DE1645503C - Verfahren zur Herstellung von hitze geharteten Dienpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hitze geharteten Dienpolymerisaten

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DE1645503C
DE1645503C DE1645503C DE 1645503 C DE1645503 C DE 1645503C DE 1645503 C DE1645503 C DE 1645503C
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English (en)
Inventor
Redondo Beach Burns Eugene Anthony Palos Verdes Esta tes Calif Lubowitz Hyman Ralph (V St A )
Original Assignee
TRW Ine , Redondo Beach, Calif (V St A )
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Description

Für viele Anwendungen ist es wünschenswert, aus hitzehärtburen Kunststoffen hitzegehärtete Hurze, welche zusätzlich zur thermischen Beständigkeit, /um hohen Festigkeitsmodul (Steifheit, Biegefestigkeit bzw, Härte) und zur Verurbeitbarkeit im vorgehärteten Zustand einen hohen Kohlenwasserstoff gehalt haben, zu erzeugen. Der hohe Kohlenwasserstoffgehalt trägt zur Feuchtigkeitsbcstündigkeit, welche beispielsweise im Falle von Maschinenelementen, wie Getrieben, welche ihre Formbeständigkeit in feuchter Umgebung beibehalten müssen, wichtig ist, bei. Die üblichsten hitzchürtbaren Harze, wie Phenolharze, Polyester, Epoxyde und Urethane, haben normalerweise einen Kohlen wasserstoff gehalt von nur etwa 80 bis 85 Gewichtsprozent und enthalten darüber hinaus andere Bestandteile, welche die Neigung haben, die Harze hydrophil zu machen und ihre Beständigkeit gegenüber Bedingungen hoher Feuchtigkeit zu vermindern. Andererseits sind die ganz aus Kohlenwasserstoffen zusammengesetzten Harze, wie Polyäthylen, Polystyrol. Polypropylen und Styrol-Butadien-Copolymere, thermoplastisch. Eine chemische Vernetzung diener thermoplastischen Materialien ergibt selbst unter extremen Bedingungen keine Kunststoffe mit hohem Modul. Einige der neueren Harze, wie die Polyphenylene, sind zwar ohne Vernetzung steif, biegefest bzw. hart, jedoch äußerst schwer zu verarbeiten.
Aus der deutschen Patentschrift 854 706 ist es bekannt, Butadienkohlenwasserstoffe unter Verwendung von Alkalimetallen zu polymerisieren und die so erhaltenen hochmolekularen Metallalkylverbindungen mit reaktionsfähigen Verbindungen, wie Alkylenoxyden, zu polyfunktionellen Polymeren umzusetzen. Es ist jedoch keine Rede von einer Kettenverlängerung der polyfunktionell substituierten Dienvorpolymerisate mit einem Kettenverlängerungsmittel oder gar einer Härtung. Analoges gilt für das in dsr deutschen Auslegeschrift 1 073 742 beschriebene Verfahren, gemäß welchem durch Polymerisation in Ciegenwart von Alkalimetallen bzw. Alkalimetallverbindungen erhaltene metallorganische Polymerisate mit, gegebenenfalls polyfunktionellen, reaktionsfähigen Verbindungen, die mit metallorganischen Polymerisaten unter C-C-Verknüpfung reagieren, zu polyfunktionellen Polymerisaten umgesetzt werden.
Ferner ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 169674 ein Verfahren zur Herstellung von Umsetzungsprodukten aus hochmolekularen alkalimetallorganischen Verbindungen, die durch Polymeiisation eines Vinylgruppen enthaltenden Monomeren in Gegenwart einer polylithiumorganischen Verbindung als Katalysator hergestellt worden sind, durch Umsetzung mit solchen reaktionsfähigen Verbindungen, die die Lithiumatome in dem Polymerisat durch stabilere reaktionsfähige Gruppen ersetzen, bekannt. Es ist erwähnt, daß die so erhaltenen Produkte mit polyfunktionellen Verbindungen umgesetzt und gehärtet werden können. Bei diesem Verfahren werden jedoch als Ausgangsstoffe Dienvnrpolymerisate mit einem überwiegenden Anteil von 1,4-Konfiguration, wobei die 1,2-Konfiguration die untergeordnete ist, verwendet. Dies hat aber große Nachteile. So ist es nicht möglich, aus solchen Materialien zufriedenstellende Gebrauchsgegenstände, wie Schichtstoffe, zu erzeugen. Dazu kommt noch, daß die Härtezeit bei Polymeren mit überwiegender 1,4-Konfiguration wesentlich länger ist als bei Polymeren mit überwiegender 1,2-Kon-Fs ist beim bekannten Verfahren auch keine Rede von der Herstellung von hitzegehärteten harten Duroplastpolymercn. Ferner ist keine Rede von der Verwendung eines freie Radikale liefernden Peroxydinitiators als Härter oder gar davon, daß dieser bereits vor der Kettenverlängerungsreaktion zum Dienvorpolymerisat zugegeben wird. Auch aus der ein dem vorstehend beschriebenen bekannten Verfahren im wesentlichen entsprechendes Verfahren betreffenden USA.-Patentschrift 3 109 871 geht nicht
ίο die Verwendung eines solchen polyfunktionell substituierten Dienvorpolymerisats, dessen Polymerstruktur überwiegend 1,2-Konfiguration hat, als Ausgangsmaterial hervor. Ferner werden die Kettenverlängerungsreaktion und die Härtung gleichzeitig in einer Stufe unter Anwendung einer auch zur Härtung ausreichend hohen Temperatur durchgeführt. So werden auch nicht hitzegehärtete harte Harze, sondern gummiartige Produkte erhalten.
Die Nachteile des Standes der Technik werden durch die Erfindung behoben.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von hitzegehärteten Dienpolymerisaten durch Umsetzen eines durch anionische Polymerisation hergestellten polyfunktionell substituierten Polydien-
vorpolymerisats mit einem polyfunktionellen organischen Kettenverlängerungsmittel, welches mit den funktionellen Gruppen des Dienvorpolymerisats zu reagieren vermag, bei Raumtemperatur bzw. mäßig erhöhter Temperatur und Halten des kettenverlän-
gerten Produktes mit Hilfe von Wärme und einem Härter, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß als polyfunktionell substituiertes Dienvorpolymeiisat ein solches, dessen Polymerenstruktur überwiegend 1,2-Konfiguration hat. verwendet wird und der als
Härter eingesetzte freie Radikale liefernde Peioxydinitiator bereits vor der Kettenverlängerungsreaktion zum Dienvorpolymerisat zugegeben wird, wobei bei der Kettenverlängerungsreaktion unterhalb der Aktivierungstemperatur des Peroxydinitiators gear-
beitet und die Härtung nach der Kettenverlängerungsreaktion durch Erhöhung der Temperatur über die Aktivierungstemperatur des Peroxydinitiators durchgeführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren bringt gegenüber
dem Stand der Technik, sofern er nicht lediglich die Herstellung dei im erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsstoffe verwendeten polyfunktionell substituierten Dienvorpolymerisate bzw. der Alkaliderivate derselben beschreibt und daher schon aus diesem Grunde außer Betracht bleibt, den großen technischen Fortschritt mit sich, daß durch es mit kurzen Hältezeiten und ohne scharfe Reaktionsbedmgungen hitzegehärtete harte Duroplastpoiymere mit überlegenen mechanischen Festigkeitseigenschaften, wie hinsichtlich der Biegefestigkeit. Zähigkeit, Schlagfestigkeit und des Elastizitätsmoduls erzeugt werden. Zur Veranschaulichung des durch die Erfindung erzielten technischen Fortschrittes wurden die folgenden Versuche durchgeführt.
(>o Es wurden verschiedene Schichtstoffe aus den in den nachfolgenden Tabellen I bis III angegebenen Ausgangsstoffen nach dem Stand der Technik innerhalb der »Formpreßbedingungsgren/.en« des Peroxydgehaltes von bis zu 10°/0, der Preßdauer von bis zu 10 Minuten, des Preßdruckes von bis zu 70 kg/cm2 und der Preßtemperatur von bis zu 176,7"C hergestellt. Die Annehmbarkeit der Eigenschaften dieser Schichtstoffe wurde mit einer Biegefestigkeit (trocken)
η mindestens 3500 kg/cm·, einer Biegefestigkeit ch 2s Ündigem Sieden in Wasser von mindestens 50 kg/cm» und einem Biegemodul (trocken) von indestens 105 000 kg/cm" festgestellt, In den Tüllen bedeuten Angaben mit der Abkürzung R45M 1-Polybutadicndiole mit einem Äquivalentgewicht tri 1250, einem Hydroxygehalt von 0,80 MiIIitlquiviilent/g und einem Gehalt iui ddt 1,2-Konfiguration von 20°/0. Angaben mit der Abkürzung Rl5M bedeuten 1,4-Polybuüidiendiole mit einem Äquivalentgewicbt von 1330, einem Hydniwygchalt von 0,75 Milliftquivalent/g und einem Gehfilt »n der ^-Konfiguration von 20°/0. Die' Mengen sind in Teilen angegeben.
Tabelle I
.-I-Polybiiludien-
cliolc
oluoldiiso-
cyanat
liathylen-
diamin
)ibutylzinn-
dilaurat
"Jicumylperoxyd .
['oluol
R45M-I R45M-2 R45M-.1 R45M-4 R45M-5
100,0 100.0 100,0 100.0 100,0
5,0 5.0 6.0 6.0 7,0
1.0 1,0 0.2 0,1
0.2
y.o 12.0 9.0 9.0 10.0
50.0 50.0 50.0 50.0 50.0
R45M-01
100.0
7,0
0,1
7.0
50,0
Tabelle II
■,45M-7R45M-8
100,0
7,0
0.1
8.0
0.50
KK)1O
7,0
1.0
7,0
0,50
100,0
7,5
" 0.2
10.0
0.60
K45M-IO
100,0
8,0
10.0
50.0
R45M-II
100,0 8,0 CU
ίί,Ο 50,0
R45M-I2
HK)1O
0,2 10,0 50,0
1.4-Polybutadiendiole.
Toluoldiisocyanal ....
Triäthybndiamin
Dibutylzinndilaurat ..
nicumylpcroxyd
Toluol
Phenylisocyanat
XR45M-2 XR 15 M ((!Cicinigtcs 1.4-P XR45M-5 oiybuiuilicnt
XR45M-I 100.0 XR45M-3 XR 45 M -4 100,0 XR45M-6
100.0 7.0 100,0 100.0 8,0 100.0
5.0 0.2 7.0 8.0 9,0
0.4 0.2 0.2 0,2 0,2
5.0 10,0 -
10,0 50.0 9,0 10.0 50.0 7.5
50.0 50.0 50,0 1.5 50.0
l.f
100,0
9.0
0.2
10.0
50,0
XR45M-8
100,0 9,0 1,0
10,0 50,0
XR45M-y
100,0 9,0
0,2 10,0 50,0
Tabelle III
R 15 M-I Rl ΚΙ5Μ-.Ί
RI5M-2
I.J.-Polybula- 100.0 100,0
diendiole .. . 100.0
Toluoldiiso- 8.0 8,0
cvanat 8.0
Triäthylen- 0.2 0.05
dianiin 0.1
Dicumyl- 10.0 I 5.0
peroxyd .... 50.0 10.0 50.0
I'oluol 50.0
Phen\liso-
cvanat 1.0
R15M-4
100.0 9.0
10.0 50.0
In der ftilgenden Tabelle IV sind die Beobachtungen bei der Verarbeitung und die Eigenschaften der erhaltenen Produkte zusammengestellt. Es wurden zwei verschiedene Glasoberflächenbeschaffenheiten (1-545 und 1-550) verwendet. Das Glasfasermaterial I-S4S war mit einem Acrylsüan und das Material - f i 50 mit einem Chromkornplexsilan ausgerüstet. Die Annahmen bezüglich der Erzeugung der »vorimprägnierten Glasfasermaterialien« wairen wie folgt:
a) Das Erhitzen auf 121,1UC bis zur Erzielung eines trockenen festen vorimpirägnierten Glasfasermaterials könnte einen besseren C-Stadium-Schichtstoff erzeugen, da wenig Harzfließen stattfinden würde. Dies könnte die Verluste an Peroxyd bei der Härtetemperatur von 176,7°C des C-Stadiums verhindern.
b) Das Erhitzen während eines, sehr kurzen Zeitraumes auf 121,1° C könnte Peroxydverluste während der Ofenperiode des B-Stadiums verhindern oder auf ein Mindestmaß herabsetzen.
c) Das Erhitzen auf niedrigere Temperaturen bzw. auf Raumtemperatur könnte bei 121. Γ C auftretende Peroxydverluste verhindern bzw. auf ein Mindestmaß herabsetzen und das lichtige Maß von Klebrigkeit und Fließen im B-Stadium des vorimprägnierten Glasfasennaterials herbeiführen.
