DE1488397B2 - Steuerung eines asynchronmotors - Google Patents
Steuerung eines asynchronmotorsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Steuerung eines Asynchronmotors durch Beeinflussung des Stromes
sowohl in einer Antriebswicklung als auch in einer Gleichstrom-Bremswicklung mit steuerbaren Halbleitergleichrichtern,
insbesondere zum Antrieb von Aufzügen.
Bei der Steuerung von Asynchronmotoren in einem weiten Drehzahlbereich treten Probleme auf,
die nachfolgend am Beispiel der Aufzugmotoren näher geschildert werden sollen.
Asynchronmotoren können in eintouriger Ausführung den Antrieb von langsam laufenden Aufzügen
mit Fahrgeschwindigkeiten bis zu etwa 0,5 m/sec beherrschen, während für größere Fahrgeschwindigkeiten
nur polumschaltbare Asynchronmotoren verwendet werden, deren Anwendungsgrenze bei einer
Fahrgeschwindigkeit von maximal 1,5 m/sec liegt. Für den Antrieb von Aufzügen mit noch größeren
Fahrgeschwindigkeiten'wurden bis vor etwa 8 Jahren durchwegs Gleichstrom-Maschinen eingesetzt. Da
diese Antriebsart sehr aufwendig ist und damit hohe Anlagekosten verbunden sind, werden seit längerer
Zeit die allergrößten Anstrengungen gemacht, um die Fahrgeschwindigkeitsgrenzen für Aufzüge mit polumschaltbaren
Drehstrommotoren weiter zu erhöhen.
Polumschaltbare Drehstrommotoren in der bisherigen Ausführung für generatorisches Abbremsen
des Fahrkorbes eignen sich besonders deshalb nicht für den Antrieb von Aufzügen mit hohen Fahrgeschwindigkeiten,
weil die Bremsverzögerungen durch das praktisch -konstant bleibende generatorische
Bremsmoment bei unterschiedlicher Fahrkorb-Belastung starken Streuungen unterworfen sind. Aus
diesem Grunde müssen zur Erzielung der geforderten, relativ kleinen Halteungenauigkeiten große Einfahrr
wege mit der kleinen Fahrgeschwindigkeit (hohe Polzahl) hingenommen werden. Deshalb gehen bei polumschaltbaren
Drehstrom-Aufzugmotoren in der herkömmlichen Ausführung mit generatorischer Bremsung
die durch eine hohe Fahrgeschwindigkeit beabsichtigten höheren Förderleistungen bzw. kürzere
Fahrzeiten verloren. Darüber hinaus müssen die bei bestimmten Belastungszuständen auftretenden Spitzenverzögerungen
relativ hoch gewählt werden, so daß damit Werte erreicht werden, die der Fahrgast physiologisch
besonders unangenehm empfindet.
Es wurde versucht, die geschilderten Nachteile dadurch zu beseitigen, daß durch eine Variation der
Unsymmetrie in der hochpoligen Wicklung die generatorischen Bremsmomente in Stufen oder mit Hilfe
von geeigneten Stellgliedern wie Transduktoren, Thyristoren u. dgl. stufenlos den jeweiligen Belastungsverhältnissen
so angepaßt wurden, daß die Bremsverzögerungen bei allen Belastungszuständen praktisch gleich groß sind und dabei die physiologisch
noch zulässigen Maximalwerte nicht überschritten werden können. Durch diese Variation der Unsymmetrie
in der hochpoligen Wicklung kann wohl während des elektrischen Abbremsens das generatorische
Bremsmoment an die jeweiligen Belastungsverhältnisse entsprechend den kinetischen Gegebenheiten
des Aufzuges bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von etwa 2 m/sec angepaßt werden. Bei darüber hinausgehenden
Fahrgeschwindigkeiten macht es sich jedoch bereits unangenehm bemerkbar, daß mit der
größten Unsymmetrie ein generatorisches Bremsmoment erzielt wird, das noch immer 45% des
Bremsmomentes bei symmetrischem Betrieb beträgt. Ferner konnte die besonders bei höheren Fahrgeschwindigkeiten
