DE166111C - - Google Patents

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DE166111C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J9/00Forging presses
    • B21J9/02Special design or construction
    • B21J9/06Swaging presses; Upsetting presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

iiezi'i cfjc-M. efcxi&iι to-mfe.
fi'v
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Bolzen, Nieten oder dergl. und bezieht sich insbesondere auf solche Maschinen, bei denen zwei oder mehr glühende Metallstangen der Maschine entweder selbsttätig oder durch Hand zugeführt, darauf in glühendem Zustand in genaue Länge geschnitten und alsdann angestaucht werden. Das Wesen der Erfindung besteht einerseits
ίο darin, daß die. Stangen übereinanderlaufen und nach erfolgtem Abschneiden auf die erforderliche Länge von in einer senkrechten Ebene sich öffnenden Greifbacken mit einer entsprechenden Anzahl Greifaussparungen zwecks Anstauchens erfaßt werden, so daß sie beim Öffnen der Greifbacken selbsttätig aus diesem herausfallen, andererseits in der Schaffung von Mitteln, die eine Einstellung der Anschlagschiene, der Greifbacken und des Stauch-Stempels ermöglichen, ohne daß die Maschine, wie dies bei den bisher bekannten Maschinen der Fall war, angehalten werden muß, wodurch die Leistungsfähigkeit der Maschine bedeutend erhöht wird.
- Auf heiliegender Zeichnung ist die neue Maschine in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt und Fig. 2 ein wagerechter Längsschnitt durch die Maschine.
Fig. 3 und 4 sind Querschnitte durch die Maschine nach Linie 3-3 in Fig. 2, und zeigen die Greifbacken in geschlossener bezw. offener Stellung.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht der Maschine. Fig. 6 bis 13 stellen Einzelheiten dar.
Die neue Maschine ist, wie schon erwähnt, mit den üblichen Schneid- und Greifbacken, hin- und hergehendem Stauchstempel, Zuführungsvorrichtung,. Anschlagschiene und geeigneten Vorrichtungen zum Antrieb dieser Organe versehen.
Die Maschine ist vorteilhaft vor einem Ofen 4 aufgestellt, von dem aus die glühenden Stangen nach der Maschine gelangen. An dem vorderen Ende des Maschinengestelles 1 sind die Zuführungsrollen 2 und 3 für die Stangen angeordnet. In der Nähe des vorderen Endes des Gestelles ist an letzterem eine Platte 5 angebracht, durch deren öffnungen 6 die Stangen hindurchgehen. Diese Platte dient als Widerlage und als feststehendes Blatt einer Schere (Fig. 9 bis 11) und ist daher an ihren Öffnungen 6 vorteilhaft zugeschärft. In der Nähe dieses Scherenblattes sind die feststehende Greifbacke 7 und die bewegliche Greifbacke 8 angeordnet; die letztere ist dicht an der Fläche der Platte S gelagert und kann an den Öffnungen 6 dieser Platte vorüberbewegt werden, so daß sie ein Stück von der Stange abschneidet und dieses Stück seitwärts gegen die feststehende Backe bewegt.