Die Annahmen bezüglich der Variierung der Härtebandungen bei den 1,4-Polymere aufweisenden Schichtstoffen waren wie folgt:
64ί)503
a) Drücke von über 14 kg/cm1 könnten bei Massen, die eine niedrige Schiehtbildungsfestigkcit erzeugen, ein stärkeres Fließen herbeiführen.
b) Längere Härtungsperioden könnten in den Fällen, in welchen mit der Härtungsperiode von 10 Minuten gummiartige Schichtstoffe eizeugt werden, härtere Schichtstoffe herbeiführen.
c) Höhere Hürtctemperuturen könnten in den Fällen, in welchen bei 176,7JC gummiartige Schichtstoffe erhalten werden, härtere Schichtstoffe herbeiführen.
d) Niedrigere Preßdrücke könnten in dun Fällen, in welchen die Verfahrensweise des B-Stadiums sehr feuchte vorimprägnierte Glnsfusermnterialien mit übermäßigen Fließeigenschaften erzeugt, zufriedenstellende Schichtstoffe herbeiführen.
Art des
,4-Polybuta-
diendlols
Glas-
beschuf-
lcnheit
Verfahrens C 112,8 112,8 Zuiiand des
vorimprii-
gnicrien Glas-
fascr-
malerials
Tabelle IV Min. 1C 176,7 176,7 Zustand des
SchichtstofTes
Harz-
gehalt des
Schicht
stofTes in
Gewichts
prozent
Barcol-
HHr Ie
weise zur
Erzeugung
des vorim-
priignicrten
Glasfaeer-
maierials
121.1 121,1 10 176,7
Nr. 24 Stun Harzgehall
des vorim·
prügnierlen
Glasraser
materials in
Gewichts
176,7
R45M-1 1-545 Min. den bei 121,1 feucht prozent 176,7 kein Fließen 0
15 121,1 Raum gepreßt I 76.7 keine Bindung
I tempera gummiartig
R45M-2 1-545 112,8 tur 121,1 sehr Preßverfahrensweise 10 176,7 ...
5 5 21,1 klebrig
2 R45M-3 1-545 112.8 5 klebrig kg/cm' 10 hoher 30 bis 40
5 14 Harzgehall
3 R45M-3 1-545 121,1 klebrig hoher 30 bis 35
5 121,1 176.7 Harzgehall
4 15 Stun nicht 10 Luft
den bei 5 einschlüsse
R 45 M-3 1-545 Raum K) schwach 14 schlechte 50 bis 55
tempera klebrig Bindung
5 tur 70 176,7
15 Stun 5 10
den bei 5 176.7
R45M-3 1-545 Raum schwach schlechte 50 bis 60
tempera klebrig 14 Bindung
6 tur
5 10
176,7
R45M-4 1-545 trocken 10 176,7 schlechte 30 bis 40
70 Bindung
7 R45M-4 1-545 trocken 176,7 schlechte 30 bis 40
Bindung
8
10 gepreßt
14 10 10
R45M-5 1-545 trocken keine Bindung 0
R45M-6 1-545 klebrig 14 10 kein Fließen 30 bis 40
9 K) keine Bindung
10 R45M-7 J-545 feucht 10 schlechte Obis K)
Bindung
Il gummiartig
R45M-8 1-545 sehr
klebrig
14
R45M-9 1-545 klebrig 35 kein Fließen 0
12 keine Bindung
13 14 gummiartig
R45M-10 1-545 klebrig keine Bindung 50 bis 55
R45M-I1 1-545 feucht kein Fließen 0 bis 20
14 nicht keine Bindung
15 14
14
42
I 645 5Ö3
Forlsetzung
Art des
1,4-Polybula-
diendiols
Gas
beschaf
fenheit
Verfahrens
weise zur
C 112,8 121.1 121,1 121.1 Zustand des Harzgehalt Preßverfahrensweise Min. 0C Zustand des
Schichtstoffes
Harz Barcol-
Härte
Nr. Erzeugung
des vorim
prägnierten
Glasfaser
materials
48 Stun 121,1 vorimprä
gnierten Gias-
faser-
materials
des vorim
prägnierten
Glasfaser
materials in
Gewichts
10 176,7 gehalt des
Schicht-
Stoffes in
Gewichts
prozent
den bei 24 Stun 121,1 1>.U prozent kg/cm2
R45M-12 1-545 Min. Raum den bei 121.1 14 kein Fließen
16 tempera Raum 20 Stun troekcn keine Bindung
tur tempera den bei gummiartig
K) tur Raum 121,1 10 176,7
5 tempera
XR 45 M-I 1-545 5 tur 121.1 14 10 176,7 nicht
17 5 5 troekcn 27,9 gewertet 27,6
XR 45 M-I 1-545 121.1 14 nicht
18 trocken 35,5 gewertet 29,3
5 121.1
20 190,6
121.1 IO 190,6
XR45M-2 1-545 20 14 10 176,7 keine Bindung 0
19 XR45M-2 1-545 klebrig 70 keine Bindung 0
20 XR45M-3 1-545 20 24 Stun klebrig ■- 14 10 176,7 keine Bindung ■- .0 bis 30
21 den bei klebrig gummiartig 35,6
XR45M-3 1-545 5 Raum- 14 kein Fließen 30 bis 50
22 tempcrn- schwach keine Bindung 32,2
5 tur klebrig
24 Stun 10 176,7
5 den bei
XR45M-4 1-550 R mi IVi- 1,05 starkes Obis 5
23 tcnipcra- feucht 29,9 10 176,7 !•"ließen
Ui r gummiartig
XR45M-4 1-550 14 starkes 0 bis 35
24 feucht 29.9 10 176,7 !■"ließen
I gummiariig
XR45M-4 1-545 14 10 176,7 kein Fließen
25 schwach keine Bindung
XR45M-4 1-545 klebrig 70 10 176.7 kein Fließen
26 schwach keine Bindung
XR45M-5 1-550 klebrig 14 10 176.7 kein Fließen I Obis 15
27 schwach 31,3
XR 45 M-6 1-550 klebrig 14 10 176.7 gummiartig 0
feucht 36.9 29.1
X R 45 M-ft 1-550 klebrig 14 schlechte 30bis4C
29 klebrig 33,9 10 176.7 Bindung 27.9
weiß
XR45M-8 1-550 14 keine Bindung Obis ;
30 trocken gummiarlig
10 176.7
XR 45 M-K 1-550 70 keine Bindung
31 (rocken gummiarlig
10 176.7
XK 45 M-1J 1-550 14 10 176.7 kein Fließen OWsH
32 seit wach 35.3 keine Bindung 36.6
UISM-I l-sso klebrig 14 keine liitulimu
11 leucin
a a r-
1 Ö40 OUO
Fortsetzt! im
Art des Glas Verfahrens C 121,1
1,4-Polybuta- beschaf weise zur 121,1 121,1
diendiols fenheit Erzeugung 121,1 93.3
des vorim- ^ 15 Stun 121,1
Nr. prägnierten den bei 121.1
R15M-1 1-550 Glasfaser- Raum 20 Stun
R15M-1 [-550 materials tempera den bei
R 15 M-I 1-550 Min. tur Raum
34 1 10 tempera
35 5 10 tur
36 5
5
R 15 M-2 1-550. 5
R 15 M-2 1-550
R15M-3 1-550
37 R15M-3 1-550
38 R 15 M-4 1-550
39 RI5M-4 1-550
40
41
42
Zustund des
vorimpra-
gnierlen Glas-
fasermaterials
klebrig trocken trocken
feucht feucht feucht feucht feucht feucht
Harzgehall des vorimpriignierten
Glasfasermaterials in
Gewichtsprozent
Den obigen Hrgebnissen ist zu entnehmen, daß mit Ausnahme von zwei ProbeplaUen (Proben Nr. 39 und 41) alle anderen Proheplatten für die mechanische Prüfung ungeeignet waien. Sie waren zu weich, gummiartig. nicht ausgehärtet (beispielsweise Barcol-Ilatte: 0) bzw. hatten eine zu geringe Schiehtbindung, um eine weitere Prüfung zu gestatten, oder sie hatten sogar mehrere oder alle dieser Mangel. Die Ergebnisse der Prüfung der Probeplatten Nr. 39 und 41 sind in der folgenden Tabelle V zusammengestellt.
Tabelle V Hnjicniodul
Versuch Nr Hicjiclcslitikiil |O3 6OOkg'enr
39 I «90 kg/cm2 IK6 2O()kg/cnr
41 |93Okg/enr
Preßverfahrensweisc Min. C
kg/cm2 H) 176.7
3,5 10 176.7
14 10 176,7
14 10 176.7
14 10 1 76.7
14 10 176,7
14 10 176,7
14 10 176,7
14 10 176.7
14
Zustand des
SchichlsUiffes
Harzgehalt des
Schicht-Stoffes in
jewichtsprozent
17,5
Barcol-Härte
0 bis 20
55
40 bis 55
50 bis 55
Auch diese ProbeplaUen hatten also eine außerordentlich geringe mechanische lestigkeit, so daß sie unbrauchbar waren, weswegen eine weitete Prüfung sich erübrigte. Zusammenfassend ergibt sich also, daß aus Vorpolymerisaten mit überwiegender 1,4-Konliguration hergestellte Schichtstoffe unbrauchbar waren.
ZiVn Vergleich wurden Dienvorpolymurisate mit überwiegender 1,2-Konliguralion nach der lirlmdung zur herstellung von mit Glasfasern verstärkten Schichtstoffen verwendet. Das Glasfasergewebe wurde bei 65,6C mit einem A-Stadiuninmterial nach der Erfindung imprägniert. Aus dem mit dem D-Stadium· , material vorimprPgniertcn (icwebe wurden bei ΙΛ2.Η T während 5 Minuten Schichtstoffe von 25,4 · 101,6 · 12 mm hergestellt. Die Biegefestigkeit der gepreßten keine Bindung
keine Bindung
keine Bindunu
keine Bindung
keine Bindung
gutes Fließen
gummiartig
gutes Fließen
starkes
Fließen
schlechte
Bindung
Schichtstoffe betrugen 4760 bis 5740 kg/cm2, und die Biegemodule waren 227 500 bis 308 000 kg/cmä. Das Gewebe eignete sich hei vorragend zur Verwendung.
Aus den obigen Versuchscrgebnissen geht hervor, daß bei Polymeren mit überwiegender 1,2-Konliguration, also nach der Erfindung mit einer 5 Minuten dauernden Härtung bei 162,8"C Schichtstoffe mit -Biegefestigkeiten von 4760 bis 5740 kg/cm'- und Biegemodulcn von 227 500 bis 308 000 kg/cm2 erhalten werden. Demgegenüber konnten selbst bei der langen Härtezeit von 10 Minuten bei 176,7°C bei Polymeren, deren Polymerenstruktur zu 80% 1,4-Konliguration und /u 20"/(i 1,2-Koüliguration, also überwiegend I.4-Konliguration halte, weitaus überwiegend keine für die mechanische Prüfung geeigneten Produkte (zu weich, gummiarlig, nicht ausgehärtet bzw. zu geringe Schiehtbindung) erhalten werden, und die restlichen zwei Produkte hatten ebenfalls schlechtere Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich dei Festigkeil, als die nach der Krlindung und waren unbrauchbar. Daraus ergib! sich die sehr großt Überlegenheit der Frlindung gegenüber dem Stand der Technik.
