DE1521270B2 - Verfahren zur Aluminierung von Metallteilen - Google Patents
Verfahren zur Aluminierung von MetallteilenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aluminierung von Metallteilen, insbesondere von Eisen
und Stahl, wobei eine Dispersion von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung mit Zn oder Mg oder Ti
oder Cr oder Ni oder deren Mischungen in einem organischen
Lösungsmittel unter Zugabe geringer Mengen eines Polymeren als Bindemittel verwendet wird, und
diese Dispersion auf das zu aluminierende Metallteil aufgetragen wird und darauf eine Erhitzung durchgeführt
wird zwecks Verflüchtigung des Lösungsmittels und des Polymers und anschließender Bildung einer
einlegierten Zwischenphase bei 650 bis 7000C.
Es ist bekannt, Eisenmetalle gegen Korrosion durch ein im heißen Zustand durchgeführtes Aluminierverfahren
zu schützen, beispielsweise dadurch, daß die zu behandelnden Teile in geschmolzenes Aluminium eingetaucht
werden oder heißes Aluminium auf sie aufgespritzt wird. Diese Verfahren können nicht immer das
Eindringen von hinreichend viel Aluminium in die porösen Stellen der Metalloberfläche sicherstellen, weil
auf Grund von Kapillaritätseigenschaften die Bildung einer intermetallischen Legierungsphase verhindert
werden kann.
Bei einem bekannten Verfahren der eingangs genannten Art (US-PS 18 29 623) wird als Bindemittel ein
Alkydharz verwendet Derartige Alkydharze hinterlassen jedoch zwangläufig Rückstände, welche die Qualität
der Aluminierung beeinträchtigen. Für Oberflächen, die während des Betriebes hohen Temperaturen unterworfen
werden, sind daher Pasten auf Alkydharzbasis praktisch nicht verwendbar.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art so auszubilden, daß eine mög- ;
' liehst rückstandsfreie Aluminierung erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Binder ein polymerer Kohlenwasserstoff verwendet wird, der die Eigenschaft hat, sich bei Temperaturen zwischen 300 bis 3500C zu depolymerisieren und ohne Bildung von kohlenstoffhaltigen Rückständen auf der zu behandelnden Oberfläche zu verflüchtigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Binder ein polymerer Kohlenwasserstoff verwendet wird, der die Eigenschaft hat, sich bei Temperaturen zwischen 300 bis 3500C zu depolymerisieren und ohne Bildung von kohlenstoffhaltigen Rückständen auf der zu behandelnden Oberfläche zu verflüchtigen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren hinterläßt das Bindemittel keinerlei Rückstände, wodurch der
Vorteil erreicht wird, daß das Aluminium in ausreichendem Maß thermisch in das Basismetall diffundieren
kann und dadurch eine sehr feste Bindung der Aluminiumschicht auf dem Basismetall erreicht wird. Das Verfahren
erweist sich besonders zur Aluminierung von solchen Oberflächen als sehr vorteilhaft, die im Betrieb ,
hohen Temperaturen ausgesetzt sind. %
Die Aufbringung der Dispersion auf die zu aluminierenden Metallteile erfolgt entweder durch Eintauchen
der Metallteile in die Dispersion oder durch Anwendung einer Spritzpistole oder eines Pinsels.
Vorzugsweise wird das mit der Dispersion überzogene Metallteil zunächst in eine Ofenzone von 4000C
zwecks Verflüchtigung des Bindemittels und dann in eine Ofenzone von 650 bis 7000C für eine Dauer von 10
bis 30 Sekunden gebracht. In der erstgenannten Zone erfolgen die vollständige Depolymerisation und Verflüchtigung
des Bindemittels und das Verdampfen aller , gasförmigen Bestandteile, während in der zweiten
Zone die eigentliche Aluminierung stattfindet. Die Diffusion von Aluminium in die Metalloberfläche beginnt
zwar bereits bei 4000C; es wird jedoch eine wirksame Aluminierung erst bei etwa 6500C erhalten. Auf Grund
des gleichmäßigen Eindiffundierens des Aluminiums in das zu schützende Metall ergibt sich eine sehr gleichmäßige
Bildung der außerordentlich hitze- und korrosionsbeständigen intermetallischen Phase FeAb.
