DE1593822C - Bis-(4-hydroxy-3,5-dialkylbenzyl) -carbonsäureester, deren Herstellung und Verwendung zum Stabilisieren von Polymeren - Google Patents
Bis-(4-hydroxy-3,5-dialkylbenzyl) -carbonsäureester, deren Herstellung und Verwendung zum Stabilisieren von PolymerenInfo
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Description
HO
H2C-
COOR4
IO in wasserfreien, inerten organischen Lösungsmitteln, vorzugsweise aromatischen Kohlenwasserstoffen,
umsetzt oder
b) in an sich bekannter Weise 2 Mol gleicher oder verschiedener Benzylhalogenide der allgemeinen Formeln
b) in an sich bekannter Weise 2 Mol gleicher oder verschiedener Benzylhalogenide der allgemeinen Formeln
25 HO
und bzw. oder
HO
CH7HaI
HO
CH,Hal
in der R1, R2, R5 und R6 Alkylgruppen mit 1 bis
6Kohlenstoffatomen, R3 —CN oder -COOR4
und R4 eine geradkettige, verzweigte, gesättigte Alkyl-, Thioäther- oder Äthergruppe mit 1 bis
20 Kohlenstoffatomen, den Allyl-, Cyclohexyl- oder Benzylrest bedeutet.
. 2. Veifahren zur Herstellung von Bis-(4-hydroxy-3,5-dialkylbenzyl)-carbonsäureestern
der allgemeinen Formel
HO
(Hal = Halogen) in Gegenwart von Alkalimetall mit 1 Mol eines Carbonsäureesters der
35 allgemeinen Formel
R,
H2C-COOR4
H2C-COOR4
in wasserfreien, inerten organischen Lösungsmitteln umsetzt.
in der R1, R2, R5 und R6 Alkylgruppen mit 1 bis 3. Verwendung der Verbindungen nach An-
6 Kohlenstoffatomen, R3 —CN oder —COOR4 45 spruch 1, gegebenenfalls in Gegenwart zusätzlicher
und R4 eine geradkettige, verzweigte,, gesättigte bekannter Antioxydantien, zum Stabilisieren von
Alkyl-, Thioäther- oder Äthergruppe mit 1 bis Polymeren gegen die Zersetzung durch Sauerstoff,
20. Kohlenstoffatomen, den Allyl-, Cyclohexyl- oder Licht und Wärme.
Benzylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß
man entweder 50
a) 2 Mol gleicher oder verschiedener Mannich-
basen der allgemeinen Formeln Die Erfindung betrifft neue Bis-(4-hydroxy-3,5-di-
R1 alkylbenzyty-carbonsäureester der allgemeinen Formel
55 R,
HO
und bzw. oder
HO
CH2N(R)2
60
CH2N(R)2
in der R1, R2, R5 und R6 Alkylgruppen mit 1 bis
Kohlenstoffatomen, R3 — CN oder — COOR4 und
R4 eine geradkettige, verzweigte, gesättigte Alkyl-, Thioäther- oder Äthergruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
den Allyl-, Cyclohexyl- oder Benzylrest bedeutet, ihre Herstellung und ihre Verwendung,
gegebenenfalls in Gegenwart zusätzlicher bekannter Antioxydantien, zum Stabilisieren von Polymeren
gegen die Zersetzung durch Sauerstoff, Licht und Wärme.
Zur Herstellung der neuen Bis-(4-hydroxy-3,5-dialkylbenzyl)-carbonsäureester
der Formel I werden gemäß Erfindung entweder
a) 2 Mol gleicher oder verschiedener Mannichbasen der allgemeinen Formeln
mit 1 Mol eines Carbonsäureesters der allgemeinen Formel
H2C — COOR4
(III)
HO
und bzw. oder
HO
CH2N(R)2
(H)
CH2N(R)2 (II a)
20
25
30 in wasserfreien, inerten organischen Lösungsmitteln umgesetzt.
Weitere Beispiele für Lösungsmittel sind ganz allgemein Kohlenwasserstoffe, Glykoläther und höhersiedende
Äther. Ferner können die dem Rest R4 entsprechenden Alkohole als Lösungsmittel verwendet
werden.
