DE169373C - - Google Patents
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- DE169373C DE169373C DENDAT169373D DE169373DA DE169373C DE 169373 C DE169373 C DE 169373C DE NDAT169373 D DENDAT169373 D DE NDAT169373D DE 169373D A DE169373D A DE 169373DA DE 169373 C DE169373 C DE 169373C
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Classifications
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- B41G1/00—Apparatus for bronze printing or for like operations
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
20. März 1S83
die Priorität
In der Patentschrift 147195 ist eine Maschine
zur Herstellung eines Bronzeüberzuges auf Drucksachen bezw. zum Einstäuben von Papier mit Bronze oder anderen Pulvern beschrieben.
Bei dieser Maschine wird der feuchte Druckbogen o. dgl. durch eine Kammer hindurchgeführt, in welcher man ein teilweises
Vakuum erzeugt, indem die Luft durch einen Ventilator aus der Kammer abgesaugt wird. Das gleichzeitig abgesaugte Pulver
wird durch den Ventilator nach einer oberhalb der Maschine angebrachten Kammer befördert,
in der eine Scheidewand aus feinem Gewebe das Entweichen der komprimierten Luft gestattet, das Pulver aber zurückhält.
Das letztere gelangt dann durch ein sich über die ganze Breite der Maschine erstreckendes
Mundstück wieder in die Arbeitskammer.
Bei Maschinen dieser Art macht sich der Übelstand geltend, daß die Poren des Filtergewebes
im Laufe der Zeit vollständig verstopft werden, so daß die Luft nicht mehr
entweichen kann und daher Preßluft in die Maschine gedrückt wird, so daß das Vakuum
in der Zylinderkammer nachteilig beeinflußt oder ganz beseitigt wird. Auch kommt es
vor, daß das das Pulver in die Zylinderkammer zurückleitende Mundstück, welches
sich über die ganze Breite der Maschine erstreckt und daher von sehr geringer lichter
Weite ist, verstopft wird, so daß der Betrieb von Zeit zu Zeit behufs Reinigung der Maschine
unterbrochen werden muß.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine andere Ausführungsform der Maschine,
bei welcher die angegebenen Übelstände beseitigt sind, so daß Betriebsstörungen fast ausgeschlossen sind und die Maschine
selbst keiner Beaufsichtigung bedarf.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung ist darin zu erblicken, daß die Abscheidung
von Luft und Pulver ohne Filter geschieht, wobei die Wiedereinführung des Pulvers in die Zylinderkammer in bekannter
Weise durch eine bürstenartige Walze mit rotierender Bewegung und geeigneter Abstreifvorrichtung
bewirkt wird. Durch die letztere Einrichtung wird das Pulver kräftig gegen
die Druckfläche geschleudert, so daß das erzielte Produkt von guter Beschaffenheit ist,
da die Bronze besser anhaftet.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt einer vollständigen Bronziermaschine.
Fig. 2 ist ein im größeren Maßstabe dar-
gestellter Schnitt durch die Vorrichtung zur Zuführung des Bronzepulvers.
Fig. 3 und 4 sind ein senkrechter Schnitt und ein Grundriß der Vorrichtung zur Trennung
der Luft und des Bronzepulvers.
Fig. 5 ist ein Längsschnitt einer der Bronzierwalzen.
Fig. 6 zeigt im Querschnitt einen Teil dieser Walze.
Eine Kammer A, welche mit Ausnahme sehr kleiner Durchgänge für den Einlaß der
erforderlichen Luft nahezu geschlossen ist, enthält ganz oder teilweise den Greiferzylinder
B von geeigneter Bauart. Mittels der Bronzier- oder Wischwalzen C wird die
Bronze auf das Papier oder Gewebe gebracht. Der Ventilator D entfernt die Bronze
mit der Luft durch das Rohr E aus der Kammer A derart, daß ein fortwährender
Zug in die Kammer hinein von der Außenluft stattfindet, wobei der Einlaß durch die
zu dem Zwecke vorgesehenen kleinen Durchgänge oder Öffnungen erfolgt, beispielsweise
wo der Greiferzylinder -B aus der Kammer A hervorsteht.
Das Rohr F leitet das Luft- und Bronzepulvergemisch vom Ventilator nach dem Abscheider
G, durch den die Luft entweichen kann, in dem das Pulver sich jedoch sammein
und absetzen kann, um zur Maschine zurückzukehren. Dieser Abscheider ist nach Art der Zyklonabscheider derart eingerichtet,
daß der Luftstrom mit dem in der Schwebe gehaltenen Bronzepulver tangential am oberen
und zylindrischen Teil eintritt. Das Bronzepulver wird innerhalb des umgekehrten
Kegels H nach innen und unten geführt und fällt in die Spitze des Kegels, von wo aus
es unmittelbar zur Maschine befördert oder zunächst noch durch eine zwischengeschaltete
Verteilungs- oder Zuführungsvorrichtung hindurchgeführt werden kann. Die Luft entweicht
zentral und aufwärts durch das Rohr K. Eine Platte L kann in irgend einer
Entfernung über dem Abscheiderauslaß verstellt werden, um den Luftdruck innerhalb
des Abscheiders zu regeln. Der in Fig. 1 dargestellte Abscheider hat eine glatte Innenfläche,
kann aber sonstwie gestaltet sein.
So kann, wie Fig. 3 zeigt, die Innenfläche des umgekehrten Kegels H mit einem schraubenförmigen
Führungsflantsch M versehen sein. Eine Rührvorrichtung N (Fig. i) ist
so angebracht, daß sie innerhalb des Abscheiders unter dem Einfluß der Luftströme
rotiert.