auftretende Problematik der nachfolgenden mechanischen Bremsung durch diesen Vorschlag
nicht gelöst werden. Dies führte in den vergangenen Jahren in Einzelfällen zu einer Entwicklung,
von polumschaltbaren Aufzugmotoren mit einem sehr großen Polzahlverhältnis von 1 :9 und darüber. Damit
versucht man, die mechanischen Bremsverzögerungen bei höheren Fahrgeschwindigkeiten durch
eine Herabsetzung der synchronen hochpoligen Antriebsdrehzahl zu beherrschen. Mit dieser Lösung ist
jedoch zwangläufig der Nachteil verbunden, daß die Einfahrgeschwindigkeiten des Aufzuges zu klein werden
und damit die durch die höheren Fahrgeschwindigkeiten erzielten Gewinne an Förderleistung beim
Anfahren wieder verlorengehen. Ferner wurden auch Aufzüge für höhere Fahrgeschwindigkeiten mit 3fach
polumschaltbaren Drehstrommotoren ausgerüstet, bei denen auch der Anfahrvorgang mehrtourig bewältigt
wurde. Es ist wohl leicht einzusehen, daß die aufgezeigten Lösungen der beschriebenen Probleme
technisch und wirtschaftlich völlig unbefriedigend sind. Deshalb besteht nach wie vor das Bedürfnis
nach einem gesteuerten oder geregelten Drehstrom-Aufzugmotor, dessen Drehmomente sowohl bei Anfahrvorgang
als auch beim elektrischen Bremsen von einem bestimmten Maximalwert ab auf beliebig
kleine Werte verringert werden können,, wobei jedoch noch die wesentliche zusätzliche Forderung zu erfüllen
ist, daß diese Momentenänderungen beim Anfahren und Bremsen nicht nur bei kinetischen Ausgleichsvorgängen
möglich sein müssen, sondern darüber hinaus muß auch ein stationärer Betrieb bei
allen zwischen Stillstand und der nieder- und hochpoligen Nenndrehzahl möglich sein. Selbstverständlich
wird bei einem polumschaltbaren Drehstrom-Aufzugmotor mit den geschilderten Eigenschaften die
gestellte Bedingung eines möglichen stationären Betriebes innerhalb des ganzen Drehzahlbereiches nicht
in diesem ganzen Bereich in Anspruch genommen.
Bei der Steuerung von Asynchronmotoren für
andere Anwendungen treten ähnliche Probleme auf.
Es sind bereits verschiedene Anordnungen zur Steuerung von Asynchronmotoren bekannt.
Aus der USA.-Patentschrift 3 090 901 ist bereits eine Anordnung zur Steuerung eines Asynchronmotors
bekannt, dessen Stator eine vierpolige Antriebs- und eine zweipolige Gleichstrombremswicklung
besitzt, bei der der Strom in den Wicklungen durch eine Transistorschaltung so beeinflußt wird,
daß die Drehzahl des Motors konstant bleibt.
In der USA.-Patentschrift 3 081 423 ist eine Dämpfungssteuerung
beschrieben, bei der beide Motorwicklungen über eine Transistorschaltung mit Wechselstrom
gespeist werden.
Die französische Patentschrift 1 341 265 beschreibt die Steuerung eines Dreiphasenmotors über Transistoren,
die in jeder Phase angeordnet sind.
In der deutschen Auslegeschrift 1072 312 ist ein generatorisch bremsbarer Asynchronmotor beschrieben,
bei dem eine zusätzliche Gleichstrombremswicklung vorgesehen ist, welche mit einem Mehrfachen
der gewünschten Polzahl gewickelt ist, die aber so geschaltet ist, daß nur die gewünschte Polzahl entsteht.
Im Fall der deutschen Auslegeschrift 1 092 553 liegt die Hauptwicklung des Motors direkt am Wechsel-
stromnetz, und die Steuerwicklung wird gleichzeitig mit Gleichstrom und Wechselstrom gespeist.
Nach der deutschen Auslegeschrift 1 128 910 wird die gleiche Wicklung zum Antrieb und zur Gleichstrombremsung
verwendet, wobei der Strom über vormagnetisierte Drosseln gesteuert wird.