Aus Dienvorpolymerisaten mit einer überwiegend 1,4-Konliguration aufweisenden Polymerenstruktui hergestellte Produkte haben außer den unbrauclv
(10 baren physikalischen ligenschaften auch schlecht chemische Eigenschaften, weswegen ein Dienvor polymerisat mit einer überwiegend I.4-Konliguratioi aufweisenden Polymerenstruktur nlis Ausgangsma tcrial zur Verwendung im crlinduiigsgemillJen Vor
<>s fahren nicht 111 Trage kommt. So haben die nacl dem erliiidungsgemllHen Verfahren hergestellten Pro dukte den Vorteil dei hohen chemischen Ik'slüiulig keil, insbesondere auch gegenüber der Oxydatioi
und der Feuchtigkeit. Auch trocknen bzw. härten im allgemeinen die für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Dieiivorpolymeiisate in Luft bei Raumtemperatur bzw. mäßig erhöhten Temperaturen nicht oxydativ. Weiterhin haben die nach dem erlindungsgemäßen Verfahren hergestellten Produkte eine hohe Wärmebeständigkeit. Ferner ist es von Vorteil, daß sie leicht sind.
Auch die beim erfindungsgemäßen Verfahren im Gegensatz zum Stand der Technik erfolgende Zugabe einer freien Radikale liefernden Peroxydinitiators als Härter scjion vorder Kettenverlängerungsreaktion und seine erst nachderdas Kautschukzwischenprodukt bzw. Elastomerzwischenprodukt ergebenden Kettenverlängerungsreaktion erfolgende Aktivierung durch Erhöhung der Temperatur über seine Aktivierungstemperatur bringt erhebliche Vorteile mit sich. So ist zur Einleitung des Härtens kein Härterzusatz mehr erforderlich, da dieser bereits im Kautschukzwischenprodukt nicht umgesetzt zugegen ist, und das Härten kann einfach durch Erhitzen erfolgen, wobei die Härtung auch einen erheblichen Zeitraum nach der Herstellung des Kautschukzwischenprodukts möglich ist. So wird also erfindungsgemäß zunächst das polyfunktionell substituierte flüssige Dienvorpolymerisat mit einem Kettenverlängerungsmittel zu einem gießbaren Elastomer kettenverlängert. Dieses Elastomerzwischenprodukt kann wie jedes andere Kautschukmaterial zerhackt, vermählen, stranggepreßt bzw. verformt werden. Es ist ir Lösungsmittel qucllbar. Wenn zur Mischung aus flüssigem polyfunktionell substituiertem Dienvorpolymerisat und Kettenverlängerungsmittel vor der Ketten Verlängerungsreaktion Füllstoffe, wie Kohlenstoff. Siliciumdioxyd usw., zugesetzt worden sind, können Preßpulver erzeugt werden. Wenn in die flüssige Mischung vor der Kettenveilängerungsreaktion Glasbzw. Kohlenstoffgewebe eingetaucht worden ist, können Schichtstoffe erhalten werden. Die flüssige Mischung vor der Kettenverlängerungsreaktion kann auch zum Kleben und Übeiziehen verwendet werden. Alle kettenverlängerten Materialien sind biegsam und elastomer bzw. gummiartig; beispielsweise können die Schichtstoffe mit dem kettenverlängerten Material zu einer Seite eines Handkoffers oder eines Fahrzeugkotflügels verformt werden. Zur Verformung in die endgültige Form ist lediglich Hitzeanwendung erforderlich, wodurch das Elastomcrzwischenprodukt zu einem harten hit/cgehärteten Harz gehärtet wird. Dies bringt gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil mit sich, dall das Elastomer in einet zentralen Anlage, in welcher das flüssige Ausgangsmaterial behandelt wetden kann und welche die notwendigen F.ntgasungs- und Reinigungsvortichtungcn aufweist, hergestellt werden kann, wodurch ein nichtklebriges Zwischenprodukt, welches ohne besondere Handhabung bzw. Behandlung zu den F.ndverurbcitern befördert werden kann, entsteht. Wie bereits daigelcgt, können daraus durch bloße Hitzeanwendung harte hit/egehärtete Gegenstände hei gestellt werden, was einen großen Vorteil diirstcllt. Dieses feste halte llur/ hat, wie bereits erwähnt, sehr gute chemische, mechanische, elektrische und thermische Eigenschaften. Wenn es beispielsweise in l.ösungs- bzw. Quellungsmittcl für dus lUustomer/wischenprotltikt eingebracht wird, findet kein Lösen b/w. Quellen statt. l;s ist glasühnlich. d. h. klar (obwohl bernsteinfarbig), es hat eine gute dielcktiische Festigkeit b/w. Durschliigsfcstigkcit und ist chemisch sehr beständig (sogar gegenüber Stiekstofftetroxyd).
Die durch das erlindungsgeinälii: Verfahren hergestellten hitzegehärteten cyclisierten Dienpolymerisate sind hauptsächlich aus vernetzten, und linear \ erlanget ten Ketten von kondensierten substituierten bz\s. niditsubstituierien Cydohexaugruppcn zusammengesetzt. [Diese kondensierten siibstiuiieiten bzw. nichtsubstituierten Cyclohexangruppeii sind durch kettenverlängernde chemische Gruppen \erhunden. Beim crlindungsgemäßen Verfahren wird durch das Um»
ίο setzen des polyfunktionell substituierten Dienvorpolymerisats, welches eine !langgestreckte Kohlenstoffketu: mit hängenden Vinylgruppen an alternierenden Kohlenstoffatomen der Kelte aufweist, mit dem polyfunklionellen organischen Ketten verlänger ungsmittcl, welches mit den funktioneilen Gruppen des Dienvorpolymerisats reagiert, eine deutliche bzw. starke Erhöhung des Molekulargewichte^ durch Verlängerung dei Kettenlänge herbeiführt. Das Cyclisiercn der hängenden Vinylgruppen zu kondensierten cycloaliphatischen Gruppen und das Vernetzen von benachbarten Ketten werden durch den Freie Radikale liefernder Peroxydinitiator eingeleitet und gefördert. Der Kohlenwasserstol'fgehalt der Dienpolymerisatharze beträgt mindestens ')()"■'„, im allgemeinen über 93O'„. lypischerweise größcnordnungsmäßig %"■„. ist also hoch.
Vorzugsweise sind die funktiondlcn Substitucntengruppun des polyfunktionell substituierten Dicinorpolymerisats an den Enden des Vurpolymerisats a n ge ordnet. Zwar sind difunktionelle Materialien mil endständiger Substitution bevorzugt, es können jedoch andere polyfunktionelle Vorpolymerisate, beispielsweise solche mit einer endständigen Gruppe und einer vom anderen Ende des Vorpolymerisats entfernt Isegcuden zweiten Gruppe, verwendet werden. Das bevorzugte Dieiivorpolymetisat ist ein il^-Polybutadiündiol mit an den Enden des Vorpolymerisats angeordneten Hydroxysubstituenten. Das Vorpolymerisat hat wünschenswerterweise ein Molekulargewicht von etwa 500 bis 3000. Das Dienvorpolymerisat kann auch ein 3,4-Polyisoprenmaterial, wie 3,4-Polyisoprendiol, sein. Das polyfunktionell substituierte Dienvorpolymerisat ist vorzugsweise ein Dihydroxymalerial, es kann jedoch beispielsweise eine dicarboxysuhstmuierte Verbindung, eine diaminsubstituierte Verbindung oder ein anderes Dienvorpolymerisat mit funktiondlen Gruppen, die vorzugsweise endständig ungeordnet sind, sein.
Die 1,2-isomcrc Form des Polybutadiendioles kann durch anionische Polymerisation von herkömmlichen
so 1,3-Butadicn hergestellt werden. In einem typischen Reaktionssystem wird ein Alkalimetall, beispielsweise Lithium bzw. Natrium, mit dem Butadien in einem polaren Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, dispergiert. Das Butadien unterliegt einer 1,2-Polymerisation unter Bildung eines mit den Alkalimetallen endigenden aliphatischen Polykohlenwnsserstoffes. Dus Polymei wird dünn mit Äthylenoxyd oder anderen geeigneten organischen Oxyden umgesetzt uiul anschließend ange säuert, wodurch sich das 1,2-Polybutadiendiolvorpoly
f'o merisiit ergibt. Als andere Möglichkeit kann das Poly mer mit Sauerstoff umgesetzt und! anschließend auge säuert werden, wodurch das UlPolybuUidienÄolvor polynierisnt erhalten wird. Dus Vorpolymer win durch Verdumpfen des Lösungsmittels isoliert. Fü
fts viele Zwecke kann es jedoch nicht notwendig sein, du Lösungsmittel in diesem Stadium /u entfernen. Di< Polymerisationsreuklion wird im einer sauerstoff- bzw wasscrdnmpffreien Atmosphäre· unter Vcrwendun;
1 rar ι';η
/J
von Temperaturen von 80 bis etwa 2O0C durchgeführt. Die Zugabe von Äthylenoxyd wird bei Temperaturen von größenoidnungsmäßig etwa -500C durchgeführt.
Die 1,2-isomcre Form des Polybutadiendicarbon-: tiÖLirevorpolymerisats kann ebenfalls durch anionische Polymerisation von herkömmlichem 1,3-Butadien hergestellt werden. In einem typischen Reaktionssystem wird ein Alkalimetall, beispielsweise Lithium bzw. Natrium, mit dem Butadien in einem polaren Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, dispergiert. Das Butadien unterliegt einer 1 ,^-Polymerisation unter Bildungeines mit den Alkalimetallen endigenden aliphatischen Polykohlenwasserstoffes. Das Polymer wird dann mit Kohlendioxyd umgesetzt und anschließend ange- '5 säuert, wodurch sich das 1,2-Polybutadiendicarbonsäurevorpolymerisat ergibt.
In den bei der erlindungsgemäßen Herstellung der hitzegehäiteten Dienpolymerisatharze verwendeten Lüenvorpolymerisaten mit überwiegend 1,2-Konfiguration soll das Polymere wünschenswerterweise mindestens 80°'0, vorzugsweise mindestens 90°/0, 1,2-Konfiguration haben.