Durch die Anschlagschiene 9 wird die Länge des abzuschneidenden Stückes der Stange geregelt, und durch den Stauchstempel 10 wird der Kopf des Werkstückes gebildet. Der Stauchstempel 10 ist an einem Kreuzkopf 11 angeordnet, der in Schlittenführungen 12 des Gestelles durch ein geeignetes Getriebe hin- und herbewegt wird, wie z. B. durch eine mit der Kröpfung 14 der Welle 15 verbundene Pleuelstange 13. Die Welle 15 ist mit einem
Schwungrad i6 versehen und wird in geeigneter Weise angetrieben. An einer Seite des Maschinengestelles ist eine wagerechte Welle 17 gelagert, die von der Welle 15 durch Kegelräder 18 angetrieben wird und mit einem Exzenter oder einer Kröpfung 19 versehen ist, mit dem das eine Ende einer Stange 20 (Fig. 3) verbunden ist. Das andere Ende dieser Stange ist mit den Schenkeln 21 eines Kniehebels verbunden, durch welche die bewegliche Greifbacke 8 angetrieben wird. Die Zuführungsrollen sind an dem oberen Ende der Wellen 23 und 24 (Fig. 5) angeordnet und werden mittels konischer Zahnräder 25 und 26 durch eine wagerechte Welle 29 betrieben. Die Welle 29 erhält ihren Antrieb von der Welle 17 (Fig. 2) aus durch die senkrechte Welle 30 und konische Zahnräder 31 und 32. Alle Organe der Maschine werden daher von einer einzigen Welle 15 aus betrieben. Sämtliche bisher beschriebenen Teile können die übliche Bauart besitzen und bilden keinen Teil der vorliegenden Erfindung; die genaue Anordnung -dieser Teile, insbesondere der Antriebvorrichtung, kann geändert werden, ohne daß das Wesentliche der Erfindung sich ändert.
Die Zuführungsrollen 2 und 3 sind senkrecht angeordnet und an ihrem Umfang mit mehreren Aussparungen oder Rillen 33 (Fig. 5) versehen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei derartige Rillen vorgesehen, jedoch kann ihre Anzahl beliebig vergrößert werden. Mittels dieser beiden Rillen können zwei Stangen 34 gleichzeitig der Maschine zugeführt werden. Das Scherenblatt 5 ist mit so viel Öffnungen 6 versehen, als Stangen vorhanden sind; bei der dargestellten Maschine sind zwei derartige Öffnungen übereinander angeordnet. Ähnlich sind die Greifbacken 7 und 8 mit einer entsprechenden Anzahl Greifaussparungen 35 versehen, und der Kreuzkopf 11 trägt eine entsprechende Anzahl übereinander angeordneter ■ Stauchstempel 10. Die dargestellte Anordnung der Teile übereinander ist nicht unbedingt notwendig, aber vorteilhaft, da in diesem Falle die Werkstücke nach Öffnen der Greifbacken durch ihr Eigengewicht herausfallen; bei wagerechter Anordnung der Teile müßte hierfür eine Auswurfvorrichtung vorgesehen sein, wodurch die Maschine komplizierter würde. Erforderlichenfalls kann die Maschine auch zur Verarbeitung einer einzigen Stange dienen.
Um die Stangen sicher nach den Scher- und Greifbacken zu führen und das Aufarbeiten der ganzen Stange ohne unnötigen Abfall zu gewährleisten, sind geeignete Führungen zwischen den Zuführungsrollen und den Greifbacken einerseits und vor den Zuführungsrollen andererseits angeordnet. Die vor den Zuführungsrollen angeordneten Führungen bestehen aus einem an dem Maschinengestell angebrachten Block 98 (Fig. 1), der mit trichterförmigen Öffnungen 97 versehen ist. Die zwischen den Zuführungsrollen und den Greifbacken angeordneten Führungen 99 bestehen zweckmäßig aus zylindrischen Rohren mit trichterförmigen Eintrittsöffnungen. Die Öffnungen dieser Führungen sind genügend groß, um ein Festklemmen der Stangen zu verhindern und andererseits so klein, daß eine neue Stange das kurze, hintere Ende der vorhergehenden Stange vorwärts zu treiben vermag. Diese Führungen wirken daher nicht nur als Sicherheitsvorrichtungen, sondern verhindern auch die Bildung unnötiger Abfallenden.