Schließlich ist es bekannt, zur Unterbindung von Störungen im Drehmomentverlauf die Läuferstäbe
gegenüber dem Blechpaket zu isolieren (Neues aus der Technik, Nr. 1, vom 1.3.1964, S. 2).
Mit den bekannten Maßnahmen allein lassen sich die eingangs geschilderten Probleme, wie sie beispielsweise
bei der Aufzugssteuerung auftreten, nicht lösen.
Aufgabe der Erfindung ist die Steuerung eines Asynchronmotors in der Weise, daß sowohl eine hohe
Fahrgeschwindigkeit als auch bei unterschiedlicher Belastung eine gleichmäßige Abbremsung erzielt
wird, wobei bestimmte Verzögerungswerte nicht überschritten werden.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es möglich ist, Drehstrom-Asynchronmotoren in weitem
Drehzahlbereich durch Änderung der Speisespannung zu steuern, wenn der Motor so ausgebildet ist, daß
er eine abfallende Kennlinie aufweist, also kein Kippmoment hat. Bei variabler Speisespannung und konstantem
Drehmoment stellt sich hierbei jeweils eine andere Drehzahl ein.
Bei der Erfindung wird ein Asynchronmotor verwendet mit einer Antriebswicklung und einer Gleichstrom-Bremswicklung.
Die Ströme in den Wicklungen werden durch steuerbare Halbleitergleichrichter beeinflußt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswicklung als niederpolige und die Gleichstrom-Bremswicklung
als hochpolige Drehstromwicklung ausgebildet sind, daß der Läufer des Asynchronmotors
als Widerstandsläufer mit im motorischen Bereich der niederpoligen Antriebswicklung
stetig abfallender Drehmomenten-Kennlinie ausgebildet ist und die Läuferstäbe gegenüber der Nutwand
des Läufer-Blechpaketes isoliert sind und daß die Phasenlage von Zündimpulsen für die steuerbaren
Halbleitergleichrichter von Reglern so beeinflußt ist, daß sich bei Unterschreiten einer Solldrehzahl des
Motors die Spannung an der niederpoligen Antriebswicklung und beim Überschreiten der Solldrehzahl
die Spannung an der hochpoligen Gleichstrom-Bremswicklung erhöht.
Die elektrische Bremsung wird also nicht durch Drehstrom-Speisung mit der hochpoligen Wicklung
im generatorischen Bremszustand durchgeführt, sondern in an sich bekannter Weise mit Gleichstrom-Speisung
dieser Wicklung. Die Größe des Gleichstromes wird durch die Steuerung entsprechend den
vorliegenden Betriebsverhältnissen zwischen einem von den extremen kinetischen Gegebenheiten abhängigen
Maximalwert und dem Wert Null so eingestellt, daß sich dabei das für den gewünschten Abbremsvorgang
erforderliche Bremsmoment einstellt. Die Gleichstrom-Bremsung hat gegenüber der generatorischen
Bremsung den Vorteil, daß der Motor bzw. der Aufzug im äußersten Grenzfall fast bis zum
Stillstand herab abgebremst werden kann und damit wird die mechanische Bremse auch bei sehr hohen
Fahrgeschwindigkeiten ausreichend stark entlastet. Bekanntlich weist nun die Drehmomenten-Kennlinie
eines mit Gleichstrom gebremsten Asynchronmotors auch bei höherer Polzahl ein relativ stark ausgeprägtes
Kippmoment auf (F i g. 1), das untragbar hohe Bremsverzögerungen zur Folge hätte, so daß schon
aus diesem Grunde ein normal ausgelegter Drehstrommotor mit Gleichstrom-Bremsung für. den Antrieb
eines Aufzuges völlig ungeeignet ist. Erfindungsgemäß wird dieser Nachteil dadurch behoben, daß
der Aufzugmotor mit einem speziellen Läufer ausgerüstet wird, dessen Stäbe gegenüber den Nutwänden
so gut wie nur irgend möglich isoliert sind; dadurch ergibt sich bei Wahl einer ausreichend hohen Polzahl
von mindestens 2 p = 16 bei der Gleichstrom-Bremsung ein fast konstantes Bremsmoment wie aus dem
in F i g. 2 dargestellten und durch eine Messung gewonnenen Drehmomentenverlauf eines nach dem Erfindungsvorschlag
gebauten Aufzugmotors ersichtlich. Bei der Wahl der Polzahl für die hochpolige Wicklung
ist zu beachten, daß bei Betrieb der niederpoligen Wicklung in der hochpoligen Wicklung keine
Spannungen induziert werden dürfen, damit erforderlichenfalls beide Wicklungen gleichzeitig erregt werden
können. Diese Forderung ist beispielsweise für einen 4/16-poligen Motor erfüllt.
