DE155644C - - Google Patents

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DE155644C DENDAT155644D DE155644DC DE155644C DE 155644 C DE155644 C DE 155644C DE NDAT155644 D DENDAT155644 D DE NDAT155644D DE 155644D C DE155644D C DE 155644DC DE 155644 C DE155644 C DE 155644C
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KAISERLICHES
PATENTAMT,
21 e. i/fz
GEBR. RUHSTRAT in GÖTTINGEN.
Magnetsystem mit kurzer Schwingungsdauer für Galvanoskope, Kompasse oder geodätische Bussolen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1903 ab.
Die in Kompassen, geodätischen Bussolen und Galvanoskopen usw. verwendeten Magnetnadeln , welche mittels eines Achathutes auf einer Spitze schweben, leiden an dem Übelstand, daß ihre Schwingungsdauer sehr groß und ihre Dämpfung sehr gering ist. Infolgedessen ist es sehr zeitraubend, das Stillstehen der Nadel abzuwarten, und das Arbeiten mit ihnen gestaltet sich unbequem.
ίο Die folgende Anordnung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen, ohne dabei die Genauigkeit der Nadeleinstellung zu beeinträchtigen.
Zur Erzielung einer kleinen Schwingungsdauer ist die Länge des Magneten erheblich verkleinert. "*
Da aber mit einer Verkleinerung der Länge zugleich die richtende Kraft der Nadel (ihre Direktionskraft) kleiner wird, so daß die Reibung an der Spitze eine im Verhältnis zur Direktionskraft der Nadel störende Größe annehmen würde, ist die folgende besondere Anordnung ausgearbeitet, um die richtende Kraft (Direktionskraft) der Nadel groß im Verhältnis zur Reibung an der Spitze (größer noch als bei den bisherigen einfachen Kompaßnadeln) zu gestalten. Zugleich wird mit dieser Anordnung eine sehr starke Dämpfung der Nadel erzielt, so daß "siePtröTz"kleiner Schwingungsdauer nach 2 bis 3 Schwingungen wieder in Ruhe ist.'
Anordnung der Magnetnadel.
Ein Haltex,,a.us AJuminium trägt in der Mitte acht Magnete (mm1) von 8 bis 15 mm Länge. Die Magnete sind aus Bandstahl hergestellt, etwa 3 bis 4 mm breit und 1 mm dick.·'" Sie werden hochkant im Rahmen befestigt, so daß sie*~eineh schachtelförrnigeri. Raum ..von kreisförmigem Querschnitt ausfüllen. Je vier Magnete befinden sich auf einer Seite eines in der Mitte des Aluminiumhalters befindlichen Achathütchens h. Der Aluminiumhalter läuft beiderseits in zwei hochkant stehende dünne Aluminiumzeiger b aus. Die Magnete des Magnetsystems schwingen in einer an Größe ihrem Schachtelraum entsprechendenJSiApJerdose ajm.it kreisförmigem Querschnitt, welche in eier Mitte eine Spitze trägt, auf der das Achathütchen aufsitzt. Das Innere dieser Kupferdose ist vor Staub geschützt durch ein am Aluminiumhalter des Magnetsystems befestigtes Glimmerblatt.
Dieses sperrt zugleich die Luft in der Dose etwas ab, so daß bei einer Schwingung des Magnetsystems außer der infolge der großen Bewegung der Magnetpole der acht Nadeln relativ zu den Kupfermassen der Dose starken Induktionsdämpfung noch eine weitere starke Luftreibungsdämpfung der Magnete in der Dose entsteht.
Die hochkant stehenden Zeiger des Aluminiumhalters bewegen sich über einer Teilung in einem weiteren schachteiförmigen Raum, dessen Anordnung den verschiedenen Zwecken (einfache Bussole oder Galvanoskop oder andere Instrumente) angepaßt werden kann, so daß auch ihre Reibung in der Luft erheblich zur Dämpfung beiträgt. Um die
IiB*
Spitze nicht zu beschädigen, ist der Deckel des .Schachtelraumes so nahe über dem Achathütchen angeordnet, daß das Magnetsystem nur um Bruchteile eines Millimeters von der Spitze entfernt werden und folglich auch um dieselbe kleine Strecke nur auf die Spitze zurückfallen kann. Da ferner die ganze Magnetnadel sehr leicht ist, leichter sogar, als die gewöhnlich gebräuchlichen
ίο Magnetnadeln, so wird hierbei die Spitze nicht beschädigt. Bei Anwendung dieser Nadel für Galvanoskope wird das System, welches in Fig. 3 in Aufsicht und Fig. 4 im Schnitt dargestellt ist, in einer konischen Spule (Fig. ι Ansicht, Fig. 2 Schnitt) angeordnet.
Die Spule trägt, um die Empfindlichkeit zu erhöhen, Wicklungen von verschiedenem Querschnitt, indem im engeren Teile der Spule dünner Draht, im weiteren dicker Draht ge\vählt wird. Hierdurch wird der innere Widerstand der ganzen Wicklung nicht allzu hoch. Ein eisernes Gehäuse kann die Magnetrose in bekannter Weise vor äußeren magnetischen Störungen schützen, so daß das Galvanoskop in der Nähe von magnetelektrischen Maschinen brauchbar ist.
Im Innern zwischen Deckel und Scheibe muß dann ein verstellbarer Richtmagnet angeordnet sein, ähnlich wie bei dem bekannten Panzergalvanometer von Du Bois und Rubens.
Diese Anordnung der Magnetnadel kann zu allen den Zwecken benutzt werden, zu welchen die bisherigen Magnetnadeln Verwendung gefunden haben.
Ihre Einführung wird in allen diesen Fällen das Arbeiten schneller, angenehmer und daher genauer gestalten.
Es ist bekannt, mehrere übereinander angeordnete Magnete an einem Kokonfaden im kreisförmigen Raum senkrecht zum Raum schwingend zu benutzen. Mit derartigen Apparaten ist ein so schnelles Arbeiten unmöglich; auch sind dieselben nicht leicht transportabel.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Magnetsystem mit kurzer Schwingungsdauer für Galvanoskope, Kompasse oder geodätische Bussolen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem, kreiszylindrischen Dämpfungsraum parallel nebeneinander hochkantig stehende Magnete von dem Dämpfungsraum entsprechend verschiedenen Längen um den Mittelpunkt schwingend angeordnet sind.
2. Eine Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetnadel bei der Verwendung für Galvanoskope innerhalb einer konischen Spule mit einer Wicklung von nach außen zunehmender Drahtstärke eingebaut ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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