Der Abscheider kann das Bronzepulver unmittelbar nach der Bronzierkammer A oder
nach einer zwischengeschalteten Kammer O führen, welche es dann durch eine geeignete
• Zuführungsvorrichtung nach der Kammer A leitet. Diese Zuführungsvorrichtung besteht
in bekannter Weise aus einer mit Plüsch überzogenen Walze oder einer Walzenbürste P,
welche sich absatzweise unten in der Kammer O dreht, deren untere Öffnung sie teilweise
abschließt, wie Fig. 1 und 2 zeigen. Die Plüschwalze oder Bürste P wird durch
das Schaltrad Q angetrieben, welches auf deren Welle angebracht ist und seine Drehung
von einer Klinke erhält, die auf einem von einer Kurbel S auf der Maschinenwelle bewegten
Arm R sitzt. Die Verbindungsstange T, durch welche die Bewegung der
Welle auf den die Klinke tragenden hin- und hergehenden Arm übertragen wird, kann in
einem in der Kurbel vorgesehenen Schlitze verschoben werden, so daß sich die Hublänge
und folglich die Bewegung der Führungswalze nach Wunsch regeln läßt. Die Bürste dreht sich in Berührung mit einer Platte
oder einem Messer U, welches den übrigen Teil der Öffnung unten in der Kammer abschließt.
Das Messer kann nach Bedarf eingestellt bezw. auf die Bürste zu- oder von derselben abbewegt werden, um die Menge
des nach der Bronzierkammer gelangenden Pulvers zu regeln.
Das Pulver wird zwischen die Florfäden des Plüsches oder die Borsten der Bürste
geführt, und wenn diese die Kante des Messers verlassen, machen sie einen Satz oder Sprung, wodurch eine gleichmäßige
Verteilung der Bronze herbeigeführt wird.
Da der Abscheider das Pulver oder den Bronzestaub der Kammer O nur an einer
Stelle zuführt, so ist es vorteilhaft, Mittel zur möglichst gleichmäßigen Verteilung des
Pulvers an der Walze entlang anzubringen. Zu diesem Zwecke kann man die Kammer O
mit einer äußeren Abteilung V herstellen, wobei die Scheidewand zwischen den beiden
Abteilungen an ihren Enden mit Öffnungen W versehen ist. Da die äußere Abteilung mit
dem Innern der Bronzierkammer A in Verbindung ist, entsteht ein geringer Zug dadurch,
daß die Luft von der Kammer O durch die Abteilung V nach der Bronzierkammer A
strömt. Dieser geringe Zug genügt zur Verteilung des vom Abscheider zugeführten Pulvers durch die ganze Kammer O und auf
die Walzenbürste P. Will man das Pulver auffangen, wenn dasselbe nicht wieder nach
der Maschine zurückgeführt werden soll, so wird eine Schublade Y in die Kammer O eingesetzt
(s. Fig. 1).
Anstatt die in Fig. 1 dargestellte Kammer V anzubringen, kann man die Kammer O wie
zuvor mit Öffnungen W versehen und diese Öffnungen mit dem Innern der Bronzierkammer
A durch die verschließbaren Rohre W1 in Verbindung setzen (Fig. 2). Irgend eine
Claims (2)
- andere geeignete oder gleichwertige Vorrichtung zur Aufnahme des Pulvers vom Abscheider und zur Überführung desselben nach der Bronzierkammer A kann an die Stelle der Kammer O treten.Der Plüsch ist auf den Wischwalzen C in der in Fig. 5 und 6 veranschaulichten Weise befestigt. Doch ist diese Einrichtung nicht Gegenstand vorliegender Erfindung. Eine Leiste 1 paßt derart in einen Schlitz der hohlen Walze C, daß sie die zusammengenähten oder freien Enden des Überzuges festhält. Die Leiste 1 selbst wird durch auf ihre Zapfen 2 passende Scheiben 3 in ihrer Lage gesichert.Pate nt-A ν Sprüche:i. Maschine zur Ausführung des Verfahrens zur Herstellung von Bronzeüberzügen auf Drucksachen nach Patent 147195, dadurch gekennzeichnet, daß ein geschlossenes Gehäuse (A), durch welches die zu behandelnden Materialien hindurchgeführt werden, mit einem Ventilator (D) und einem oberhalb der Maschine angeordneten Zyklonabscheider (G) in Verbindung steht, in welchen die Druckleitung(F) des Ventilators mündet und von wo das abgeschiedene Pulver wieder in die Maschine gelangt.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichmäßigen Verteilung des von dem Zyklonabscheider(G) einer Kammer (O) zugeführten Pulvers über die ganze Länge der in bekannter Weise an der Austrittsöffnung der Kammer (O) angeordneten Zuführungsbürste (P) in einer Wandung der Bürstenkammer (O) Öffnungen (W) vorgesehen sind, welche die Bürstenkammer (O) mit dem geschlossenen' Gehäuse (A) in Verbindung setzen.Ergänzungsblatt zur Patentschrift 169373, Klasse 15 e.Durch rechtskräftige Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts vom 7. September 1908 ist Anspruch 1 für nichtig erklärt worden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE169373C true DE169373C (de) |
Family
ID=434502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT169373D Active DE169373C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE169373C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0177637A1 (de) * | 1983-06-18 | 1986-04-16 | Wanfried-Druck Kalden GmbH | Verfahren zum Bronzieren von mit Unterdruckfarbe behandelter Farbdrucke |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0177637A1 (de) * | 1983-06-18 | 1986-04-16 | Wanfried-Druck Kalden GmbH | Verfahren zum Bronzieren von mit Unterdruckfarbe behandelter Farbdrucke |
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