DE159530C - - Google Patents
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- DE159530C DE159530C DENDAT159530D DE159530DA DE159530C DE 159530 C DE159530 C DE 159530C DE NDAT159530 D DENDAT159530 D DE NDAT159530D DE 159530D A DE159530D A DE 159530DA DE 159530 C DE159530 C DE 159530C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K17/00—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
- F16K17/20—Excess-flow valves
- F16K17/22—Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line
- F16K17/24—Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line acting directly on the cutting-off member
- F16K17/28—Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line acting directly on the cutting-off member operating in one direction only
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Neuestens werden die Dampfgeschwindigkeiten in Rohrleitungen fortgesetzt erhöht
und es sind insbesondere bei Verwendung von hochüberhitztem Dampf Geschwindigkeiten
von 40 Metern in der Sekunde und noch darüber gebräuchlich, um die Temperaturverluste
in den Leitungen möglichst zu verringern.
Die Rohrbruchventile der bisher gebräuchlichen Arten lassen sich in solchen Dampfleitungen
nicht mehr gut verwenden, da deren Selbstschlußkörper bei so hohen Dampfgeschwindigkeiten
schon einen vorzeitigen Abschluß herbeiführen würden. Würde man aber durch ihr weiteres Abrücken von ihren
Sitzen und Erteilung eines größeren Eigengewichtes ihre Empfindlichkeit auch verringern
, so würde man hierdurch die ganze Rohrleitung gefährden, da derartige schwere Selbstschlußkörper mit großem Hube beim
Abschluß bekanntlich einen bedeutenden Stoß auf ihren Sitz verursachen würden.
Auch Selbstschlußkörper mit durch Federoder Saugwirkung verzögertem Abschluß sind
in solchen Fällen, wie die Erfahrung zeigte, nicht mehr brauchbar. Die Federn unterliegen
baldigem Verderben und verlieren im heißen Dampf ihre Spannkraft, während die Abschlußverzögefung, die an den Selbstschlußkörpern
durch die Saugwirkung des das Ventilgehäuse durchströmenden Dampfes auch
bei günstigster Anordnung eingeleitet werden kann, für die. modernen Dampfbetriebe ebenfalls
häufig nicht mehr genügt.
Die vorgenannte Saugwirkung ist naturgemäß auf die Ausnutzung der innerhalb des
Ventilgehäuses vorkommenden Spannungsabfälle beschränkt, und es lassen sich aus diesem Grunde nur demgemäß beschränkte
Wirkungen erzielen. Im günstigsten Falle ist ein wenige Zehntel einer Atmosphäre betragender
Minderdruck erreichbar, mit welchem der Schlußkörper entgegen der Schlußbewegung
auf seine Unterlage angesaugt werden kann, und die geringe dadurch erreichte
Belastung des Ventils genügt für Dampf geschwindigkeit«! von 40 Metern und
darüber eben nicht mehr, wenn man leichte Schlußkörper, kleine Hübe und normale Gehäusegrößen
verwenden soll. Die Einhaltung der letztgenannten Bedingungen ist aber unerläßlich
zur Erzielung einer gefahrfreien und zuverlässigen Wirkung des Rohrbruchventiles.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rohrbruchventil, das den vorgenannten Bedingungen
dadurch zu entsprechen vermag, daß man vor allem den Selbstschlußkörper mittels
einer durch das Druckmittel (Dampf) selbst in entsprechender Höhe erzeugten Belastung
entgegen der Schlußbewegung auf seine Unterlage niederdrückt, wodurch man dessen
Empfindlichkeit in jedem erforderlichen Maße verringern kann. Außerdem ist aber dafür
gesorgt worden, daß diese Dampfbelastung auch während der Schlußbewegung des Ventilkörpers
gleichgerichtet bleibe, eine angemessene Höhe behalte und überdies allen vorkommenden Betriebsverhältnissen entsprechend
geregelt werden kann. Die Erfüllung dieser Bedingungen ergibt ein Rohrbruch-
Ventil, das leicht ist, mit geringem Hube arbeitet, in Gehäusen von gewöhnlicher Baugröße
Platz findet und bei allen vorkommenden Dampfdrücken und Geschwindigkeiten den Selbstschluß im gewünschten Augenblicke
und ohne Erschütterung des Gehäuses sanft und stoßlos vollzieht.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein der Erfindung gemäß eingerichtetes Selbstschlußventil
beispiels\veise in Fig. ι als Eckventil, in Fig. 2 als Durchgangsventil ausgebildet
dargestellt. Die Fig. 3 zeigt den Einbau des * Selbstschlußkörpers nach F"ig. 1 in größerem
Maßstabe.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sitzt der Selbstschlußkörper α auf einem hohlen
Zapfen b, dessen Bohrung c an den ins Freie führenden Kanal d anschließt.