Während die Herstellung der Benzylhalogenide der Formeln IV und IVa noch gewisse Schwierigkeiten
bereitet und die Ausbeuten bei der Umsetzung mit den Carbonsäureestern der Formel III bei etwa 50%
liegen, setzen sich die Mannichbasen der Formeln II und II a, die bekanntlich aus Phenolen, Formaldehyd
und sekAminen (z. B. Dimethylamin) leicht zugänglich sind, dagegen mit den Carbonsäureestern der
Formel III nahezu quantitativ um, so daß sich dieses Verfahren durch besondere Wirtschaftlichkeit auszeichnet.
Zur Herstellung der unsymmetrischen Bisprodukte, die sich durch ausgeprägte spezifische Wirksamkeit
auszeichnen, wird nach der Verfahrensführung über die Mannichbasen zunächst nur 1 Mol Mannichbase II
mit 1 Mol Carbonsäureester III gemäß folgendem Schema zur Zwischen verbindung V umgesetzt:
(R = eine niedrigmolekulare Alkylgruppe) in Gegenwart katalytischer Mengen Alkali- oder
Erdalkalibasen, vorzugsweise Alkali- oder Erdalkalialkoholaten, mit 1 Mol eines Carbonsäureesters
der allgemeinen Formel
HO
40
H7C -1COOIL
(III)
HO
in wasserfreien, inerten organischen Lösungsmitteln,
vorzugsweise aromatischen Kohlen-Wasserstoffen, umgesetzt, oder b) in an sich, bekannter Weise 2 Mol gleicher oder
verschiedener Benzylhalogenide der allgemeinen Formeln
CH2N(R)2 + CH2-COOR4
(Π) (ΙΠ)
R3
CH2-CH-COOH
CH2-CH-COOH
(V)
die dann mit 1 Mol Mannichbase II a gemäß folgendem Schema
HO
und bzw. oder
HO
V + HO
CH7HaI
(IV)
CH2N(R)2 (Hb)
55
60
CH7HaI
(IVa)
(Hai = Halogen) in Gegenwart von Alkalimetall zu Verbindung I weiterreagiert. Beide Reaktionen
können hintereinander im selben Reaktionsgefäß durchgeführt werden.
Zweckmäßig wird dabei so verfahren, daß man bei der Herstellung symmetrischer Bisprodukte 2 Mol
Mannichbase (bei der Herstellung unsymmetrischer Produkte zunächst nur 1 Mol Mannichbase — das
zweite Mol einer andereh Mannichbase wird erst nach einer Reaktionszeit von etwa 2 Stunden zugesetzt
—) mit 1 Mol Carbonsäureester (Malonester, Cyanessigsäureester) in Gegenwart von 1 bis 20 g
Alkali- oder Erdalkalialkoholat in etwa 11 Toluol unter Stickstoff IV2 bis 4 Stunden unter Rückfluß
erhitzt und aus der erhaltenen Reaktionslösung nach dem Abkühlen die erhaltenen Reaktionsprodukte
unter Anwendung bekannter Methoden isoliert. Zweckmäßig wird zunächst der Katalysator entfernt
— z. B. durch Neutralisation mit verdünnter Säure und Ausschütteln mit Wasser — danach die Reaktionslösung
getrocknet, das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert und der Rückstand,
z. B. durch Umkristallisation, gereinigt. Die Ausbeute beträgt etwa 80 bis 99% der Theorie.
Diese Reaktion, d. h. die »C-Alkylierung« der Phenol-Mannichbasen
zu disubstituierten Malonsäure- bzw. Cyanessigsäureestern, war nicht voraussehbar.
Nach H. H e 11 m a η η und G. Opitz »α-Aminoalkylierung«
(Verlag Chemie, Weinheim) 1960, S. 284, war zu erwarten, daß sich Phenol-Mannichbasen nur
dann glatt »C-alkylieren«, also z. B. mit Malonsäureestern
umsetzen lassen, wenn man von den Ammoniumsalzen der Phenol-Mannichbasen ausgeht, deren
Herstellung aber schwierig ist (loc. cit.).
Die Reaktion zwischen 2 Mol Phenol-Mannichbasen und 1 Mol Malonsäureester oder Cyanessigsäureester
ist in der Literatur noch nicht beschrieben.
Das Verfahren der Erfindung soll durch folgende Beispiele näher veranschaulicht werden: .
