DE194963C - - Google Patents

Info

Publication number
DE194963C
DE194963C DENDAT194963D DE194963DA DE194963C DE 194963 C DE194963 C DE 194963C DE NDAT194963 D DENDAT194963 D DE NDAT194963D DE 194963D A DE194963D A DE 194963DA DE 194963 C DE194963 C DE 194963C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trough
washing
bars
squeezers
edges
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT194963D
Other languages
English (en)
Publication of DE194963C publication Critical patent/DE194963C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 194963 KLASSE 39 a. GRUPPE
FRITZ KEMPTER in STUTTGART
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. November 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist «ine Vorrichtung zum Waschen von Kautschuk, Guttapercha, Balata und ähnlichen Stoffen, bei der in einem Behälter in bekannter Weise sich drehende Walzen angeordnet sind. Gemäß der Erfindung sind die Walzen mit wellenförmigen Quetschleisten versehen, während der Boden des Maschinentroges der Bahn der Quetschleisten angepaßt ist. In den
ίο Längswänden, zweckmäßig oberhalb der Quetscherachse, sind in das Innere des Troges vorspringende Steinfang- und Abweiskanten angeordnet, oberhalb welcher Siebe oder Roste vorgesehen sind, durch die das Waschwasser mit den mitgerissenen Verunreinigungen abfließt.
Mit dieser Vorrichtung wird Rohkautschuk usw. ohne Zutun eines die Maschine bedienenden Arbeiters von den enthaltenen Verunreinigungen befreit, von denen die leichten mit dem oberhalb der Quetscher abfließenden Waschwasser entfernt werden.
Schwere Verunreinigungen werden infolge der kräftigen Wasserbewegung durch die Quetscher ebenfalls nach oben gerissen und gelangen auf die dort vorgesehenen Abweiskanten, auf denen sie liegen bleiben.
Auf der Zeichnung ist eine Maschine gemäß der Erfindung in Fig. 1 im Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt dargestellt.
Im Gestell α ist der Waschtrog b drehbar gelagert. Die Lagerbuchsen c und d, um welche der Trog zum Ausleeren geschwenkt werden kann, nehmen gleichzeitig auch die Welle e eines der beiden Quetscher f auf. Der andere Quetscher g sitzt auf einer der Welle e parallelen Welle h. Die Quetscher haben zweckmäßig den aus Fig. 2 ersichtlichen Querschnitt, d. h. sie bilden ein Kreuz mit vier Armen. Für größere Maschinen werden entsprechend mehr Arme genommen. Die Aussparungen zwischen den Quetschleisten verlaufen wellenförmig in der Längsrichtung der Walzen; sie dürfen nicht zu tief sein, da sich sonst die Masse darin festsetzt und ungenügend gereinigt wird. Der Trog b, in welchem die beiden Quetscher arbeiten, ist am Boden der Bahn der Quetscher entsprechend zu zwei sich schneidenden Zylinderstücken ausgebildet, die in der Mitte zu einem Sattel / zusammenlaufen. Etwas oberhalb der Mittelachse der beiden Quetscher sind im Trog beiderseits Steinfang- und Abweiskanten k und/ ausgebildet. Über diesen ist die Trogwand durchbrochen. Die Durchbrechungen sind mit schrägstehenden Roststäben m oder Gittern ausgefüllt. Zweckmäßig wird der Abstand des untersten Roststabes von den Kanten k bzw. / größer genommen als die Teilung der übrigen Stäbe, um auch größeren Fremdkörpern den Durchgang zu gestatten. Der ganze Trog b ist von einem Mantel η umgeben, der am oberen Rande von einer Rinne ν umzogen ist. Man kann auch die Stirnwände des Troges mit Durchbrechungen und Rosten ausrüsten. In diesem Falle muß natürlich auch der Mantel η um die Stirnwände herumgeführt werden. Über dem
Trog b ist ein Spritzrohr ο vorgesehen, durch das dem Trog wie üblich Wasser zugeführt wird. Der Antrieb der beiden Quetscher/ und g erfolgt von der WeIIe^ aus in bekännter Weise durch Zahnräder.
Unterhalb des Mantels η ist im Gestell der Trog q gelagert, in welchen aus dem Trog b ein Abflußrohr w hinabführt. Am Mantel η ist ein schwenkbares Rohr u vorgesehen, mittels dessen der Wasserstand im Mantel und Waschtrog beliebig geregelt werden kann.
Bei der dargestellten Maschine sind zwei Quetscher angenommen. Es können aber auch deren mehr als zwei vorhanden sein. Auch brau'chen die beiden Quetscher nicht notwendig in einer Ebene zu liegen, gleichwie die Quetschleisten nicht notwendig genau parallel zur Längsrichtung der Walzen verlaufen. Der Drall, den die Quetschleisten eventuell erhalten, ist nur ein ganz geringer, •etwa Y4 Umdrehung.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Die zu verarbeitende Masse wird in den Trog b eingefüllt und durch das Rohr o, am besten beständig, mit Wasser von entsprechender Temperatur begossen. Die Quetscher/ und g drehen sich in der Pfeilrichtung der Fig. 2. Die Masse wird dadurch zwischen sie hineingezogen, füllt die Aussparungen des Quetscherquerschnittes aus und gleitet an den Wänden des Troges vorbei. Hierbei wird sie durch die vereinigte schneidende und quetschende' Wirkung der Kanten mechanisch aufgeschlossen, die Fremdkörper werden aus ihr entfernt und gehen zunächst in das Waschwasser über. Beim Weitergang der Quetscher wird die Masse an der Unterseite der Kanten k und. / vorüber wieder nach oben geführt, während die durch die vorherige Bearbeitung in den Quetschern ausgeschiedenen schweren Fremdkörper an der Oberseite der Kanten k und Z abwärts gleiten und durch die Gitter rn in den Mantel κ fallen. Spezifisch leichtere Fremdkörper, Blätter, Rindenstückchen u. dgl., schwimmen nach oben und sammeln sich in der Rinne v, aus der man sie durch Heben des Wasserstandes abschwemmen kann, während fein verteilte Körper von größerem spezifischen Gewicht, wie namentlich Sand, durch die beständige kräftige Wasserbewegung nach oben gerissen werden und durch die Gitter m in den Mantel η abziehen, wo sie, da hier das Wasser ruhig ist, ungestört sinken können.
Die Kanten k und I haben eine doppelte Aufgabe: Einmal bieten sie schweren Fremdkörpern die Möglichkeit, leicht den Waschtrog zu verlassen, dann aber drängen sie auch die sich unter ihnen emporschiebende Masse von den Gittern m ab nach der Trogmitte hin und hindern sie dadurch, die Gitter zu verstopfen. Sie wirken also gleichzeitig als Steinfänger und Abweiskanten.
In der Trogmitte wird die aufsteigende Masse abermals von den Quetschern gefaßt, wiederum gequetscht und geschnitten und abermals an den Kanten k und / vorbeigeschoben, bis der gewünschte Grad von Reinheit erreicht ist. Alle ausgeschiedenen Fremdkörper fallen in den Trog η und gelangen von da in den Trog q, ohne mit der ,bereits gereinigten Masse nochmals in Berührung zu kommen. Es kommt vor, daß brauchbare Teile der Masse mit den Fremdkörpern aus der Maschine ausgeschwemmt werden. Um auch diese zu gewinnen, sind im Trog q (Fig. 1) in bekannter Weise eine Reihe von Querwänden r, r und Sieben s, s vorgesehen. Das aus dem Behälter η abfließende Wasser durchläuft zunächst ein grobes Sieb 5 und setzt hier die größeren Fremdkörper und unbrauchbaren Teile ab, geht dann um die zweite Scheidewand r in ein feineres Sieb s, setzt hier die feineren Unreinigkeiten ab und verläßt durch das Rohr t den Trog endgültig. Die auf den Sieben s, s angesammelte Masse kann wieder zu weiterer Verarbeitung in den Trog b zurückgeführt werden.