Damit mehrere Stangen sicher durch ein einziges Paar von Zuführungsrollen bewegt werden können, ist eine dieser Rollen, beispielsweise die Rolle 3, so auf ihrer Welle angeordnet, daß sie um einen geringen Betrag auf ihr schwingen kann. Dies ist dadurch ermöglicht, daß die Bohrung der erwähnten Rolle doppelt konische Form erhält, wie bei 100 in Fig. 13 veranschaulicht, so daß die Rolle ihre achsiale Stellung verändern und gleichen Druck auf beide Stangen ausüben kann, wenn auch die letzteren nicht denselben Durchmesser besitzen sollten.
Um die Zuführung der Stangen unterbrechen zu können, kann eine der Zuführungsrollen von der anderen entfernt werden, so daß die Rollen die Stangen freigeben. Die Welle einer dieser Rollen, beispielsweise die Welle 24 (Fig. 5), ist an ihrem oberen und unteren Ende in feststehenden Lagern gelagert, während die andere Welle 23 an ihrem oberen Ende in dem beweglichen Lager 37 und an ihrem unteren' Ende in dem um den Zapfen 39 (Fig. 7) drehbaren Lager 38 ruht, so daß das obere Ende der Welle und die Rolle 2 von der Rolle 3 fortgeschwungen werden können. Um die Fortbewegung der Stangen durch die Zuführungsrollen zu unterbrechen, braucht daher die Rolle 2 nur um einen geringen Betrag von der Rolle 3 entfernt zu werden, da der Zapfen 39 in unmittelbarer Nähe des unteren Endes der Welle 23 sich befindet, wird der richtige Eingriff der konischen Zahnräder 25,27 durch diese Bewegung der Rolle 3 nicht beeinträchtigt. Die Rolle 2 wird gegen die Rolle 3 mittels eines an dem Maschinengestell gelagerten Daumenhebels 40 (Fig. 5) gehalten, dessen einer Arm gegen das Lager 37 drückt, während der andere Arm durch eine Stange 41 mit einem an dem unteren Teil des Maschinen gestelles gelagerten Hebel 42 verbunden ist. ' Der Hebel 42 ist durch eine Feder oder ein Gewicht 43 belastet, durch das die beiden Zuführungsrollen zusammengehalten werden. An dem einen Ende des Hebels 42 ist ein Fußtritt 44 angebracht, mittels dessen das Gewicht 43 gehoben werden kann. Die Rolle 2. wird
durch ihr Eigengewicht von der Rolle 3 bewegt. Auf diese Weise kann die Zuführung der Stangen nach der Maschine nach Belieben unterbrochen werden.
Die Greifbacken 7 und 8 sind vorteilhaft als rechteckige Blöcke ausgebildet (Fig. 3 und 4), und jede Greif backe ist an ihren vier Seiten mit mehreren Greifaussparungen 35 versehen, so daß, wenn die Aussparungen einer Seite beschädigt sind, die Backen gedreht werden können und eine neue Fläche darbieten. Die bewegliche Greifbacke 8 ist in einer Aussparung an dem oberen Ende des Hebels 46 befestigt, der auf dem Zapfen 47 gelagert und mit den Kniehebeln 21 verbunden ist. Die feststehende Greifbacke 7 ist auf einer Platte 49 durch eine obere Schraube 50 befestigt und wird in wagerechter Richtung durch die hintere Schraubenspindel 51 eingestellt, die durch das Maschinengestell sich erstreckt und mit einem Handrad 52 versehen ist. Es ist wichtig, daß die Greifaussparungen 35 der beiden Greifbacken genau miteinander übereinstimmen ; andernfalls würden sie an den beiden Seiten des Werkstückes eine Furche oder Grat bilden.