Herstellung von Bis-(4-hydroxy-3,5-di-tert.butylbenzyl)-cyanessigsäureäthylester
263,4 g (1 Mol) (4 - Hydroxy - 3,5 - di - tert.butyl-
benzyl)-dimetnylamin,
51g (0,45 Mol) Cyanessigsäureäthylester,
3 g Magnesiumäthylat und
5 g Natriummethylat
51g (0,45 Mol) Cyanessigsäureäthylester,
3 g Magnesiumäthylat und
5 g Natriummethylat
wurden in 11 abs. Alkohol IV2 Stunden unter Rückfluß
erhitzt und nach dem Abkühlen das ausgefallene Reaktionsprodukt abfiltriert. Nach dem Ausschütteln
mit 96%igem Äthanol wurde das Reaktionsprodukt einmal aus 1,51 Aceton umkristallisiert.
Ausbeute: 255 g (99% der Theorie).
Schmp.: 212 bis 2130C.
Herstellung von Bis-(4-hydroxy-3-methyl-5-tert.butylbenzyl)-malonsäuredistearylester
(Stabilisator I)
27,6 g (0,125 Mol) (4-Hydroxy-3-methyl-5-tert-
butylbenzyl)-dimethylamin,
30,5 g (0,05 Mol) Malonsäuredistearylester und
0,5 g Natriummethylat
30,5 g (0,05 Mol) Malonsäuredistearylester und
0,5 g Natriummethylat
wurden in 100 ecm abs. Toluol unter Durchleiten von Stickstoff 2V2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, nach
dem Abkühlen mit Methylenchlorid verdünnt, mit 2 η-Salzsäure und Wasser ausgeschüttelt, über Natriumsulfat
getrocknet und bis zum Trockne eingedampft. Der Rückstand wurde in Methanol aufgeschlämmt,
filtriert und gewaschen.
Ausbeute: 41 g (85% der Theorie).
Schmp.: 88 bis 90°C.
Herstellung von 2-(4-Hydroxy-3-methyl-
5-tert.butyl-benzyl)-2-(4-hydroxy-3,5-diisopropyl-
benzyl)-malonsäuredistearylester
4,4 g (0,02MoI) (4-Hydroxy-3-methyl-5-tert.-butylbenzyl)-dimethylamin,
12,2 g (0,02 Mol) Malonsäuredistearylester und
0,2 g Natriummethylat
0,2 g Natriummethylat
wurden in 100 ecm abs. Xylol unter Stickstoff 2 Stunden
unter Rückfluß erhitzt. Danach gibt man 5 g (0,0213 Mol) (4 - Hydroxy - 3,5 - diisopropylbenzyl)-dimethylamin
zu und erhitzt nochmals IV2 Stunden
unter Rückfluß. Nach dem Abkühlen schüttelt man das Reaktionsgemisch mit 2 η-Salzsäure, dann mit
Wasser aus, trocknet es und dampft das Lösungsmittel im Vakuum ab. Nach Umkristallisieren aus
einem Isopropanol-Methanol-Gemisch erhält man 16 g (82% der Theorie) Reaktionsprodukt.
Schmp. 90 bis 93°C.
Schmp. 90 bis 93°C.
Herstellung von Bis-(4-hydroxy-3,5-di-tert.butyl-
benzyl)-malonsäure-di-(3-hexylmercapto)-
propylester (Stabilisator II)
a) Durch Umsetzung von 2,6-Di-tert.butyl-
4-brommethylphenol mit Malonsäure-
di-(3-hexylmercapto)-propylester
4,6 g (0,2 gAtom) Natrium wurden in 320 ecm Petroläther suspendiert, unter Rühren eine Lösung von
42 g (0,1 Mol) Malonsäuredi-(3-hexylmercapto)-propylester und 60 g (0,2 Mol) 2,6-Di-tert.butyl-4-brommethylphenol
in 100 ecm Petroläther zugegeben und 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die Reaktionslösung wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet
und das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Der Rückstand wurde einmal aus Petroläther umkristallisiert.
Ausbeute: 33,2 g (39,6% der Theorie).
Schmp.: 78 bis 79°C.
b) Durch Umsetzung der Mannichbasen von
2,6-Di-tert.butylphenol mit Malonsäure-
di-(3-hexylmercapto)-propylester
23 g (0,055MoI) Malonsäuredi - (3 - hexyl-
mercapto)-propylester,
32,8 g (0,125 Mol) Mannichbase und .
