DE1519963C3 - Vorrichtung zum Abscheiden von Festkörperteilchen - Google Patents
Vorrichtung zum Abscheiden von FestkörperteilchenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
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Description
Die [Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Abscheiden von Festkörperteilchen aus einem gasförmigen Medium, in der das Medium durch eine für das
Medium durchlässige, die Festkörperteilchen aber t,o
festhaltende körnige oder stückige Trennschicht geleitet wird und in der ein Organ vorgesehen ist, das in der
Trennschicht unterhalb von deren Oberfläche bewegbar ist.
Bei einer früher vorgeschlagenen Vorrichtung dieser Art ist das genannte Organ ein in einer Horizontalebene
bewegbarer Glattstreicher, dessen Unlerkante in oder unter Soll-Höhe der Trennschicht verläuft.
Bei dieser Vorrichtung wird die Trennschicht durch Spülluft gereinigt, die in Form eines Wirbels auf die
Unterseite der Trennschicht trifft und die Trennschicht von unten nach oben durchströmt. Die Spülluft macht
die Oberfläche der Trennschicht beim Durchströmen uneben. Der Glattstreicher ebnet die Trennschicht
wieder ein, fährt aber auch zugleich durch die Trennschicht hindurch und bewirkt eine Umschichtung
der Trennschicht. An den Körnern oder Stücken der Trennschicht haftende Festkörperteilchen, also in der
Regel Staub, werden dadurch von den Körnern oder Stücken der Trennschicht gelöst und von der durchströmenden
Spülluft mitgerissen. Diese Vorrichtung hai noch folgende Nachteile:
1. Das Spülluflvolumen zur Abreinigung einer Trennschicht ist. wenn die Trennschicht aus Quarzkies
besteht und eine 1 lohe von etwa 10 cm hat, etwa dreimal so groß als das Volumen des von Festkörperteilchen zu
befreienden gasförmigen Mediums, mit dem man die Trennschicht belasten kann. Man benötigt also für den
Dauerbetrieb stets mindestens vier gleichartige Vorrichtungen obengenannter Art.
2. Bei tier Aufwirbelung und gleichzeitigen Bewegung
der Körner oder Stücke der Trennschicht durch den Glatlsireicher wird während der Arbeilsperiodc in der
Trennschicht abgeschiedener Fcinsiauh wieder weitgehend
als Feinstaub freigemacht. Der l'eiustaub bleib!
also nicht so agglomeriert wie er sich an den Körnern
oder Stücken festgesetzt hai. I is fällt daher nur eine ungenügende Menge des von den Körnern oder
Stücken gelösten Slaubes nach unten aus ik-i- Trennschicht
heraus in den unterhalb der Trennschicht vorgesehenen Staubsammelratmi. Iiin großer Teil des
Slaubes wird mit der Spüllull abgeführt. Die so mit Staub belastete Spülluft wird nun aber in einer
folgenden Vorrichtung obengenannter Art von Staub befreit und so fort, lis entsteht so ein dauernder
Kreislauf von Staub, der de:; Ciesamtwirkungsgrad einer
aus mehreren Vorrichtungen bestehenden Anlage sehr belastet. Insbesondere erhöht sich der Widerstand, den
die Anlage dem von Festkörperteilchen zu befreienden gasförmigen Medium entgegengesetzt, da ja ständig
neue Festkörperteilchen aus dem gasförmigen Medium in die Anlage gelangen.
Um diesen Mangel zu beseitigen, weist das Organ, als Rührer ausgebildet, einen Träger auf, von dem eine
Vielzahl von sich zwischen die Festkörperteilchen in der Trennschicht erstreckenden Ansätzen ausgeht. Die
Ansätze sind vorzugsweise nach Art von I larketizinken oder Art von Pflugscharen ausgebildet.
Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Rührer wirbelt die körnige oder stückige Trennschicht auf, bewegt sie,
schichtet sie um und glättet sie wieder. Es reicht aus, so viel Spülgas zu verwenden, daß die von der Trennschicht
gelösten Festkörperteilchen gerade etwas mehr als in der Schwebe über der Trennschicht gehalten
werden. Die optimale Einstellung des Spülluftstroms ist, wie die Erfahrung erweist, dann erreicht, wenn die
abgetrennten Festkörperteilchen über der Oberfläche der Trennschicht in einer flüssigkeilsähnlichen Schicht
schweben.