Auch das motorische Drehmoment eines Drehstrommotors darf kein ausgeprägtes Kippmoment
und insbesondere keine Einsattelung in der Drehmomentenkurve besitzen, wenn der Motor in einem
weiten Drehzahlbereich durch variable Speisespannung gesteuert oder geregelt werden soll. Deshalb
wird der Läufer des für die vorgeschlagene Steuerung verwendeten Drehstrom-Asynchronmotors als sogenannter
Widerstandsläufer ausgelegt, der eine stetig abfallende Drehmomenten-Kennlinie im niedertourigen
motorischen Drehzahlbereich hat. Ferner wird durch die Isolation der Läuferstäbe eine Querstrombildung
zwischen benachbarten Stäben verhindert, so daß aus diesem Grunde praktisch keine Einsattelung
in der Drehmomenten-Kennlinie auftreten kann. Fig. 3 zeigt diesen Drehmomenten-Verlauf für unterschiedliche
Speisespannungen. Daraus ist deutlich zu ersehen, daß sich bei variabler Speisespannung und
konstantem Gegenmoment der anzutreibenden Arbeitsmaschine (Aufzugsgetriebe) eine jeweils andere
Drehzahl stabil einstellt. Einen Drehstrommotor mit den beschriebenen Ausführungsmerkmalen kann man
durch Variation der Speisespannungen für die Drehstrom- und die Gleichstromwicklung sowohl im motorischen
Bereich als auch im Bremsbereich ideal regeln. Darüber hinaus kann bei diesem Motor durch
Umschaltung der hochpoligen Wicklung von Gleichstrom- auf Drehstromspeisung z. B. der Aufzug für
Inspektionsfahrten mit der kleinen Fahrgeschwindigkeit betrieben werden.
Durch die Gleichstrom-Einspeisung der hochpoligen Wicklung und der beschriebenen speziellen
Auslegung des Läuferkäfigs kann eine Bremswirkung praktisch unverminderter Größe bis fast zum Stillstand
erzielt werden, so daß dadurch bei Aufzügen mit höheren Fahrgeschwindigkeiten die mechanische
Bremsung erst bei relativ geringen Drehzahlen des Aufzugmotors einzusetzen braucht. Dadurch wird
eine starke Energie-Entlastung der mechanischen Bremse erreicht und die Halteungenauigkeit auf ein
Minimum reduziert.
Ein solcher Motor kann in einfacher Weise gesteuert werden, wenn sowohl die niederpolige Antriebswicklung
als auch die hochpolige Breinswicklung über eine Kombination von steuerbaren und
1 488
nicht ■ ,steuerbaren iHalbLeitergleiehrichtern gespeist
ewird. :DabeL;sindiin.: der i Speiseleitung: -der ;iiieder-.■poligen.!