0,5 g Natriummethylat
32,8 g (0,125 Mol) Mannichbase und .
0,5 g Natriummethylat
wurden in 100 ecm abs. Toluol 1V2 Stunden unter
Rückfluß erhitzt, nach dem Abkühlen mit 2n-Salzsäure
gewaschen, getrocknet und bis zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wurde zweimal aus Petroläther
umkristallisiert.
Ausbeute: 39,6 g (80% der Theorie).
Ausbeute: 39,6 g (80% der Theorie).
In analoger Weise wurden Bis-(4-hydroxy-3,5-ditert.butylbenzyl) - malonsäuredi - (3 - laurylmercapto)-propylester
(Schmp. 71 bis 73° C) in einer Ausbeute von 77% der Theorie (Stabilisator III) und a-(4-Hydroxy
- 3,5 - di - tertbutylbenzyl) - α' - (4 - hydroxy-3 - tert.butyl - 5 - methylbenzyl) - malonsäuredistearylester
(Schmp. 87 bis 900C) in 81%iger Ausbeute
(Stabilisator IV) hergestellt. Weiterhin wurden die in Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen — die unter
Bezugnahme auf die allgemeine Formel I durch ihre Substituenten charakterisiert sind — hergestellt. Ihre
Struktur wurde auf Grund von Molekulargewichtsbestimmungen, Infrarotspektren und der quantitativen
Analyse bestimmt.
| Ri | R2 | R3 | R4 | -C2H5 | R5 | R6 | Schmp. 0C |
| tert.Butyl | tert.Butyl | — CN | Q2H25 | tert.Butyl | tert.Butyl | 212-213 | |
| -CH3 | desgl. | — CN | C18H37 | -CH3 | desgl. | 181-182 | |
| -CH3 | desgl. | — CN | (CH2)3SC16H33 | -CH3 | desgl. | 104-105 | |
| desgl. | — CN | (CH2J2SC16H33 | -CH3 | desgl. | 72-75 | ||
| -CH3 | desgl. | — CN | -C2H5 | -CH3 | desgl. | 57-58 | |
| tert.Butyl | desgl. | — COOR4 | — C18H37 | tert.Butyl | desgl. | 72-75 | |
| -CH3 | -CH3 | — COOR4 | CH2 CH C4H9 | -CH3 | -CH3 | 190-192 | |
| -CH3 | tert.Butyl | — COOR4 | C2H5 | - CH(CH3), | -CH(CH3), | 90-93 | |
| tert.Butyl | desgl. | — COOR4 | -CH2-CH=CH2 | tert.Butyl | tert.Butyl | 114 | |
| — CH2CH2OC4H9 | |||||||
| desgl. | desgl. | — COOR4 | — \h\ | desgl. | desgl. | 135-137 | |
| desgl. | desgl. | — COOR4 | -CH-<3> | desgl. | desgl. | 94 | |
| desgl. | desgl. | — COOR4 | desgl. | desgl. | 160 | ||
| desgl. | desgl. | -COOR4 | desgl. | desgl. | 131-132 |
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der neuen Bis - (4 - hydroxy - 3,5 - dialkylbenzyl) - carbonsäureester
zur Stabilisierung von Polymeren gegen Zersetzung durch Sauerstoff, Licht und Wärme.
Beispiele für Polymere, die mit Erfolg gemäß Erfindung stabilisiert werden können, sind Polyolefine,
Polyamide, schlagfestes Polystyrol, ABS-Polymere (Polymerisate aus Acrylnitril, Butadien und Styrol),
MBS-Polymere (Polymerisate aus Methacrylsäureester, Butadien und Styrol) oder Polymere des Vinylchlorids.
Besonders gute Stabilisierungsergebnisse werden mit Verbindungen der Formeln VI und VII
tert.Butyl
COOR4
(VI)
COOR4
COOR4
(VII)
COOR4
45
.50
55
60 sowie Mischungen von Verbindungen der Formel VI mit denen der Formel VII oder mit schwefelhaltigen
Verbindungen, z. B. Bisestern der Thiodipropionsäure, erhalten.
Durch besonders gute Wirkung zeichnen sich die Verbindungen aus, in denen R4
> C6 und der Alkohol Schwefel in Form einer Thioäthergruppe enthält.
Ausgezeichnete Stabilisatoren stellen auch Gemische dieser Verbindungen mit den Verbindungen der allgemeinen
Struktur V dar.