Bei der eingangs erwähnten, früher vorgeschlagenen Vorrichtung wird das von den Festkörperteilchen zu
befreiende gasförmige Medium in Form eines Wirbels von unten nach oben durch ein Rohr geschickt, das die
Trennschicht durchsetzt, und durchfließt die Trennschicht von oben nach unten. Bei Anwendung des
erfindungsgemäßen Rührers bei dieser Vorrichtung
ergibt sich der weitere Vorteil, daß die aus der Trennschicht befreiten Festkörperteilchen in Richtung
der Rohrmündung oberhalb der Trennschicht schweben und dann durch das Rohr nach unten in einen
Staubsammelraum fallen.
Ein weiterer Vorteil der Anwendung des erfindungsgemäßen Rührers besteht darin, daß die von der
Trennschicht gelösten Festkörperteilchen weitgehend agglomeriert bleiben. Die durch Agglomerierung
entstandenen Partikel sind in der Regel so schwer, daß sie zum größten Teil in den Staubsammelraum ausfallen,
sie es in Richtung mit dem Spülluftstrom oder gegen die Richtung des Spülluftstroms, also nicht mit der Spülluft
mitgerissen werden.
Insgesamt kann liian daher das Spülluftvolumen auf
die Hälfte des Volumens des gasförmigen Mediums herabsetzen, aus dem die Festkörperteilchen abgeschieden
werden sollen.
Die Zinken des Rührers können bevorzugt mit Querstegen untereinander verbunden sein. Es hat sich
auch besonders vorteilhaft erwiesen, sie als Flachzinken auszubilden. Diese Flachzinken können pflugscharartig
geknickt sein und sich senkrecht oder waagerecht erstrecken. Durch diese Maßnahmen wird die Abreinigungsfähigkeit
des Rührers erhöht, d. h. die Reinigungszeit herabgesetzt.
Die Erfindung wird im folgenden an Atisführungsbeispielen
unter I linweis auf die F i g. 1 bis 5 besehrieben.
Die Pig. I bis 5 zeigen unterschiedliche Ausfiihrungslormen
von Abscheidevorriehümgen mit jeweils zu ihnen passenden Rührern.
Aber auch die erwähnten, früher vorgeschlagenen Vorrichtungen sind als bevorzugte Vorrichtungen zur
Anwendung des Riihrers anzusehen.
Der Strom des gasförmigen Mediums, aus dem die Festkörperteilchen abgeschieden werden sollen (das
sog. Rohgas), fließt durch die Vorrichtungen nach den vorliegenden Ausführungsbeispielen von unten nach
oben.
Bei der Vorrichtung nach Fig. I tritt das Rohgas durch einen tangenlialen Stutzen 1 in einen Drallraum 2
ein. Schon in dem Drallraum 2 scheidet sich Staub aus dem Rohgas ab und fällt in eine StaubaustragVorrichtung
10. Das so vorgereinigte Gas verläßt den Drallraum 2 wirbelnd durch ein Tauchrohr 3. Es trifft
dann unter einem spitzen Winkel von unten auf eine Füllkörpcrschicht 4, die auf einem gasdurchlässigen
Stütz 5 liegt. In der Füllkörperschicht 4 lagert sich Staub aus dem Rohgas ab. Das gereinigte Gas tritt oben aus
der Füllkörperschicht 4 aus und wird durch einen Reingaskanal 6 abgeführt. Eine in dem Reingaskanal 6
angeordnete Klappe 7 wird, wenn die Reinigung der Füllkörperschicht 4 erfolgen soll, geschlossen und eine
Klappe 8, durch die Spülgas in den Raum oberhalb der Füllkörperschicht 4 zu leiten ist, geöffnet. Das Spülgas
fließt durch die Füllkörperschicht 4 von oben nach unten. In die Füllkörperschicht 4 dringen die Zinken
eines harkenförmig ausgebildeten Rührers 9 ein, der um eine Vertikalaehse drehbar ist. Während das Spülgas die
Füllkörperschicht 4 durchsetzt, wird der Rührer in Bewegung gesetzt. Der in der Füllkörperschicht 4
abgeschiedene Feinstaub wird durch die Bewegung des Riihrers, unterstützt durch die Spülluft, durch das
Tauchrohr 3 in die Staubaustragvorrichtung 10 befördert.