.'Wicklung zweckmäßig steuerbare und nicht
steuerbarer.clHalbleitergleichrichter· ; antiparallel ger
•schaltet·und in.der:Speiseleitung::für;.die: hoehpolige
Wicklung :in;eineriBrückenschaltung.angeordnet.i .·;:■
fiünDie iLage: der .Zündimpulse für die: steuerbaren
HalbleitergleiEhrichten wirdiomit :Reglern::so beeioflußtjvdaß:beim;Unterschreiten
der.Solldrehzahl des Motors dierSpannung .ander.rniederpoligen Wicklung ao
irindvcbeLm. Überschreiten?. derr;Solldrehzahl.; die Spannung/an
.der 'hochpoligen Wicklung;,erhäht wird. :, , ■:::::E i'g;'4 zeigtiodie Schaltung:des:iHauptstromkreises
■der ^vorgeschlagenen* Steuerung, j Der .polumschaltbaxe
Drehstrom*Asynchronmotor. la sei. beispielsweise, mit js
einer:4pöligen:Wicklung, und .einer.zweiten, getrennfön
i6ppugeni.Wicklung. ausgestattet.; Beide /Wicklun-■genckönnen
entweder: in Stern oder in Dreieck geschaltet 4em.\ Die.4polige.Wicklung dient als-:-Antriebswicklung
undrwird :arr\das.:Drehstromnetz mit ao
Seinem Phasen·/?, S^ Tr über. .eine .· Gleichrichterr
Kombination^ bestehend aus steuerbaren Siliziumr
Gleichrichtern 2 a, 2b, :2c:. und -.normalen Silizium-Gleichrichtern
3a,. 3.6. undr.3c ;· angeschlossen.:. Die
steuerbaren Silizium-vGleichrichter erhalten ihreZündimpulse·von:deni:Regler
4i Dieser Regler. 4 -erhält.die Hilfsspannung yonrNetz und. als-vlstgröße.:eine.;d.er
Drehzahl; desicpolumschaltbaren Asynchronmotors.!
linear'proportionale.'Spannung von einer.::an diesen
Motor direkt angeflanschten Tachometer-Maschinev?. Der von der jTachometerMaschine 9 gewonnene Istwert: wird im:Regler 4 mit eiriem;Sollwert verglichen,
die Differenz zwischen den beiden wird verstärkt und
in eine wirikelabhängige:.Größe umgewandelt Anschließend wird diese winkelabhängige Größe in Im-
pulse,umgeformt..i Auf.· dieseWeiseerhält man in Ab>
hängigkeit von: der; Regelabweichung impulse, .die.in
ihrer Lage: zur- Speiser Wechselspannung ,verschiebbar
sin&;.Es ist rbekannt,::daß -steuerbare Silizium-Gleichrichter
.:duTcli;Anlegen von impulsen leitend, werden.
Je^achderdbage-derlmpulse ist die Spannung nach
den !Steuerbaren: Silizium?Gleichrichtern amj^Dreh:
stromrAsynchronmotoi; mehr;oder weniger· groß;. Wie
obenrdargelegt ;wurde, ist: die :DrehzaJil: von dieser
Speisespannung abhängig.· :■::.;:. '■■. ; :::■;: ro-, ;...
Mit:einer: weiteren Anordnung von ^steuerbaren
undr normalen ;SiliziumrGleichrichtern Sa -und -Sb
bzw. 6a::und :&b wird: überfeinen Transformator-?
oder auch direkt dierzweite, sogenannte Bremswickr
lung ..des;· ,polumschaltbaren ·. Drehstrom-Asynchronmotors
:eingespeist; die:für unser/Beispiel als 16polig
angenommen wurde.: Zur Steuerung der steuerbaren Silizium-Gleichrichter 5 a und Sb dient ein Regler 8,
der.in gleicher Weise arbeitet:wie.der Regler:4. JDie
Arbeitsweise des:Reglers 8:.unterscheidet.sich von der
des Reglers 4 nur dadurch, daß. der Regler 8 für eine Einphasen-Brückenschaltung bemessen ist: Es ist jedoch
auch einedreiphasige Ausführung möglich. Der
Regler 8.erhält:ebenfalls eine Eingangsgröße von der
Tachometer-Maschine 3. Wenn :die; Tachometer-Maschine
9 eine zu hohe Spannung abgibt, weil die Drehzahl des Motors höher ist als die vorgegebene
Solldrehzahl, dann sperrt der Regler 4 zunächst die Zündung der steuerbaren Silizium-Gleichrichter' 2a,
2b und 2c und der Regler 8 macht die steuerbaren
Silizium-Gleichrichter 5 a und 5 b leitend. Damit erhält der Motor anstatt eines Antriebsmomentes von
der beispielsweise 4poligen Wicklung ein Brems-' moment über-;die Gleichstrom-Erregung der;16poligen
Wicklung, 'iißif.üP das beschriebene Beispiel-in Reihenr
Parallelschaltung ubetrieben .wird. In diesem . Zusammenhang
sei c ausdrücklich.· darauf hingewiesen, daß beb:entspre.ch£nder Dimensionierung der Steuerung
die in.unserem; OEaIl :4pplige<
Fahrwicklung, auch mit nur,!einem steuerbaren Silizium-Gleichrichterund
nur^einetn^normalen Gleichrichter einphasig geregelt
werden nkänn,: wobei dann allerdings das kleinstmöglich
einstellbare. Moment noch; immer 45%-des Mpinent-es'.bei
symmetrischem Betrieb,beträgt.: - ::, :i!,.