Die Dicke der Aluminiumschicht hängt von der Kon- k
zentration der Aluminiumdispersion ab und kann 20 μπι
oder mehr betragen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit gutem Erfolg anwendbar zum Schutz gegen Korrosion von zu
erhitzenden Oberflächen wie Oberflächen von Kesseln, öfen, Rohren, Auspufftöpfen, Schalldämpfern, Flugzeugreaktoren
usw.
Ein Beispiel für ein erfindungsgemäßes Verfahren ist wie folgt:
10 bis 12 kg Polyisobutylen gelöst in 66 1 White-Sprit werden gemischt mit 24 kg Aluminium in Pastenform.
Die Dispersion wird entweder durch Eintauchen der zu behandelnden Stücke oder mittels einer Pistole auf die
zu behandelnden Metalloberflächen aufgebracht. Nach dem Trocknen der so überzogenen Stücke findet eine
Aluminierung im Ofen durch indirekte Erhitzung auf eine Temperatur von 650 bis 7000C statt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Aluminierung von Metallteilen, insbesondere von Eisen und Stahl, wobei eine Dispersion
von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung mit Zn oder Mg oder Ti oder Cr oder Ni oder
deren Mischungen in einem organischen Lösungsmittel unter Zugabe geringer Mengen eines Polymeren
als Bindemittel verwendet wird und diese Dispersion auf das zu aluminierende Metallteil aufgetragen
wird und darauf eine Erhitzung durchgeführt wird zwecks Verflüchtigung des Lösungsmittels
und des Polymers und anschließender Bildung einer einlegierten Zwischenphase bei 650 bis 7000C,
dadurch gekennzeichnet, daß als Binder ein polymerer Kohlenwasserstoff verwendet wird,
der die Eigenschaft hat, sich bei Temperaturen zwischen 300 bis 3500C zu depolymerisieren und ohne
Bildung von kohlenstoffhaltigen Rückständen auf der zu behandelnden Oberfläche zu verflüchtigen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Polyisobutylen gelöst in White-sprit
verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Dispersion überzogene
Metallteil zunächst in eine Ofenzone von 4000C zwecks Verflüchtigung des Bindemittels und
dann in eine Ofenzone von 650 bis 7000C für eine Dauer von 10 bis 30 Sek. gebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR11745A FR1489714A (fr) | 1965-04-02 | 1965-04-02 | Protection anticorrosive des métaux par métallisation |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1521270A1 DE1521270A1 (de) | 1969-08-07 |
| DE1521270B2 true DE1521270B2 (de) | 1975-04-30 |
| DE1521270C3 DE1521270C3 (de) | 1975-12-11 |
Family
ID=8575534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1521270A Expired DE1521270C3 (de) | 1965-04-02 | 1966-04-01 | Verfahren zur Aluminierung von Metallteilen |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT268809B (de) |
| BE (1) | BE678831A (de) |
| CH (1) | CH455437A (de) |
| DE (1) | DE1521270C3 (de) |
| ES (1) | ES316137A1 (de) |
| FR (1) | FR1489714A (de) |
| GB (1) | GB1080730A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2830851A1 (de) * | 1977-07-14 | 1979-01-18 | Fiat Spa | Verfahren zur bildung von metalldiffusionsschutzueberzuegen |
-
1965
- 1965-04-02 FR FR11745A patent/FR1489714A/fr not_active Expired
- 1965-08-04 ES ES0316137A patent/ES316137A1/es not_active Expired
-
1966
- 1966-02-25 CH CH272166A patent/CH455437A/fr unknown
- 1966-03-25 AT AT285566A patent/AT268809B/de active
- 1966-04-01 GB GB14646/66A patent/GB1080730A/en not_active Expired
- 1966-04-01 BE BE678831D patent/BE678831A/xx unknown
- 1966-04-01 DE DE1521270A patent/DE1521270C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2830851A1 (de) * | 1977-07-14 | 1979-01-18 | Fiat Spa | Verfahren zur bildung von metalldiffusionsschutzueberzuegen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1521270C3 (de) | 1975-12-11 |
| AT268809B (de) | 1969-02-25 |
| BE678831A (de) | 1966-09-16 |
| ES316137A1 (es) | 1966-03-01 |
| DE1521270A1 (de) | 1969-08-07 |
| FR1489714A (fr) | 1967-07-28 |
| CH455437A (fr) | 1968-07-15 |
| GB1080730A (en) | 1967-08-23 |
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