DE194963C - - Google Patents
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- DE194963C DE194963C DENDAT194963D DE194963DA DE194963C DE 194963 C DE194963 C DE 194963C DE NDAT194963 D DENDAT194963 D DE NDAT194963D DE 194963D A DE194963D A DE 194963DA DE 194963 C DE194963 C DE 194963C
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Landscapes
- Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 194963 KLASSE 39 a. GRUPPE
FRITZ KEMPTER in STUTTGART
Gegenstand der Erfindung ist «ine Vorrichtung zum Waschen von Kautschuk,
Guttapercha, Balata und ähnlichen Stoffen, bei der in einem Behälter in bekannter Weise
sich drehende Walzen angeordnet sind. Gemäß der Erfindung sind die Walzen mit
wellenförmigen Quetschleisten versehen, während der Boden des Maschinentroges der Bahn
der Quetschleisten angepaßt ist. In den
ίο Längswänden, zweckmäßig oberhalb der Quetscherachse, sind in das Innere des Troges
vorspringende Steinfang- und Abweiskanten angeordnet, oberhalb welcher Siebe
oder Roste vorgesehen sind, durch die das Waschwasser mit den mitgerissenen Verunreinigungen
abfließt.
Mit dieser Vorrichtung wird Rohkautschuk usw. ohne Zutun eines die Maschine
bedienenden Arbeiters von den enthaltenen Verunreinigungen befreit, von denen die
leichten mit dem oberhalb der Quetscher abfließenden Waschwasser entfernt werden.
Schwere Verunreinigungen werden infolge der kräftigen Wasserbewegung durch die
Quetscher ebenfalls nach oben gerissen und gelangen auf die dort vorgesehenen Abweiskanten,
auf denen sie liegen bleiben.
Auf der Zeichnung ist eine Maschine gemäß der Erfindung in Fig. 1 im Längsschnitt
und Fig. 2 im Querschnitt dargestellt.
Im Gestell α ist der Waschtrog b drehbar
gelagert. Die Lagerbuchsen c und d, um welche der Trog zum Ausleeren geschwenkt
werden kann, nehmen gleichzeitig auch die Welle e eines der beiden Quetscher f auf.
Der andere Quetscher g sitzt auf einer der Welle e parallelen Welle h. Die Quetscher haben
zweckmäßig den aus Fig. 2 ersichtlichen Querschnitt, d. h. sie bilden ein Kreuz mit vier
Armen. Für größere Maschinen werden entsprechend mehr Arme genommen. Die Aussparungen
zwischen den Quetschleisten verlaufen wellenförmig in der Längsrichtung
der Walzen; sie dürfen nicht zu tief sein, da sich sonst die Masse darin festsetzt und ungenügend
gereinigt wird. Der Trog b, in welchem die beiden Quetscher arbeiten, ist
am Boden der Bahn der Quetscher entsprechend zu zwei sich schneidenden Zylinderstücken
ausgebildet, die in der Mitte zu einem Sattel / zusammenlaufen. Etwas oberhalb der
Mittelachse der beiden Quetscher sind im Trog beiderseits Steinfang- und Abweiskanten k
und/ ausgebildet. Über diesen ist die Trogwand durchbrochen. Die Durchbrechungen
sind mit schrägstehenden Roststäben m oder Gittern ausgefüllt. Zweckmäßig wird der
Abstand des untersten Roststabes von den Kanten k bzw. / größer genommen als die
Teilung der übrigen Stäbe, um auch größeren Fremdkörpern den Durchgang zu gestatten.
Der ganze Trog b ist von einem Mantel η umgeben, der am oberen Rande von einer
Rinne ν umzogen ist. Man kann auch die Stirnwände des Troges mit Durchbrechungen
und Rosten ausrüsten. In diesem Falle muß natürlich auch der Mantel η um die Stirnwände
herumgeführt werden. Über dem
Trog b ist ein Spritzrohr ο vorgesehen, durch
das dem Trog wie üblich Wasser zugeführt wird. Der Antrieb der beiden Quetscher/
und g erfolgt von der WeIIe^ aus in bekännter
Weise durch Zahnräder.
Unterhalb des Mantels η ist im Gestell der Trog q gelagert, in welchen aus dem
Trog b ein Abflußrohr w hinabführt. Am Mantel η ist ein schwenkbares Rohr u vorgesehen,
mittels dessen der Wasserstand im Mantel und Waschtrog beliebig geregelt werden kann.
