DE1513601C - Anordnung zur Widerstandsbremsung eines dieselelektrisch angetriebenen Trieb fahrzeuges - Google Patents

Anordnung zur Widerstandsbremsung eines dieselelektrisch angetriebenen Trieb fahrzeuges

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DE1513601C
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Expired
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English (en)
Inventor
Rolf Birr Renold (Schweiz)
Original Assignee
Aktiengesellschaft Brown, Boven & Cie, Baden (Schweiz)
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Description

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Die dieselelektrische Leistungsübertragung bei richtung überwacht und gesteuert werden, da sonst Triebfahrzeugen wurde bis heute fast ausschließlich große Stromstöße auftreten können,
mit Hauptschlußmotoren und Gleichstromgenera- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei toren, die im Stator mit Eigenerregungs-, Fremd- einer Anordnung der eingangs genannten, der Erfinerregungs- und Gegenkompoundwicklungen be- 5 dung zugrunde liegenden Art einen Bremsbetrieb zu wickelt sind, ausgeführt, wobei die Feldschwächung erhalten, der gegenüber den bisherigen Bremsbetrieder Hauptschlußmotoren durch Parallelwiderstand ben wesentlich einfacher und günstiger ist.
zur Feldwicklung in mehreren Stufen erfolgt. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, Die dieselhydraulische Leistungsübertragung hat daß für die Vernichtung der Bremsenergie des Fahraber in den letzten Jahren eine große Entwicklung io motors ein in Reihe mit dem Hauptgenerator und durchgemacht, und man ist daher bestrebt, die elek- dem Fahrmotor liegender, durch eine Sperrdiode trische Übertragung ebenfalls zu verbessern und zu überbrückter Bremswiderstand vorgesehen ist, daß verbilligen. Eine Verbesserungsmöglichkeit zeigt sich das Erregerfeld des Hauptgenerators zur Einleitung in der Anwendung von fremderregten Triebmotoren, der Bremsung abschaltbar ist und daß die Fremddie eine größere Feldschwächung zulassen, weil diese 15 erregung der Zwischenerregermaschine mittels des kontinuierlich verändert werden kann. Es sind dem- als Umkehrfeldsteller ausgebildeten Feldstellers stuentsprechend schon verschiedene Schaltungen mit fenlos verminderbar und umkehrbar ist.
fremderregten Triebmotoren bekannt, wo in Reihe Die Maßnahme, zur Überbrückung stromrichtungsmit dem Erregerfeld noch ein Zwischenerreger vor- abhängig in einen Stromkreis einzuschaltender Vergesehen ist. 20 braucher Dioden vorzusehen, ist an sich bekannt
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung (österreichische Patentschrift 219 722).
zur Widerstandsbremsung eines derartigen diesel- An Hand des in der Figur gezeigten Schaltbildes elektrisch angetriebenen Triebfahrzeuges mit einem ist eine beispielsweise Antriebsordnung gemäß der vom Dieselmotor angetriebenen fremderregten Erfindung näher erläuert, wobei der Einfachheit hal-Hauptgenerator zur Speisung eines fremderregten 25 ber alle für die Erläuterung der Erfindung nicht er-Gleichstromfahrmotors und mit zwei ebenfalls vom forderlichen Elemente weggelassen sind.