Das Dicnvorpolymeiisiit wird mit dem polyfunktioncllon organischen Keltenverlängerungsmittel und dem Peroxydinitiator innig vermischt und unterhalb der Aktivierungstemperatur des Peroxydinitiators mit dem Kettenverlängerungsmittel umgesetzt, worauf wünichenswerterweise ein Entgasen folgt. Daraufhin kann das Härten durch Erhitzen über die Aktivierungstemperatur des Peroxydinitiators durchgeführt werden. Im lalle eines Dihydroxypolydienvorpolyiiierisats und eines Diisocyanates ah Kettenverlängerungsmittel geht die Kettenverlängerurtgsreaktion bei Raumtemperatur bzw. mäßig erhöhten Temperaturen unter Bildung eines Kautschukzwischenproduktes, in welchem der freie Radikale liefernde Peroxydinitiator durch und durch molekular disp<;rg»ert ist, vor sich. Das Erhitzen des Kautschukzwisclienproduktes auf Temperaturen
Tabelle Vl
2,4-Toluoldiisocyaiat
Hexamethylendiisocyanat
2,6-Toluoldiisocyanat
Dianisidindiisocyanat
1,4-Benzoldiisocyanat
p,p'-Di isocyanatdipheny !methan 1-Chlorphenyl^^-diisocyanat
Trimethylendiisocyanat
Pentamethyiendiisocyanat
Butylen-l,2-diisocyanat
Butylen-1.4-diisocyanat
Xyloldiisocyanat
2,4-Cyclohexylendiisocyanat
1,1-Dibutylätherdiisocyanat
1 ,S-Cyclopcntandiisocyanat
2,5-1 ndendiisocyanat
Diphenylmethandiisocyanat
1,5-Naphthalindiisocyanat
Triphenylmethandiisocyanat
Die bei der Kettenverlängerung von Dihydroxypolydienvorpolymerisaten unter Verwendung von Diisocyanaten gebildete Urethanbindung ist erwünscht, indem keine Kondensationsprodukte, wie Wasser bzw. Ammoniak, gebildet werden. Das Fehlen von flüchtigen Kondensationsprodukten macht die Reaktion bei der Bildung von Klebstoffbindungen bzw. -verklcbungen. Schichtstoffen und kompakten bzw. dichten Harzmassen besonders geeignet. Darüber hinaus i·'-die Diisocyanat-Dihydroxypolydienvorpolymerisai-Mischung gießbar, und durch eine Umsetzung, welch» bei einer mäßig niedrigen Temperatur stattfindet, c.· gibt sich ein nichtklebriges kautschukartiges Materi;; mit hoher Lagerbeständigkeit. Der von der Diisn cyanatreaktion herrührende Urethankautschuk wer:; einen freie Radikale liefernden Peroxydinitiator durch und durch molekular dispergiert auf, welcher Initiator für die Cyclisierungs- und Vernetzungsreaktion zu:
von etwa 70 bis 14O0C führt das Cycliüieren der Vinyl- 4°' Erzeugung des harten hitzegehärteten Dienpolymeri-
gruppen der Vorpolymerisatkette um er Bildung von kondensierten (substituierten bzw. nichtsubslituierten) Cyclohexanringen und die Vernetzung von benachbarten Ketten herbei. Es ist klar, daß das Diisocyanat das Molekulargewicht des Vorpolymerisats durch Bildung von Polyurethanbindungen deutlich erhöht.
Die im vorhergehenden Absatz dargelegten Bedingungen sind für das erfindungsgemäße Verfahren satharzes erforderlich ist.
Es gibt andere mögliche Kombinationen von Ketten vcrlängcrungsmitteln und Dienvorpolymeiisaten, aus welchen den aus den Diisocyanat-Dihydroxypolydicn vorpolymerisat - Kombinationen erhaltenen Dicnpolymerisatharzen äquivalente Harze erzeugt werden können. Beispielsweise erzeugt die Umsetzung des Dihydroxypolydienvorpolymerisats mit Dicarbonsäuren. Disäurehalogeniden, Diestern, Anhydriden und Di
bei Verwendung eines Dihydroxypolydienvorpoly- 5° anhydriden ein zur Cyclisierung fähiges Harz, welches
merisats und eines Diisocyanates als Kettcnverlänge- J ~ ' " ' ' ■·· - · - ·-■- *<--
rungsmittcl typisch. Fs ist klar, daß die Bedingungen mit den für die Herstellung des hitzegehärteten Dienpolymerisats verwendeten Materialien variieren und leicht etmittelt werden können.
Das organische Kettenverlängerungsmittel ist normalerweise ein difunktionellcs Material, es kann jedoch mehr als zwei funktionell Gruppen aufweisen. Bei einem DihydiOxypolydienvorpolymerisat, wie 1,2-PoIybutadiendiol, ist das bevorzugte polyfunktionelle organische Kcttcnverlängerungsmittel ein organisches Diisocyanatmatcrial, welches im erfindungsgemaßen Verfahren bei einer müßig niedrigen Temperatur unter Bildung von Polyurcthanhindungen und deutlicher durch Polyestergruppen kettenverlängert ist. Die Verwendung von Dicarbonsäuren, Disäurehalogeniden und Diestein für die Kettenverlängerung führt zur Bildung von chemischen Nebenprodukten, welche flüchtig sein können, wodurch diese besonderen Kombinationen für viele Anwendungen weniger wünschenswert sind. Dianhydride sind bevorzugt, da die Kettenvcrlängcrung ohne Bildung von chemischen Nebenprodukten bewirkt wird.
Andere mögliche Kombinationen von Reaktionstcilnchmcrn können über die Verwendung der Dihydroxypolydicnvorpolymcrisate erhaltenen Dienpolymerisatharze hinaus weitere cyclisierte vernetzte Dienpolymciisiithar/c liefern. Beispielsweise können PoIy-
Frhöhung des Molckulurgcwichlcs des Vorpolymcri- <'5 dicnuirhonsäurcvorpolymerisatc mit hängenden Vinyl-
siits rcngie/i Typische Diisocyanatvcrbindungen, gruppen an alternierenden KohlcnstofTatumcn am
welche im crflndiingsgcmüßcn Verfahren verwendet Rüikgrnt mil einer Mannigfaltigkeit von Vcrbindiin·
werden können umftisson: »i%n- WK" 1''"^n. Diamincn. Diisocynnnten. Diepnxy-
161
den, Dummen und Diimiden, keucnvcrlängert werden. Mit Diepoxyden, Diiminen und Diimiden kettcnverlungerte Polydicncarbonsüuren sind für die Zwecke der Gründung bevorzugt, da sich bei der Reaktion keine chemischen Nebenprodukte bilden. Typische Polydiendiearbonsüurcn umfassen die 1,2-Polybutadiendicarbonsäuren und 3,4-Polyisoprendicarbonsiiuren. Es ist klar, daß auch Derivate der Dicarbonsäurepolydiene, wie Disüurchalogenide, Polyanhydride und Diester, verwendet werden können und passende Kcttcnverlüngcrungsmittcl äquivalente kettenverlänßerte hitzegehärtete Dienpolymerisatharze ergeben.
Analoge brauchbare Harze, aus welchen cyclisiertc Dienpolymerisate erzeugt werden können, können aus polyfunktioncllcn Polydicnuminen hergestellt werden. Beispielsweise können 1,2-Polybutadicn- bzw. 3,4-Polyisoprcnverbindungen, die endständige Amingruppen aufweisen, durch eine Reihe von difunktionellen und polyfunktionellen Kettenverlängerungsmitteln kettenverlängert werden. Typische DiaminkeUcnverlängerungsmittel, die für die Zwecke dci Erfindung brauchbare Produkte liefern, sind Diisocyanate, Anhydride, Dianhydride, Dicarbonsäuren, Disäurechloiidc, Diestei und Diepoxyde. Es ist klar, daß Kettenverlängerungsmittel, wie Diisocyanate, Dianhydride und Diepoxyde, welche keine Nebenprodukte liefern, für die Zwecke der Erfindung bevorzugt sind.
U:;ter den als Kcttenverlängeiungsmittel verwendbaren Säuren und Anhydriden sind folgende:
Tabelle ViI
1. Adipinsäure
2. Fumarsäure
3. Cyclohexan-lAdicarbonsäiire
4. Terephthalsäuie
5. Malonsäure
6. Trimersäuie
7. Dimeisäure
8. Azelainsäure
9. Sebacinsäure
10. Isophthalsäure
11. Endo-cis-bicyclo-[2,2,l]-5-hepten-2,3-dicarbonsäuredianhydrid
12. Bernsteinsäureanhydrid
13. Dodecenylbernsteinsäureanhydrid «
14. Tctrahydrophthalsäureanhydiid
15. Hexahydrophthalsäureanhydrid
16. Maleinsäureanhydrid
17. Phthalsäureanhydrid
18. Glutarsäureanhydrid
19. 1.4.5Λ7.
2.3-dicarbonsäureanhydrid
Tctrachlorphthalsäureanhydrid
Als Kettenverlängerungsmittel brauchbare Dianhydride und Polyanhydride umfassen die folgenden:
Tabelle VIII
1. Ben/ophenon-3,3',4,4'-tetfacarbonsäuredianhydi'id
2. Polyazelainsäurepolyanhydrid
3. Pyromcllitsäutedianhydtid
4. Py roniellitsäuredianhydrid/Ci Iy kol-Addukte
5. Cyc!opentan-l.2.3.4-tetracaibons;iuiedianhydrid
Tabelle IX
Als Keltenveiliiiigerungsmittel xwli.· iniifassen die folucndai:
brauchbare Diep-
1. Fpoxynovohikc
2. bis-Fpoxydicyclopentyliither mit Älhylenglykol
3. Reaktionspiodukt von Fpidilorhydrin und
Bisphenol A
4. l-Fpoxyälhyl-.M-epoxycyclohexan
5. Dicyclopentadicndioxyd
6. Limoneiuliiixyd
7. bis-(2.3-F.poxypropoxy!-benzol
8. Vinylcyclohcxcndioxyd
9, SA-Epoxy-d-methylcyclohexancarbonsüuie-3,4-cpoxy-()-methylcyclohexylmethylestei
10. Zeaxanthindiepoxyd
11. Triester von 9,10-Fpoxy-12-hydrox\octadeeansäuie mit Glycerin bzw. fiiester von 9,IO-Fpo\y-12-hydioxysteaiinsäurc mit Ci Ivccrin
Als Kettenveilängerungsniiltcl brauchbaic Diimine. Diimidc und Triimide umfassen die folgenden:
20
Tabelle X
1. l,6-Hexan-N,N'-di-(älhylenimin)
2. 1 ,(l-Hexan-N.N'-di-(propylenimin)
3. l,7-Heptan-N.N'-di-(äthylenimin)
4. l,7-Hcptan-N,N'-di-(propylcnimin)
5. l,8-Octan-N.N'-di-(äthylenimin)
6. 1,8-Octan-N.N'-di-(pror.ylcnimin)
7. l,3-Di-(carboxy-N-propylenimid)-bcnzol
8. 1.3,5-Ti i-(carboxy-N-propylemmid »-benzol
9. l,3-Di-(äthylen-N-l,2-but\limin)-benzol
Bei einigen Anwendungen kann /ur Beschleunigung der Kettenverlängerungsreaktion ein Kalahsator zugeführt werden. Beispielsweise ist es bei der Bildung der Urethanbindung zwischen dem Diisooanat und dem Dihydroxypolydienvorpo!) mei isat manchmal wünschensweit. einen Katalysator, welcher die PoIyurcthanbildung fördert, vorzusehen. Brauchbare Katalysatoren zur Förderung der Bildung \on keltern erlängernden Bindungen durch Reaktionen von anderen Verbindungen sind in dei Technik wohlbekannt. In ähnlicher Weise sind die Bedingungen, welche im allgemeinen die Reaktionen mit anderen Kombinationen von Reaktionsteilnehmcrn begünstigen, bekannt. Beispielsweise wird die zwischen einem Diearboxypolydienvorpolymerisat und einem Diimin als organischem Kettenverlängerungsmittel stattfindende Ketlcnvcrlängcrungsreaktion im allgemeinen bei 20 bis 90 C durchgeführt und die Kctteinerlängerungsreaktion eines DicarboxypoKdienvorpolymerisats mit einem Diepox\d als Kettenverlängerungsmittel im allgemeinen bei 50 bis 120X bewerkstelligt. Wenn die 1,2-Polybutadien- bzw. 3,4-Pol>isoprenvcrbindung endständige Amingruppen aufweist, wird die Um-Setzung mit einem Diisocyanal zur Bildung einer kettenverlängernden Polyharnstoffbiiulung im allgemeinen bei 0 bis 50'C durchgeführt. Im Falle, daß das 1,2-Pol\hutiindiendiol bzw. 3.4-Polyisopicndiol durch eine Fsterbindung mittels einer Umsetzung mit einer