Um -bei der Schaltungsanordnung· nach F i g-:.4 die
nicht .steuerbaren.Halbleitergleichrichter 3a, 3b und
3c einzusparen, kann die in Fig. 5 dargestellte Schaltungsanordnung verwendet werden. Mit la, Ib und
Ic sind.Tdort die niederpoUgen.: Drehstromwicklungen
des Motors 1 bezeichnet. -; ■■■ . ·
Mit der beschriebenen Schaltungsanordnung ist ein Fahr- und;Bremsbetrieb möglich, wobei derübergang
von einem Betrieb zu anderen kontinuierlich und ohne.Kpntakte.ierfolgtjDamitist.-es. möglich.gewordenysOTiit
Hilfe - einen.jFührungsgröße die ,Steuerung
eineS".:A«fzugesi;Yorzunehmeni .Die Beschleunigung
Vom .-Stillstand:::>auf- Fahrgeschwindigkeit; und die
BreinsverzögerungJois zum Stillstand können nach
einer/yorbesittrarateniZsit stattfinden, so daß der Aufzug
befallen ,Belastungsfällen stets die gleichen Fahreigenschaften
hat. :. · ;-,i ■·.. :.
F ig.v6i zeigt :,das Prinzip für die Vorgabe ι einer
Führungsgröße.. Mit der Tachometer-Maschine 1 in Reiher geschaltet; ist ein,; Widerstand, ■ an; dem eine
Spannung ansteht, die von dem Zeitglied 3 geliefert wird. Wird der Kontakt 4 im Fahrstuhlschacht geschlossen,
so gibt das Zeitglied eine zeitproportionale Spannung ab,i die -zu der Spannung der Tachometer-Maschine
addiert wird. Den Reglern 5 und 6 wird auf diesei Weise .eine höhere. Istspannung bzw. eine höhere
Drehzahl des Drehstrom-Asynchronmotors - -vor·:
getäuscht. Infolgedessen werden dieRegler-die steuerbarenfSilizium'Gleichrichter
im Sinne einer niedrigeren Drehzahl; beeinflussen. Auf diese Weise erhält
man ■; das in :F i-g: S gezeigte Fahrdiagramm. Es: werden.sich jedoch zwei grundsätzlich verschiedene.Fahrdiagrammeiürjdie
mögliche'Zahl der bei einem Aufzug vorliegenden unterschiedlichen Belastungsfälle
ergeben. ;..· \.:cr\.c^;n ·::·. ::;; ;..; ,·■;. ;.·■■ -;·;.- : ..
Das. in F i g; 8 dargestellte Fahrdiagramm gilt für
eine Fahrt: über mehrere Stockwerke hinweg, die mit I, II und III bezeichnet sind, in diesem Falle vom
Erdgeschoß zum: dritten Stock.-Der, Motor; wird, zunächst
beschleunigt-, bis er seine Fahrgeschwindigkeit erreicht .hat,: die.bis, zum Punkt ä konstant bleibt und
von.diesem.Punkt an vermindert werden muß, so daß
der : Aufzug rechtzeitig, im. dritten Stockwerk zum
Stehen kömmt...Beim. Punkt-α wird der Schalter. 12 geschlossen..unddurch
das Zeitglied 11 eine ansteigende Spannungvzit;\deri;Spannung .der; Tachometer-Maschine
9 zugefügt,'so daß der Motor über den Regler abgebremstwird; ~-, ·;,; —.:- ■■- ;:. ;y.-■ ·. ·. · ^
Wenn der: .Aufzug jedocb nur zwischen zwei benachbarten
Stockwerken fährt, dann erreicht er nicht seine Endgeschwindigkeit, denn er muß bereits vor
Erreichen'seiner Endgeschwindigkeit wieder abgebremst
werden, damit er schon im darauffolgenden Stockwerk zum Stillstand kommt. Die Linie α im
Fahrdiagramm, F i g. 9, gibt die Lage des Kontaktes im Fahrschacht an, der den Bremsvorgang auslöst.