Dieselmotor angetriebenen Erregermaschinen, von In der Figur bedeutet D einen Dieselmotor, der denen eine als über einen Feldsteller veränderlich den Hauptgenerator G sowie die Erregergruppe, beerregbare Zwischenerregermaschine und die andere stehend aus Haupterregermaschine E1, (mit k ist eine als konstant erregte Haupterregermaschine ausgebil- 30 gebräuchliche Kopounderrregerwicklung der Hauptdet ist, wobei im Fahrbetrieb die Fremderregung des erregermaschine angedeutet) und Zwischenerreger-Fahrmotors an der Difierenzspannung von Haupt- maschine E2, antreibt. Der Hauptgenerator G speist und Zwischenerregermaschine und die Fremderregung den Gleichstromfahrmotor M, dessen Fremderregerdes Generators an der Spannung der Zwischen- feld m aus der Differenzspannung von Haupterregererregermaschine allein liegt. 35 maschine En und Zwischenerregermaschine E2 erregt Bei Verwendung eines solchen Antriebes für ein wird. Das Fremderregerfeld g des Hauptgenerators G Baufahrzeug bzw. Lastwagen, wie aus der franzö- liegt direkt an der Spannung der Zwischenerregersischen Patentschrift 1 394 815 hervorgeht, kann die maschine E2, die mit einer Eigenerregung α, Fremd-Bremsleistung durch den Dieselmotor mit Drossel- erregung b und einer indirekten Gegenkompoundklappenbremsung aufgenommen werden, da dies bei 40 erregung c versehen ist. Durch eine entsprechende einem Automobilmotor kurzzeitig zulässig ist. Für Einstellung dieser Erregerwicklungen wird erreicht, Triebfahrzeuge dagegen, bei denen eine Dauerbrem- daß der Generator G eine äußere Charakteristik ersung verlangt wird, da über längere Zeit das Gefälle hält, bei der der Anfahrstrom begrenzt ist und die gleichbleiben kann, wird von dem Diesellieferanten Aufnahmeleistung bei einer bestimmten Drehzahl der eine Bremsung auf den Dieselmotor nicht zugelassen. 45 Dieselmotorleistung angepaßt werden kann, ohne
Für die in diesem Falle notwendige elektrische daß der Dieselmotor überlastet wird.
Widerstandsbremse muß der Hauptstromkreis ge- Die indirekte Gegenkompounderregung c der Zwiöffnet werden, und es müssen die Motoren, die dann schenerregermaschine E2 wird vom Spannungsabfall vom Zwischenerreger über den Hauptgenerator er- an den Wendepolen w der Hauptmaschinen G und M regt werden, auf den Bremswiderstand geschaltet 50 gespeist. Die Fremderregerwicklung b wird im Fahrwerden. Vor einem erneuten Schließen des Haupt- betrieb von der Batterie B aus konstant erregt, so Stromkreises müssen zuerst die Potentiale von Gene- daß die Haupterregermaschine E1, bei der untersten rator und Triebmotor verglichen werden. Um Rück- Drehzahl des Dieselmotors nur eine kleine Spannung ströme vom Triebmotor zum Generator bei Teillast- abgibt und das Anfahrdrehmoment vermindert wird. drehzahlen am Diesel zu vermeiden, müssen in den 55 Dies hat zur Folge, daß der Triebmotornuß klein ist, Erregerkreis des Triebmotors Feldschwächwider- wodurch das Anfahrdrehmoment bei Teillast entstände eingeschaltet werden. Die Apparatur wird sprechend dem Fluß zurückgeht. Daraus geht hervor, daher sehr umfangreich. daß die Fremderregung b von der Zwischenerreger-So ist z.B. aus der USA.-Patentschrift 2 393 618 maschine Zs., im Fahrbetrieb nicht reguliert werden eine dieselelektrische Antriebsanordnung für Trieb- 60 muß und die maximale Anfahrzugkraft erst bei voller fahrzeuge bekannt, bei welcher der Hauptgenerator Dieseldrehzahl erreicht wird, was aber bei kleinen und die Fahrmotoren durch vom Dieselmotor ange- Fahrzeugen kein Nachteil ist. Der Spannungsverlauf triebene Erregermaschinen fremderregt werden. Beim der fremderregten Haupterregermaschine E1, kann Bremsbetrieb wird die Bremsenergie der Fahrmoto- noch durch eine Kompoundwicklung k beeinflußt ren in einem in Reihe mit dem Hauptgenerator und 65 werden, so daß die Entregung des Triebmotors M den Fahrmotoren liegenden, durch einen Schalter mehr oder weniger als proportional mit der Dieselüberbrückbaren Bremswiderstand vernichtet. Hier drehzahl zurückgeht,