Bezeichnet man die bei normalem Betriebe im Ventilgehäuse herrschende Dampfspannung
in Atmosphären mit χ und die Fläche der Bohrung c in Quadratzentimetern mit/, dann
wird der aufsitzende Selbstschlußkörper λ mit einem Drucke von X'fkg durch den Dampf
niedergepreßt und dessen Eigengewicht sohin um das gleiche Maß vermehrt. Entweicht
im Augenblicke des Anhubs der in der Kammer e befindliche Dampf durch Bohrungc
und Kanal d ins Freie, so tritt demgemäß in der Kammer e ein wesentlicher Druckabfall
ein, wenn der freie Ringspalt zwischen Führungsrohr b und Ventilkörper α im Verhältnis
zum Mündungsquerschnitt desKanalesrf
entsprechend bemessen ist, was für die durch die Erfindung beabsichtigte Wirkung und
Regelung eine Bedingung bildet.
Nunmehr wirkt also auf den Selbstschlußkörper von oben her die jetzt etwa y Atmosphären
betragende Dampfspannung auf die große mit nf bezeichnete Querschnittsfläche
der Kammer e mit dem größeren Gesamtdruck von y ·η/ kg. Der Druck y · nf von oben
her ist jetzt größer als xf vor dem Anhübe, weil ja y nur etwa ein bis zwei Atmosphären
geringer ist als x, die Fläche nf jedoch ein Vielfaches von f beträgt. Dieser vergrößerte
Druck würde also den Körper α zu kräftig auf seinen Sitz zurückdrücken. Um dies
hintanzuhalten und vielmehr die im Augenblicke des Anhubs sich einstellende Dampfbelastung
des Körpers α nach Wunsch und Bedarf regeln zu können, ist es nur nötig,
den hierbei, wie beschrieben, im Ausströmkanal auftretenden Spannungsabfall oder
Gegendruck durch geeignete Querschnittswahl des Ringspaltes oder der Kanalmündung auf
die entsprechende Höhe (welche mit ^ bezeichnet sei) zu bringen.
Es ist leicht einzusehen, daß man z. B.
durch Einstellung eines Gegendruckes von entsprechender Höhe gleiche Dampfbelastung
schaffen kann sowohl für den aufsitzenden Körper α wie auch zu Beginn des Anhubes.
Dies wird dann der Fall sein, wenn
xf = (y—\)nf
Man kann nun den Gegendruck \ verringern
und dann wird (y — \) nf> xf, das
heißt, es wird beim Beginne der Schlußbewegung eine bestimmte eingestellte Erhöhung
der Dampfbelastung des Selbstschlußkörpers eintreten, die sohin den Vollzug des Selbstschlusses
verzögert.
Durch dieses Mittel kann man also in einfachster Weise durch Dampfbelastung des
Selbstschlußkörpers gleichsam sein Gewicht entsprechend erhöhen, also leichte Körper
mit geringem Hube verwenden und überdies durch die Einstellung des Gegendruckes die
Regelung der Empfindlichkeit in den Zeitraum der Ausführung der Schlußbewegung verlegen.