Infolge der starken Beanspruchung, der die Greifbacken ausgesetzt sind, werden sie leicht aus ihrer richtigen Lage gebracht, so daß bei bekannten Maschinen ein häufiges Anhalten der Maschine erforderlich ist, um die Greifbacken wieder einzustellen. Um dies zu vermeiden, sind gemäß vorliegender Erfindung Einstellvorichtungen angeordnet, die ohne Anhalten der Maschine in Wirkung gesetzt werden können. Die Platte 49 (Fig. 3 und 4), auf der die feststehende Greifbacke 7 gelagert ist, ruht auf einem exzentrischen Zapfen 54 an dem im Innern der Maschine liegenden Ende einer Welle 55, die sich durch das Maschinengestell erstreckt und an ihrem äußeren Ende mit geeigneten Vorrichtungen, mittels Avelcher sie gedreht werden kann, versehen ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Welle 55 mittels des Schneckenradsegmentes 56, der Schnecke 57 und einer mit einem Handrad 58 versehenen Welle gedreht. Dieses Handrad ist an der Außenseite der.Maschine angeordnet, so daß es auch während des Betriebes der Maschine leicht zugänglich ist. Mit Hilfe dieses Handrades kann der exzentrische Zapfen 54 gedreht werden, um die feststehende Greif backe in der Höhenlage zu verstellen, wobei die obere Schraube natürlich atich gleichzeitig eingestellt werden muß.
Die senkrechte Verstellung der beweglichen Greifbacke 8 ist durch die exzentrische Lagerung des Hebels,46 in einer Buchse 60 (Fig. 1) ermöglicht, welche letztere in dem Rahmen drehbar gelagert und an ihrem äußeren Ende mit einem Zahnrad 61 versehen ist, das mit dem Zahnrad 62 einer Welle 63 in Eingriff steht. Die Welle 63 ragt aus dem Maschinengestell hervor und ist außen mit einem Handrad 64 versehen, das ebenfalls leicht zuganglieh ist, so daß die Buchse 60 gedreht und dadurch die bewegliche Greifbacke während des Betriebes der Maschine verstellt werden kann.
Die bewegliche Greifbacke bildet, wie erwähnt, das bewegliche Glied der Schere und wird durch den Kniehebel 21 an den Öffnungen 6 des Scherenblattes 5 vorbeibewegt, so daß sie ein Stück von der Stange abschneidet und seitwärts gegen die feststehende Greifbacke '7 bewegt. Diese Bewegung ist in den Fig. 9, 10 und 11 veranschaulicht. Fig. 9 zeigt die Greifbacken geöffnet; Fig. 10 zeigt, wie die bewegliche Greifbacke ein Stück von der Stange abschneidet; und Fig. 11 zeigt, wie das abgeschnittene Stück gegen die feststehende Greifbacke bewegt worden und durch den Stauchstempel mit einem Kopf versehen ist.
Bei diesem Vorgang ist es wichtig, daß die bewegliche Backe 8 während einer gewissen Zeit ihre Bewegung unterbricht, so daß sie das Werkstück genügend lange gegen die feststehende Backe hält, um eine richtige Herstellung des Kopfes durch den Stauchstempel zu gewährleisten. Um diese Unterbrechung der Bewegung herbeizuführen und auch einen Bruch der Greifbacken zu verhüten, falls zwischen ihnen ein verbogenes Werkstück sich befindet, ist eine nachgiebige Verbindung zwischen der Welle 19 und dem Kniehebel 21 vorgesehen. Die Verbindungsstange 20 ist mit einer Schulter oder Mutter 65* versehen und ist in einer Buchse 65 achsial verschiebbar, die mit den Gelenken des Kniehebels verbunden ist. An dem äußeren Ende der Stange 20 ist eine Kappe 66 befestigt, und eine ähnliche Kappe 67 ist an der Buchse 65 vorgesehen. Zwischen beiden Kappen 66,67 ist eine starke, zusammengepreßte Feder 68 angeordnet. Diese Feder ist so eingestellt, daß die bewegliche Backe 8, bevor der Kurbelzapfen 19 seinen äußeren Hub vollendet hat, gegen die feststehende Backe bewegt' worden ist. Bei der weiteren Bewegung des Kurbelzapfens wird die erwähnte Feder noch mehr zusammengepreßt, wodurch der Stillstand der beweglichen Backe ermöglicht wird, bis die Kurbel sich so weit über ihren äußeren Totpunkt gedreht hat, daß die Schulter 6$a gegen die Buchse 65 bewegt worden ist. Auf diese Weise ist ein genügend langer Stillstand der beweglichen Backe mittels eines einfachen Kurbelzapfens oder Exzenters gewährleistet.
