DE173299C - - Google Patents

Info

Publication number
DE173299C
DE173299C DENDAT173299D DE173299DA DE173299C DE 173299 C DE173299 C DE 173299C DE NDAT173299 D DENDAT173299 D DE NDAT173299D DE 173299D A DE173299D A DE 173299DA DE 173299 C DE173299 C DE 173299C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grain
fan
threshing machine
wind
sieve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT173299D
Other languages
English (en)
Publication of DE173299C publication Critical patent/DE173299C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F12/00Parts or details of threshing apparatus
    • A01F12/42Apparatus for removing awns from the grain

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 e. GRUPPE
C. F. RICHTER in BRANDENBURG a. H.
Dreschmaschine mit Entgranner. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1905 ab.
Es sind Dreschmaschinen bekannt, bei denen der von einem Ventilator erzeugte Luftstrom so geteilt ist, daß das von dem ersten Luftstrom vorgereinigte Gut im weiteren Verlauf der Behandlung von einem nicht verunreinigten Luftstrom getroffen wird.
Die Erfindung besteht darin, daß bei derartigen Dreschmaschinen der das Getreide
ίο hebende Ventilator einerseits das Getreide einem Entgranner zuführt und so das Heben, Entgrannen und Vorreinigen des Getreides verrichtet, andererseits ein von demselben Ventilator abgetrennter Windstrom die Nachreinigung bewirkt. Durch diese Kombination an sich bekannter Einzelvorrichtungen wird eine vorteilhaftere Dreschmaschinenanordnung erzielt, es wird an Kraft gespart, indem es nur des Antriebes eines einzigen Ventilators zum Heben, Entgrannen sowie zum Reinigen des Getreides bedarf, und die Dreschmaschine wird auch in ihrer Bauart vereinfacht und daher verbilligt.
Auf der Zeichnung ist die neue, in die Dreschmaschine eingebaute Reinigungsvorrichtung schematisch dargestellt, da sich so die Wirkung am besten erklären läßt. Dem bekannten Schaufelventilator α wird das ausgedroschene Getreide durch die zentrale öffnung b zugeführt. Die Ventilatorschaufeln schleudern das Getreide unter Erzeugung eines kräftigen Luftstromes, wie bekannt, in den geschlossenen Kanal c, wobei es an den gezahnten Entgranner χ, welcher die obere Wandung des gekrümmten Teiles des Kanals c bildet, entlang streicht und in den Behälter d gelangt. Die dem Austritt des Kanals c gegenüberliegende Wand, des Behälters d ist mit einer durch Sieb e verschlossenen Öffnung versehen, so daß der von dem Ventilator α in den Kanal getriebene Luftstrom mit dem Kaff durch das Sieb e entweichen kann, das entgrannte Getreide aber in den Behälter d niederfällt.
Das Getreide fällt hierbei auf das nach unten geneigte Blech g. Auf dieses Blech trifft auch der Teil des Windstromes, der nicht durch das schrägstehende Sieb e hindurchgeht, sondern abprallt und nun von dem Bleche g rückwärts nach der dem Siebe e gegenüberliegenden Wand geleitet wird und dort mit dem vorhandenen Staub durch Sieb f entweicht. Das von dem Siebe/ zurückgehaltene Getreide fällt auf das Blech g1 und gelangt so in einen Abteil des Behälters d, in dem Luftüberdruck nicht mehr vorhanden ist, weil der Wind schon durch die beiden Ableitungssiebe gegangen ist.
Für die Reinigung des Getreides ist es wichtig, daß letzteres beim Ausfließen aus dem Behälter d nicht mit der zum Heben und Entgrannen verwendeten Ventilatorluft in Berührung kommt, da diese es wieder verunreinigen würde.
Um dies zu erreichen, muß das von dem Sysbe e zurückgehaltene Getreide den oben erläuterten zickzackförmigen Weg zurücklegen, während die Kraft der in dem Behälter d eingeschlossenen Luft dadurch gebrochen und abgeleitet wird, daß an der dem
Siebe e gegenüberliegenden Seite des Behälters d eine zweite Auslaßöffnung durch Sieb/" verschlossen, vorgesehen ist. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ragt der Kanal c tief in den Behälter d hinein und unterhalb der Siebe e,f sind die erwähnten, schräg gerichteten, einander zugekehrten Bleche g, gl oder dergl. so angeordnet, daß unter diesen ein Raum entsteht, der der Einwirkung des
ίο Luftstromes vollständig entzogen ist.
Der von dem Ventilator α erzeugte Luftstrom trifft mit verhältnismäßig großer Kraft gegen das Sieb e und kann mit großer Kraft arbeiten, da das Sieb e das Mitreißen des Kornes verhindert; er führt, wie schon erwähnt, den größten Teil der Unreinlichkeiten durch das Sieb e ab, und zwar einen um so größeren Teil der Unreinlichkeiten, je größer der Luftdruck ist.
Die Kraft des Ventilatorstromes muß also durch den Entgranner möglichst wenig geschwächt werden, trotzdem muß aber das Entgrannen des Getreides in möglichster Vollkommenheit geschehen, und diese anscheinend widerstreitenden Bedingungen werden durch den in Fig. I im senkrechten Längenschnitt, in Fig. 2 im Querschnitt und in Fig. 3 im wagerechten Schnitt dargestellten Entgranner x. erfüllt.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind die die Entgrannerarbeit verrichtenden Zähne derart zueinander versetzt, daß sich die Körner und der Wind in Schlangenlinien hindurch winden müssen. Hierdurch wird ein durchaus vollkommenes Entgrannen des Getreides herbeigeführt. Ob der Entgranner den aus Fig. 2 ersichtlichen Querschnitt hat, oder kreisrund, rechteckig usw. ist,· ist ohne nennenswerte Bedeutung, denn auch der Windstrom wird nur geringfügig in seiner Bewegungsbahn abgelenkt und kann daher, nur wenig abgeschwächt, gegen das Sieb e strömen.
Von dem Siebe e prallen dann das Getreide und die überschüssige Luft zurück.
Das Getreide gleitet, wie bereits erwähnt, von dem Blech g auf das Blech gl und von dort in den luftstillen Raum, während die zurückgeschleuderte Luft wesentlich geschwächt, nunmehr durch Sieb / entweicht und weitere Unreinlichkeiten des Getreides mit sich führt.
Das so weit gereinigte Getreide rinnt dann auf dem bekannten Wege in den Reiniger h oder den Sortierapparat, wo, Wie bekannt, die letzte Reinigung und das Sortieren erfolgt. Dies geschieht wiederum durch denselben Ventilator a, und zwar durch einen an sich in bekannter Weise abgezweigten Luftstrom.
Der Reiniger oder Sortierapparat, in den das Getreide aus dem Behälter d rinnt, hat die bekannte Konstruktion, so daß er in der Zeichnung nur angedeutet ist, und aus diesem gelangt das nun saubere Getreide auf die Sortiersiebe und dann in die Säcke.
""Die aus dem Behälter d geteilt entweichende, mit Kaff und Staub verunreinigte Luft wird durch die die Siebe e, f überdeckenden Kanäle k, k1 geleitet, in dem Rohre / gesammelt und seitlich so abgeleitet, daß sie beim Entweichen das gereinigte Getreide nicht zu verunreinigen vermag.

