DE166609C - - Google Patents

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DE166609C
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mercury
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electrodes
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J13/00Discharge tubes with liquid-pool cathodes, e.g. metal-vapour rectifying tubes
    • H01J13/02Details
    • H01J13/34Igniting arrangements
    • H01J13/42Igniting by movement of vessel as a whole, e.g. tilting

Landscapes

  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die ursprüngliche Methode, einen elektrischen Lichtbogen zwischen zwei in Vakuum eingeschlossenen Quecksilberpolen zu bilden, bestand bisher in einer einfachen, mechanischen 5 Operation (Neigung, Schwenkung oder dergl.), um eine kurz dauernde Verbindung von Quecksilber zwischen den Polen zu bilden; bei der nachfolgenden Unterbrechung wurde der Lichtbogen gebildet.
Solange es sich nur um einen kürzeren Lichtbogen handelt, wird dieser in der angegebenen Weise leicht und sicher gebildet; handelt es sich aber um die Bildung eines längeren Lichtbogens, z. B. von 1 m Länge
und mehr, so ist die Methode unsicher und unzuverlässig, indem die Unterbrechung der bei der mechanischen Operation gebildeten Quecksilberverbindung zu schnell und plötzlich stattfindet, so daß der anfänglich gebildete Lichtbogen unterbrochen wird.
Dieser Mangel kann in verschiedener Weise behoben werden, beispielsweise dadurch, daß man in die elektrische Leitung einen Induktionswiderstand einschaltet; dadurch wird bei der plötzlichen Unterbrechung des Lichtbogens ein hochgespannter Induktionsstrom gebildet, der den unterbrochenen Lichtbogen wieder herstellt. Man kann die Einrichtung auch so treffen, daß eine Fortsetzung der einen
Elektrode während des Brennens der Lampe bestehen kann, ohne die Bildung des Lichtbogens zu beeinflussen, indem derselbe an der Fortsetzung entlang wandert und sich erst nach dieser möglichst weit von der anderen Elektrode entfernt anschließt. Es gilt dann nur, die Verbindung zwischen der einen Elektrode und der Fortsetzung der anderen Elektrode herzustellen und wieder zu unterbrechen, d. h. die Verbindung wird nur auf einer kleinen Strecke plötzlich unterbrochen, und der hierdurch gebildete Lichtbogen wandert dann langsam an der Fortsetzung entlang. Diese beiden Methoden sind bekannt.
Man kann nun auch einen dritten Weg ver-/. folgen, indem man dafür Sorge trägt, daßfs45 die bei der mechanischen Operation gebildetei/ Quecksilberverbindung zwischen den Elek-fi troden langsam unterbrochen wird und derij Abstand zwischen den Elektroden in solcher^ Weise langsam vergrößert wird, so daß der \ Lichtbogen Zeit bekommt, sich in seiner! ganzen Länge zwischen den zurückweichen- ,·! den Elektroden zu bilden; die besondere Art ■; und Weise, in welcher dies stattfindet, bildet i\ den Gegenstand der Erfindung.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
α ist ein Glasrohr, das an den beiden Enden einen Behälter b bezw. c hat; in diesen befindet sich Quecksilber, das in gewöhnlicher
Weise die Elektroden d und e berührt. In einen der Behälter ist ein kolbenförmiger Glasbehälter f mit einem offenen Hals g eingeschmolzen; in diesem Hals befindet sich eine feine Öffnung h im Niveau der Quecksilberoberfläche. Der Behälter f enthält eine bestimmte Menge Quecksilber, die genügt, die leitende Verbindung zwischen den beiden Elektroden herzustellen.
ίο Die Zündung geschieht in folgender Weise: Das Rohr α denke man sich mit einer ganz geringen Neigung und mit dem Behälter / abwärts, wie auf der Zeichnung gezeigt, gestellt. Wird das Rohr α gedreht, so daß der 'Behälter /'-nach oben kommt, so wird das Quecksilber aus diesem auslaufen, sich im Rohre α ausbreiten und hierbei einen leitenden Strang von Quecksilber zwischen den Elektroden bilden, welcher auch nach dem Zurückdrehen des Behälters in seine Anfangslage eine bestimmte Zeit bestehen bleibt, in-J^ dem das Zurücklaufen nach dem Behälter flj durch das kleine Loch h nur sehr langsam/,1 stattfindet. f
Bei diesem langsamen Zurücklaufen wird die Verbindung zwischen dem Quecksilberstrang und dem Quecksilber im Behälter b schließlich unterbrochen und ein Lichtbogen gebildet werden, der sich ganz langsam in demselben Maße verlängern wird, wie das Quecksilber infolge des Fließens in den Behälter zurückweicht. Zuletzt wird die ganze Menge Quecksilber, die sich ursprünglich im Behälter f befand, in diesen zurückgelaufen sein. Der Lichtbogen besteht dann in seiner ganzen Länge zwischen den Elektroden. Wenn die Lampe brennt, befindet sich also keine andere leitende Substanz im Räume zwischen den Elektroden als Quecksilberdampf, und es ist bei der Zündung der Lampe gleichgültig, ob die Elektrode e positiv oder negativ ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Anlaßvorrichtung für Vakuum-Dampflampen, die durch Neigung oder Drehung angelassen werden, dadurch gekennzeichnet, daß sich an der Lampe ein besonderer Behälter mit Quecksilber befindet, welches durch die Neigung oder Drehung der Lampe durch eine Öffnung des Behälters ausläuft, sich im Lampenraum ausbreitet und dadurch die Verbindung zwischen den beiden Elektroden bildet, und dessen Zurücklaufen nach dem Behälter beim Zurückdrehen der Lampe in die Anfangslage durch dieselbe oder eine andere, in jedem Falle jedoch verhältnismäßig kleine Öffnung des Behälters langsam stattfindet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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