DE153802C - - Google Patents

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DE153802C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P5/00Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Bestimmung der Windstärke, bei welchen in bekannter Weise der der Bewegung der Windscheibe entgegenwirkende Widerstand allmählich gesteigert wird, wobei gleichzeitig eine ruckweise bezw. sprungweise Bewegung des von der Windscheibe beeinflußten Hebelwerkes vermieden ist. Bei derartigen bekannten Vorrichtungen ist
ίο nun die Anordnung getroffen, daß die Bewegungen der Windscheibe vermittels einer Schnur auf eine Welle übertragen werden, von welcher aus über eine spiralförmige Bahn, die die genannte Steigerung des Widerstandes bewirkt, eine zweite Schnur nach einem Gewicht senkrecht niederführt. Nimmt man nun in Anbetracht der praktischen Wirksamkeit der Vorrichtung eine nicht zu geringe Länge des Hebelarmes an der Welle, z. B.
von 5 cm, an, um auch kleine Windstärken messen zu können, dann wird, die Spirallinie für die aufzuwickelnde gewichtsbelastete Schnur der Einfachheit wegen auf einem Kegel angenommen, der Halbmesser des Grundkreises dieses Kegels bei Messung einer bestimmten bedeutenderen Windstärke etwa = 70 cm und bei größeren Windstärken noch mehr betragen. Es ergibt sich hieraus, daß, um ein sicheres und regelrechtes Aufwickeln der Schnur zu ermöglichen, der Zylinder ganz bedeutende Länge und erhebliches Gewicht besitzen muß, wobei infolge der auftretenden bedeutenden Trägheitskräfte die Genauigkeit der Messung sehr mangelhaft werden würde.
Es können also entweder vermittels des bekannten Apparates nur Windstärken innerhalb sehr enger, ganz bekannter Grenzen gemessen werden, oder es kommen bei demselben, wenn durch ihn die verschiedensten, also auch große Windstärken bestimmt werden sollen, große und ungeschickte Konstruktionsmassen in Frage, unter Einbuße der Genauigkeit und Verläßlichkeit der Messungen.
Demgegenüber ermöglicht nun die vorliegende Vorrichtung, daß vermittels einer einfachen, in zweckmäßigen Maßverhältnissen gehaltenen Anordnung Windstärken ganz beliebigen Grades mit dauernd gleich bleibender Genauigkeit gemessen werden können.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung durch die Fig. 1 und 2 in zwei Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht.
Ein ausschwingbarer Hebel α ist auf einem Kipplager b drehbar gelagert.
Dieser Hebel, welcher in seiner Anfangslage, wie die Figuren zeigen, eine etwas geneigte Lage einnimmt, ist durch ein Seil c oder dergl., welches beispielsweise über eine mit einer Welle d fest verbundene Rolle e läuft, mit der Windscheibe /"gekuppelt. Auf der Welle d ist eine weitere Rolle g angeordnet, auf der ein Seil h oder dergl. mit seinem einen Ende befestigt ist, das in geeigneter Weise über Rollen geführt und mit seinem anderen Ende mit ein oder mehreren auf dem Hebel α verschiebbar gelagerten Gewichten i verbunden ist.
Sobald nun der Wind in der in den Figuren durch Pfeile angedeuteten Richtung
auf die Windscheibe wirkt, wird letztere auch in dieser Richtung, beispielsweise auf einer horizontal gelagerten Achse verschoben werden, infolgedessen wird der Hebel a in der angedeuteten Pfeilrichtung ausschwingen bezw. mit seinem einen Ende nach oben gehoben, wobei gleichzeitig die Welle d mit den darauf befestigten Rollen e, g zu einer Drehung veranlaßt wird.
ίο Infolge der Drehung der Rolle g wird aber auch das auf dieser befestigte Seil aufgewickelt bezw. angezogen und somit das bezw. die Gewichte i auf dem Hebel α verschoben.
Durch diese Verschiebung der Gewichte auf dem Hebel α wird eine stetige Zunahme der Arbeitsleistung herbeigeführt, welche
i. durch das Moment der Komponente χ senkrecht zur Stellung des Hebels und
2. durch die Überwindung der Komponente y des Gewichtes parallel zur Ebene des Hebels α verursacht wird.
Diese Komponente y kann in einem bestimmten Verhältnis (durch Räderübersetzung oder dergl.) auf die Windscheibe f übertragen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Bestimmung der Windstärke unter allmählicher, stoßfreier Steigerung des der Bewegung der Windscheibe entgegenwirkenden Widerstandes, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem schwingbar gelagerten Hebel (a) ein oder mehrere, mit der Windscheibe (f) vermittels geeigneter Übertragungsmittel gekuppelte Gewichte (i) verschiebbar gelagert sind, deren Lage bei einer Verschiebung der Windscheibe durch den jeweilig herrschenden Winddruck verändert wird, zum Zwecke, mit gleichbleibender Genauigkeit Windstärken in beliebigen Grenzen messen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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