(i° 2basischen Säure kcttenveilänger! wird, wird die Umsetzung t\piseherweise bei 80 bis 135"C durchgeführt. Fine Dianhydridkettenverlängeiung mit einem Dihydroxypolydienvorpolymensat geht in einem annähernd um 20 bis 30"C niedrigeren lemperaturbe-
(l5 reich als die Ketteinerlängcrung bei der Umsetzung mit der 2basischcn Säure voi sich. Fine Kettenveiängerung unter Verwendung eines mit einem Dihydrn\ypi>lydienvorpolynicrisi»t reagieienden Disäurc-
lilorides geht bei 40 bis K)O' C vonstatten, Bs ist klar, al) die Gegenwart bzw. Abwesenheit eines Katalysairs einen Einfluli auf die Re:.iktionsbedingungen hat, >ic obigen Temperaturbereiche sind nur als Anhaltsunkte für die allgemeinen Bedingungen angegeben S nd sind nicht als Beschränkung aufzufassen,
Fii könne» im erlindungsgenmlJen Verfahren lieie Rad kale liefernde organische bzw. anorganische l'e,-oxydlni iut»ron verwendet werden. Typ.sche orgumsche Pen ydc, welche die Cyclisierung von hüngend,,, Vmgruppen des Vorpolymerisats einleiten, sind ,„ d Wgcnden Tabelle Xl /.usammengestellt:
Tabelle Xl
ditert. Bulylpcroxyd
2,5-I)imethyl-2,5-bis-(tert. butylperoxy)-hexun n-Butyl-4,4-bis-(lerl. butylperoxy)-valetianat bzw. 4,4-bis-(tcrt. Butylpeioxy)-valeriansüure-n-butylcster
K), Lauroylperoxyd
11. Acetylperoxyd
12. Decanoylperoxyd
13. tert. Butylperacetat
14. tert. Biitylperoxyisobutyrat
Gesumtreuklionssyslem für die Herstellung isatluirzc aus einem 1,2-1'; Iv-
Cumolhydroperoxyd
Di-(N-methyl)-tert. butylpeicarbainat
weise durch
gestellt:
Folge von Reaktionen
HO-CH2-CH2 -C-CH2-H-C
CH2
H -C—CH,-
I 1
C-CH2-C-Cl I,-CH2-CH1-OH+ O=C=N-/
H-C CH,
H-C H-C
„ CH2 CI
= C--= N
Toliiokliisocyaii'' Dihydroxy-l,2-polybuladien Kellenverlängerung unter Bildung von PoIy-
-0-CH2-CH2 C CH2
HC
Il
R 'CH2
I -C -CH2-
H --C . »CH,
H H O
I I Ii
C-CH2- C-CH,-CH5-CH1-O-C-N Y1
I I 1 "
Il C H C _
CH3
1CH2
1CH,
N C H O
R : R ' 2 R
Cyclisierung der hängenden Vinylgruppen und
Vernetzung
O QW1 CH2 R CW,
Cl I.1
*l IivIit Strirli I I slrlll L-IIl WiISMl sl( llf;il( Uli ll.ll
CH, CII, CII,
O C N I N
ι
C
Il I
Il
O
'.ti /uslii/.lichcn Verneizungsstollen
I 645
O
Μ
Il J N- -C
Μ
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Π —
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Γ
I
CH,
H Il
O
ί
I
••-N — C — O—CH,--CI-U-CH,-
Die erste Reaktion ist die zwischen dem Polybutadiendiol und dem Diisoeyannt unter Bildung eines Polyuiethanelastonierzwischenpioduktes bzw. viele Urethangruppen aufweisenden F.lastomei Zwischenproduktes, welches in ihm molekular dispergiert einen freie Radikale liefernden Peroxydinitiator aufweist. Bei der Hitzeanwendung bei der zweiten Reaktion zersetzt sich der Peroxydinitiatoi, wodurch sich ein freies Radikal R ergibt, welches die Cyclisierung der hängenden Vinylgruppen des Polydienes und die Vernetzung von benachbarten Ketten einleitet und fördert. In den obigen Gleichungen bedeuten H1 und n2 typischerweise ganze Zahlen, die ausreichend hoch sind, um ein durchschnittliches Molekulargewicht von etwa M)O bis 3000 beim Vorpolymerisat zu ergeben, R steht für den Rost des aktiven freie Radikale liefernden Initiators, und ν und γ sinu ganze Zahlen, die ausreichend hoch sind, um ein festes vernetztes Pr»>dukt zu ergeben, und sie liegen typischerweise über 100.
Das Dienvorpolymerisat und das organische Kettenvcrlängeiungsmittel werden vorzugsweise in im wesentliehen äquimolaren Anteilen umgesetzt. Fs ist jedoch klar, daß starke Abweichungen vom stöehiometischen Verhältnis vorgenommen werden können, im allgemeinen führt dies aber zu einem weniger wünschenswerten Produkt. Der freie Radikale liefernde Per- 4c, oxydinitiator wird in einer Menge, die ausreicht, um die Cyclisierung der hängenden Vinylgruppen und die. Vernetzung von benachbarten Ketten zu fördern, zugeführt. Das Peroxyd wird im allgemeinen in einer Menge von 0,5 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise so von 2 bis 6 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymei und das 01 ganische Kettenverlängerungsniittel, verwendet. Fs ist klar, daß größere und kleinere Mengen des Peroxydes verwendet werden können und daß die optimale Menge unter anderem von Faktoren wie dem speziell verwendeten Peroxydinitiator, dem verwendeten Dienvorpolymeiisat und dem für die Reaktion gewählten Kettenverlängerungsmittel abhängt.
Die hohe Wäimebeständigkeit und Steifheit. Biegefestigkeit bzw. Halte der erfindungsgemälJ hergestellten Materialien ist der kondensierten cyclischen Konfiguration der Polymerkette zwischen chemischen Vernetzungen zuzuschreiben. Im Gegensatz dazu sind für vernetzte Polyolefine »biegsame« einfache chemische Bindungen zwischen Vernetzungen charakteristisch, wodurch sich Materialien, welche weniger wärmebeständig und hinsichtlich der FOrin weniger steif, weniger biegefest bzw. weniger hart sind als die cycli-
CH2-CHa-O-
sierten Materialien ergeben. Die Zähigkeits- und die Schlagfestigkeitseigenschaften ι',τ erlindungsgemäß hergestellten Dienpolym;:<satharze sind der Kettenverlängeiung des VorpoK· .erisats iintet Bildung hochmolekularer Polymere durch Polyurethanbindungen, welche bei der Umsetzung des Vorpolymerisats mit dein Diisi'Cyanat zustande kommen, zuzuschreiben.
Die crfinüungsgcmäß hergestellten cyclisieiten Dienpolymerisatharze mit der hohen Wärmebeständigkeit von über 400"C sind für Hochtemperaturklebstoffe bcsondeis geeignet. Dies gilt ganz besonders für die kondensierten cyclisierten Butadieiuirethanpolymere, welche ein neues chemisches System in die Klebetechnik einführen. Das Polydienurethanharz erzeugt beim Härten kein Kondensationsprodukt, wie Wasser, welches die Bildung einer guten Bindung bzw Verklebung beeinträchtigen würde. Das letztgenannte wünschenswerte Merkmal ist auch ein Charakteristik kum der Reaktion zwischen einem dicarboxysubstituierten Dienvorpolymerisat und einem oiganischen Diimin bzw. Diepoxyd als Kettenverlängerungsmittel. Die cyclisierten Dienpolymerisatharze sind einzigartig, da sie sich stufenweise aus einem flüssigen Vorpolymerisatsystem über ein zähes nichtklebriges Flastomeizwischenprodukt, welches schließlich in einen zähen, steifen, biegefesten bzw harten und widerstandsfähigen bzw. Belastungen aushaltenden Klebstoff übergeführt wird, bilden. Diese stufenweise Umwandlung bzw. Umsetzung gestattet die Bildung von nichtklebrigen ehistomereii Filmen an der Oberfläche eines zu verklebenden Körpers, welcher gelagert und anschließend für eine Klebstoffbindung bzw. -\erklebung verwendet werden kann. Im Gegensatz dazu sind herkömmliche Klebstoffe mit vergleichbaren Hochteniperaturbestiindigkeiten, wie die Polyimide, die Polybenzimidazole und die PoKphenylene, äußeist schwierig zu veraibeiten.
Die Herstellung der Dihydroxypolydieiuirethanlurzklehstoffbindung bzw. -verklebung nach dem erlimlungsgcmüßen Verfahren wiul in zwei Stufen diitehgeiühit. Dabei wird zweckinäßigeiweise das das Pihydroxypolydienvorpolymerisat und das nicht umgesetzte Diisocyanat zusammen mit dem freie Rukika'e liefernden Peroxydinitiator enthaltende flüssige Vorpivlynieiisatsvstein auf die zu verbindende bzw. veiklebende Oboifläche aufgebracht. Hei etwa Raumtemperatur unterliegt das flüssige Votpolymerisatsysteni einei wie oben erläuleiten Kettenverlängerung des Dienvorpolymerisatmaterials durch Bildung von
l Irc'tliunbindiinjJ. unter l-'r/cugunn eines /illien und nielilklebrißen Elastomers mil dem Peroxydinilialor ilurch und duich gleichmäßig verteilt. Das Benetzen ilcs Substrates mit dem illlssigen Vorpolymerisal kam; ■lurch \orab erfolgendes Lösen des Illlssigen Vorpoly- s mensntsysieiiis in einem geeigneten Harzlösungsmittel, so dall das zühe und nichlklehrigc Elastomer mil dem darin durch und durch gleichmäßig vciteilten Peroxydiniliaior nach der Entfernung des Lttsungsinittclirilgors durch Verdampfen erhalten wird, erleichtert weiden. Die behandelte Oberfläche kann während langer Zeiträume in dieser Form gehalten werden und anschließend, wenn sie mit einei anderen Oberfläche, vorzugsweise einer ähnlich behandelten Oberfläche, in Berührung ist, erhitzt weiden, um die zähe, steife, biegcfcsle bzw. haue und widerstandsfähige bzw. Belastungen aushallende Klebstoff bindung bzw, -verklebung /u erhalten. Als andere Möglichkeit kann das flüssige Vorpolymerisatsystem zwischen die Oberflächen der zwei zu verklebenden Körper gebracht werden, und es kann ein Mindestpreßdruck angewandt werden, die KeUenverlängerungsreaktion zum Elastomer bei etwa Raumtemperatur erfolgen und schließlich das System durch eine Härtcfolge bis auf 130"C erhitzt werden. ,
Die erfindungsgemäß hergestellten Dienpolymerisatharze sind für Oberzüge auf Rohren, Behältern und anderen Materialien, die hohen Temperaturen und korrodierend wirkenden Chemikalien ausgesetzt werden, besonders geeignet. Der Überzug verhindert den Angriff durch Wasser und schützt gegen die Bewitterung bzw. Verwitterung von Oberflächen und kann auf Holz. Metall, keramische Materialien, Kunststoffe und (iewebe bzw. Stoffe aufgebracht werden. Der überzug kann auf die zu schützende Oberfläche entwedci in Form des unverdünnten bzw. reinen Harzes oder in einem geeigneten Harz.lösungsmitlel aufgebracht werden. Diese Klasse von Harzen hat wegen der sehr guten chemischen Beständigkeit selbst gegenüber Verbindungen wie Stickstofftetroxyd, Salpetersäure, konzentrierter Schwefelsäure. Natriumhydroxydlösung. Essigsäure. Halogen kohlenwasserstoffen. Aceton und Kohlenwasserstofflösungsmitteln Vorteile gegenüber herkömmlichen Kunststoffschutzüberzügen. Der (ihcmig kann als Spray bzw. Spritzflüssigkeit (Aerosol), Anstrich bzw. Tauchüberzug entweder in einem Träger oder in der unverdünnten bzw. reinen flüssigen nicht gehärteten Form aufgebracht werden. Der Schutzüberzug ist nahezu farblos, und folglich können Pigmente bzw·. Farbstoffe in die Mischung eingearbeitet werden, um wünschenswerte Farben zu erhalten.