Für eine Fahrt zwischen benachbarten Stock-
werken wird die Schaltungsanordnung so ausgebildet, wie sie in F i g. 7 dargestellt ist. In diesem Falle sind
zwei Zeitkreise 11 und 11a parallel geschaltet, wobei der Zeitkreis 11a für den Anfahrvorgang und der
Zeitkreis 11 für den Bremsvorgang vorgesehen ist. s Beide Zeitkreise werden durch entsprechende Schalter
12 und 12 a ausgelöst. Von den beiden zeitproportionalen Spannungen wirkt jeweils die höhere
auf den Regelkreis. Wenn z. B. beim Anfahrvorgang die Spannung des Zeitkreises 11a vom maximalen
Wert an abnimmt und kurz danach der Kontakt 12 im Fahrschacht den Bremsvorgang auslöst, indem der
Zeitkreis 11 in Tätigkeit gesetzt wird, dann wird dieser erst zu dem Zeitpunkt an wirksam, wo seine
Spannung die momentane Spannung des Zeitkreises 11a erreicht hat. Dann übernimmt der Zeitkreis 11
die Führung des Regelkreises und die Bremsung wird eingeleitet. Die beiden Zeitkreise sind über Halbleiterdioden
13 a und 13 b an die Regelkreise angeschlossen, so daß die Ablösung kontaktlos erfolgt.
Auf diese Weise ist die kürzeste Fahrt zwischen zwei Stockwerken möglich. Dies ist in dem Fahrdiagramm
von Fig. 9 dargestellt. Der Bremsvorgang wird also nicht bei α ausgelöst, wo der Schalter 12 des Zeitgliedes
U geschlossen wird, wodurch sich das Fahrdreieck mit der gestrichelten Linie ergäbe, sondern
die Beschleunigung wird nach Auslösen des Schalters 12 fortgesetzt und erst in der Mitte zwischen beiden
Stockwerken die Bremsung eingeleitet, so daß die im Diagramm ausgezogene Linie durchfahren
wird.
Um ein gleichzeitiges Arbeiten beider Regler zu verhindern, kann eine Blockierung vorgesehen sein,
die jeweils den nicht benötigten Regler sperrt, so daß keine Zündung der steuerbaren Halbleitergleichrichter
erfolgt.
Es ist weiter möglich, eine Abschaltung der Fahrwicklung und der Bremswicklung durch Unterbrechung
der Zündung der steuerbaren Halbleitergleichrichter durchzuführen. Es können z. B. die für
die Drehrichtungsumkehr vorgesehenen Schaltschütze so eingerichtet sein, daß sie erst schalten, wenn die
steuerbaren Halbleitergleichrichter keine Zündimpulse mehr erhalten.
Auch für die Richtungsumkehr können in an sich bekannter Weise steuerbare Halbleitergleichrichter
verwendet werden.
Die Aufzugssteuerung gemäß der Erfindung hat folgende Vorteile: Durch Auf schalten einer Führungsgröße kann das Fahrverhalten vorgegeben werden.
Zusätzliche Schwungmassen sind dann nicht mehr erforderlich. Durch gleiche Beschleunigung und Verzögerung
wird, insbesondere bei Fahrten zwischen benachbarten Stockwerken, die kürzeste Fahrzeit erzielt.
Für das Bremsen und Fahren sind keine Leistungskontakte erforderlich. Mit Hilfskontakten kann
in die Regler eingegriffen werden und die Impulse für die steuerbaren Halbleitergleichrichter können unterbrochen
werden. Es ist also praktisch ein kontaktloses Schalten der Energie möglich. Beim Fahren
werden keine Leistungsschütze betätigt. Die Schaltungsanordnung ist einfach und billig und im Betrieb
wartungsfrei. Schließlich ist es auch durch die Erfindung möglich geworden, höhere Fahrgeschwindigkeiten
als 2m/sec zu erzielen, was mit Drehstrommotoren bisher nicht möglich war.
