DE150440C - - Google Patents

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DE150440C
DE150440C DE1902150440D DE150440DA DE150440C DE 150440 C DE150440 C DE 150440C DE 1902150440 D DE1902150440 D DE 1902150440D DE 150440D A DE150440D A DE 150440DA DE 150440 C DE150440 C DE 150440C
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benzaldehyde
sulfuric acid
red
benzorhodamines
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/28Pyronines ; Xanthon, thioxanthon, selenoxanthan, telluroxanthon dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By The Use Of Chemical Reactions (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vom Monoalkyl-m-amidophenol sich ableitenden symmetrischen Dialkylrhodamine haben bis jetzt ihrer Schwerlöslichkeit und geringen Färbekraft wegen für die Zwecke der Färberei noch keine Verwendung finden können (vergl. D. R. P. 73573)· Erst durch Überführung in höher alkylierte Produkte lassen sie sich in direkt verwertbare Farbstoffe überführen, unter denen das unter dem
ίο Namen Rhodamin 6 G bekannte Handelsprodukt praktische Bedeutung erlangt hat. Auch die mit Hilfe des Monoalkyl-o-amidop-kresols hergestellten Homologen der symmetrischen Dialkylrhodamine zeigen keine größere Löslichkeit und besitzen nach den Angaben des D. R. P. 69074 auch nur insofern Bedeutung, als sie durch weitere Alkylierung ebenfalls in neue wertvolle Farbstoffe umgewandelt werden können.
Es wurde nun gefunden, daß man das monoalkylierte o-Amido-p-kresol in direkt verwendbare, sehr wertvolle Farbstoffe überführen kann, wenn man dasselbe statt mit Phthalsäureanhydrid mit Benzaldehyd und den Substitufionsprodukten ·desselben, wie Chlorbenzaldehyd usw. kondensiert und die erhaltenen Leukobasen in üblicher Weise oxydiert. Die so erhaltenen Benzorhodamine zeichnen sich vor den entsprechenden Phthalsäurerhodaminen des Patentes 69074 durch ihre Leichtlöslichkeit und Färbekraft aus und stehen in Klarheit der Nuance den höher alkylierten Rhodaminen des Patentes 73573 nicht nach.
Daß der Ersatz des Phthalsäureanhydrids durch Benzaldehyde zu diesem wertvollen Resultate führen würde, war nicht zu erwarten, da bislang die Ansicht verbreitet war, daß die Benzorhodamine den Phthalsäurerhodaminen in ihren Eigenschaften sehr nahe stehen und keinerlei Vorzüge vor letzteren besitzen (vergl. z. B. Berichte 22, S. 3001 und Friedländer, III. Teil, S. 168, Anmerkung). Die im erloschenen Patent 62574 beschriebenen Benzorhodamine aus Monoalkyl-m-amidophenolen weisen denn auch in der Tat keine größere Löslichkeit auf, als die entsprechenden Phthalsäurerhodamine. ' Nach den Angaben des erwähnten Patentes lösen sich die betreffenden Benzorhodamine z. B. nur nur in 5°Proz· Sprit oder in salzsäurehaltigem Wasser. Außerdem ist zu bemerken, daß diese Farbstoffe auch schon ihrer nicht genügenden Klarheit wegen ohne technische Bedeutung geblieben sind. Von noch geringerem Werte ist der Farbstoff aus Benzaldehyd und dem nicht alkylierten m-Amido-p-kresol, dessen Darstellung im englischen Patente 12323 vom Jahre 1893 erwähnt ist, ohne daß über die Eigenschaften des Produktes irgendwelche Angaben gemacht werden. Der Farbstoff stellt ein wertloses farbschwaches Rotorange dar. Die wenig erfreulichen Erfahrungen, welche man mit den Benzorhodaminen gemacht hat, sind offenbar auch die Ursache, daß man bis jetzt die entsprechenden Farbstoffe aus den Monoalkylamidokresolen noch nicht dargestellt hat.
Beispiel. yo
14 kg o-Chlorbenzaldehyd werden mit 37,2 kg des schwefelsauren Salzes des o-Methylamido- ,
p-kresols in 500 1 5oproz. Alkohol so lange auf dem Wasserbad unter Rühren erhitzt, bis kein Aldehyd mehr nachweisbar ist. Nach dem Erkalten wird das schwerlösliche schwefelsaure Salz der neuen Base, welches sich in farblosen Nadeln ausgeschieden hat, abgepreßt und getrocknet. Man löst es hierauf in 240 kg 87proz. Schwefelsäure und erwärmt so lange auf ioo°, bis eine Probe ergibt, daß das Reaktionsprodukt in Natronlauge unlöslich geworden ist. Aus der schwefelsauren Lösung scheidet sich beim Übersättigen mit Alkali das Pyron als rötlich gefärbte kristallinische Masse aus. Die ausgefällte Base wird nun in 1000 1 5proz. Salzsäure gelöst und unter Kochen und Zusatz von Clorzink und Kochsalz mit Eisenchlorid oxydiert. Der Farbstoff scheidet sich dabei in roten verfilzten Nadeln aus. Derselbe ist in Wasser und Alkohol mit roter Farbe und gelber Fluoreszenz löslich. Die Lösung färbt tannierte Baumwolle und Seide in klaren roten Tönen von der Nuance des Rhodamin 6 G an.
Selbstverständlich kann man die Kondensation der Aldehyde mit den Alkylamidokresolen und die Ringschließung auch in einer Operation vornehmen, indem man von vornherein mit mäßig konzentrierter Schwefelsäure arbeitet. Auch kann die Oxydation direkt in der Kondensationslösung vorgenommen werden.
An Stelle der Schwefelsäure können auch andere wasserentziehende Mittel, z. B. Chlorzink, verwendet werden.
Ähnliche Resultate erhält man bei Ersatz des o-Chlorbenzaldehyds durch andere Derivate des Benzaldehyds oder Benzaldehyd selbst.
Die Farbstoffe sind sämtlich in zerriebenem Zustande rote bis rotbraune Pulver, welche sich in Wasser und Alkohol mit roter Farbe lösen. Die meisten derselben zeigen in Lösung starke Fluoreszenz.' Sie färben tannierte Baumwolle, Wolle und Seide in klaren roten Tönen von verschiedenem Blaustich an. Die blaueste Nuance zeigen die Nitroderivate, dann folgen die Halogenprodukte; die Farbstoffe aus dem Benzaldehyd selbst stehen in der Mitte, während die von Amido- und Oxyaldehyden sich ableitenden Produkte am gelbstichigsten sind.
Die aus dem Äthylamidokresol erhältlichen Produkte sind etwas blaustichiger als die entsprechenden Methylderivate.
Die Ausfärbungen zeigen durchgehends eine gute Licht- und Alkaliechtheit und eine erwähnenswerte Beständigkeit gegen Mineralsäuren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von roten basischen Farbstoffen der Triphenylmethanreihe, darin bestehend, daß man Benzaldehyd oder dessen Substitutionsprodukte mit Monoalkyl-o-amido-p-kresol kondensiert und die erhaltenen Basen der Triphenylmethanreihe nach erfolgter Schließung des Pyronringes oxydiert.
DE1902150440D 1902-10-06 1902-10-06 Expired - Lifetime DE150440C (de)

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AT17749D AT17749B (de) 1902-10-06 1904-02-22 Verfahren zur Darstellung von roten basischen Farbstoffen der Triphenylmethanreihe.

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