muß die Überbrückung mit einer aufwendigen Ein- Eine Drehrichtungsänderung des Triebmotors wird
durch Umkehrung der Erregung des Fahrmotors M mittels eines Wendeschalters u bewirkt. Dadurch ist im Fahrbetrieb die Stromrichtung im Hauptkreis immer die gleiche. Im Bremsbetrieb dagegen muß die Stromrichtung im Hauptkreis umkehren. Zu diesem Zweck ist parallel zu einem Bremswiderstand R eine Sperrdiode O geschaltet, die bewirkt, daß der Strom durch den Widerstand R fließen muß. Eine Bremsung wird erst eingeleitet, wenn das Generatorfeld mit einem Schalter S abgeschaltet und die Fremderregung b der Zwischenerregermaschine E2 reduziert wird durch Betätigen eines Umkehrfeldstellers P. Da der Dieselmotor im Bremsbetrieb mit der reduzierten Leerlaufdrehzahl läuft, ist die Spannung an der Haupterregermaschine reduziert. Durch die Ausführung des Feldstellers P in Umkehrschaltung wird erreicht, daß die Spannung der Zwischenerregermaschine E2 ihre Polarität umkehrt und somit die Summe und nicht mehr die Differenz der Spannungen von Haupt- und Zwischenerregermaschine zur Motorerregung benutzt werden. Dadurch ist es möglich, auch bei tiefen Dieseldrehzahlen den Fahrmotor M, der als Generator arbeitet, so stark zu erregen, daß noch ausreichendes Bremsmoment zustande kommt.
Gegenüber den bekannten Schaltungsanordnungen, wo die Zwischenerregerspannung beim Bremsbetrieb nicht umgekehrt wird, ergibt sich eine beträchtliche Vergrößerung des Bremsmoments, die bis auf das Doppelte steigen kann. Im Bremsbetrieb kehrt auch die Wirkung der Gegenkompounderregung c der Zwischenerregermaschine E2 um. Dies wiederum bewirkt, daß über einen großen Geschwindigkeitsbereich die Bremskraft konstant bleibt.
Bei der beschriebenen Antriebsanordnung ergibt sich noch der weitere Vorteil, daß die ganze Ausrüstung mit Ausnahme des Schalters S für die Abschaltung der Generatorerregung, praktisch kontaktlos arbeitet, d. h. äußerst einfach ist. Dadurch, daß die Spannung der Haupterregermaschine sich proportional mit der Dieselmotordrehzahl ändert, gibt es keine generatorischen Ströme vom Fahrmotor auf den Hauptgenerator bei Leerlaufdrehzahl am Dieselmotor und maximaler Geschwindigkeit des Fahrmotors. Für den Übergang von Fahr- auf Bremsbetrieb muß lediglich der Schalter S geöffnet werden. Es entstehen keine Einschwingvorgänge im System, die für die Kommutation schädlich sein könnten. Die sonst üblichen Fahr-, Wende- und Bremsschütze ίο sowie die Differentialrelais für die Überwachung des Spannungspotentials erübrigen sich.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Anordnung zur Widerstandsbremsung eines dieselelektrisch angetriebenen Triebfahrzeuges mit einem vom Dieselmotor angetriebenen fremderregten Hauptgenerator zur Speisung eines fremderregten Gleichstromfahrmotors und mit zwei ebenfalls vom Dieselmotor angetriebenen Erregermaschinen, von denen eine als über einen Feldsteller veränderlich erregbare Zwischenerregermaschine und die andere als konstant erregte Haupterregermaschine ausgebildet ist, wobei im Fahrbetrieb die Fremderregung des Fahrmotors an der Differenzspannung von Haupt- und Zwischenerregermaschine und die Fremderregung des Generators an der Spannung der Zwischenerregermaschine allein liegt, dadurch gekennzeichnet, daß für die Vernichtung der Bremsenergie des Fahrmotors (M) ein in Reihe mit dem Hauptgenerator (G) und dem Fahrmotor (M) liegender, durch eine Sperrdiode (O) überbrückter Bremswiderstand (R) vorgesehen ist, daß das Erregerfeld (g) des Hauptgenerators (G) zur Einleitung der Bremsung abschaltbar ist und daß die Fremderregung (b) der Zwischenerregermaschine (E2) mittels des als Umkehrfeldsteller (P) ausgebildeten Feldstellers stufenlos verminderbar und umkehrbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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