DE172103C - - Google Patents
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- DE172103C DE172103C DENDAT172103D DE172103DA DE172103C DE 172103 C DE172103 C DE 172103C DE NDAT172103 D DENDAT172103 D DE NDAT172103D DE 172103D A DE172103D A DE 172103DA DE 172103 C DE172103 C DE 172103C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/16—Evaporating by spraying
- B01D1/18—Evaporating by spraying to obtain dry solids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf jenes, an sich bekannte Verfahren, feste
Körper aus Flüssigkeiten dadurch auszuscheiden, daß die Flüssigkeit in feiner Verteilung
in einen, mit warmer Luft gefüllten Raum eingeführt wird, so daß die Flüssigkeit
verdampft und die festen Bestandteile sich als feines Pulver zu Boden senken. Dieses Verfahren ist namentlich zur Gewinnung
der festen Bestandteile von Milch, Blut und anderen Lösungen oder Emulsionen organischer
Stoffe in derartiger Ausführung in Vorschlag gebracht worden, daß die Flüssigkeit
in einen geheizten Raum eingeblasen und zerstäubt wird und die entstandenen Flüssigkeitsdämpfe durch einen porösen,
zweckmäßig" aus Gewebe bestehenden Teil des Trockenraumes abgesaugt werden. Wird
hierbei jedoch, wie dies bisher bei solchen Anlagen der Fall war, die zur Verdampfung
benutzte heiße Luft unmittelbar dem Räume zugeführt, oder eine Vorrichtung zur Erhitzung
der zuzuführenden kalten Luft im Verdampf raum angebracht, so ist das Auftreten von Luftströmungen unausbleiblich,
wodurch die ausgeschiedenen festen, aber noch nicht ganz trockenen Teilchen leicht
zu größeren, im Innern nicht trockenen Flocken vereinigt werden können. Dieser
Möglichkeit wird nun nach vorliegender Erfindung dadurch vorgebeugt, daß die Luft
außerhalb des Trockenraumes auf die erforderliche Temperatur vorgewärmt und
durch eine möglichst große, poröse, ebenso wie die Absaugestelle aus Gewebe bestehende
Wand- oder Bodenfläche in den Trockenraum eingeführt und auf diese Weise jeder Zug vermieden wird. Läßt man hierbei die
Zerstäubung der Flüssigkeit möglichst hoch oben im Trockenraum erfolgen, die Luft
aber vom Boden eintreten, so erhält die aufsteigende warme Luft die ausgeschiedenen
festen Teilchen längere Zeit schwebend, so daß sich dieselben nur langsam senken und,
mit immer heißerer Luft zusammen kommend, völlig austrocknen, ohne daß die Teilchen
durch Luftströmungen zu einer Vereinigung miteinander veranlaßt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise, zur Ausübung des Verfahrens
geeignete Einrichtung dargestellt; Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch die Verdampfungskammer,
nach 1-1 des Grundrisses (Fig. 2) geführt, der einen wagerechten Schnitt nach
2-2 (Fig. 1) darstellt; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach 3-3 (Fig. 2), wobei alle Schnitte
in der Richtung der bei den Schnittlinien angegebenen Pfeile gesehen angenommen sind.
Die Kammer 1 enthält einen inneren Einbau
2, dessen obere Wandteile und Decke von Filterstoffen gebildet werden, wozu
zweckmäßig schwerer Baumwollenstoff oder Sackleinen verwendet wird. Diese Gewebewände
4 sind an einem geeigneten Rahmenwerk 5, 6 aufgespannt; der auf Balken 3
Lagerexeiiiplai
ruhende Boden 7 wird aus dicht aneinander gefügten Dielen gebildet. Im unteren Teil
des Raumes 2 befindet sich die gemäß der Erfindung gestaltete Vorrichtung zur Abgabe
und Verteilung von erhitzter Luft oder sonst einem geeigneten Gase, welche Vorrichtung
bewirkt, daß das Gas den ganzen inneren Raum in Gestalt einer gleichförmigen, nach
oben aufsteigenden Schicht erfüllt. Dies wird am besten ebenfalls durch ein Filtertuch
erreicht, weldies den Boden des Einsatzraumes bedeckt. Damit sich jedoch die aus
der zerstäubten Flüssigkeit ausscheidenden festen Stoffe nicht auf dem Filterboden ansammeln
und diesen verstopfen können, ist derselbe als ein endloses Transporttuch 8 gestaltet,
welches ziemlich die ganze Grundrißfläche des Raumes 2 einnimmt. Die eine an der Auswurfstelle befindliche Walze 9 ragt
in die Öffnung 10 der Kammer 2, welche zu dem von der Wand 13 umgebenen Raum
11 führt; unten liegt der Walze 9 ein Schabeblech 12 federnd an, welches die auf
dem Transportband sich absetzenden Stoffe von diesem entfernt. Der obere Teil der
Gehäusewand 13 ist mittels Scharniere 14 am unteren Teil der Wand befestigt, so daß
das Gehäuse zeitweilig geöffnet und entleert werden kann. Die Seitenwände des Einsatzes
2 umschließen die Enden der Walze 9. Am anderen Ende des Einsatzes läuft das Transportband über eine Walze 16, die im
Raum 2 selbst gelagert sein kann, während das eine Ende der Achse 17 der Walze 9
die Seitenwand des Raumes 2 durchdringt und innerhalb der Kammer 1 eine durch
einen Riemen 18' antreibbare Scheibe 18 trägt. Die heiße Luft wird seitlich in den
Raum 2 durch das Rohr 19 eingeführt, welches mit dem zwischen den beiden Transportbandläufen
befindlichen Rohr 26 verbunden ist, von welchem seitlich mehrere, mit den offenen Enden nach oben gebogene
Rohre 27 abzweigen.