Die Erfindung ist aber nicht auf die Steuerung von Motoren für Aufzüge beschränkt, sondern kann z. B.
vorteilhaft zur Steuerung des Anfahr- und Bremsvorganges von Zentrifugen verwendet werden.
Bei der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung können an Stelle der Zeitkreise auch beliebige andere
Steuerkreise verwendet werden.
Claims (8)
1. Steuerung eines Asynchronmotors durch Beeinflussung
des Stromes sowohl in einer Antriebswicklung als auch in einer Gleichstrom-Bremswicklung
mit steuerbaren Halbleitergleichrichtern, insbesondere zum Antrieb von Aufzügen, dadurchgekennzeichnet,
daß die Antriebswicklung als niederpolige und die Gleichstrom-Bremswicklung als hochpolige Drehstromwicklung
ausgebildet sind, daß der Läufer des Asynchronmotors als Widerstandsläufer mit im
motorischen Bereich der niederpoligen Antriebswicklung stetig abfallender Drehmomenten-Kennlinie
ausgebildet ist und die Läuferstäbe gegenüber der Nutwand des Läufer-Blechpaketes isoliert
sind und daß die Phasenlage von Zündimpulsen für die steuerbaren Halbleitergleichrichter
von Reglern so beeinflußt ist, daß sich beim Unterschreiten einer Solldrehzahl des Motors
die Spannung an der niederpoligen Antriebswicklung und beim Überschreiten der Solldrehzahl
die Spannung an der hochpoligen Gleichstrom-Bremswicklung erhöht.
2. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu den
steuerbaren Halbleitergleichrichtern, über welche
■ die niederpolige Antriebswicklung gespeist ist, antiparallel nicht steuerbare Halbleitergleichrichter
geschaltet sind und daß die steuerbaren Halbleitergleichrichter, über welche die hochpolige
Gleichstrom-Bremswicklung gespeist ist, mit nicht steuerbaren Halbleitergleichrichtern in einer
Brückenschaltung angeordnet sind.
3. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Führungsgröße
für die Regler eine drehzahlproportionale Spannung einer mit dem Motor direkt gekuppelten
Tachometer-Maschine verwendet ist.
4. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regler
zusätzlich von Führungsgrößen beeinflußt werden, die von Steuerkreisen geliefert werden.
5. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Regler
von zwei Zeitkreisen beeinflußt sind, die durch Schließen von Kontakten ausgelöst werden und
die über Halbleiterdioden an die Regler angeschlossen sind.
6. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitkreis
für den Anfahrvorgang und ein Zeitkreis für den Bremsvorgang vorgesehen ist.
7. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 1, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verhinderung eines gleichzeitigen Arbeitens eines Reglers für die Antriebswicklung und
eines Reglers für die Gleichstrom-Bremswicklung eine Blockierung vorgesehen ist, die jeweils den
nicht benötigten Regler sperrt, so daß keine Zündung der von diesem Regler beeinflußten steuerbaren
Halbleitergleichrichter erfolgt.
109 532/163
8. Steuerung von Asynchronmotoren nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
Hilfskontakte vorgesehen sind, mit denen die Zuführung der Zündimpulse zu den steuerbaren
Halbleitergleichrichtern unterbrechbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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ID=7459563
Family Applications (1)
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| DE (1) | DE1488397B2 (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3443024A1 (de) * | 1984-11-26 | 1986-06-19 | Hans Dipl.-Ing. 8263 Burghausen Kallas | Elektromotor |
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| FI841100A0 (fi) * | 1984-03-19 | 1984-03-19 | Kone Oy | Foerfarande och anordning foer inbromsning av rulltrappor. |
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| DE3744279A1 (de) * | 1987-12-25 | 1989-07-13 | Schroecker Rainer | Bremsschaltung fuer mit mehreren wechselstrommotoren, insbesondere schnellaufenden wechselstrommotoren ausgeruesteten werkzeugmaschinen |
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- 1965-11-05 NL NL6514433A patent/NL6514433A/xx unknown
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| SE324048B (de) | 1970-05-19 |
| DE1488397A1 (de) | 1969-04-10 |
| CH463605A (de) | 1968-10-15 |
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |