DE170642C - - Google Patents

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DE170642C
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Germany
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B13/00Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
    • F26B13/001Drying and oxidising yarns, ribbons or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 170642 KLASSE 8
Die im Naßspinnverfahren aus kurzen Faserstoffen (Papierstoff usw.) hergestellten Garne haben nach dem Spinnen eine rauhe, ungleichförmige Oberfläche; es bilden sich nämlich infolge der dem feuchten Garne eigentümlichen Elastizität mehr oder weniger fest gedrehte Stellen und dadurch Unebenheiten und Buckel. Ferner besitzt das gesponnene Garn die Eigenschaft, daß es sich
ίο im feuchten Zustande, wie es von der Spinnmaschine kommt und bevor es getrocknet ist, kräuselt und zusammendreht.
Bisher wurden solche naß gesponnenen Garne allgemein von den Spulen sobald als möglich abgehaspelt, auf Trommeln oder Haspel aufgewickelt und auf diesen unmittelbar getrocknet, oder es wurden die Garnsträhne vom Haspel abgenommen, auf Stöcken in Trockenräumen aufgehängt bezw. durch diese geführt, oder es wurden endlich mehrere Garnsträhne mit Hilfe sogenannter Schlösser zu einer endlosen Kette vereinigt und diese langsam um eine größere Anzahl geheizter Trommeln herumgeführt. Bei diesem Verfahren, das dem beim Trocknen nasser Schnuren und Leinen zur Vermeidung von Schlingenbildungen u. dgl. angewendeten ähnlich ist, wird lediglich das Kräuseln des nassen Garnes während des Trockenprozesses verhindert, es wird aber nicht die Entfernung der beim Spinnen entstandenen Buckel und Unebenheiten des Garnes erreicht. Dieses zu ermöglichen, ist nun der Zweck des neuen Verfahrens und der zur Ausübung desselben dienenden Vorrichtung. Das Wesen dieses 35* Verfahrens besteht darin, daß das Garn, welches je nach der Beschaffenheit des Faserstoffes bis zu 15 Prozent Elastizität besitzt, noch im feuchten Zustande genau gleichmäßig und prozentual zu seiner Länge entsprechend der Stärke des Garnes gestreckt und in gestrecktem Zustande auf Trommeln aufgewickelt und auf diesen fertig getrocknet wird. Hierdurch erhält das Garn eine gleichmäßig glatte, runde Oberfläche.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 das Garn, wie es von der Spinnmaschine kommt, und Fig. 2 dasselbe nach der Behandlung nach vorliegendem Verfahren in stark vergrößertem Maßstabe, während in Fig. 3 eine zur Ausübung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung in schematischer Darstellung veranschaulicht ist.
Diese Vorrichtung, welche an jeder Garnhaspelmaschine angebracht werden kann, besteht im gezeichneten Beispiele aus der drehbar gelagerten Walze a, der darauf ruhenden Druckwalze b und dem Trockenzylinder c. Letzterer wird angetrieben und überträgt seine Drehung durch Vermittlung von Wechselrädern oder andere einstellbare Zwischengetriebe auf die Walze a. Beim Gebrauch wird die Drehbewegung der Walze α durch geeignete Wahl der Räder bezw. Einstellung der Getriebe so geregelt, daß ihre Umfangsgeschwindigkeit um Ί bis 15 Prozent geringer
ist als die des Zylinders c und das von der Spule d ablaufende Garn deshalb auf dem Wege von der Walze α bis zum Zylinder c prozentual zu seiner Länge gleichmäßig gestreckt wird.
Der Zylinder c kann aus Holz oder gelochtem Blech hergestellt werden und wird, nachdem das Garn auf denselben aufgewickelt ist, mit diesem in den Trockenraum gebracht, ίο so daß das Garn in gestrecktem Zustande fertig getrocknet wird.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Verfahren zum Vergleichmäßigen von Garnen aus kurzen, naß versponnenen Faserstoffen (Papierstoff u. dgl.), dadurch gekennzeichnet, daß das Garn in noch feuchtem Zustande einer gleichmäßigen Streckung entsprechend seiner Stärke unterworfen und dann zum Trocknen in diesem gestreckten Zustande aufgewickelt wird.
  2. 2. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den zum Trocknen des Garnes dienenden Trommeln oder Haspeln (c) besondere Zuführungswalzen (a, b) vorgelagert sind, welche sich mit geringerer, der jeweiligen Garnsorte entsprechend regelbarer Umfangsgeschwindigkeit drehen als die Trockentrommel oder -haspel.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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