DE1481809C - Vorrichtung zum Aufstellen und Um legen von Masten, insbesondere eines Baukranmastes - Google Patents
Vorrichtung zum Aufstellen und Um legen von Masten, insbesondere eines BaukranmastesInfo
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- DE1481809C DE1481809C DE1481809C DE 1481809 C DE1481809 C DE 1481809C DE 1481809 C DE1481809 C DE 1481809C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufstellen und Umlegen von Masten, insbesondere
eines Baukranmastes, der zwei ineinander gleitende Teile aufweist, von denen der eine mit einer
Seite im Bereich des Mastfußes mittels einer ersten horizontalen Achse an eine Plattform angeschlossen
ist, wobei an der der ersten Achse gegenüberliegenden Seite des anderen verschiebbaren Mastteils ein starrer
Lenker angreift, der andererseits mit einer von der Plattform getragenen zweiten horizontalen Achse
verbunden ist, so daß bei einer Verschiebung der Mastteile zueinander eine Verschwenkung des gesamten
Mastes um die erste Achse erfolgt.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der deutschen Patentschrift 1 168 617 bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist ein Lenker verhältnismäßig großer Länge an einem Ende an der der Schwenkachse
des schwenkbaren Mastteils gegenüberliegenden Seite an der Spitze des verschiebbaren anderen
Mastteils angelenkt. Am anderen Ende ist der Lenker an eine Achse angelenkt, die über die Richtplattform
auslädt und von besonderen einen Bock bildenden Streben getragen ist. Diese bekannte Vorrichtung
weist Nachteile auf, die sich daraus ergeben, daß der Lenker mit seiner verhältnismäßig großen
Länge niemals völlig starr sein kann. In dem Augenblick, in dem der Schwerpunkt der gesamten Mastanordnung
über die durch die Schwenkachse des zugehörigen Mastteils gelegte senkrechte Ebene
hinaus geführt wird, bringt das Gewicht der Gesamtanordnung die Tendenz mit sich, die gesamte Anordnung
auf die jeweils andere Seite zurückfallen zu lassen. Um das Aufstellen zu beenden und die Bewegung
in umgekehrter Richtung einzuleiten, also in Umlegerichtung, muß bei der bekannten Vorrichtung
ferner in der Praxis eine zugehörige Vorrichtung zu Hilfe genommen werden, z. B. müssen Spindeltriebe
auf jeder Seite des an der Plattform angelenkten Mastteils vorgesehen werden. Insgesamt weist
daher die bekannte Vorrichtung eine verhältnismäßig geringe Betriebssicherheit auf und führt zu einer
verhältnismäßig aufwendigen Bauform.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen,
bei der die geschilderten Nachteile beseitigt sind und die zu einer besonders einfachen Bauweise der
Gesamtvorrichtung und zu einem einfachen sicheren Betrieb der Mastbewegung führt.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Lenker an einer bei liegendem Mast in den
Zwischenraum über den beiden Achsen vorspringenden Auskragung des beweglichen Mastteils angreift,
wobei Auskragung und Lenker bei stehendem Mast die gestreckte Lage einnehmen. Dadurch wird der Vorteil
erzielt, daß ein Lenker mit verhältnismäßig geringer Länge verwendet werden kann, der daher auch
im Betrieb vollständig starr ist, wodurch eine hohe Betriebssicherheit der Gesamtanordnung erzielt wird,
und zwar sowohl beim Aufstellen als auch beim Umlegen des Mastes. Ils wird ferner erreicht, daß bei
stehendem Mast infolge der Anordnung von Auskragung am verschicblichcn Mastteil und Lenker
die Ouerkräfte auf den Mast möglichst gering gehalten werden, was durch das Fluchten der vorgenannten
Teile erreicht wird. Ferner wird die Möglichkeit gcschalien, d:iß die Anlenkstclle des Lenkers auf der
Plattform selbst angeordnet werden kann, wodurch die Vorrichtung vereinfacht wird, da irgendwelche
Streben od. dgl. zur Lagerung der Achse für den Lenker vermieden werden können. Insgesamt wird
die Betriebssicherheit der Vorrichtung erhöht und die gesamte Bauform sowohl hinsichtlich der Konstruktion
als auch hinsichtlich des Betriebs vereinfacht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1,2 und 3 Seitenansichten einer Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung in
ihrer Anwendung bei einem Baustellenkran, und zwar in drei verschiedenen Stellungen,
F i g. 4 eine Teilansicht der Vorrichtung mit einer Betätigung durch einen zentralen Druckzylinder,
F i g. 5 eine Teilansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung.
In der Zeichnung ist ein Baustellenkran dargestellt, dessen Gittermast ein Unterteil 1 aufweist, das an
eine Plattform 2 angeschlossen ist, auf der das Unterteil entweder liegt für den Transport, wie F i g. 1
zeigt, oder in die senkrechte Stellung zum Gebrauch des Krans aufgerichtet ist, wie F i g. 3 zeigt. Die
Plattform 2 rst mit Rädern 3 zum Verfahren versehen
sowie mit (nicht dargestellten) Abstützungen, ζ. Β. ausfahrbaren Stützbeinen, die die Plattform an einer
bestimmten Stelle feststellen.
Das Unterteil 1 besteht aus zwei Teilen 4 und 5, die eins im Inneren des anderen in der Weise angeordnet
sind, daß das eine im anderen gleiten kann. Beispielsweise kann das Innenteil 5 (nicht dargestellt)
Rollen aufweisen, die in Führungen des Außenteils 4 laufen. In dem dargestellten Beispiel sind die Querschnitte
der Teile 4 und 5 als quadratisch oder rechteckig angenommen, jedoch können sie auch eine
andere Querschnittsform aufweisen.
Bei den Teilen 4 und 5 ist ferner Gitterbauweise angenommen, wie sie bei Masten und Turmgerüsten
üblich ist.
Das Innenteil 5 ist auf der Plattform 2 um eine horizontale erste Achse 6 angelenkt, die von dessen
zur Längsachse der Plattform 2 senkrechten Seiten diejenigen festlegt, die sich gegen die Plattform 2
anlegt, wenn das Unterteil liegt (Fig. 1), während das Außenteil 4 an seiner gegenüberliegenden Seite
durch eine Achse 7 an die Enden von zwei Lenkern 8 angeschlossen ist, die symmetrisch zur Längsachse
der Plattform 2 angeordnet sind. Die in der Zeichnung hintcreinandediegenden Lenker 8, die
auch durch einen Rahmen ersetzt werden könnten, sind auf der Plattform 2 um eine horizontale zweite
Achse 9 schwenkbar. Die Anlenkachsen 6 und 9 sind auf der Plattform 2 mit einem Abstand angeordnet,
der groß genug ist, daß das Innenteil 5 des Turmgerüsts zwischen diesen Achsen sich auf der
Plattform abstützen kann, wenn der Mast aufgerichtet ist, wie F i g. 3 zeigt.
Eine Antriebsvorrichtung, /.. B. Hydrozylinder,
Schraubenwinde, Flaschenzug, Zahnstungcngcwinüe
usw., die sich einerseits auf dem äußeren Teil 4 und andererseits auf dem inneren Teil 5 abstützt, ermöglicht
es, auf diese Teile einander entgegengesetzte Kräfte auszuüben, um den Mast entweder von tier
liegenden Stellung nach Fig. 1 in die senkrechte Stellung nach Fig. 3, oder umgekehrt, übergehen
zu lassen.
Diese Antriebsvorrichtung kann in dem Zwischenraum zwischen den Teilen 4 und 5, oder in einer
mittigen Stellung, oder sogar völlig außerhalb der
Teile 4 und 5 angeordnet sein, und zwar so, daß die Wirkungslinie der von ihr ausgeübten Kraft im Abstand
von der ersten Achse 6 verläuft und damit ein Drehmoment um diese Achse ausübt.
Die Antriebsvorrichtung arbeitet wie folgt: Wenn in der Stellung nach F i g. 1 die Antriebsvorrichtung
angelassen wird, so daß die von ihr auf das Außenteil 4 ausgeübte Kraft in Richtung des Pfeils / wirkt,
wobei der erforderliche Gegendruck auf das Teil 5 erfolgt, bewirkt das auf das bei 6 angelenkte Teil 4
ausgeübte Moment sowie der Gegendruck der Lenker 8 auf das gleitende Teil 4 die Schwenkung des
Ganzen um die Achse 6. Der Anlenkpunkt 7 der Lenker 8 am gleitenden Teil 4 bewegt sich auf einem
Kreisbogen mit der zweiten Achse 9 als dem Mittelpunkt, und das auf dem Innenteil 5 gezogene Außenteil
4 gleitet auf dem Innenteil 5, so daß der Mast unter fortschreitender Längung um die erste Achse 6
schwenkt und so von der Stellung nach F i g. 1 in die Stellung nach F i g. 2 und schließlich in die Stellung
nach F i g. 3 übergeht. Von dem Augenblick an, an dem der Schwerpunkt des Mastes über die senkrechte
Ebene der ersten Achse 6 hinweggeht, verselbständigt sich die Bewegung. Aus diesem Grunde ist die
zwischen den Teilen 4 und 5 eingesetzte Antriebsvorrichtung sperrbar, also besser ein Heber- oder
Zahnstangenantrieb als ein Flaschenzug, um ein hartes Bewegungsende und einen Stoß beim Aufsetzen
des Innenteils 5 des Unterteils auf der Plattform 2 zu vermeiden.
Die Zeichnung zeigt eine Auskragung 10 in Form einer Abschrägung des Endes des gleitenden Außenteils
4, die an die Lenker 8 angeschlossen ist. Wie Fig. 1 zeigt, ist es durch diese Form möglich, daß
bei liegendem Mast die Auskragung 10 über und hinter die erste Anlenkachse 6 hinausgeht und den
Anfang der Schwenkung nicht stört, wobei gleichzeitig die Anlenkpunkte 7 der Auskragung eine in
den Zwischenraum über den beiden Achsen 6 und 9 vorspringende Stellung einnehmen.
Es können Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen werden, die die Teile 4 und 5 des Unterteils fest
miteinander verbinden, wenn der Mast in der Stellung der F i g. 3 aufgerichtet ist. Zum Umlegen des
Mastes auf die Plattform wird nach Lösen der Verriegelungen zwischen den Teilen die Antriebsvorrichtung
in der Weise betätigt, daß sie zwischen den Teilen 4 und 5 Kräfte ausübt, deren Richtungen den
vorherigen entgegengesetzt sind.
Die Zeichnung zeigt ein in bezug auf die Anlenkachsen
dem liegenden Mast gegenüber auf der Plattform angeordnetes Gegengewicht 11, das das Gewicht
des Mastes ausgleicht.
F i g. 4 zeigt eine Ausführungsform der Antriebsvorrichtung, die das Gleiten der beiden Mastteile in
bezug aufeinander bewirkt. Diese Vorrichtung weist einen Hydrozylinder auf, dessen einer Teil, z. B. der
Zylinder 12, in axialer Stellung im Kopf des Außenteils 4 an einem mit diesem ein Stück bildenden
Rahmen 13 befestigt ist. Die Kolbenstange 16 des Hydrozylinders ist an ihrem freien Ende an ein
Querstück 17 angelenkt, das in Auflage auf dem Ende des Mastinnenteils 5 a bringbar und mit diesem
verriegelbar ist.
Der Hydrozylinder ist anfangs drucklos und zusammengezogen, entsprechend der Stellung der Mastteile
der Fig. 1. Wenn der Hydrozylinder unter
ίο Druck gesetzt wird, bewirkt die von ihm auf das
Außenteil 4 in Richtung des Pfeils / ausgeübte Kraft
sowie der vom Querstück 17, dem Innenteil 5 und der Anlenkachse 6 aufgenommene Gegendruck die
Aufrichtung des Mastes in die Senkrechtstellung.
Bei dem dargestellten Beispiel bildet der Kopf des Außenteils 4 dort, wo der Hydrozylinder 12 angeordnet
ist, ein Drehlager 14, auf dem ein Auflager 15 für den Ausleger des Krans entsprechend einer
bekannten Einrichtung drehbar ist. Dieser nicht dargestellte Ausleger ist auf das Unterteil 1 klappbar,
wenn dies zum Transport in liegender Stellung ist. Das Anbringen des Auslegers erfolgt im Verlauf und
am Ende des Aufrichtens des Mastes durch bekannte Seil- und Flaschenzugeinrichtungen, die nicht im
einzelnen beschrieben worden sind, .d_a sie. keinen
Teil'der Erfindung bilden. ':
Fig. 5 zeigt eine Variante, bei der der an die
Lenker 8 angeschlossene Mastteil 4 innen statt außen ist, während der Außenteil des Mastes 6 an die
Plattform angelenkt ist.
F i g. 5 zeigt auch die Anordnung der Antriebsvorrichtung zwischen den beiden teleskopischen
Teilen. Dabei besteht die Antriebsvorrichtung aus einem an einem der Teile angebrachten Zahnrad 20,
das von einem (nicht dargestellten) Motor angetrieben wird und mit einer Zahnstange 21 des anderen
Teils kämmt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Aufstellen und Umlegen von Masten, insbesondere eines Baukranmastes, der zwei ineinander gleitende Teile aufweist, von denen der eine mit einer Seite im Bereich des Mastfußes mittels einer ersten horizontalen Achse an eine Plattform angeschlossen ist, wobei an der der ersten Achse gegenüberliegenden Seite des anderen verschiebbaren Mastteils ein starrer Lenker angreift, der andererseits mit einer von der Plattform getragenen zweiten horizontalen Achse verbunden ist, so daß bei einer Verschiebung der Mastteile zueinander eine Verschwenkung des gesamten Mastes um die erste Achse erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker (8) an einer bei liegendem Mast in den Zwischen-raum über den beiden Achsen vorspringenden Auskragung (10) des beweglichen Mastteils (4) angreift, wobei Auskragung und Lenker bei stehendem Mast die gestreckte Lage einnehmen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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