Bei der Vorrichtung nach F i g. 2, die, soweit es nicht im folgenden beschriebene Einzelheiten betrifft, wie die
Vorrichtung nach Fig. 1 ausgebildet ist, sind zwei
Füllgutschichten 11 und 12 übereinander angeordnet. Beide Füllgutschichten werden nacheinander von dem
von unten nach oben gerichteten Rohgasstrom durchströmt. In jede der Füllgutschichten 11 und 12 taucht je
ein harkenförmig ausgebildeter Rührer 14 und 15 ein. Beide Rührer sitzen an einer Welle 13.
Die Vorrichtung nach F i g. 3 ist wiederum, soweit es nicht im folgenden erläuterte Einzelheiten betrifft,
ähnlich ausgebildet wie die Vorrichtung nach Fig. 1 und
2. Das Rohgas gelangt durch einen Stutzen 21 in den Drallraum 22. Ein gewisser Anteil des Staubes fällt
schon im Drallraum 22 in die Staubsammelvorrichtung 28. Das vorgereinigte Gas fließt in ein Tauchrohr 23.
Dieses Tauchrohr 23 ist selbst als Füllkörperfilter ausgebildet. Die innere und/oder die äußere Begrenzung
des Tauchrohres besteht aus einem porösen Staubgewebe, das Staub durchläßt. Zwischen der Innen-
und der Außenbegrenzung des Tauchrohres sind die Füllkörper untergebracht. Der Feinstaub lagert sich an
den Füllkörpern ab. Das gereinigte Gas verläßt das Füllkörperfilter durch eine obere Füllkörperschicht und
fließt in einen Rcingaskanal 24. Beim Reinigen des Füllkörperfilters wird eine in dem Reingaskanal
angeordnete Reingasklappe 25 geschlossen und eine Spülgasklappe 26 geöffnet, zugleich der Rührer 27 in
Bewegung versetzt. Der Rührer 27 greift in die Füllkörper des Tauchrohres und in die obere Füllkörperschicht
mit verschiedenen Armen und Abzweigarmen. Bei der Reinigung wird der an den Füllkörpern
haftende Feinstaub gelöst und fällt nach unten in die Staubsammelvorrichtung 28. Bei der Reinigung wirken
der Spülgasstrom und der Rührer 27 zusammen.
Bei der Vorrichtung nach F i g. 4, die wiederum ähnlich wie die Vorrichtungen nach den Fig. I bis .5
ausgebildet ist, trifft der durch den Tangentialstutzen 31
eingeführte Rohgasstrom im Drall auf eine zwischen zwei Gitterflächen 32 und 33 befindliche Füllgiltschicht
34 und durchströmt sie von außen nach innen. Bei der Reinigung wird ein Rührer 35 verwendet, der in die
Füllgutschicht 34 zwischen den Gitterflächen 32 und i^i
eintaucht. Der bei der Reinigung herabfallende Staub fällt in eine Schurre 36.
In die wiederum ähnlich ausgebildete Vorrichtung
nach F i g. 5 tritt das Rohgas durch einen Tangentialstutzen 41 ein und trifft im Drall auf die Innenoberfläche
eines Gitterzylinders 42, 43, der mit Füllkörpern 44 gefüllt ist. Das Reingas wird über einen den Gitterzylinder
42,43 umschließenden Konus 45 zum Reingaskanal 46 geführt. Zum Reinigen wird ein Rührer 47 verwendet,
der in die Füllkörper 44 eintaucht.