Im Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist angenommen, daß das Luftzuleitungsrohr 19
mit einer Lufterhitzungsschlange 20 in Verbindung steht, die sich in dem Heizraum 21
befindet; die Luft wird durch einen Ventilator 22 und das Rohr 23 der Rohrleitung
20, 19, 26 zugeführt, während dem Heizraum 21 durch den Stutzen 24 Dampf zugeleitet
und dieser durch den Stutzen 25 abgeleitet werden kann.
Das Transportband besteht aus ziemlich lockerem Gewebe, so daß die heiße Luft
dasselbe leicht durchdringen kann. Zur Einführung der Flüssigkeit dient ein Zerstäuber
30, dessen Zuleitungsrohr 31 ungefähr in halber Höhe des Raumes 2 eintritt und
schräg nach oben gerichtet ist, so daß sich oben im Raum 2 eine Wolke der zerstäubten
Flüssigkeit bildet. Der Zerstäuber ist mit einer Zuführungsleitung für die Flüssigkeit
verbunden, welche der Flüssigkeit den erforderlichen Druck zu geben gestattet.
Das heiße, von unten unter Druck zutretende Gas tritt durch die Filterwände und
die Filterdecke des Raumes 2 nach außen und erhält dadurch die zerstäubte Flüssigkeit
schwebend, so daß diese völlig verdampft und von der heißen Luft durch die Filterwände
nach außen gedrängt wird; diese Wirkungsweise kann noch durch die in den
vier Wänden der Kammer 1 befindlichen, in die öffnungen 33 eingesetzten Ventilatoren
32 befördert werden.
Die Flüssigkeit wird durch den Zerstäuber in abgemessenen Mengen der Kammer 2 zugeführt,
und es ist vorzuziehen, die Flüssigkeit ohne Beimischung von Luft zu zerstäuben;
der Verlauf der Trocknung kann durch Regulierung der Heißluftzuführung und der Absaugung der Gase durch die Ventilatoren
geregelt werden. Die sich durch die Verdampfung der Flüssigkeit und Abführung der Dämpfe ausscheidenden festen
Stoffe fallen auf das Transportband und werden von diesem beständig durch den Schaber 12 weggenommen.
Das Verfahren eignet sich zum Trocknen von Nahrungsmitteln aller Art, wie Milch,
des Inhaltes von Eiern, Frucht- und Zuckersäften, Blut, Galle, der Verdampfung von
Salzlösungen usw. Beim Trocknen eiweißhaltiger Stoffe darf die Temperatur der heißen Luft nicht diejenige erreichen, bei
welcher das Eiweiß gerinnt, falls diese Stoffe nicht für Kochzwecke bestimmt sein sollen,
wogegen es bei solchen Substanzen, die durch Hitze nicht verändert werden, wie z. B. Salzlösungen, der Einhaltung einer bestimmten
Temperatur nicht bedarf.
Die Ausscheidung der festen Substanzen und deren Trocknung erfolgt schon bei verhältnismäßig
niedrigen Temperaturen sehr schnell und gründlich, so daß, wie schon bemerkt, eine nachträgliche Veränderung derartig
getrockneter organischer Stoffe nicht eintreten kann. Indem bei dem Verfahren heiße, reine und indifferente Gase verwendet
werden, erfolgt ohnehin keine Veränderung der Substanzen, wie dies z.B. bei der Räucherung
der Fall ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Ausscheidung fester Körper aus Flüssigkeiten, bei welchem die Flüssigkeit in feiner Verteilung in einen mit warmer Luft gefüllten Raumeingeführt und die daselbst von den festen Bestandteilen getrennten Dämpfe durch poröse Stellen der Wände hindurch abgesaugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die warme Luft getrennt für sich durch eine poröse Stelle in der Wand oder zweckmäßig durch den als Transportband gewebeartig ausgebildeten Boden zugeführt wird, um eine möglichst gleichförmige, durch Zug nicht beeinträchtigte Trocknung der im Trockenraum schwebenden Materialteilchen zu erzielen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE172103T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE172103C true DE172103C (de) |
Family
ID=5689881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT172103D Active DE172103C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE172103C (de) |
| FR (1) | FR344072A (de) |
-
0
- DE DENDAT172103D patent/DE172103C/de active Active
-
1904
- 1904-06-15 FR FR344072A patent/FR344072A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR344072A (fr) | 1904-10-24 |
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