Die Anschlagschiene 9 ist vorteilhaft senkrecht angeordnet und auf einer in dem Gestell gelagerten Welle 70 derart gelagert,, daß sie sich auf dieser Welle drehen, aber nicht achsial verschieben kann. Die Welle 70 ist an einem Ende mit Gewinde versehen, auf dem ein mit
Muttergewinde- versehenes Schneckenrad 72 sitzt. Das Schneckenrad 72 steht mit einer Schnecke 73 in Eingriff, die auf dem inneren Ende einer Welle 74 befestigt ist. Auf dem anderen Ende dieser Welle ist außerhalb des Maschinengestelles ein Handrad 75 oder dergl. angeordnet, das leicht zugänglich ist und mittels dessen die Anschlagschiene ohne Anhalten der Maschine eingestellt werden kann. Durch Drehung des Handrades 75 wird die Stange 70 in der Längsrichtung bewegt, so daß auch die Stellung der Anschlagschiene und dementsprechend die Länge der von den Stangen abgeschnittenen Werkstücke geändert wird.
Die Anschlagschiene 9 muß in der Bewegungsbahn ■ der zu verarbeitenden Stangen liegen, während die letzteren der Maschine zugeführt werden, und muß aus dieser Bahn bewegt werden, bevor der Stauchstempel vorgeschoben worden ist. Die Schiene ist zu diesem Zweck unterhalb der Spindel 70 mit einem Arm 76 versehen, der einen wagerechten Finger oder Ansatz "JJ trägt. Der Finger yj liegt derart in der Bewegungsbahn des die bewegliche Backe tragenden Hebels 46, daß, sobald diese Backe sich nach innen bewegt, um ein Stück von der Stange abzuscheren, der Hebel 46 mit dem Finger "]"] in Berührung kommt, so daß die Anschlagschiene 9 gedreht und aus der Bewegungsbahn des Stauchstempels gebracht wird. Der Finger ^y besitzt eine g'enüg'ende Läng'e, um in jeder Stellung' der Schiene 9 bei ihrer Längsverschiebung noch in der Bewegungsbahn des Hebels 46 sich zu befinden. Um die Anschlagschiene wieder in ihre senkrechte Stellung' zu bringen, wenn die bewegliche Backe zurückweicht, kann sie mit einem geeigneten Gegengewicht versehen sein. Noch zweckmäßiger wird der Fing'er yy mittels einer schwachen Spiralfeder 78 an den Hebel 46 angedrückt, so daß, wenn der Hebel 46 sich nach außen bewegt, die Feder die Anschlagschiene in ihre senkrechte Stellung zurückzieht.
Der Kreuzkopf 11 ist an seinem vorderen Ende mit einem Stempelhalter 80 versehen, in dem zwischen der oberen und unteren Backe 81 mehrere Stauchstempel angeordnet sind. Eine der Backen 81, z. B. die obere, ist durch eine Schraube 82 verstellbar, um die Stauchstempel festspannen zu können. An den Berührungsstellen besitzen die Stauchstempel Abflachungen 83 (Fig. 6), und die Backen sind mit vorteilhaft V-förmigen Aussparungen versehen, so daß die Stempel stets in gerader Richtung" gehalten werden.