Ein Vorteil der Vorrichtungen gegenüber denjenigen, bei denen die Trennschicht durch Rütteln gereinigt wird,
ist, daß keine elastischen Dichtungen benötigt werden. Der Staub gelangt bei der Abreinigung auf dem
natürlichen Wege unter der Wirkung der Schwerkraft aus der Trennschicht und fällt nach unten, etwa in einen
Staubabfalltrichter und eine Staubaustragvorrichtung. Das benötigte Spülgasvolumen ist im Verhältnis zu
bekannten Vorrichtungen sehr gering. Das Spülgas dient praktisch nur dazu, die auf die Staubteilchen
wirkende Schwerkraft zu unterstützen und sehr feine Staubteilchen, die eine sehr geringe Masse haben,
besonders rasch nach unten zu befördern. Geht man nach den bevorzugten Ausführungsbeispielen der
Erfindung vor, so reicht häufig ein Zehntel des Rohgasvolumens als Spülgasvolumen aus. Bei besonders
schweren Stäuben ist sogar eine Abreinigung überhaupt ohne Spülgas möglich.
Wird das Rohgas durch eine Vorrichtung von oben nach unten und das Spülgas von unten nach oben
geleitet, so reicht ein Spülgasvolumen aus, das halb so groß ist wie das Rohgasvolumen.
F i g. 6 zeigt noch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung, durch die das Rohgas von oben
nach unten und das Spülgas von unten nach oben geleitet wird.
Das Rohgas tritt in die Vorrichtung durch einen tangentialen Stutzen 48 ein und fließt dann im Wirbel
durch ein Tauchrohr 49 nach oben in eine Kammer über der Schüttgutschicht 50. Dann durchsetzt das Rohgas
die Schüttgutschicht 50 und tritt als Reingas durch einen
Stutzen 52, der durch eine Klappe 53 zu verschließen ist, aus. Oberhalb der Schüttgutschicht ist ein umlaufender
Glattstreicher 51 angeordnet, der nach unten weisende, sich bis in die Schüttgutschicht 50 erstreckende Zinken
trägt. Zum Einlaß des Spülgases ist ein mit einer Klappe
55 verschließbarer Stutzen 54 vorgesehen. Das Spülgas
durchsetzt die Schüttgutschicht 50 von unten nach oben. Während des Reinigungsvorganges ist der Raum
unterhalb der Schüttgutschicht 50 mittels einer Klappe
56 zu schließen. Bei Öffnung der Klappe nach der Reinigung fällt der Staub aus dem Schüttgut in den
Rohgas-Einführungsraum. Die Klappe 56 ist mit einer hydraulischen Betätigungseinrichtung 57 zu betätigen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Abscheiden von Festkörperteilchen aus einem gasförmigen Medium, in der das
Medium durch eine für das Medium durchlässige, die Festkörperteilchen aber festhaltende körnige oder
stückige Trennschicht geleitet wird und in der ein Organ vorgesehen ist, das in der Trennschicht
unterhalb von deren Oberfläche bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Organ
als Rührer (9, 13, 14, 15,27,35,47) ausgebildet, einen
Träger aufweist, von dem eine Vielzahl von sich zwischen die Festkörperteilchen in der Trennschicht
(4, 11, 12, 23, 34, 44) erstreckenden Ansätzen ausgehl.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansätze nach Art von Harkcnzinken ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze nach Art von Pflugscharen
ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Trennsehichlen (11, 12) in Flußrichiungdes Mediums
hintereinander angeordnet sind, jeder dieser Trennschichteu ein Rührer (13, 14, 15) zugeordnet ist und
alle Rührer miteinander gekoppelt bewegbar sind.
Ί. Vorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennschicht (2.5, 34, 44) die Form eines stehenden
I lohl/.ylitiders hat.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die obere Stirnseite des I lohlzylinders (2 J) geschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium von außen und/oder innen
in den I lohlzylinder (23) geleitet ist und nach oben aus der geschlossenen Stirnseile austritt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium von außen in den
Hohlzylinder (34) eintritt und in den Innenraum des Hohlzylindcrs austritt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Medium in Hohlzylindcr (44) von seinem Innenraum aus eintritt und aus dem
Hohlzylindcr nach außen austritt.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium unter einem spitzen Winkel zur Oberfläche der
Trennschicht (4, 11, 12, 23, 34, 44) auf die Trennschicht auftrifft.
•4
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| DE1966B0085535 DE1519963C3 (de) | 1966-01-25 | 1966-01-25 | Vorrichtung zum Abscheiden von Festkörperteilchen |
Publications (3)
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| DE1519963C3 true DE1519963C3 (de) | 1979-11-29 |
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