Claims (1)

  1. 90 Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Waschen von Kautschuk, Guttapercha und ähnlichen Stoffen mit in einem Waschtrog angeordneten, sich gegeneinander drehenden Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (f,g) mit wellenförmigen Quetschleisten versehen sind, der Boden des Waschtroges (b) der Bahn der Quetschleisten angepaßt ist, in den Längswänden des Troges (b) zweckmäßig oberhalb der Quetscherachse nach innen vorspringende Steinfang und Abweiskanten (k, I) und über diesen Siebe oder Roste (m) vorgesehen sind, durch die das Waschwasser mit den mitgerissenen Verunreinigungen abfließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT194963D Active DE194963C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE194963C true DE194963C (de)

Family

ID=458059

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT194963D Active DE194963C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE194963C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2647539C2 (de) Rechenanlage zur Entfernung von Grobstoffen aus strömendem Wasser
DE3841198A1 (de) Vorrichtung zur oelabscheidung
DE2741871C2 (de) Vorrichtung zum Waschen von Gemüse, Salat oder dgl.
DE3015677C2 (de) Vorrichtung zum Auffangen von zum Reinigen eines Röhrenwärmetauschers verwendeten Reinigungskörpern
DE2922552A1 (de) Filter
DE2611636C2 (de) Vorrichtung zur Gewinnung von Rubenbrei
CH632138A5 (de) Einrichtung zum behandeln von bohnen.
DE194963C (de)
DE102007035081A1 (de) Siebrechenvorrichtung sowie Verwendungen davon
DE9147C (de)
DE286358C (de)
DE72522C (de) Vorrichtung zum Entfernen fester Stoffe aus Abwässerrinnen oder Canälen
DE976604C (de) Vorrichtung zum Waschen von koernigem Material
EP0180701B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Fremdkörpern, wie Steine, Kies und Sand, von Hackfrüchten, insbesondere Zuckerrüben
DE1174720B (de) Vorrichtung zum Trennen der bei der Reinigungsbehandlung von Zuckerrueben anfallenden Schwaenze und Bruchstuecke von mitgefuehrten Fremdbestandteilen
DE2651942C2 (de) Waschtrog zur Reinigung von Feldfrüchten
DE185036C (de)
DE68325C (de) Woll-Waschmaschine
DE730459C (de) Stauchsetzmaschine
DE256284C (de)
DE2626804C2 (de) Rechenreinigungsvorrichtung
DE6604382U (de) Eindicker fuer feststoffhaltige fluessigkeiten
DE321953C (de) Walzenentkoerner
DE71944C (de) Kohlenwäsche für ununterbrochenen Betrieb
DE219192C (de)