Bei der dargestellten Maschine sind zwei Quetscher angenommen. Es können aber
auch deren mehr als zwei vorhanden sein. Auch brau'chen die beiden Quetscher nicht
notwendig in einer Ebene zu liegen, gleichwie die Quetschleisten nicht notwendig genau
parallel zur Längsrichtung der Walzen verlaufen. Der Drall, den die Quetschleisten
eventuell erhalten, ist nur ein ganz geringer, •etwa Y4 Umdrehung.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Die zu verarbeitende Masse wird in den
Trog b eingefüllt und durch das Rohr o, am besten beständig, mit Wasser von entsprechender
Temperatur begossen. Die Quetscher/ und g drehen sich in der Pfeilrichtung
der Fig. 2. Die Masse wird dadurch zwischen sie hineingezogen, füllt die Aussparungen des Quetscherquerschnittes aus
und gleitet an den Wänden des Troges vorbei. Hierbei wird sie durch die vereinigte
schneidende und quetschende' Wirkung der Kanten mechanisch aufgeschlossen, die Fremdkörper
werden aus ihr entfernt und gehen zunächst in das Waschwasser über. Beim Weitergang der Quetscher wird die Masse
an der Unterseite der Kanten k und. / vorüber wieder nach oben geführt, während die
durch die vorherige Bearbeitung in den Quetschern ausgeschiedenen schweren Fremdkörper
an der Oberseite der Kanten k und Z abwärts gleiten und durch die Gitter rn in den
Mantel κ fallen. Spezifisch leichtere Fremdkörper, Blätter, Rindenstückchen u. dgl.,
schwimmen nach oben und sammeln sich in der Rinne v, aus der man sie durch Heben
des Wasserstandes abschwemmen kann, während fein verteilte Körper von größerem spezifischen
Gewicht, wie namentlich Sand, durch die beständige kräftige Wasserbewegung nach oben gerissen werden und durch die Gitter m
in den Mantel η abziehen, wo sie, da hier das Wasser ruhig ist, ungestört sinken können.
Die Kanten k und I haben eine doppelte
Aufgabe: Einmal bieten sie schweren Fremdkörpern die Möglichkeit, leicht den Waschtrog
zu verlassen, dann aber drängen sie auch die sich unter ihnen emporschiebende Masse
von den Gittern m ab nach der Trogmitte hin und hindern sie dadurch, die Gitter zu
verstopfen. Sie wirken also gleichzeitig als Steinfänger und Abweiskanten.
In der Trogmitte wird die aufsteigende Masse abermals von den Quetschern gefaßt,
wiederum gequetscht und geschnitten und abermals an den Kanten k und / vorbeigeschoben,
bis der gewünschte Grad von Reinheit erreicht ist. Alle ausgeschiedenen Fremdkörper
fallen in den Trog η und gelangen von da in den Trog q, ohne mit der ,bereits
gereinigten Masse nochmals in Berührung zu kommen. Es kommt vor, daß brauchbare Teile der Masse mit den Fremdkörpern aus
der Maschine ausgeschwemmt werden. Um auch diese zu gewinnen, sind im Trog q
(Fig. 1) in bekannter Weise eine Reihe von Querwänden r, r und Sieben s, s vorgesehen.
Das aus dem Behälter η abfließende Wasser durchläuft zunächst ein grobes Sieb 5 und
setzt hier die größeren Fremdkörper und unbrauchbaren Teile ab, geht dann um die
zweite Scheidewand r in ein feineres Sieb s, setzt hier die feineren Unreinigkeiten ab und
verläßt durch das Rohr t den Trog endgültig. Die auf den Sieben s, s angesammelte
Masse kann wieder zu weiterer Verarbeitung in den Trog b zurückgeführt werden.
Claims (1)
- 90 Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Waschen von Kautschuk, Guttapercha und ähnlichen Stoffen mit in einem Waschtrog angeordneten, sich gegeneinander drehenden Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (f,g) mit wellenförmigen Quetschleisten versehen sind, der Boden des Waschtroges (b) der Bahn der Quetschleisten angepaßt ist, in den Längswänden des Troges (b) zweckmäßig oberhalb der Quetscherachse nach innen vorspringende Steinfang und Abweiskanten (k, I) und über diesen Siebe oder Roste (m) vorgesehen sind, durch die das Waschwasser mit den mitgerissenen Verunreinigungen abfließt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE194963C true DE194963C (de) |
Family
ID=458059
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT194963D Active DE194963C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE194963C (de) |
-
0
- DE DENDAT194963D patent/DE194963C/de active Active
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