Diese Ester bzw. Estergemische sind mit den polymeren Kunststoffen gut verträglich und vermögen
diese Stoffe infolge ihrer geringen Flüchtigkeit auch nach längerer thermischer Belastung gut zu stabilisieren.
Die Stabilisatorverbindungen werden gewöhnlich in einer Menge von 0,01 bis 10% — auf das Gesamtgewicht
des zu stabilisierenden Stoffes bezogen — eingesetzt.
Gegenüber bekannten Stabilisatoren, z. B. den in der deutschen Auslegeschrift 1 201 349 als Antioxydantien
offenbarten Verbindungen, oder auch gegenüber den als besonders wirksam angesehenen Thiobisphenolen
weisen die gemäß Erfindung verwendeten Verbindungen eine überlegene Stabilisierungswirkung
auf, wie die Beispiele zeigen.
In den folgenden Beispielen soll die Stabilisierungswirkung gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen
veranschaulicht werden.
Beispiel 5
Stabilisieren von Polypropylen
Stabilisieren von Polypropylen
Zu je 100 Teilen nicht stabilisiertem Polypropylenpulver (getestet wurden zwei verschiedene Typen,
die in Tabelle 2 mit A und B bezeichnet sind) wurden die in Tabelle 2 angegebenen Stabilisatoren bzw. Stabilisatormischungen
gegeben, alle Mischungen auf einer Laborwalze bei 1800C 10 Minuten gewalzt
und die erhaltenen Folien bei einem Druck von 200 atü und einer Temperatur von 2100C verpreßt.
309631/204
1 595822
Aus den erhaltenen 1 mm starken Platten schnitt man 5 Streifen, unterwarf sie durch Lagerung in einem
Umlufttrockenschrank bei 150° C einer beschleunigten
Alterung und bestimmte den Beginn der Sprödigkeit.
Polypropy
lentyp
lentyp
Stabilisator
0,5 Teile
0,5 Teile
0,5 Teile
0,5 Teile
0,5 Teile
0,3 Teile
0,5 Teile
0,3 Teile
4,4'-Thio-bis-(6-tertbutyl-m-cresol)
/S-(3,5-Di-tertbutyl-
4-hydroxyphenyl)-
propionsäurestearyl-
ester
Stabilisator I
StabilisatorV*) ....
4,4'-Thio-bis-(6-tertbutyl-m-cresol)
4,4'-Thio-bis-(6-tertbutyl-m-cresol)
0,3 Teile /?-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäurestearylester,
0,1 Teil /?-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäurestearylester
0,3 Teile Stabilisator II......
Oxydativer
Abbau,
festgestellt
nach
11 Tagen
46 Tagen 75 Tagen 72 Tagen
17 Tagen
| Tabelle 3 | Stabilisator | Abfall | des | Drehmoments nach |
|
| ß-(3,5-Di-tert.butyl- | |||||
| 20 mg | 4-hydroxyphenyl)- | ||||
| propionsäurestearylester | 40 | ± | 2 Minuten | ||
| ^-(3,5-Di-tert.butyl- | |||||
| 20 mg | 4-hydroxyphenyl)- | ||||
| propionsäurestearylester | |||||
| + 20 mg DLTDP | 135 | ± | 2 Minuten | ||
| Stabilisator III | 140 | ± | 2 Minuten | ||
| 20 mg |
IO
20 Tagen
30
35
24 Tagen B 0,3 Teile Stabilisator II 43 Tagen
*) Ein Gemisch aus 10 Teilen Stabilisator I und 90 Teilen (4 - Hydroxy - 3 - methyl - 5 - tert.butylbenzyl) - malonsäuredistearylester
(entspricht der allgemeinen Formel V). **) Dilaurylthiodipropionat.
Beispielo
Stabilisieren von Niederdruckpolyäthylen
Stabilisieren von Niederdruckpolyäthylen
In einen Plastographen wurden je 20 g Niederdruckpolyäthylen und die in Tabelle 3 angegebene
Menge Stabilisator eingefüllt und bei 30 UpM und 220°C jeweils der Abfall des Drehmoments, d. h. der
Abbau des Polymeren, bestimmt.
Die Ergebnisse zeigen, daß der Stabilisator III den bekannten Stabilisatoren, selbst bei geringerem Einsatz,
überlegen ist.