Für eine typische Schutzüberzugsmasse wird ein Diisoeyanalmaterial und ein organisches Peroxyd in einer eine Dihydroxypolybutadienmassc enthaltenden Vorpolymerisatflüssigkcii dispergiert. Fin geeignetes Diisocyanatmaterial ist 2.4-Toluoldiisocyanat. und ein geeigneter freie Radikale liefernder Peroxydinitialor ist ditcrt. Butylperoxyd. Die obige Mischung kann in Gegenwart oder Abwesenheit eines Trägerlösuiijjs- (>0 mittels hergestellt werden. Fin Beispiel für ein gutes Trägerlösungsmiüel für die obige Masse ist Cyclohcxan. Fs ist klar, dall viele andere flüchtige Lösungsmittel, welche entsprechend als Trägcrlösungsmittcl dienen können, verfügbar sind. Die Bestandteile (l5 werden mit dem Lösungsmittel in wünschenswerten Anteilen je nach den erwünschten endgültigen Ohei-/ugscigenschaften. beispielsweise dei Halle und anderen mechanischen Eigenschaften, der I lüftung an dei Oberfläche, dem (irud der chemischen Beständigkeit und der rclittiven Flüchtigkeit des Triigerlösungsrnittels, der erwünschten Härtivcil usw., vermischt. Die Überzugsmasse wird auf die zu behandelnde Oberfläche in Form eines Anstriches, Sprays bzw. einer Sprühflüssigkeit (Aerosol) oder als Tauchüberzug auf· gebracht, Dann erfolgt die Kctlenveilllngerungsreaktion bei etwn Raumtemperatur. Wenn ein Träger, wie Cyclohcxun. verwendet wird, wird dci Träger durch Verdampfen, welches durch Erhitzen, Evakuieren odci Blasen eines inerten Gases über die Oberfläche geför dert werden kann, entfernt. Das Harz wird dann an der Oberfläche bei Temperaturen um etwa 120"C zu einer steifen bzw. biegefesten und halten Substanz gehärtet.
Erlindungsgcmäß kann der obenerwähnte Überzug gleichmäßig in vorher festgesetzter Dicke auf di, Oberfläche des Substrates erzeugt weiden. Die Bildun; dei kautschukariigcn Masse bei Raumtemperatur μι stattet das Erhitzen des Überzuges auf ei höhte Tempi raturen ohne Laufen bzw. Fließen oder Verformung des Harzes. Ohne Auftreten dtr Urethanrcaktion it. eisten Stufe würde das Erhitzen des Überzuges ..,n erhöhte Temperaturen die Viskosität des überzug..· erniedrigen und das Fließen gestatten, was zu einen, nicht gleichmäßigen Produkt führen würde.
Es ist klar, daß außer dem Beispiel der cyclisieitei Polybutadientoluylenurethane nach dem erfindunggemäßen Verfahren auch aus anderen Harzsystemen Überzugsmassen hergestellt werden können. Zufrie denstellende Schutzüberzüge können bei Verwendung irgendeines Dioles mit hängenden Vinylgruppen au alternierenden Rückgratkohlenstoffatomen, beispielsweise von 3,4-Polyisoprendiol, erhalten werden. Außei den betreffenden Überzügen mit Polyurethangruppen kann die Kettenverlängerung des Dihydroxypolydienvorpolymerisats mit Esterbindungen, beispielsweise durch eine Reaktion mit einer 2basischen Säure, einem Dianhydrid bzw. einem Disäurechloiid. erhallen werden. Es ist klar, daß auch analoge Verbindungen, die aus 1.2-Polybutadien- bzw. 3.4-Polyisoprenstrukturen. welche endsiändige Amingruppen, die mit einem Diisocyanat als Keltenverlängerungsmittel unter Bildung eines substituierten Polyharnstoffes oder mit einem 2basischcn Säureanhydrid bzw. einem Disäurechlorid unter Bildung der Polyamidkcttenverlängerungsbindungen reagieren können, aufwe;sen. bestehen, verwendet werden können.
Eine wäßrige Masse für Schutzüberzüge kann unter Verwendung eines Dicarboxypolydienvorpolymerisals und eines organischen Diepoxydes, wie von 3,4-Epoxye-methylcyclohexancarbonsäure-S^-epoxy-d-methylcyclohexylmethylester. als Kettenverlängerungsmittel hergestellt werden.
Die erlindungsgemäß hergestellten Dienpolymerisatharzc eignen sich sehr gut auch für unter Anwendung herkömmlicher Verarbeitungs- bzw. Fertigungsverfahrensweisen hergestellte verstärkte Gebilde bzw. Teile. Die verstärkten Gebilde bzw. Teile können Glas. Kohlenstoff, Graphit bzw. andere verstärkende Gewebe bzw. Metalle enthalten. Aus diesel Klasse von Verbindungen hergestellte KunstslofTbauleile sind vielversprechend bei der Verwendung bei Mccicshchällern mit großer Tauchliefe, bei leichten Kunsisioffbauleilen und bei Miliagungs- bzw. Foitwaschhedingungen unterliegenden Materialien. Das zusammengesetzte verstärkte Gebilde bzw. der zusammengesetzte
ι c / ε ε: η ■* ι υ **■ <-» «^ ν/ W
f 24
„„,-„ vukuum- und hellgelb. Ein typischer GicBling hatte die folgenden Ehfte,i:
r-ü
Ϊ 1 l Das Io ^prÄnieUc Matetia. kann
Sd bei mäßigen Temperaturen un er n, drigen mechanischen Drücken zu einem fu,tci^ sam
g ::::::■.■■■·: ^ 7
Wärmeleitfähigkei, 7^S
alur 457°C (in N2)
^ Luft bei 300"C 0.079·,, Stunde j kklrische Fesligkeit bzw.
Durchschlagsfestigkeit 70 8. V mm
20
dann
entfernt!" Wenn Vakuumgummisackauflegj bzw Fadenwickelverfahrensweisen angcweinde *"^n· £ es nicht bevorzugt, ein T™«^08"^ wenden. Das Produkt w.rd wun K einer sauerstofifreien Umgebung be. Temperaturen und unter maßigen " Drücken gehärtet. Die maximalen ^^ schäften des veistärkten Kunststoffes wu erhalten, wenn das Verstarkungsrnatcnal an seine
^*^\WJS!£m™ wieder H?rUtung direkt teilnehmen können, hat. Ein besonj^. Beispiel hierfür ist die Verwendung enerVny^.lan appretur bzw. Vinylsilanausrustung auf Verstarkungs materialien auf der Grundlage von C>ias;
Das nach dem erfindungsgemaßen Verfahrender bestellte verstärkte Kurststoffgebilde bzw. der nacn dem errindungemäBen Verfahren herge e verstärkte Kunststoffbauteil hat eine!niedriger Dichte^'J Segen_ wärtig verfügbare Gebilde bzw Baute Ie .«"»erJ" wendung von nach herkömmlichen Ver^ren;w stellten H-rzzwi«^
£ inte Eigenschaf-
^ ^ ejnes ] <2_Polybutadiendioles; nut inem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 0,40 Teile ditert. Butylperoxyd m ein Glasgefaß eingebrach, und innig vermischt. Es wurden 1,88 Teile 2, Toluoldiisocyanal zugegeben, und die Lösung wurde ' gerührt, bis sie homogen war. Das; Entgasen und
^n wurden wie im Beispiel 1 durchgeführt. Es ^ durchsichtiger Kunststoff m.t Barcol.H8rtc von 35 bis 45 erhalten.
^^c"Uialc?..^^;£rU5ie michaniscten Eigen werden durch siedendes Wasser nennenswert
als Beschränkung aufzufassenden läutert.
B e , s ρ i e 1 3
Es wurdcn 20 Teile eines 1,2-Polybutadiendioles rmt durchschnittlichen Molckulargew.cht von 2000 0,40 Teile ditert. Butylperoxyd in ein ^?*&** eingebracht und innig vermischt. Fs wurden 1,60 Teile g vlendiisocyanat zugegeben, und die Losung
J ^ ^ ] ^ ^ Das l t en und wu g ^ jm ^.^, ] d hgefuhr,. p,
^ ? durchsichtlgßr Kunststoff nut
j Baicol-Härtc λ on 43, einer spezifischen Warme e ^ ^ und cincr Zcrsctningslernperatur
von 457'C in Stickstoff erzeug«.
B e i s ρ . e 1 4
, Eswurden^TeüeeinesU-PolybutadiendiolesmU ^^ durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000
Di,oluylendiisocyanat zugegeben, und das Material So wurde gelinde erwärmt und gerührt, bis das IJuso-
P, wu,d,n „Teile ein« U mit ei durchschnittlichen M;>ekjlarg w^c 2(XX) und 12 Teile dilert. Biilylpc ^n
faß eingebracht und innig ^1™^,1/"!„gebracht.
Die Lösung wurde in einer Vuk u »K;mn J einem angewandten bzw. angclcgte. Vjkui η ν ' W1 I n,S 1 Ig wllhrend »nnWiernd 5M.ni «en en μ»»!. Am l-'iidc des lintgaM.ngszc.ri urne J«ac Malerial in eine IOim «"»«£«" ' SJi folgend unter den folgenden s» c" Vu t weiins hfttci: Lrstens 101 ngc bei W l '» ·"".". .,vc il bei 1 lirr in I «J· d^%.VlScr V«k»U.
^ ähnhch, Materia, ^
tcmpcruUir VOn 456'C in Stickstoff. Beispiel?
,wurden lOT^d^I^^^ (l0 cincm Molekulargewicht χ on annähernd
2.5-Methyl-2.5-d.-(tcrt. hutylperoxyd)-hexan
ToluoldiiHiH-xnn.it /ugegchen. und die Mate-
rialien wurden vermisch«, bis sie homogen waren De
es Hn./mischung wurde wie im Bcwpiel 1 da gelegt vej.
arbeitet, wodurch sich ein klarer durchsichtiger hell·
gelber KunsNolT mil «nc, Itarwl·!».««!- von
25
Beispiel 6
/V
LKi
Es wurden 10 Teile eines 1,2-Polybutadiendioles mit einem Molekulargewicht von annähernd 2(X)O mit 0,2 Teile tert. Butylperbenzoat in einem Glasgefäß vermischt. Zu dieser Lösung wurde 1,0 Teil Toluoldiisocyanat zugegeben, und die Materialien wurden vermischt, bis sie homogen waren. Dann wurde die Harzmischung wie im Beispiel 1 angegeben verarbeitet, wodurch ein klarer durchsichtiger hellgelbe! Kunststoff mit einer Hareol-Härte/ahl von 30 erhalten wurde.
I) e ι s ρ i e I 7
Is wurden M) Teile eines I.2-Polybuladiendioles mit einem annähernden Molekulargewicht \on 2000 mit ().() Teile Dicumylpcroxyd in einem CilasgefäU vermischt, /ur obigen Mischung wurden 3.0 Teile Toluoldiisocyanat zugegeben. Die Materialien wurden im CilasgefäU vermischt, bis sich eine homogene Lösung ergab, und die Lösung wurde wie im Beispiel I angegeben verarbeitet, wodurch sich ein brauner durchscheinender Kunststoff mil einer Barcol-Härte/ahl von 25 ergab.
Beispiel H
Fs wurden I 35 I eile 3.4-Polyisoprenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1350 und ,7,7 I eile diterl. Bulylpcroxyd in ein (ilasgefäß eingebracht und innig vermischt. Fs wurden 18,8 Teile ToluoldiiMicyanat /ugegeben. und die Lösung wurde gerührt, bis sie homogen war. Die Losung wurde in einer Vakuumkammer unter einem Druck von etwa I mm (Ig während annähernd 5 Minuten entgast. Am FmIe des hntgasuiigs/citrauincs wurde das Material in eine Form eingegossen und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sülzen von Bedingungen gehärtet: Frstens X lage bei W C in Luft, zweitens K) Tage bei 115 C in Luft und drittens 10 Tage bei 170"C unter Vakuum. Die gehärteten Harze waren klar, durchsichtig, hart und gelb.
