dem Schlitten s nach Fig. 1 bis 3 entspricht.

Claims (3)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    I. Selbsttätige elektrische Schaltvorrichtung, gekennzeichnet durch eine in
    ■* Drehung befindliche Scheibe, welche auf zwei mit einem verschiebbaren Schaltteil verbundenen Reibungskupplungen, von denen die eine konstant, die andere unter dem Einfluß eines elektrischen Stromes
    . veränderlich ist, in entgegengesetzter Richtung derart einwirkt, daß der bewegliche Schaltteil je nach dem Überwiegen der Wirkung der konstanten oder der veränderlichen Kupplung nach der einen oder der anderen Seite verschoben wird und hierdurch eine Umschaltung· bewirkt.
  2. 2. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die sich drehende Scheibe aus magnetischem Material besteht und von magnetischen Reibungskupplungen beeinflußt wird.
  3. 3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffspunkte der Kupplungen (q q'J an der sich drehenden Scheibe gegen den Drehpunkt derselben verstellbar sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedrückt in üer reiChsdruckerei.
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