Infolge der beständigen, heftigen Stöße, denen die Stauchstempel ausgesetzt sind, werden die letzteren bald aus ihrer Stellung gebracht, so daß sie nicht mehr genau mit den Greifbacken in Berührung treten und daher an dem Kopf des Werkstückes ein Grat gebildet wird. Die Stauchstempel müssen daher häufig eingestellt werden, und bei den bekannten Maschinen konnte dies nur während des Stillstandes der Maschine erfolgen, indem Scheiben oder Platten hinter die Stempel gelegt wurden. Bei der neuen Maschine geschieht die Einstellung selbsttätig. Der Kreuzkopf 11 ist mit einer zylindrischen Kammer 85 (Fig. I und 2) versehen, in der ein Kolben 86 sich bewegt. Das äußere Ende dieses Kolbens dient als Widerlager für die hinteren Enden der Stauchstempel; auch können die Stempel und Kolben aus einem Stück bestehen. Die Kammer 85 steht durch einen Kanal 87 mit einer Kammer 88 in Verbindung, und in dem Kanal 87 ist ein Rückschlagventil 89 derart angeordnet, daß es den Übertritt einer Flüssigkeit von der Kammer 88 nach der Kammer 85 gestattet, jedoch nicht in umgekehrter Richtung. Diese Kammern sind vorteilhaft mit Öl, Wasser oder einer anderen, nicht zusammendrückbaren Flüssigkeit gefüllt. Der Kolben 86 wird durch eine in der Kammer 85 angeordnete Spiralfeder 90 beständig nach außen gedrückt. Die nach außen gerichtete Bewegung des Kolbens 86 wird durch einen gabelförmig'en Hebel 91 begrenzt, der über das vordere Ende des Kolbens 86 greift und an seinem unteren Ende bei 92 angelenkt ist. An seinem oberen Ende ist der Hebel 91 mit der Stellschraube 93 versehen, deren Ende einen feststehenden Teil des Kreuzkopfes berührt, z. B. den Stempelhalter 80. Verändern die Stauchstempel derart ihre Lage, daß sie um einen geringen Betrag vorwärts bewegt werden müssen, so wird die Schraube 93 ein wenig derart gedreht, daß die Feder 90 den Kolben 86 um einen geringen Betrag vorwärts bewegt. Infolge der in dem Zylinder entstehenden Saugwirkung wird das Rückschlagventil 89 geöffnet, so daß Flüssigkeit aus der Kammer 88 in den Zylinder strömt. Das Rückschlagventil verhindert, daß die in dem Zylinder befindliche Flüssigkeit durch den Stoß der Stauchstempel gegen die Werkstücke in die Kammer 88 zurückgetrieben wird, und da die Flüssigkeit unzusammendrückbar ist, so ist eine Zurückbewegung der Stempel nicht möglieh.
Es kommt häufig vor, daß das abgeschnittene Werkstück sich derart in der Maschine festkeilt, daß es die Stauchstempel daran verhindert, ihren vorwärts gerichteten Hub zu vollenden. Ist dieses geschehen, so befinden sich alle Teile der Maschine in einer solchen Spannung, daß es praktisch unmöglich ist, die Stauchstempel zurückzubewegen, so daß sie das Werkstück freigeben; infolgedessen entsteht eine unliebsame Betriebsunterbrechung. Um diese Verzögerung zu vermeiden, ist ein Hilfskanal 95 vorgesehen, der von dem Zylinder 85 nach der Kammer 88 führt und durch
ein Sch rauben ventil 96 (Fig. 8) verschließbar ist. Durch Öffnen dieses Ventils kann der Flüssigkeitsdruck in dem Zylinder 85 aufgehoben werden; infolgedessen können die Stauchstempel sich zurückbewegen, und die Spannung in den Organen der Maschine wird beseitigt, so daß die letztere rückwärts gedreht werden kann.