Beispiel 9
Fs wurden 20 I eile eines 1,2-l'olybuladiendioles mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2(KH) und 0,00002 Teile I riälhylendiamin in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermisch!. Die Mischung wurde auf HX) C erhitzt und geriihil, bis sich das Triethylendiamin im Vorpolymeiisat loste. Das Gefäß wurde auf Raumtemperatur gekühlt, und es wurden 0,40 Teile ditert. Butylperoxyd in die Lösung eingemischt. Fs wurden I ,HK Teile Toltioldiisocyanat zugegeben, und die Lösung wurde gerührt, bis sie homogen war. Die Lösung wurde in eine Form übergeführt, in eine Vakuumkummer eingebracht und unter einem Druck von etwu 1 mm Hg während annähernd 3 Minuten entgast. Das entgaste Material wurde aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtcl: Frslens 2 Tage hei W) Γ in Luft, zweitens IO lage bei 115C in Luft und drillens 5 luge bei 170C unter Vakuum. Die gehärteten Harze waren klar, durchsichtig, hurl und gelb.
Beispiel 10
l.H wurden 20 Teile eines 1,2-l'olybuladiciulioles mil einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2(KX) und 0,00002Teile wasserfrei!; p-Ioluolsulfonsütire in ein (ilasgefäß cingehruuhl und innig vermischt. Die Mischunu wurde auf IK)C erhitzt und gerührt, his sie homogen wir. Das Gefäß wurde auf Raumtemperatur gekühlt, und es wurden 0,40 Teile dilert. Bul\lpen.ixyd in die Lösung eingemischt. Eis wurden l,88Teile Toluoldiisocsanat zugegeben, und die Lösung wurde gerührt, bis sie homogen war. Die Lösung wurde in eine Form übergeführt, in eine Vakuumkammer eingebracht und unter einem Druck von etwa 1 mm Hg während annähernd 3 Minuten entgast. Das entgaste Material wurde aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 2 Tage bei 90"C in Luft, zweitens K) Tage bei 115 C in Luft und drittens 5 Tage bei 170C unter Vakuum. Die gehärteten Harze waren klar, durchsichtig, hart und gelb.
Beispiel 11
Es wurden 20 Teile eines 1,2-Polybutadiendioles nut einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 0,00002 Teile EisenUIIJ-acetylacetonat in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Zu dieser Mischung wurden 0,4 Teile ditert. Bulylperoxyd und 1,88 Teile Toluoldiisocyanat zugegeben; die Mischung wurde gerührt, bis sie homogen war. Das Material wurde in eine Form übergeführt, in eine Vakuumkammer eingebracht und unter einem Druck von etwa 1 mm Hg während annähernd 3 Minuten entgast. Das entgaste Material wurde aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 2 Tage bei 90'C in Luft, zweitens 10 Tage bei 115 C in Luft und drittens 5 Tage bei 170"C unter Vakuum. Die gehärteten Harze waren klar, durchsichtig, hart und braun.
Beispiel 12
^ Es wurden 100Teile eines 1,2-Polybutadiendioles min einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 2 Teile ditert. Butylperoxyd in ein CilasgefäU eingebracht und innig vermischt. Es wurden 14,6 Teile Pokmethylenpolyphenylisocyanat zugegeben, und die Lösung wurde geruhtt. bis sie homogen war. Dk Lösung wurde in einer Vakuumkammer unter einen1 Druck von etwa 1 mm Hg während annähernd 5 Minuten entgast. Am Ende des Entgasungszeitraumes wurde das Material in eine Form gegossen und aufeinander-
4s folgend unter den folgenden Salzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 7 Tage bei 90"C in Luft, zweiten! K) Tage bei 1I5"C in Luft und drittens 6 Tage be 170"C unter Vakuum. Die gehärteten Harze warer klar, durchsichtig, hart und gelb.
s" Beispiel 13
l.s wurden 20 Teile eines 1,2-IOIybutadiendiolc mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht voi 2(WM) und 0,K Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glas
s<i gefäß eingebracht und innig vermischt. Fs wtirdei I,M! Teile Toluoldiisocyanat zugegeben, und dii Lösung wurde innig gemisch!. Fs wurden 20 Teil· C'vdohcxun in die Lösung eingemischt. Die l.ösunj wurde auf ein 25,4 · 50.K mm großes Stück Titan blech bzw. -platte und ein Stück rostfreien bzw korrosionsbeständigen Stahl 303 von ähnlicher Groß iiufgestrichen bzw. aufgepinsell, und dann wurdei dnc Stücke zum 'trocknen 48 Stunden lang in l.uf aufgehängt. Niich dem I rocknunjiszeitruiim wurdei
'is du: überzogenen Stücke anemundci geklemmt b/u miteinander verklammert und aufeinanderfolgen unter den folgenden Sülzen von Bedingungen gehiii let: Frstens 1 Stunde bei ')() C, zweitens 2 Stunde
bei 1!5"C und driliens 3 Stunden bei 170 C. Hie Zugfestigkeit bzw. Zerreißfestigkeit dei Bindung b/.w. Verklebung war höher als 70 kg/cm-,
Beispiel 14
Es wurden 20 Feile eines 1,2-Polybiiladicndiolcs mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 0,8 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt, Fs winden 1,88 Teile Toluoldiisoeyanat zugegeben, und die Lösung wurde innig gemischt. Es wurden 20 Teile Cyclohexan in die Lösung eingemischt. Die Lösung wurde auf zwei 25,4 · 50,8 mm große Stücke Titanblech bzw. -platte durch Eintauchen des Metalls in die Lösung aufgebracht. Die Bleche bzw. Platten wurden zum Trocknen 48 Stunden lang in Luft aufgehängt. Nach dem Trockiuingszeitraurn wurden die überzogenen Stücke aneinandergekleinmt bzw. miteinander verklammert und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 1 Stunde bei 9OC, zweitens 2 Stunden bei 115C und drittens 3 Stunden bei 170 C. Die durchschnittliche Zugfestigkeit bzw. Zerreißfestigkeit der Bindung bzw. Verklebung war höher als 70 kg'cni2.
Beispiel 15
Es wurden 30 Teile eines 1,2-Polybutadiendioles mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 600 und 0,6 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Fs wurden 9,4 Teile Toluoldiisocyanat zugegeben, und die Lösung wurde gemischt, bis sie homogen war. Die Lösung wurde auf zwei 25,4 · 50,8 mm große Stücke Titanblech bzw. -platte durch Eintauchen des Metalls in die Lösung aufgebracht. Die Bleche bzw. • Platten wurden zum Trocknen 48 Stunden lang in Luft aufgehängt. Nach dem Trocknungszeilraum wurden die überzogenen Stücke aneinandergeklemmt bzw. miteinander verklammert und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 1 Stunde bei 1Hi1 C, zweitens 2 Stunden bei 115"C und drittens 3 Stunden bei 170" C. Es ergab sieh eine gute Klebstoffbindung bzw. -verklebung.
Beispiel 16
Es wurden KK)TeUc eines 1,2-Polybutadiendioles mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 0,8 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Es wurden 9,4 Teile Toluoldiisoeyanat zugegeben, und die Losung wurde gerühit, bis sie homogen war. Die Lösung wurde in einer Vakuumkammer bei 90 Γ unter einem angelegten Vakuum von etwa I mm Hg wiihrend annähernd 5 Minuten entgast. Am linde des Fnlgusungszeilruumcs wurden saubere bzw. blnnkc Aluminiumbleche b/w. platten (25,4 ■ 50.8 · l,59mni) einmal in das Harz eingetaucht und 8 Stunden lang bei Raumtemperatur in l.ufi getrocknet. Das mit Harz überzogene Aluminium wurde dann 5 Stunden hing bei I7()"C in luft gehünet. Hie fertigen Überzüge waren klar, durchsichtig und hart und hatten einen schwach gelben Farbton.
I) e i s ρ i c I 17
Ils wurden 20 Teile eines 1,2-l'nlvhultulieiuliolcs mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2(XX) und O1KOTeile dilert.Huiylpeioxyil in ein Cilasgefäß eingebracht und innig vermischt. Ls wurden 1,88 Teile Toluoldiisocyanat zugegeben, und die Lösung wurde gut gemischt. Ls wurden 20 Teile Cyclohexan in die Lösung eingemischt, und die ■; Lösung wurde in eine Schale eingegossen. Ls wurde ein 152,4 ■ 355.d mm großes Stück \on vorher 2 Stunden bei 170 C getrocknetem Siliciunulioxvclgewebc (99U,'„ SiO2) langsam einmal durch die Harzlösung geleitet. Das Gewebe wurde 3 Tage lang bei
ic Raumtemperatur an der Luft getrocknet. Is wurden 50 Scheiben mit einem Dmchmesser von 25,4 min vom imprägnierten Gewebe .abgeschnitten, und die Scheiben wurden in eine 1 orm eingebracht. Die Scheiben wurden 2 Stunden lang bei 90 C gehariet.
ι- worauf 3 Stunden bei 170 C folgten, wobei in tier Form ein Druck von 176 kg cm3 aufrechterhalten wurde. Am Fndc des Härtearbeitsganges wurde ein fester Schichtstoffstopfen b/w. -zapfen aus der Form entfernt.
jo Es wurde ein riß- bzw. sprungfieier. lunker- bzw porenfreier und creinfarbiger Schichtstoff erhalten Das Material hatte einen Harzgchalt von 34,4",, und eine Barcol-Härte von 50 bis 60.
Beispiel 18
Fs wurden 20 Teile eines 1.2-i'olybutadiendioles mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 0,80 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Ls wurden
ίο 1,88 Teile Toluoldiisocyanat zugegeben, und die Lösung wurde gemischt. Fs wurden 20 Teile Cyclohexan in die Lösung eingemischt, und die I OMing wurde in eine Schale eingegossen. Ls wurde ein 152,4 · 355,6 mm großes Stück von vorher 2 Stunden
1S bei 170 C getrocknetem Kohlenstoffgewebe lanisani einmal durch die llar/losung geleilet. Das Gewebe wurde 3 Tage lang bei Raumtemperatur an der 1 uft getrocknet. Es wurden 50 Scheiben mit einem !durchmesser von 25,4 mm vom imprägnierten Gewebe
,0 abgeschnitten, und die Scheiben wurden in einer Form aufcin.indergescliichtet. Die Scheiben wurden 2 Stunden lang bei 90 C gehärtet, worauf 3 Stunden bei 170 C folgten, wobei in der Form ein Druck von 176 kg'cm3 aufrechterhalten wurde. Am F.nde
(S des Härtearbeitsganges wurde ein fester Schichtstoffstopfen bzw. -zapfen aus der Form entfernt. Fs wurde ein riß- bzw. sprungfreier, lunker- bzw. porenfreier und schwarzer Schichtstoff erhalten. Das Materia! hatte eine Barcol-Hiirle von 50 bis 60.