Beispiel 7
Stabilisieren von Hochdruckpolyäthylen
Stabilisieren von Hochdruckpolyäthylen
Die Prüfkörper wurden in der beim Niederdruckpolyäthylen angegebenen Weise hergestellt und im
Trockenschrank bei 150° C gelagert. Festgestellt wurde die Zeit, nach der die Verfärbung der Proben einsetzte.
| Stabilisator | Beginn der Gelb färbung nach |
|
| 0,01 Teile | 2,6-Di-tert.butyl-p-cresol | |
| + 0,01 Teile DLTDP ... | 20 Stunden | |
| 0,02 Teile | ^-(3,5-Di-tert.butyl- | |
| 4-hydroxyphenyl)- | ||
| propionsäurestearylester. | 26 Stunden | |
| 0,02 Teile | Stabilisator IV | 28 Stunden |
| 0,02 Teile | Stabilisator II | 35 Stunden |
Beispiel 8 "
Stabilisieren von Polyamid
Stabilisieren von Polyamid
Alle in Tabelle 5 angeführten Mischungen von 100 Teilen Polyamid und 1 Teil Stabilisator wurden
auf einem Extruder bei 250° C zu Platten verarbeitet, die in 5 Streifen geteilt und in einem Trockenschrank
bei 140° C einer beschleunigten Alterung unterworfen wurde. Die stabilisierende Wirkung wurde nach der
Sprödigkeit der Folien beurteilt.
| Mischung | Spröde nach | |
| 100 Teile | Polyamid | 17 Tagen |
| 1 Teil | 4,4'-Thio-bis-(6-tert.butyl- | |
| m-cresol) | ||
| 100 Teile | Polyamid | 13 Tagen |
| 1 Teil | iS-(3,5-Di-tert.butyl- | |
| 4-hydroxyphenyl)-propion- | ||
| säurestearylester · | ||
| 100 Teile. | Polyamid | 19 Tagen |
| 0,5 Teile | Kupfer(II)-acetat | |
| 0,5 Teile | Kaliumiodid | |
| 100 Teile | Polyamid | 20 Tagen |
| 0,5 Teile | Stabilisator I | |
| 0,5 Teile | Tris-nonylphenylphosphit | |
| 100 Teile | Polyamid | 22 Tagen |
| 0,5 Teile | Stabilisator V | |
| 0,5 Teile | Tris-nonylphenylphosphit |
Die Tabelle zeigt, daß die gemäß Erfindung verwendeten Stabilisatoren die Wirkung bekannter Antioxydantien
übertreffen. Mit einem Zusatz an Phosphit wird dabei eine wesentliche Verbesserung der Anfangsfarbe der extrudierten Platten erzielt.
Stabilisierung eines ABS-Polymeren
Alle in der Tabelle 6 aufgeführten Mischungen aus 100 Teilen ABS-Polymeren, 0,5 Teilen Stabilisator und
1 Teil Gleitmittel (1,2-Bis-stearoyl-aminoäthan) wurden
auf einer Laborwalze bei 160°C 10 Minuten gewalzt, die erhaltenen Folien in einer Plattenpresse
bei einem Druck von 200 atü und bei einer Temperatur von 180° C zu 1 mm starken Platten verpreßt, die in
5 Streifen geschnitten und durch Lagerung in einem Trockenschrank bei 110° C beschleunigt gealtert wurden.
Die stabilisierende Wirkung wurde nach der Farbänderung und Sprödigkeit der Streifen beurteilt.
Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
| Mischung | Farbe nach 20 Tagen |
Spröde nach | |
| 100 Teile | ABS-Harz | Braun | 40 Tagen |
| 0,5 Teile | 4,4'-Thio-bis- | ||
| 6-tert.butyl- | |||
| m-cresol) | |||
| ITeil | Gleitmittel | ||
| 100 Teile | ABS-Harz | Hellgelb | 36 Tagen |
| 0,5 Teile | /H3,5-Di-tert.butyl- | ||
| 4-hydroxyphenyl)- | |||
| propiorisäure- | |||
| stearylester | |||
| 100 Teile | ABS-Harz | Blaßgelb | 43 Tagen |
| 0,5 Teile | Stabilisator II | ||
| ITeil | Gleitmittel |
| Mischung | Farbe nach 20 Tagen |
Spröde nach | |
| 100 Teile | MBS-Harz | Braun | 38 Tagen |
| 0,5 Teile | 4,4'-Thio-bis- (6-tert.butyl- m-cresol) |
||
| 100 Teile ' | MBS-Harz | Gelb | 57 Tagen |
| 0,25 Teile | 2,6-Di-tert.butyl- p-cresol |
||
| 0,25 Teile | Tris-nonylphenyl- phosphit |
| 12 | Mischung | Farbe nach 20 Tagen |
Spröde nach | |
| MBS-Harz | Hellgelb | 65 Tagen | ||
| 5 100 Teile | Stabilisator I | |||
| 0,25 Teile | Tris-nonylphenyl- | |||
| 0,25 Teile | phosphit | |||
| MBS-Harz | Hellgelb | 62 Tagen | ||
| io 100 Teile | Stabilisator V | |||
| 0,25 Teile | Tris-nonylphenyl- | |||
| 0,25 Teile | phosphit | |||
20
25 Beispiel 10
Stabilisierung eines MBS-Polymeren
Alle in der Tabelle 7 angegebenen Mischungen aus 100 Teilen MBS-Polymeren und 0,5 Teilen Stabilisator
wurden auf einer Laborwalze bei 1700C 10 Minuten gewalzt, die erhaltenen Folien dann in einer Plattenpresse
bei einem Druck von 200 atü und bei einer Temperatur von 190° C zu 1 mm starken Platten verpreßt,
die in 5 Streifen geschnitten und durch Lagerung in einem Trockenschrank bei 90° C beschleunigt gealtert
wurden. Die stabilisierende Wirkung wurde nach der Farbänderung und Sprödigkeit der Streifen beurteilt.
Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Stabilisierung eines schlagfesten Polystyrols
(Mischung aus 88 Teilen Polystyrol und 12 Teilen Butadien - Styrol - Mischpolymerisate als schlagfeste
(Mischung aus 88 Teilen Polystyrol und 12 Teilen Butadien - Styrol - Mischpolymerisate als schlagfeste
Komponente, dem zur Stabilisierung bereits
1,2% Tris-nonylphenylphosphit zugesetzt waren)
1,2% Tris-nonylphenylphosphit zugesetzt waren)
12 g Mischpolymerisat wurden auf der Laborwalze bei 1750C plastifiziert, jeweils 150 mg der in der
Tabelle 8 angegebenen Stabilisatoren und anschließend 88 g Polystyrol zugegeben. Die erhaltenen
Mischungen wurden 10 Minuten bei 175° C gewalzt, danach bei 180° C und bei einem Druck von 200 atü
zu Platten verpreßt,.die in 5 Streifen geschnitten und in einem Trockenschrank von 85° C gelagert wurden.
Die stabilisierende Wirkung wurde nach der Farbe und Sprödigkeit der Proben beurteilt.
45
50
55 Mischung
Farbe nach
10 Tagen
10 Tagen
40 100 g schlagfestes Polystyrol
0,15 g 4,4'-Thio-bis-
0,15 g 4,4'-Thio-bis-
(6-tert.butyl-m-cresol)
100 g schlagfestes Polystyrol
0,15 g /5-(3,5-Di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionsäurestearylester
100 g schlagfestes Polystyrol
0,15 g Stabilisator II ■
0,15 g Stabilisator II ■
Tiefgelb
Gelb
Blaßgelb
Spröde nach
25 Tagen 17 Tagen
25 Tagen
Die übrigen unter die allgemeine Formel fallenden Verbindungen zeigen eine vergleichbare Wirkung.
Claims (1)
1. Bis - (4 - hydroxy - 3,5 - dialkylbenzyl) - carbonsäureester
der allgemeinen Formel (R = eine niedrigmolekulare Alkylgruppe) in Gegenwart katalytischer Mengen Alkali- oder
Erdalkalibasen, vorzugsweise Alkali- oder Erdalkalialkoholaten, mit 1 Mol eines Carbonsäureesters
der allgemeinen Formel
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB87772A GB1375422A (de) | 1971-01-08 | 1972-01-07 |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0052555 | 1967-03-17 | ||
| DED0052555 | 1967-03-17 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1593822A1 DE1593822A1 (de) | 1971-05-13 |
| DE1593822B2 DE1593822B2 (de) | 1973-01-11 |
| DE1593822C true DE1593822C (de) | 1973-08-02 |
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