DE153997C - - Google Patents

Info

Publication number
DE153997C
DE153997C DENDAT153997D DE153997DA DE153997C DE 153997 C DE153997 C DE 153997C DE NDAT153997 D DENDAT153997 D DE NDAT153997D DE 153997D A DE153997D A DE 153997DA DE 153997 C DE153997 C DE 153997C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
knives
weeds
frame
grain
cut
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT153997D
Other languages
English (en)
Publication of DE153997C publication Critical patent/DE153997C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D45/00Harvesting of standing crops

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Ja 153997 KLASSE 45 c.
frei hindurchgehen kann.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1903 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft die besondere Ausbildung der Messer und zugehörigen Teile an solchen Jätmaschinen zum Ausschneiden des Unkrautes, bei welchen in bekannter Weise eine Anzahl Messer so angeordnet sind, daß das glatte, dünne Getreide frei hindurchtreten kann, während das Unkraut abgerissen wird. Bei den bekannten Maschinen dieser Art besteht jedoch der
ίο Übelstand, daß infolge der Form und Anordnung der Messer das Unkraut nur an stärkeren Teilen, z. B. an Ästen oder Blütenköpfen, festgehalten wird, welche infolge der Bewegung der Maschine abgerissen werden.
Damit ist jedoch das Unkraut noch keineswegs vernichtet. Um dieses Unkraut, beispielsweise Disteln, Hederich, Kornblumen usw., aus aufkeimendem Getreide möglichst tief und möglichst schon dann, wenn Blütenköpfe überhaupt noch nicht vorhanden sind, auszuschneiden, werden nach vorliegender Erfindung die Messer der Jätmaschine derart ausgebildet, daß sie im Querschnitt etwa die Form eines dreieckigen Sternes besitzen, sich nach vorn verjüngen, teilweise ineinandertreten und zueinander verstellbar sind. Infolge dieser Form und Anordnung der Messer wird das dazwischentretende Unkraut, ohne das Getreide zu beschädigen, nicht abgerissen, sondern zunächst geknickt und darauf glatt abgeschnitten, um schließlich durch rotierende Zinken, die zwischen je zwei Messer fassen, aus den letzteren heraus- und in ein an der Hinterseite der Maschine angeordnetes Sammeltuch befördert werden.
40
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Vorderansicht des Kultivators, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie a-a der Fig. 1, und Fig 3 zeigt eine Anzahl der Messer in schaubildlicher Ansicht.
Durch zwei Räder 1 wird ein Rahmen getragen, der aus den zweckmäßig U-förmig gestalteten Seitenteilen 2 und der Verbindungsstange 3 gebildet wird. In den Seitenteilen des Rahmens ist ein zweiter U-förmiger Rahmen 4 senkrecht verschiebbar, dessen wagerechte Stange eine Anzahl Messer trägt. Dieser Rahmen wird einerseits in den Seitenteilen 2 geführt und durch Stangen 5, die durch eine Querstange 6 verbunden sind, getragen. Die Querstange 6 steht unter Wirkung eines Hebelsystems, welches den Zweck hat, den Rahmen 4 je nach Wunsch beliebig verstellen zu können. Zu dem Zweck ist an den Seitenteilen 2 um den Punkt 7 ein zweiarmiger, mit einem Handgriff versehener Hebel 8 drehbar befestigt, dessen freies Ende mit einer Rolle 9 versehen ist, auf welcher die Querstange 6 aufliegt. Dasselbe freie Ende des Hebels 8 ist durch eine Stange 10 mit einem zweiten, um den anderen Seitenteil 2 im Punkte Ii drehbaren Winkelhebel 12 verbunden. Das freie Ende dieses Winkelhebels 12 trägt gleichfalls eine Rolle 13, die auf der anderen Seite auf die Stange 6 von unten einwirkt. Durch Herabdrücken des Hebels 6 werden die Rollen 9 und 13 gleichmäßig gehoben und ziehen mit Hilfe der Stangen 5 auch den Messerrahmen 4 mit nach oben. Vermittels einer am Hebel 8 be-
65
festigten Kette 14 und eines an einem Seitenteil 2 vorgesehenen Hakens 15 kann eine Feststellung des Rahmens 4 in jeder beliebigen Höhe erfolger. Diese Einstellvorrichtung gehört nicht zur vorliegenden Erfindung. Wie schon erwähnt, trägt die horizontale Stange des Rahmens 4 eine Anzahl Messer. Diese Messer besitzen, wie Fig. 1 und 3 erkennen lassen, im Querschnitt etwa die Gestalt eines dreieckigen Sternes und laufen nach vorn spitz zu. Zweckmäßig sind jedoch zwei Schneidkanten 16 etwas gegeneinander gebogen, während die dritte im Querschnitt vollständig gerade verläuft. Die Anordnung dieser Messer am Rahmen 4 erfolgt derart, daß die gerade Schneidkante 17 des einen Messers zwischen die etwas gebogenen Schneidkanten 16 des nebenliegenden Messers teilweise eintritt, so daß, wenn die zwischen die offenen Spitzen der Messer eintretenden Halme des aufkeimenden Getreides bei der Bewegung der Maschine hindurchtreten, diese nicht beschädigt und nicht geknickt werden, während dagegen Unkraut mit stärkeren Stengeln infolge der eigentümlichen Anordnung der Messer zueinander zunächst geknickt und darauf vollständig abgeschnitten wird. Da das Unkraut verschiedener Art ist und die Stengel desselben auch verschiedene Stärke besitzen, ist es notwendig, die Messer auf dem Rahmen 4 verstellbar zu gestalten. Zu dem Zweck sind auf der horizontal liegenden Stange des Rahmens 4 eine Anzahl U - förmiger Klammern 18 vorgesehen, in deren Schenkeln die Messer vermittels der darauf befestigten Stange 19 angeordnet werden. Die Feststellung der Messer erfolgt durch Schrauben 20, wie dies aus Fig. 3 ohne weiteres ersichtlich ist.
An dem Rahmen 4 ist durch Bügel 21, die in ihrem oberen Teile Lager 22 bilden, noch eine Welle 23 angeordnet, deren eines Ende durch ein Kettenrad 24 und Kette 25 mit einem von dem Tragrade 1 angetriebenen Kettenrade 26 verbunden ist. Auf der Welle 23 ist eine mit Schlitzen versehene Hülse 27 angeordnet. In die Schlitze dieser Hülse, von welchen in der Zeichnung drei dargestellt sind, treten eine den Messern entsprechende Anzahl Zinken 28, die an ihrem oberen Ende derart gebogen sind, daß sie zwischen die Messer fassen können, wie dies Fig. 1 klar ersehen läßt. Die Zinken 28 besitzen an ihrem unteren Ende bundartige Ansätze 29, mit welchen sie in die Schlitze der Hülse 27 eintreten können, während die Befestigung der Zinken an der Hülse selbst durch Schraubenmuttern 30 erfolgt. Dadurch können die Zinken 28 verstellt werden, und zwar ist dies erforderlich, wenn die Messer entsprechend der verschiedenen Art des auszuschneidenden Unkrautes verstellt · werden. Diese Zinken 28 haben den Zweck, das von den Messern abgeschnittene Unkraut aus den Messern herauszubringen, diese also zu reinigen und das abgeschnittene Unkraut nach hinten abzulegen. Infolge der ständigen Drehung der Welle 23 vermittels der Kette 25 und der Kettenräder 24 und 26 erfolgt diese ununterbrochen entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeit der Jätmaschine. Das von den Zinken 28 nach hinten abgeworfene Unkraut fällt in ein Tuch 31, welches durch einen gleichfalls am Rahmen 4 befestigten Bügel 32 gespannt gehalten wird. Mit Hilfe dieser Jätmaschine ist es möglich, jegliches Unkraut auszuschneiden, ohne das aufkeimende Getreide zu beschädigen, das, wie aus vorstehendem verständlich ist, zwischen den Messern hindurchgeht, ohne beschädigt zu werden-, und sich darauf etwas biegt, um unter dem Rahmen 4 hindurchzutreten. Um eine Beschädigung der Saat durch die Laufräder 4 möglichst zu vermindern, wird die Maschine sehr breit gebaut, so daß mit einem Male eine ziemlich breite Fläche des Ackers bearbeitet wird. Die durch Verstellung des Rahmens 4 veränderte Kettenlänge wird durch Kettenspanner ausgeglichen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Jätmaschine zum Ausschneiden von Unkraut aus aufkeimendem Getreide, durch deren Messer das glatte, dünne Getreide im Gegensatz zum Unkraut frei hindurchgehen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer im Querschnitt etwa die Form eines dreieckigen Sternes besitzen, sich nach vorn verjüngen, teilweise ineinandertreten und zueinander verstellbar sind, wodurch das dazwischentretende Unkraut, ohne das Getreide zu beschädigen, geknickt und glatt abgeschnitten wird, um in ein an der Hinterseite angeordnetes Sammeltuch befördert zu werden.
2. Ausführungsform der Jätmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über den Messern rotierende Zinken angeordnet sind, die zwischen die Messer fassen, um das abgeschnittene Unkraut Mo nach hinten zu entfernen, und entsprechend den Messern verstellt werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT153997D Active DE153997C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE153997C true DE153997C (de)