Beispiel 19
Fs winden 250 Gewichtsteile eines 1,2-Polybutadien dioles mit einem durchschnittlichen Molekulargcwich von 2(XX) und 0.025 Teile Triäthylendiamin (en Keitenveiliingerungskatalysator) in ein Glasgefül eingebracht und gelinde erwärmt, bis sich das Γπ üthylcndiamin im Harz löste. Die Lösung wurdt auf Raumtemperatur gekühlt, und es wurden 20 leih ditcit. Butylperoxyd in die lösung eingemischt. I
(,o wurden 23.5 Teile Toluoldiisocyunnt zugegeben, wor auf die Zugabe von 3(X) 1 eilen Cvclohexan folgte Die Bestandteile wurden vermischt, bis sie honiogei willen, und dann in eine Hache Schale eingegossen Hs wurden vier 152,4 · 355.6 min große Stücke vot
(15 vorher I Stunde hei 120 1' getrockneten) Silicium dii)X\dgewebc (W0 SiO11) jeweils durch die I ösutt| geleitet und 3 luge lang bei Raumtemperatur iti der luft getrocknet, l's wurden 50 Scheiben mi
einem Durchmesse! vim 63.5 mm vom Gewebe ahge- Krstcns 16 Stunden bei 115 C, zweitens 16 Stunden schnitten, und die Scheiben wiiruen in eine Form bei 130üC und drittens 16 Stunden bei 150 C. Am eingebracht. Die Scheiben wurden einem Druck von linde des liärtca·beilsganges wurde ein fester Stopfen 176 kg cm2 unterworfen und aufeinanderfolgend unter bzw. Zapfen aus der loim entfernt. F.s wurde ein den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: 5 härtet und von Rissen bzw. Sprüngen und Lunkern Frstens 4 Stunden bei 90 C. zweitens 2 Stunden bei bzw. Poren freiei Stickstoff erhalten. 115 C, drittens 16 Stunden bei 130 C und viertens . 24 Stunden bei 150 C. Die Form wurde auf Raum- B e 1 s ρ 1 e I 22 temperatur kühlen gelassen, bevor der Druck auf- Es wurden 100 Teile eines 1,2-Polybutadicndioles gehoben und der Schichtstoff entfernt wurde. Es 10 mit einem durchschnittlichen Molekulaigewicht von wurde ein hellgelber Schichtstoff, welcher frei von 2000 und 4 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glas-Rissen bzw. Sprüngen und Lunkern bzw. Poren war gefäß eingebracht und innig vermischt. Fs wurden und die folgenden physikalischen Eigenschaften hatte. 5 Teile Bernsteinsäuieanhydrid in 100 Teilen Tetracthallen. chlorkohlenstoff gelöst und in das Glasgefäß ein
. .. ,,,··, «„ 1 · ,,-> '5 gebracht. Der Gefäßinhalt wurde gründlich gemischt
I1 »arcol-Martc 5) bis 60 ^ unrf m emc SchaJc cingegossc* Fs wu b rdccin
11 ,lchtc ■ ,'7 cm . , , 152.4 · 355,6 mm großes Stück von vorher 2 Stunden
c arzgeha 32.8 Gewichtsprozent . ■ T,con , , , P... ■· . . ,„„„,
in GewichKkonzen bei 115 C getrocknetem Sihciumdioxydgcwebc (99°/n
r-Uion SiO2) langsam 2mal durch die Harrlösung geleitet.
' ' 20 Das imprägnierte Gewebe wurde 2 Tage lang bei
,, · ι 20 SO0C in einer Stickstoffatmosphärc gehärtet. Es
cisp wurden 50 Scheiben mit einem Durchmesser \on
Is wurden 100Teile eines 1.2-Polybutadiendiolcs 25.4mm vom Gewebe abgeschnitten, und die Schei-
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von hen wurden in'eine Form eingebracht. Die Scheiben
20(K) und 2 Teile ditert. Bulylperoxyd in ein Glas- 25 wurden einem Druck von 176 kg/cm2 unterworfen
gofäß eingebracht und innig vermischt. Es wurden und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen
M) Teile Sebacinsäure in 100 Teilen Aceton gelöst von Bedingungen gehärtet: Erstens 16 Stunden bei
und in das Glasgefäß eingebracht. Der Gcfäßinhalt 115°C, zweitens 16 Stunden bei 130"C und drittens
wurde giündlich gemischt und in eine Schale ein- 16 Stunden bei 1500C. Am Ende des Härtearbcits-
gcgosscn. F.s wurde ein 152.4 ■ 355.6 mm großes 3° ganges winde ein fester Stopfen bzw. Zapfen aus
Stück von vorher 2 Stunden bei 115JC getrock- der Form entfernt. Es wurde ein harter und von
rietcm Siliciumdioxulgewebe (99"/0 SiO2) langsam Rissen bzw. Sprüngen und Lunkern bzw. Poren
zweimal durch die Harzlösung geleitet. Das iniprä- freier Schichtstoff erhalten.
gnicrtc Gewebe wurde 2 Tage lang bei 80°C in einer
Slicksioffatmosphäre gehärtet. Es wurden 50 Scheiben 1S B e i s ρ i e I 23
mit einem Durchmesser von 25,4 mm Gewebe abge- Es wurden 100 Teile eines 1.2-PolybutadiendioU-
si-hnitlen. und die Scheiben wurden in eine Form mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht u> <.
eingebracht. Die Scheiben wurden einem Druck von 2000 und 2 Teile ditert. Butylperoxyd in ein GIm-
176 kg cma unterworfen und aufeinanderfolgend unter gefäß eingebracht und innig vermischt Es winde-
den folgenden Salzen von Bedingungen gehärtet: 40 17,4 Teile 3.3Ά4' - Benzophenonlclracarbonsüurcd-
I rslens 16 Stunden hei 115 C. zweitens 16 Stunden anhydrid zugegeben, und die Lösung wurde geriihr·..
hei I.W C und drittens 16 Stunden bei 150"C. Am bis sie homogen war. Die Lösung'wurde in einer
I nde des llärtearbeitsgangcs wurde ein fester Stopfen Vakuumkammer unter einem angelegten Vakuum
b/w. Zapfen aus der Form entfernt. Es wurde ein von etwa 1 mm Hg während annähernd 5 Minuten
hinter und von Rissen bzw. Sprüngen und Lunkern 4S entgast. Am Ende des Entgasungszeitraumes wurde
h/w. Hohlräumen freier Schichtstoff erhalten. das Material in eine Form eingegossen und aufein·
I) c i s η i ρ I 21 andcrfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedin-
'. " gungen gehärtet: Erstens 6 Tage bei 9(V1C in Luft,
Is wurden 100 Teile eines 1.2-Polybutadiendioles zweitens 5 Tage bei 115"C in luft und drittens
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 5o 5 Tage bei 1501C in Luft. Das gehärtete Harz wai
20(K) und 2 Teile ditett. Bulylperoxyd in ein Glas- hart, zSh und formbeständig, gefäß eingebracht und innig vermischt. Ks wurden
It)O Teile wasserfreies Benzol zugegeben und in die Beispiel 24
Losung eingemischt. FIs wurden 34.7 Teile Dodccenyl- Es wuiden 100 Teile eines 1,2-Polybutadicndioles
succmylchlorid zugegeben, und dus Material wurde 55 mil einem durchschnittlichen Molekularj-cwichl von
gelinde erhitzt und gerührt, bis es homogen war 2(KK) und 2 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Ol«s-
I>ei (icfäUinhnll wurde 111 eine Hache Schale cm- gefäß eingebracht und innig vermischt F.s wurden
gegossen. Hs wurde ein I52.4· 155.6 mm großes 13.Ci Teile Pyromellitsäuredianhydrid zugegeben, und
Stuck von vorher 2 Stunden bei II!) C getrocknetem die Lösung wurde gerührt, bis sie homooen war
Siliciumdioxydgcwcbe (W„ SiO.) langsam zweimal Ao Die Lösung wurde in einer Vakuumkammer unter
durch das Harz geleitet. Das imprägnierte Gewebe einem angelegten Vakuum von etwa 1 mm Hg wan·
winde 2 Tage hing bei HO ( in einer Sticksioffatmo- rcnd annähernd 10 Minuten cnloasi Am Fndc des
aphflre gehärtet. Is wurden 50 Scheiben mit einem nnigasungsz.citraun.es wurde das Material' in eine
Durchmesser von 25.4 mm vom Gewebe abgcschni«. J orm eingegossen und aufeinanderfolgend unter den
(cn. und die Scheiben wurden in cmc lorm eiliger- «5 folgenden Sfli/cii von ßcdiniiiinncii uehilitL·! Frstens
bracht. Die Scheiben wurden einen, Druck von 6 Tage bei W) C in I ufu SiT.ge hei 1 V C
I7f) kg'cm' unterworfen und aufeinanderfolgend unter in luft und diitlens 5 Taue hei 150 C in luft has
dun folj-πιιΙΐΊΐ Sjii/cn vmi Bedingungen pehf'rlef gehaitcli· Hai/ wm Iimh m. .....i f......!.'..!.,'....!...'
Beispiel 25
Es wurden 100 Teile eines mit Carbonsäure- bzw. Carboxygruppen endigenden 1,2-Polybutadienes mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 2 Teile ditert, Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Es wurden 15,1 Teile 3,4 - Epoxy - 6 - methylcyclohexancarbonsäure-S^-epoxy-o-methylcyclohexylmethylester zugegeben und gerührt, bis das Ganze homogen war, und die Lösung werde in einer Vakuumkammer unter einem angelegten Vakuum von etwa 1 mm Hg während annähernd 5 Minuten entgast. Am Ende des Entgasungszeitraumes wurde das Material in eine Form eingegossen und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 4 Tage bei 9O0C in Luft, zweitens 5 Tage bei 1150C in Luft und drittens 5 Tage bei 15O0C in Luft. Das gehärtete Harz war hart, zäh und formbeständig.
Beispiel 26
Es wurden 100 Teile eines mit Carbonsäure- bzw. Carboxygruppen endigenden 1,2-Polybutadiens mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 2 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Es wurden 91Z4TeUe l,6-Hexan-N,N'-diäthylenimin rasch in das Gefäß eingemischt, und die Lösung wurde gerührt, bis sie homogen war. Die Lösung wurde in einer Vakuumkammer unter einem Druck von etwa 1 mm Hg während annähernd 5 Minuten entgast. Am Ende des Entgasungszeitraumes wurde das Material in eine Form gegossen und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens ITag bei 6O0C in Luft, zweitens 5 Tage bei 1150C in Luft und drittens 5 Tage bei 1500C in Luft. Das gehärtete Harz war hart, zäh und formbeständig.
Beispiel 27
Es wurden 100 Teile eines mit Amingruppen endigenden 1,2-Polybutadienes mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 2 Teile ditert. Butylperoxyd in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Es wurden 9,4 Teile Toluoldiisocyanat zugegeben, und die Lösung wurde gerührt, bis sie homogen war. Die Lösung wurde in einer Vakuumkammer unter einem angelegten Vakuum von etwa 1 mm Hg während annähernd 5 Minuten entgast, Am Ende des Entgasungszeitraumes wurde das Material in eine Form eingegossen und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 6Tage bei 5O0C in Luft, zweitens 5 Tage bei 1150C in Luft und drittens 5 Tage bei 1500C in Luft. Das gehärtete Harz war hart, zäh und foimbestündig.
Beispiel 28
ίο Es wurden 100 Teile eines mit Amingruppen endigenden 1,2-Polybutadienes mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 und 2 Teile ditert.-Butylperoxyü in ein Glasgefäß eingebracht und innig vermischt. Es wurden 17,4 Teile 3,3',4,4'-Benzo-
is phenontetracarbonsäuredianhydrid zugegeben, und die Lösung wurde in einer Vakuumkammer unter einem angelegten Vakuum von etwa 1 mm Hg während annähernd 10 Minuten entgast. Am Ende des Entgasungszeitraumes wurde das Material in eine Form eingegossen und aufeinanderfolgend unter den folgenden Sätzen von Bedingungen gehärtet: Erstens 3 Tage bei 700C in Luft, zweitens 5 Tage bei 1150C in Luft und drittens 5 Tage bei 15O0C in Luft. Das gehärtete Harz war hart, zäh und formbeständig.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Hersteilung von hitzegehärteten Dienpolymerisaten durch Umsetzen eines durch anionische Polymerisation hergestellten polyfunktionell substituierten Polydienvorpolymerisats mit einem polyfunktionellen organischen Kettenverlängerungsmittel, welches mit den funktionellen Gruppen des Dienvorpolymerisats zu reagieren vermag, bei Raumtemperatur bzw. mäßig erhöhter Temperatur und Härten des kettenverlängerten Produktes mit Hilfe von Wärme und einem Härter, dadurch gekennzeichnet, daß man als polyfunktionell substituiertes Dienvorpolymerisat ein solches, dessen Polymerenstruktur überwiegend 1,2-Konfiguration hat, verwendet und den als Härter eingesetzten freie Radikale liefernden Peroxydinitiator bereits vor der Kettenverlängerungsreaktion zum Dienvorpolymeiisat zugibt, wobei man bei der Kettenverlängerungsreaktion unterhalb der Aktivierungstemperatur des Peroxydinitiators arbeitet und die Härtung nach der Kettenverlängerungsreaktion duich Erhöhung der Temperatur über die Aktivierungstemperatur des Peroxydinitiators durchführt.

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