Die Zuführungsvorrichtung kann nach Wunsch stillgesetzt werden, indem durch einen Druck auf den Fußtritt 44 die Zuführungsrollen voneinander entfernt werden. Die Anschlagschiene kann eingestellt werden; die Länge der Werkstücke wird nur durch Drehung des Handrades 75 geregelt. Die Greifbacken können, falls ihre gegenseitige Einstellung ungenau geworden ist, durch Drehen des Handrades 58 oder 64 eingestellt werden, und die Einstellung 'der Stempel erfolgt nur durch Drehen der Stellschraube 93. Alle diese Einstellvorrichtungen sind leicht zugänglich an der Außenseite der Maschine angeordnet und befinden sich nicht in der Bahn eines beweglichen Organs der Maschine, so daß die Einstellung ohne Anhalten der Maschine bewirkt werden kann. Da infolgedessen die Maschine praktisch ununterbrochen im Betriebe sein kann, so ist sie an Leistungsfähigkeit den bekannten Maschinen erheblich überlegen, umsomehr, als die Einstellung der Stauchstempel sich jederzeit selbsttätig regelt.

Claims (8)

  1. ' Patent-Ansprüche:
    i. Bolzenpresse, bei welcher mehrere Werkstücke gleichzeitig von ebensovielen durch senkrechte Speisewalzen übereinander zugeführten Stangen unter Mitwirkung einer einstellbaren Anschlagschiene auf regelbare Länge abgeschnitten .und fertiggestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach Stillsetzen von zwei oder mehreren durch stetig umlaufende Walzen (2, 3) zugeführten Stangen mittels einer Anschlagschiene (9) eine bewegliche Greif backe (8) alle vor einem Scherenblatte (5) liegenden Stangenstücke unter Abtrennung von den Stangen gegen eine feststehende Greif backe (7) und in die Bahn von .Stauchstempeln (10) führt,
    welche dann bei geschlossenen Greifern nach Ausschwingen der Anschlagschiene (9) vQrbewegt werden, wonach die fertigen Bolzen aus den sich öffnenden Greifern (7,8) von selbst herausfallen.
  2. 2. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Welle 23, welche die eine Zuführungswalze (2) trägt, mit ihrem anderen Ende (bei 39) schwenkbar gelagert ist und durch Feder oder Gewicht gegen die andere Walze (3) gedrückt wird, um die Metallstangen derart einzuklemmen, daß beim Stillsetzen der Stangen durch die Anschlagschiene (9) die sich weiter drehenden Walzen auf den Stangen gleiten können.
  3. 3. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Zuführungswalze (3) mittels doppelkegeliger Bohrung (100) so gelagert ist, daß sie um ihre Mitte seitlich schwingen kann, so daß beide Stäbe ohne Rücksicht auf ihre Stärke mit gleichem Druck erfaßt werden.
  4. 4. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagschiene (9) auf einer Welle oder Spindel (70) sitzt, welche in ihrer Längsrichtung mittels eines Schneckenrädergetriebes (73) während des Ganges der Maschine verstellt werden kann.
  5. 5. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die feste als die bewegliche Greif backe (7 bezw. 8) in senkrechter Riehtung verstellbar sind, um sowohl ihre gegenseitige Höhenlage als auch ihre gemeinsame Stellung zum Stempel (10) regeln zu können.
  6. 6. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Greif backe (7) von einem exzentrisch drehbaren Zapfen (54) getragen wird, während der Drehzapfen des die bewegliche Greifbacke tragenden Hebels (46) in einer drehbaren exzentrischen Buchse (60) gelagert ist.
  7. 7. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Greifbacke (8) durch einen Kniehebel (21) bewegt wird, dessen Antrieb infolge Einschaltung einer gespannten Feder (68) zwischen Kniegelenk und Antriebsstange (20) desselben in der Weise erfolgt, daß einerseits die Backen einige Zeit in geschlossener Stellung verharren, andererseits ein genauer Schluß derselben ohne Auftreten schädlicher Spannungen gesichert ist.
  8. 8. Ausführungsform der Bolzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragung von der Zugstange (20) auf das Kniehebelgelenk durch Vermittlung einer auf der Zugstange gegen den Druck der Feder (68) verstellbaren Hülse erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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