Claims (3)

Patent-A N Sprüche:
1. Dreschmaschine mit Entgranner, dadurch gekennzeichnet, daß der das Getreide hebende Ventilator einerseits das Getreide einem Entgranner zuführt und andererseits ein von dem Ventilator abgetrennter Windstrom die Nachreinigung bewirkt.
2. Ausführungsform der Dreschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch den Entgranner streichende Luftstrom oberhalb des Sammelraumes für das mitgerissene Getreide durch Siebe oder siebartige Wände (e, f) und Ableitungsblech (g) oder dergl. sowie das vorgereinigte Getreide durch ein weiteres Ableitungsblech (g1) zickzackförmig abgeleitet werden, zum Zweck, im unteren Teile des Sammelraumes Luftruhe zu erzielen.
3. Ausführungsform der Dreschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Windkanal eingebauten Flächen des Entgranners (x) mit zueinander versetzten Zähnen (\) besetzt sind, derart, daß sich das Getreide zwisehen den Zähnen schlangenförmig hindurchwinden muß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT173299D Active DE173299C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE173299C true DE173299C (de)

Family

ID=438118

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT173299D Active DE173299C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE173299C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967995C (de) * 1953-09-06 1958-01-02 Miag Muehlenbau U Ind G M B H Vorrichtung zur pneumatischen Reibbehandlung von koernigem Schuettgut

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967995C (de) * 1953-09-06 1958-01-02 Miag Muehlenbau U Ind G M B H Vorrichtung zur pneumatischen Reibbehandlung von koernigem Schuettgut

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3406603A1 (de) Reinigungsgeraet
EP2533677B1 (de) Kehrmaschine
DE1264477B (de) Filtersystem fuer Kehrmaschinen
DE2504009A1 (de) Einrichtung zum reinigen rotierender buersten, insbesondere von textilmaschinen
DE173299C (de)
DE2655386A1 (de) Fahrbare eisenbahngleisschotter- siebvorrichtung
DE2922552A1 (de) Filter
EP3925501A1 (de) Staubsammelvorrichtung für eine werkzeugmaschine
DE2515780C2 (de) Öffnungs- und Reinigungsmaschine für Spinngut, vornehmlich Baumwolle
DE87062C (de)
EP4452033A1 (de) Filterabreinigungseinheit, staubsauger und verfahren zur abreinigung eines filters in einem staubsauger
DE3421367A1 (de) Handduese fuer einen staubsauger
DE201004C (de)
DE187568C (de)
DE203078C (de)
DE1900732A1 (de) Aus Rohren oder Rohrbuendeln bestehender Oberflaechen-Kondensator bzw.Oberflaechen-Waermeaustauscher
AT138407B (de) Reinigungs- und Sortiervorrichtung für Dreschmaschinen.
DE194963C (de)
DE2626804C2 (de) Rechenreinigungsvorrichtung
DE396072C (de) Vorrichtung zum Waschen, Reinigen, Spuelen, Auflockern usw. von in Wasser aufgeschwemmtem Fasermaterial
DE867373C (de) Tonreiniger
DE350603C (de) Einrichtung zum Entgrannen und Reinigen von Getreide
DE291559C (de)
DE37843C (de) Windvertheilungs- und Staubfangvorrichtung an Gries- und Dunstputzmaschinen
DE203198C (de)