Je niedriger man den Gegendruck einstellt, um so mehr erhöht man die Dampfbelastung
im Augenblick des Anhubs, um so unempfindlicher wird bei begrenztem Nachströmen des Dampfes das Ventil, und umgekehrt,
um so empfindlicher, je höher die Gegenspannung im Kanal d eingestellt wird.
Die vorbeschriebene Einstellung des Gegen- go
druckes kann man vorteilhaft durch Drosselung der ins Freie führenden Mündung des
Kanales d herbeiführen, beispielsweise wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt, durch eine Ventilschraube
g. Diese Schraube kann überdies mit einer engen Bohrung h versehen werden,
deren Querschnitt derart gewählt wird, daß sich im Augenblick des Anhubs der Gegendruck
ι in dem Kanal d einstellt, so daß also hierbei die gleiche Dampfbelastung auf dem
Körper α verbleibt, wie sie in der Schlußstellung herrscht. Durch Anlüften der
Schraube g kann man nun den Gegendruck um das gewünschte Maß verringern und dadurch den Eintritt des Selbstschlusses genau
einstellen.
Es ist leicht einzusehen, daß man das Verhältnis der bei der Schlußstellung und beim
Anhübe herrschenden Dampfbelastungen auch durch die Wahl der Flächen/ der Bohrung c
oder nf der Kammer e beeinflussen, das heißt, daß man durch diese Wahl den Beginn des
Selbstschlusses für einen gewissen Spannungsabfall in der Rohrleitung einstellen kann.
Es wird z. B. der Unterschied zwischen / und nf um so geringer und damit das Ventil
um so empfindlicher, je dünnwandiger der hohle Zapfen b ausgeführt wird, da hierbei
die Fläche des den Zapfen b verschließenden Ventilsitzes verhältnismäßig wächst.
Bei einem von vornherein für einen mittleren Druckabfall auf diese Weise in den Ab-
messungen der Bohrung c und dem Durchmesser des Zapfens b bestimmten Selbstschlußkörper
stellt sich also die zugehörige und geeignete Dampfbelastung im Augenblicke des Anhubs ohne weiteres ein, und
es ist hierbei eine besondere Regelung des Gegendruckes im Kanäle d unnötig.
Es ist ohne weiteres einzusehen, daß für den Erfindungsgedanken die sonstige Form
ίο und Art des Selbstschlußkörpers belanglos
ist, daß man ferner die beiden Regelungsarten, und zwar: Gegendruck und die durch
die britische Patentschrift 20524 vom Jahre 1894 bekannte Hubeinstellung auch vereinigen
kann, wobei der Gegendruck im Kanäle d nicht nur durch Drosselung der
Ausströmöffnung, sondern etwa auch durch Verbindung mit einem außerhalb des Ventilgehäuses
liegenden Minderdruckraum hergestellt werden kann und daß sich endlich die
vorbeschriebene Anordnung des belasteten Selbstschlußkörpers außer für Dampf auch
für alle sonstigen Gase und Flüssigkeiten eignet.
Claims (1)
- Patent-An Spruch :Durch Erhöhung des Dampfströmungsdruckes schließendes Rohrbruchventil mit einem eine Außenleitung abschließenden Ventile, dadurch gekennzeichnet, daß zum . Zwecke einer regelbaren Beeinflussung der Ventilschlußbewegung beim Ventilschlusse der Dampf infolge entsprechend bemessenen Ringspaltquerschnittes nur in begrenztem Maße und mit entsprechendem Spannungsabfall zwischen Führungshülse und Zapfen nachströmen kann und die Außenleitung entweder mit entsprechend enger, regelbarer Mündung versehen ist oder in einen Minderdruckraum mit regelbarer Spannung mündet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Beruh, gedruckt in der Reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE159530C true DE159530C (de) |
Family
ID=425598
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT159530D Active DE159530C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE159530C (de) |
-
0
- DE DENDAT159530D patent/DE159530C/de active Active
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