Family

ID=420577

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT153997D Active DE153997C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE153997C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3128709C2 (de)
DE2157088A1 (de) Ernte- und Häckselvorrichtung
DE153997C (de)
DE512078C (de) Zinkenwalze mit zwischen den Zinkensternen liegenden Abstreifern
DE2922887C2 (de) Heuwerbungsmaschine
DE135213C (de)
DE3334662C2 (de) Schlepperbetriebene Bodenbearbeitungsmaschine
DE502278C (de) Maschine zum Ernten von Hackfruechten, insbesondere Kartoffeln, mit einer an das Schar anschliessenden Foerdervorrichtung
DE908077C (de) Kartoffelroder
DE606258C (de) Bodenbearbeitungsgeraet mit angetriebenen umlaufenden Zinken
DE2944308A1 (de) Landwirtschaftliche bodenbearbeitungsmaschine
DE2425087C2 (de) Landwirtschaftliches Ladefahrzeug
DE823058C (de) Ruebenhack- und Verhackmaschine
DE385590C (de) Ruebenerntemaschine
DE416139C (de) Kartoffelerntemaschine mit einem um eine annaehernd senkrechte Achse umlaufenden Siebrad
DE66341C (de) Rübenerntemaschine
DE239466C (de)
DE152693C (de)
DE209981C (de)
DE249653C (de)
DE845119C (de) Kartoffelerntemaschine
DE356538C (de) Unkrauthackmaschine mit rotierenden, im Winkel zur Horizontalen stehenden, radial und in der Breite verstellbaren, versetzt zueinander stehenden Hackmessern
DE482820C (de) Kartoffelerntemaschine mit hinter dem Schar quer zur Fahrrichtung umlaufendem Reifen
DE423905C (de) Kartoffelpflanzlochmaschine
DE16486C (de) Mähmaschine